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VertikalGIF #TSGVfB: Weniger ist mehr

Wer hätte gedacht, dass das Saisonfinale aus VfB-Sicht auch in dieser Saison wieder so spannend sein würde. Neben dem erneuten Pokalfinale in Berlin, bestreitet das VfB drei weitere Finals, um den Einzug in die Champions League einzutüten.

Den Auftakt machte die Partie in Sinsheim, das nicht nur weniger als 100 Kilometer von Stuttgart entfernt stattfand, sondern auch noch bei bestem Wetter – und am Samstagnachmittag um 15:30!

Grund genug für über 40 VfB-Fans, die Fahrt nach 2024 erneut mit dem Fahrrad anzutreten. Der Club hatte sich nicht lumpen lassen und für alle, die an den Start gegangen waren, “rote Warnwesten” organisiert. Und so rollte das rote Brustring-Peloton am Neckar entlang Richtung Hoffenheim. Übrigens ohne einen einzigen Defekt!

Nicht nur die Radler waren rechtzeitig am Start, sondern natürlich auch zahlreiche andere VfB-Fans, die das Stadion der Hoffenheimer mal wieder mindestens zur Hälfte füllten und für Stimmung sorgten. Aber auch die Fans der TSG zeigten eine kleine Auswärts-Choreo. Nur welche Stadt meinten sie mit “Meine Stadt. Mein Verein”?

Gleich nach Anpfiff zeigten sich zwei Dinge: Zum einen, dass es vermutlich kein schönes Fußballspiel werden würde und zum anderen, dass Schiedsrichter Stegemann anscheinend keinen Bock hatte, den oft übertriebenen Körpereinsatz der TSG-Spieler abzupfeifen.

Etwas zu wenig Körpereinsatz hingegen zeigte der VfB nach sieben Minuten. Einen Einwurf der Hoffenheimer klärte Karazor an die Strafraumkante, der VfB verlor zwei Duelle um den freien Ball und vergaß dann auch noch Kramaric, der unbedrängt zur Führung einschieben konnte. Fehlstart nach Maß.

Also mal wieder ein Rückstand, man kennt es kaum noch anders. Aber wie schon gegen Freiburg und Bremen ließ sich der VfB davon nicht schocken und spielte unbeeindruckt weiter. Und in der 20. Minute war es dann soweit: Chris Führich und Ramon Hendriks spielten mit einem schönen Doppelpass die gegnerische Abwehr auseinander und Oliver Baumann ließ die kurze Ecke offen.

Alles wieder auf Null also, aber leider nicht lange. Wieder war es ein Hoffenheimer Standard, der für Gefahr sorgte. Die Ecke segelte in den Strafraum, wo erneut Karazor klärte. Leider jedoch in die Füße von Touré, der völlig frei aus ca. 15 Metern zum Schuss kam und das 1:2 erzielte.

Anschließend ging der Partie etwas die Luft aus und es gab keine weiteren großen Chancen bis zur Halbzeitpause. Die VfB-Fans hofften daher auf einen guten Start in den zweiten Durchgang und einen schnellen Ausgleich. Doch diese Hoffnungen währten nur kurz.

Denn der TSG gelang es, mit nur zwei Pässen die VfB-Defensive komplett zu filettieren und zum 3:1 zu treffen. Das war gar nicht mal so gut verteidigt von Vagnoman & Co. Aber der VfB machte das, was er immer macht: Einfach weiter.

Doch bevor es soweit war, erzielte Jamie Leweling ein Abseitstor, Hoffenheim traf den Pfosten und Sebastian Hoeneß brachte Ermedin Demirovic und Maxi Mittelstädt. Und das sollte sich zehn Minuten später auszahlen: Chris Führich spielte den perfekten Pass auf Jamie Leweling, der ebenso brillant Ermedin Demirovic bediente, der zum 2:3 einnetzte.

Doch die Gefühls-Achterbahn fuhr im Expresstempo weiter. Denn keine fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer versuchte Atakan Karazor seinen Gegenspieler am Konter zu hindern. Leider zog er ihn nicht zu Boden oder wählte eine andere Variante, die ihm die gelbe Karte eingebracht hätte. Stattdessen stempelte er ihm die Achillessehne und sah die rote Karte.

Kurze Zeit später hätte das Spiel eigentlich entschieden sein müssen, aber erst rettete erneut der Pfosten und dann Alex Nübel gleich doppelt in überragender Manier. Im Vergleich zu Oliver Baumann, der bei allen Toren ungut aussah, ein klarer Punktsieg für die Nummer 33. Doch dem VfB fehlte nicht nur ein Mann auf dem Feld, sondern auch noch ein Tor zum Ausgleich. Und deswegen brachte Sebastian Hoeneß in der 86. Minute Tiago Tomas.

Und der hätte in der 94. Minute beinahe das Unmögliche vollbracht: Ein Tor nach einem Eckball! Doch der Kopfball des völlig frei stehenden Tomas verfehlte das Tor deutlich und allmählich verfestigte sich der Gedanke, dieses Spiel tatsächlich zu verlieren. Aber Assignon, Undav, Stiller und natürlich Tiago Tomas hatten ganz andere Pläne: Eine letzte Hereingabe, eine geniale Vorlage mit der Brust, ein abgewehrter Torschuss und ein Abstauber sorgten für das last minute 3:3 und Eskalation im Gästeblock.

Mit dem Fahrrad hin, mit einem Punkt zurück. Bedeutet auch: es bleibt spannend – und wie! Leverkusen, Stuttgart und Hoffenheim haben jetzt alle 58 Punkte. Der VfB ist aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf Pltz 5 gerutscht, hat es aber nach wie vor in der eigenen Hand, in die Champions Leage einzuziehen. Alles, was es braucht, sind zwei Siege gegen Leverkusen und Frankfurt. Und nach drei sieglosen Ligaspielen wird es mal wieder Zeit.

Zum Weiterlesen:
In unsrem Spieltagstext schreiben wir “Über die Kunst, dieses Spiel nicht zu verlieren”


Sollte der VfB die Champions League verpassen – das wäre endgültig das Comeback des schwierigen Umfelds, oder?

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