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Kommentare 41

Über die Kunst, so ein Spiel nicht zu verlieren

Der VfB gewinnt in Hoffenheim 3:3 und verdient ist das nicht. Bis zur roten Karte von Atakan Karazor zeigte nur ein Team, dass es in die Champions League will. Der VfB war es nicht.

Glück gehabt hat der VfB und Glück gebraucht, denn er fand die richtige Haltung in diesem Spiel erst, als er in Unterzahl spielen musste. Dass Hoffenheim den VfB nicht abschoss, das Spiel nicht 6:2 oder 7:2 gewann, lag an ihrer „Unreife“ (Andrej Kramaric) und an Alex Nübel, der ein überragendes Spiel mit teilweise spektakulären Paraden zeigte.

Wie brachte der VfB es fertig, dieses Spiel nicht zu verlieren?
Weil der Gegner am eigenen Werk scheiterte.

Oliver Baumanns Katastrophenspiel
Mindestens die zwei Tore von Chris Führich und Ermedin Demirovic muss der deutsche Nationaltorhüter halten. Es wäre keine große Kunst gewesen, jeweils das kurze Eck zuzumachen. Wobei man auch zugeben muss, dass bei beiden Treffern jeweils nur ein Pinselstrich Platz war für den Ball.

Hoffenheims katastropale Chancenverwertung
Einweder spielten sie es nicht clever aus oder sie scheiterten an Nübel Nübel Nübel. Der Stuttgarter Torhüter wie ein Restaurator eines beschädigten Bildes namens „VfB-Defensive“. Sebastian Hoeneß sprach nach dem Spiel von “PSG gegen Bayern in klein“. Hätte allerdings die inviduelle Offensivkraft der beiden Halbfinalisten auf dem Feld gestanden, der VfB hätte zehn Tore bekommen.

Der VfB fand nie zu seinem Spiel, war dem Willen und der Wucht der TSG nicht gewachsen. Die Spieler wehrten sich nicht, es fehlte der Biss in den Zweikämpfen und die Energie, gegen die hochmotivierten Kraichgauer zu bestehen. Die Mannschaft und ihr Trainer müssen sich fragen, wie dies in so einem wichtigen Spiel passieren kann. Der glückliche Punkt sollte nicht groß gefeiert werden, sondern es muss analysiert werden, wie es dazu kommen konnte und warum der Fokus in weiten Teilen des Spiels fehlte.

Die Hoffenheimer spielten letztlich wie ein Kunstwerk von Banksy, das sich im Moment seiner größten Wirkung selbst zerstört. Aber was war es, was den VfB außer Glück und dem Versagen der Hoffenheimer im Spiel hielt?

Nach der roten Karte natürlich die Widerstandskraft, die man sich schon ab Minute 1 gewünscht hätte. Bis dahin zeigte eigentlich nur Führich Normalform. Der Rückstand und die rote Karte waren die Auslöser, dass sich die Mannschaft zusammenriss. Dass sie dazu in der Lage ist, spricht unbedingt für das Team. Dass sie diesen Impuls offenbar braucht, bleibt das eigentliche Problem – und ist kein neues, siehe Werder Bremen letzte Woche.

Das Ende dann wie gemalt für Tiago Tomàs:
Zuvor hätte er schon bei einem Kopfball den Ausgleich erzielen müssen, um dann in der 96. Minute einen Abpraller über die Linie zu drücken. Der Portugiese entwickelt sich zum Spezialisten für diese entscheidenden Momente: Ein Spieler, der weiß, wie ein Bild zu vollenden ist.

Und wie sieht das große Bild aus?
Es ist einfach: Der VfB muss nur seine beiden Spiele gegen Leverkusen und in Frankfurt gewinnen und ist sicher in der Champions League.

Sollte es eine Ausstellung geben, wenn der VfB die Königsklasse erreicht, wird dieses 3:3 eine besonderen Platz einnehmen. Das Spektakel in Hoffenheim kann die Sinne schärfen und die Initialzündung sein für den Kampf um den vierten Champions Leage-Platz. Wenn die richtige Schlüsse aus der Partie gezogen werden. Und: Diese Woche werden aber wirklich Standards trainiert, bitte. Defensive und offensive. Danke!

Zum Weiterlesen:
Unser VertikalGIF empfand eine Gefühls-Achterbahn, die im Expresstempo fuhr. Immerhin: Sebastian fuhr mit dem Rad hin und mit einem Punkt zurück.

Die Stuttgarter Zeitung (Plus) kommentiert: “Der Auftritt in den ersten 65 Minuten wirft Fragen auf.”

Bild: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images


Sollte der VfB die Champions League verpassen – das wäre endgültig das Comeback des schwierigen Umfelds, oder?

Unser neuer Sweater, der in enger Kooperation mit mystu entstanden ist, wäre dazu das perfekte Statement! Also holt Euch das Teil – und vergesst den Code “vp10” nicht!

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41 Kommentare

  1. Jochen sagt

    Gute Analyse. Tomas hervorzuheben ist richtig. Er blockt den Torschuss von Undav, der sicher das 3:3 bedeutet hätte. Er köpft erbärmlich vor dem leeren Tor aus 3 m drüber. Und den Abstauber verwandelt er gerade so, Baumann war noch leicht dran. Wenn er das Tor nicht macht, hätten ihn die Fans vermutlich zum Teufel gewünscht. Das ist echt kein Stürmer. Und was war denn der Plan von Herrn Höness? Berechenbarer Fussball mit 4 km weniger Laufleistung in Halbzeit 1? Arroganz at its best! Die Nibelungentreue zum völlig indisponierten Kapitän und dem völlig überspielten Stiller? Der unbedingte Glaube in Vagnoman? Hohe Flanken auf Undav? Es war wie gegen Bremen schematisiert, arschlangsam und in weiten Teilen ohne Biss und eigentlich auch ohne Mittelfeld. Plan B Fehlanzeige. Die Fans und die Moral sind Champions League. Die Mannschaft und der Trainer sicher nicht. Das ist nicht weiter tragisch, man sollte die Dinge halt nur so einordnen, wie sie sind.

    • Ronny sagt

      Dann erkläre mal wie oft der VfB die letzten 25 Jahre 58 Punkte nach 32 Spieltagen hatte ? So oft kann das nicht gewesen sein, Aber den Trainer kritisieren. 🫣🫣🫣

      • Jochen sagt

        Es war nicht so oft. Habe keine Daten gefunden. Die Frage ist doch letztendlich, was wäre möglich? Und was gibt der Kader her. Da bin ich bei Dir und sage Kaderqualität so Platz 6. Saisonverlauf bei zeitweise schwächelnden Konkurrenten eher Platz 4 Minimum. Warum man Herrn Höness nicht auch kritisch sehen kann, verstehe ich nicht. Ein guter Trainer lernt. Ich bin gespannt….

    • UJS sagt

      Ich kann den Kommentar nur zu 100% unterstützen. Habe das Spiel und die genannten Protagonisten genau so gesehen. Bin damit in meinem Umfeld nicht alleine.
      Die Rote Karte gegen Mister K kann für uns noch Gold wert sein.

  2. Ronny sagt

    Die erste Halbzeit war echt eine Katastrophe, selbst Nübel konnte sich die miserable Laufleistung nicht erklären, alles hat ausgesehen wie ein Trainingsspiel, als ginge es um nichts. So etwas darf eigentlich nicht passieren. Nur durch den glücklichen Ausgleich haben wir noch alle Möglichkeiten auf Platz vier. Aber nochmal so einen Aussetzer gegen Leverkusen und die Champions League ist weg.

  3. Fritz sagt

    Natürlich kann man auf die Moral stolz sein – aber die Leistung reicht einfach nicht. In den letzten 10 Spielen (wettbewerbsübergreifend) hat der Gegner 7 Mal das erste Tor geschossen, und wir haben nur 2 Mal zu Null gespielt.

    Ich fürchte mittlerweile, dass wir wieder zunehmend den VfB zu sehen bekommen, den wir doch eigentlich schon hinter uns gelassen haben: eine Mannschaft mit anfälliger Abwehr und vorne entweder wenig Kreativität oder maximal schlechter Chancenverwertung.

    Ich würde gerne mal eine substantielle Aussage von Hoeness dazu hören, wie man das Defizit wieder in den Griff bekommt – anscheinend werden kritische Fragen in den Pressekonferenzen nach den Spielen nicht gestellt :-(

  4. Simon sagt

    „ Es ist einfach: Der VfB muss nur seine beiden Spiele gegen Leverkusen und in Frankfurt gewinnen und ist sicher in der Champions League.“

    Und was ist, wenn Hoffenheim die 4 Tores auf den VfB einholt? So unwahrscheinlich ist das nicht.

    • @buzze sagt

      In dem Fall gewinnt Freiburg die Europa League und die Bayern die Champions League und die Bundesliga bekommt 5 CL-Plätze.

  5. drhuey sagt

    Nein, SH, nur, weil das Spiel hin und her ging, sollte man es nicht die Miniaturausgabe von PSG-Bayern nennen. Das Spiel war aus einer anderen Welt, mit 2(!) Mannschaften, die all ihre Qualität und Mentalität auf den Platz gebracht haben. Diese Bissigkeit der Hoffenheimer konnte nicht überraschen. Sie sind personell schwächer besetzt und müssen mit Einsatz vieles kompensieren. Und dann muss man anerkennen, dass sie auf ein paar Positionen gut gescoutet haben. Die haben noch nicht den Reifegrad eines Führich oder Stiller, aber gegen mental schläfrige Vagnomans oder Lewellings, wahrscheinlich die schwächste rechte Seite der Top10 der Bundesliga, können sie ihre jugendliche Frische ausspielen.
    Ich kann nicht nachvollziehen, dass man sich mit drei Endspielen vor der Brust so lahm präsentiert, dass es nur dieser jugendlichen Unreife zu verdanken ist, dass man in Hoffenheim nicht traumatisch untergeht. Und ich hoffe inständig, dass FW die rechte Seite neu aufbaut. Ich kann die Alibiflanken und die lahmen Verteidigungsmoves (wenn man gerade nicht hinterherrennt) nur noch schwer ertragen. Die Verteidigung habe ich schon lange nicht mehr so schwach gesehen.
    Aber das war zuvorderst mental ein kollektives Problem der gesamten Mannschaft ausser Führich und Nübel. Gegen Leverkusen ist dringend eine andere Haltung notwendig, soll das grosse Ziel noch erreicht werden.

  6. Konny sagt

    Ich war enttäuscht wegen der Einstellung. Heimspiel, Hütte voll, himmlisches Wetter und dann sich erstmal so von Hoffenheim 😵‍💫abkochen lassen. Leverkusen hat gestern sehr hoch gegen RB gewonnen. Hoffe auf bessere / giftigere Herangehensweise. Bilal ist irgendwie auch Weltklasse oder Kreisklasse 🫣 Vagnoman hat gestern wohl das WM Ticket vergurkt. Das war sehr zäh alles. Bayern vermöbelt uns so zweistellig.

  7. Audiotec sagt

    Klassischer Fall von: Fokus (nach dem erneuten Einzug ins DfB Pokalfinale, wo die Mannschaft scheinbar „alles“ auf dem Platz ließ, was es noch hatte!?) verfehlt.

    Wir waren (vor Wochen) 3. mit reichlich Vorsprung auf Sinsheim, Leverkusen und sogar 3 Punkte vor Leipzig-seit dem jede Menge (unnötige) Punkte verschenkt (Dortmund, Bremen) und das (noch) schlimmere: seine (spielerische) Leichtigkeit verloren (mit Ausnahme gg Hamburgs B-Elf).

    Natürlich ist der erneute Einzug ins Pokalfinale nicht von der Hand zu weisen, aber schon vor Wochen hätte man intern ausrufen müssen, das Spiele in der Buli klar vor Europaleague, DfB Pokal stehen müssen, denn hier geht’s nicht nur um 40 Mio Mehreinnahmen, sondern auch um die Zukunft der Mannschaft: dann hast du gute Chancen/Argumente für einen Verbleib von Hoeneß, Stiller, Undav etc. bzw. weitere (bitter notwendige) Sofortverstärkungen (und deutlich weniger Perspektivspieler wie z.Bsp. Jovanovic, Arevalo, Milosevic usw. die uns unheimlich viel Ablöse+Gehalt gekostet haben, aber so gut wie keinerlei Ertrag/Nutzen für die Erste-so far)

    Umso schlimmer das man gestern von Minute 1 an vermissen ließ (by the way: wie schon gg Freiburg+Bremen) um was es geht-umso schöner das man trotzdem nicht als Verlierer vom Platz ging. (War im Stadion: absolut absurd wie Sinsheim das nicht ziehen konnte…)

    Trotzdem bleibt (seit Wochen) der Eindruck: der Akku ist leer (während die Konkurrenz das Gegenteil vermittelt) so wirst du keine Chance gg LEV, geschweige denn im Pokalfinale haben-Schade, denn All over war‘s (schon) wieder eine Top Saison die mindestens in der Europaleague enden wird, bzw. Top 6 in der Liga.

  8. Seinen wir ehrlich. Der VfB 25/26 ist eine Mischung aus 2023/24 und 2024/25, das bedeutet Platz 5 bis 6. Keine Champions League. Dass Leverkusen und Leipzig vor uns sind aufgrund individueller Klasse war vorhersehbar. Leverkusen war aufgrund eines massiven Umbruchs und Fehlcastings der Alonso-Nachfolge lange hinter uns, zeigt jetzt aber sein normales Leistungsvermögen rechtzeitig zum Saisonfinale. Hoffenheim nimmt die Rolle von Frankfurt ein, die weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind.
    Gegen Leverkusen wird es leider eine Heimniederlage geben und in Frankfurt aufgrund der anstehenden Trainerentlassung Max einen Punkt. So hat man wie in der Vorsaison in der Rückrunde eine bessere Platzierung verspielt. Heuer aber weniger schlimm, da die EL erreicht wird. Und damit können, dürfen und müssen wir alle zufrieden sein.

  9. bacardihardy sagt

    Hab das Spiel nicht gesehen. Aber dass der VfB läuferisch und kämpferisch über weite Strecken unterlegen ist, das überrascht mich nicht.
    War doch schon öfters so.
    Technisch spielerisch ist der VfB top.
    Die Intensität fehlt des öfteren aber im läuferisch kämpferischen Bereich.
    Denke da trainieren die anderen Teams intensiver und haben im Mittelfeld auch keine so langsamen Typen wie Stiller und Karazor.
    Denke mal , dass uns diese Spieler auch keiner wegkauft, trotz aller Gerüchte.
    Vielleicht liegt der Focus im Training schon wieder auf Belastungssteuerung.
    Hoffe nur dass die nächste Transferperiode nicht in die Hose geht. Der Focus sollte bei den Transfers die defensiven kämpferischen Fähigkeiten berücksichtigen. Schönspieler und Ballstreichler haben wir genug.
    Lieber einen guten grossen Zweitligaspieler, als 20 Millionen für einen kleinen Ballstreichler.
    Lieber ein Jahr Konsolidierung in der Euroliga als mit diesem Niveau in die Championsliga.
    Hoffentlich gibts kein Debakel im Pokalfinale.
    Ich befürchte eine Klatsche.

    • divina33 sagt

      Wieder die Diskussion um die Größe.

      Was hat die Einstellung mit der Größe zu tun?

      Gehört Kimmich mit 1,77 oder Lahm mit 1,70 zu den Kleinen? Naja Kimmich damals in Stuttgart gewogen und für zu leicht befunden…

      • @buzze sagt

        Wir brauchen große Zweitligaspieler, um die Champions League erneut zu erreichen. Der Rest ist egal.

  10. fritzo62 sagt

    Wusste das 3:3, und hab das Spiel völlig relaxed im ReLive konzentriert angeschaut.
    TSG hatte mehr Talent auf dem Platz, aber bei seinen ersten 2 Toren einfach nur Dusel.
    Mit Vagnoman und El B komplett vercoacht, und Undav spielte super – nur für wen? Warum kein Demi davor, und wir klopfen 50 Bälle vorne rein?
    SH ist für mich in den letzten Wochen zu eindimensional, ohne Führich wär‘s zappenduster.
    Die IV ist gutes BL- Mittelmaß, aber Hendrickx und Jacquez werden nächstes Jahr reussieren.
    Warum spielt Asslani bei der TSG?
    Was haben unsere Scouts abgeliefert? Okay – El B ist jedes 2. Spiel gut, Tiago super von der Bank, Assignon wird noch.
    Die TSG ist der VfB von 2023/24 – vor 2 Jahren hätten wir das Spiel gezogen.

  11. @abiszet sagt

    Natürlich gibt es nach so einem Spiel viel Raum für Kritik, völlig ok, ist ja im Text auch nicht anders.

    Was ich nicht nachvollziehen kann und hier leider notorisch nach jedem Misserfolg (und so viele gab’s in den letzten 3 Jahren nicht) wiederholt wird (bei Erfolgen isses hier komischerweise still in der Kommentarspalte): Dass alles schlecht wäre. Ja, ich weiss, blindwütige Kritik macht Spass und ist auch einfacher als differenziert drauf zu schauen.

    Der Trainer also ein Blinder und die Spieler alle unfähig, Management sowieso. Da der VfB im Pokalfinale steht, sicher für die El qualifiziert ist, Chancen auf die CL hat und eine Punkteanzahl hat, die in anderen Jahren locker für die CL gereicht hätte, bleiben eigentlich nur 4 Schlussfolgerungen:

    1. Der Trainer genial, weil er aus den unfähigen Spielern einen Erfolg erreicht hat, den der VfB seit 15 Jahren nicht hatte
    2. Die Spieler genial, weil sie trotz unfähigem Trainer Erfolge erreicht haben, die der VfB seit 15 Jahren nicht hatte
    3. Die Gegner alle schlecht, weil sie trotz blindem Trainer und unfähigen Spielern dem VfB Erfolge ermöglicht haben, die der VfB seit 15 Jahren nicht hatte
    4. Die Kommentatoren sind Blinde und unfähig und erkennen die Erfolge nicht, die der seit 15 Jahren nicht hatte.

    • Jochen sagt

      Ganz klar 4. alle doof außer Höness und seine Jünger. Wenn man das Offensichtliche nicht sehen will, wird es bald krachen. Wetten? Und nein ich hoffe nicht, dass ich Recht habe. Lieber bin ich blinder Kommentator.

      • @abiszet sagt

        Meine Tendenz geht auch klar zu 4, vor allem bei Dir @Jochen.

        Ich hatte befürchtet, dass Du es nicht nachvollziehen kannst. Denn es geht nicht um Kritik, es ist völlig ok, nach so einem Auftritt Missstände anzusprechen. Das aber immer alles schlecht ist, bei jeder Niederlage, bei jedem Remis ist unterkomplex, undifferenziert und denkfaul. Auch wenn Du Dir in der Rolle des Kritikers natürlich gefällst und natürlich hoffst, dass Du Recht hast. Schlechter als 6. kann der VfB aber leider nicht werden. Schade, oder?

        Das Offensichtliche ist: Der VfB ist für EL qualifiziert steht im Pokalfinale und spielt nicht unterirdisch wie zB unter Labbadia und pendelt nicht wie zwischen 2014 bis 2023 zwischen 1. und 2. Liga. Wenngleich auch solche Auftritte wie gegen Hoffenheim gar nicht gehen.

    • Clemens sagt

      Es ist genau dieser populistische Auswurf von Kommentaren, der mich die letzten 2 Jahre davon abgehalten hat, den VP zu kommentieren. Hier steht die Qualität deines bzw. eures wirklich guten Blogs in keinem Verhältnis zu den überwiegend schlechten und vor allem destruktiven Kommentaren. Wer beispielsweise die 4 km geringere Laufleistung des VfB kritisiert, könnte ja theoretisch auch mal die 16 mehr geleisteten Pflichtspiele des VfB (50) gegenüber der TSG (34) in der bisherigen Saison berücksichtigen. Das ist fast eine halbe BuLi Spielzeit, die der VfB Stuttgart bis zum Spiel in Hoffenheim mehr bestreiten musste. Es könnte also rein theoretisch sein, dass die Spieler physisch und/oder mental etwas ausgelaugter sind, als ihr Kontrahent aus Sinsheim ohne Dreifach-Belastung. Aber am besten stellen wir uns einfach noch ein paar physisch stärkere und größere Spieler in die Startelf, dann wird das schon. Ach ja, der VfB Trainer schreibt sich Hoeneß.

      • Ronny sagt

        Zur Richtigstellung, schon zur Halbzeit waren es 4km weniger Laufleistung, insgesamt fast 8km, und mit Verlaub, so etwas ist nicht normal, wenn selbst Nübel von diesen Werten überrascht ist, dann hat in diesem Spiel irgendetwas nicht gestimmt. Hoeneß hat gerade in der Vorrunde sogar die Belastungssteuerung übertrieben angewendet, deshalb lasse ich es nicht gelten, dass wir mehr Spiele hatten als Hoffenheim. Und gerade am Ende der Saison kann man sich zusammenreißen und nochmal alles geben, was leider am vergangenen Wochenende nicht der Fall war. Zur Entlastung muss man allerdings zugeben, daß durch die rote Karte von Karazor in der zweiten Hälfte dessen Laufleistung teilweise gefehlt hat.

  12. Matthias sagt

    Wie kann man in so einem entscheidenden Spiel, mit Ausnahme von Führich und Nübel, so weit von Normalform entfernt sein??
    Körpersprache, Laufbereitschaft, Zweikampf Härte – alles Fehlanzeige.
    Vagnoman und Karazor hätten besser im Bett bleiben sollen aber selbst Hendriks und Chabot waren ein Schatten ihrer selbst.
    Mit der Leistung wird uns Leverkusen verprügeln.
    Der Abwärtstrend kann anscheinend nicht gestoppt werden.
    Klar, Trainer und Spieler träumen wahrscheinlich schon von Real und United!?
    Kämpfen und alles für den Sieg tun, muss die Parole für den nächsten Spieltag lauten.

  13. Kerstin :-) sagt

    3:3 gewonnen. Wie genau?
    Mir doch am Ende der Saison egal und auch im Herbst, wenn ich braun gebrannt, perfekt eingesungen und gestählt am Cocktailglas in Europas Spelunken wieder auftauche. Und nur das zählt für mich.

  14. Marcus Fichter sagt

    Auch ich war vor Ort und muss sagen, ich habe selten ein glücklicheres und unverdienteres Remis gesehen.

    Trotzdem bin ich weit weg von der tlw. undifferenzierten und polemischen Kritik mancher Vorredner bzw. gebe @abiszet völlig recht.

    Man muss eben auch sagen, das Hoffenheim es in der ersten Halbzeit einfach gut gemacht hat und das nötige Spielglück hatte. Trotzdem muss man den Willen der Truppe anerkennen. Zu Zehnt muss man das auch erstmal hinbekommen, auch wenn uns Hoffenheim durch Unfähigkeit im Spiel gelassen hat.

    Ja, Karazor, Vagnoman und Chabot hatten einen rabenschwarzen Tag. Aber auch die drei sind nicht allein dran schuld, das man in der ersten Halbzeit angebl. 4 KM weniger investiert hat. Darüber wird zu reden sein.

    Schlussendlich sieht man trotzdem, das die Truppe sich wehren kann und wiedermal nen Punkt nach Rückstand geholt hat. In dieser Statistik ist VfB angebl. 3. in der Liga.

    Und ich möchte an die Vorrunde erinnern. Einem ähnlich schlechten Remis im Heimspiel gg. Hoffenheim folgten ein fulminanten Sieg in Leverkusen und ein Heimsieg gegen Frankfurt.

    Also, bleibt positiv und unterstützt am Samstag die Truppe und lasst uns die Pillen besiegen.

  15. Konny sagt

    Ich sach ma so: das Spiel gegen Hoffenheim war bis zur roten Karte gar nix, was auch Nübel im Interview zugab.

    Das das 3:3 fiel war eine tolle Sache, aber über das davor sollte man schon reden dürfen.

    Im Grunde ist es ja fast egal, was vorher alles an Erfolgen geschah, wenn man doch recht uninspiriert in ein 6 Punkte Spiel geht. Das versteh ich eher weniger. Es geht ja “nur” um die Einstellung / Aufstellung. Ich hab zB Nartey vermisst. Das Spiel war schon irgendwie vercoacht finde ich. Man frägt sich schon wozu all die Flanken, wenn kein Zielspieler da ist bzw auf der Bank sitzt. Oder warum unsere Standards hüben wie drüber echt schlecht sind.

    Für mich ist by the way Euroliga voll ok – aber wenn die Spieler in die CL wollen ist es zu wenig.

  16. Mike sagt

    Alles egal. Für Glück braucht man sich nicht schämen.
    Abbutza und am Samstag alles geben. Mannschaft wie Anhänger.

  17. Fritz sagt

    Zu dem Thema “Bruddeln” würde ich gerne ein paar Gedanken beitragen:

    1) Ich gehe davon aus, dass alle Leser hier eines eint: der Wunsch nach Erfolg des VfBs. Insofern behaupte ich mal, Kommentare sind im wesentlichen in bester Absicht gepostet.
    2) Egal ob Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur oder Sport: überall gilt, dass nur derjenige Erfolg hat, der sich ständig in Frage stellt und ständig verbessert. Natürlich darf und soll man sich über Erfolge freuen – sich damit zufrieden zu geben, ist aber nicht zielführend, wenn man nach oben will.
    3) Gerade im Sport hat Erfolg im wesentlichen zwei Komponenten: die technische Kompetenz und die Fähigkeit, seine Leistung regelmässig abzurufen. Dass wir gegen die Bayern verlieren, weil die einfach besser sind: geschenkt. Die bringen ihre Leistung aber auch in 33 von 34 Bundesligaspielen. Und während Hoffenheim in dieser Saison ihr Können regelmässig auf den Platz bringt, ist der VfB vor allem in letzter Zeit weit davon entfernt. Das ist keine Schwarzmalerei, das ist Fakt. Und dafür stehen einzig die Spieler und der Trainer in der Verantwortung – und die haben ja gezeigt, dass sie es eigentlich besser können.
    4) Kritik ist legitim, sie ist einer der wichtigste Gründe, weshalb wir eine freie Presse brauchen. Nun nimmt die Lokalpresse diese Aufgabe aber nicht wahr, sondern kuschelt aus vermutlich verschiedenen Gründen lieber mit dem Verein. Wenn aber die handelnde Person (der Verein) und die Institution, die ihn kritisch begleiten soll, das Problem verleugnen, dann suchen sich die Menschen eine andere Möglichkeit. Sie äussern selbst Kritik über social media (wozu ich in diesem Fall auch den Vertikalpass zähle), in der Hoffnung, dass der Verein über diese Oeffentlichkeit gezwungen wird zu handeln.

    Wir haben in Ba-Wü nicht zuletzt deshalb so viele Tüftler, Familienunternehmen und Weltmarktführer, weil die sich eben gerade nicht mit dem Status Quo zufrieden geben, sondern sich ständig in Frage stellen und eine bessere Lösung suchen. Ich halte es für essentiell wichtig, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungen vorzunehmen. Für mich hat das nichts mit “Bruddeln” zu tun. Ich glaube, was wir hier im Endeffekt sehen, ist die unausgesprochene Uneinigkeit, was das Ziel des Vereins sein soll. Für manche ist das obere Mittelfeld völlig ok, andere wollen mehr.

    • @abiszet sagt

      Hallo Fritz,

      ich stimme Dir in den Punkten 2 bis 4 absolut zu.
      Mir ging’s um etwas anderes. Um die undifferenzierte, sich ständige wiederholende Kritik, dass ALLES schlecht sei und alle unfähig (was angesichts der Erfolge der letzten 3 Jahre schlicht nicht sein kann). Da bezweifle ich auch die beste Absicht, da geht es darum, undifferenziert zu kritisieren, Dampf abzulassen, sich als „Kritiker“ aufzuspielen.

      Ich denke allerdings, dass sich hier alle einig sind, dass “das obere Mittelfeld“ mit der Mannschaft (die ja größtenteils aus lauter Blinden besteht) nicht völlig ok ist ;-)

    • drhuey sagt

      Danke Fritz für diesen TOP-Beitrag, den ich zu 100% teile. Auch die Äusserungen von Karazor deuten darauf hin, dass es die Mannschaft ganz ähnlich sieht. Alles andere würde mich bei Profisportlern der Bundesliga auch sehr wundern. Die kritische Einstellung zur eigenen Leistung und der Wille zur permanenten Weiterentwicklung ist auch bei U-Mannschaften oder darunter notwendig, die keinen Cent dafür bekommen. Auch dort stehen ein paar am Spielfeldrand und haben eine Meinung.

  18. Mario sagt

    Eigentlich hat das Team von 11Freunde es perfekt aus neutraler Sicht objektiv zusammengefasst:

    https://www.11freunde.de/bundesliga/warum-der-vfb-stuttgart-und-die-tsg-hoffenheim-noch-nicht-reif-sind-fuer-die-champions-league-das-psg-gegen-bayern-des-kleinen-mannes-a-1433a0b7-caec-4dbf-972a-40ae70b2ad1b

    Ja, man kann in Ansätzen schon von PSG/FCB des kleinen Mannes sprechen. Die Probleme werden aber auch gut aufgearbeitet. Und beim VfB ist halt die mangelnde Resistenz gegen Körperlichkeit (siehe Istanbul, siehe Porto, siehe Hoffenheim). Die wirklich gute Nachricht – intern weiss man das auch. Die Erkenntnis dürfte einer der Gründe für den Prömel-Transfer sein.

  19. bacardihardy sagt

    Sorry @abiszet ich habe in keinem Kommentar
    eine Alles ist schlecht und alle unfähig Kritik erkannt.
    Wäre ja auch Quatsch bei dem Tabellenstand und noch kanns für die Championsliga reichen.
    Was ich persönlich in meinen Kommentaren immer wiederhole sind die aus meiner “fachmännischen” Sicht erkannte Schwachstellen.
    Denke aber, dass Seb, Gente und Fabi dies auch intern erkennen.
    Ansonsten alles supi dupi.

  20. Achim Herzblutfan sagt

    Hallo zusammen,
    Ihr habt Alles schon gesagt und auseinandergenommen bzw. zusammengefügt.
    Mir sind einige Stichworte eingefallen, die ich beleuchten will.
    1. Anlaufschwierigkeiten/Startprobleme
    Beim Einlaufen aufs Spielfeld meine ich bemerkt zu haben,dass manche Spieler nicht fokussiert wirkten. Abgelenkt.
    Reden die vor dem Spiel womöglich über die Gehälter in der nächsten Saison?
    Oder über das geile 5:4 von PSG gegen ,hm, Namen habe ich vergessen? Oder sind in den Getränken in der Kabine vom Gastverein vlt. irgendwelche psychedelischen Substanzen reingemacht?
    Echt fies!
    2. Schläfrigkeit
    Immer erst ein Tor kriegen! Hängt das mit den Getränken zusammen? Siehe 1.
    Sind die Spieler nicht ausgeschlafen? Laute Musik in der Nachbarschaft,Schießereien usw (schwieriges Umfeld)? Oder trinken Karazor,Vagnoman und Konsorten evtl. um 22 Uhr am Vortag des Spiels starken Kaffee oder Red Bull ? Hast du RB in der Blutbahn kannst du vögeln wie ein Truthahn. Wäre auch ne Erklärung.
    3 Standards (S)
    Werden die S unter realistischen Bedingungen eingeübt? Oder steht Demi bei der Offensivvariante allein vor dem Tor und wird beim Eckball von hinten gedeckt durch Vagnoman? Oder stehen 10 Spieler im Tor und der,der noch ne Lücke findet und ein Tor erzielt gibt eine Runde RB aus?
    Defensiv: Warum köpfen unsere Mannen grundsätzlich bei hereinfliegenden Eckbällen/Flanken den Ball zum Gegner auf 12 Uhr? Nennt man das Touré-Syndrom?
    Ich kenn mich da nicht aus.
    Bei Freistössen zielen unsere Spieler gerne aufs Stadiondach, den Raum um das gegnerische Tor herum ( zB. RB-Werbebande), oder spielen den Ball zur gegnerischen Mannschaft. Echt nett.
    Haben wir einen Standardtrainer? Wenn ja, was übt der ?
    4. Umschaltmoment
    Heisst: in dem Moment wenn der gegnerische Angriff abgefangen wurde,d.h.
    Der Ball wieder in unserem Besitz ist,schlagartig und blitzschnell den langen Pass auf den Flügelflitzer o.ä.
    Beim VfB kommt mir der Umschaltmoment immer brutal lang vor. Nübel grübelt, Karazor macht die Schnecke und Stiller bleibt still. Bei PSG kam mir das schneller vor.🤔🤔🤔
    5. Schnelligkeit unserer Außenverteidiger versus Schnelligkeit gegnerische Flügelflitzer
    Gut ist,wenn der AV beim Verteidigen genauso schnell sein kann oder noch schneller wie der Angreifer. Soweit zur Theorie. Die Barcolas, Tourés dieser Welt zeigen mir immer, dass “unsere” net mitkommet. Warum ist das so?
    Weil ein Verteidiger ein Schrank sein muss und keine Gazelle?
    6. Schaltzentrale
    Quasi das Hirn der Mannschaft. Sieht die freien Räume, verteilt die Bälle auf links oder rechts, spielt den tödlichen VP ( welch martialische Sprache) beschleunigt oder verlangsamt das Spiel. Ein Beckenbauer oder Netzer eben
    Ich glaube unsere Schaltzentrale hat gerade manchmal Stromausfall bzw verschmorte Kabel ( überspielt). Stiller ist für mich ne prima Schaltzentrale,wenn er fit ist und nicht weg geht. Karazor für mich weder Kapitän noch Schaltzentrale. Eher Sand im Getriebe oder oft Rückwärtsgang

    Fragen über Fragen. Vielleicht habt ihr Antworten. Bin am Samstag wie immer im Stadion und brülle meinen VfB zum Sieg.

  21. Hobbycamper sagt

    Fritz zuerst danke für Deinen Kommentar, Du sprichst mir sowas von aus der Seele! Da wir am Samstag in den Urlaub gefahren sind konnte ich das Spiel nicht sehen. Hab dann nur die Zusammenfassung gesehen, das hat mir gereicht. Einfach furchtbar! Mit Mund abwischen, weiter geht’s ist es nicht getan. Ich beobachte das schon seit vielen Jahren, sehr oft kommt zum Ende einer Halbsaison ein Einbruch. Man ist auf dem Weg das bis dahin Erreichte wegzuwerfen. Eine irgendwie typische VfB-Krankheit. Für mich völlig unerklärlich!

    Abiszet, auch an Dich noch ein Wort. Nein es ist nicht alles schlecht was bisher gelaufen ist. Ich spreche für mich, vermutlich auch für viele andere hier, ich bewerte in meinen Kommentaren immer nur das letzte Spiel. Und wenn dies gelinde gesagt Mist war, dann spreche ich das auch einfach deutlich aus. Das sollte man schon sagen dürfen.

    Ich wünsche mir nichts mehr als einen erfolgreichen VfB. Dazu gehört aber auch dass man aus den Fehlern der Vergangenheit lernt, dass man die Schwachstellen erkennt und daran arbeitet. Das fängt beim Trainer an und hört bei den Spielern auf. Da bringt es nichts festzustellen dass wir mit SH den erfolgreichsten Trainer der letzten Jahre haben. Es zählt das hier und jetzt, zurückblicken auf das Erreichte macht aus meiner Sicht nur satt und zufrieden. Wer als Ziel das Erreichen eines CL-Platzes verkündet muss auch entsprechend auftreten. Spiele wie zu Hause gegen Bremen oder auch jetzt gegen Hoffenheim vermitteln ein anderes Bild.

    • @buzze sagt

      Ich finde es ja schon spannend, einem Spiel, das man nicht mal gesehen hat, das Prädikat “Einfach furchtbar!” zu verleihen und empfehle an dieser Stelle mal eine neutrale Analyse des Spiels zu konsumieren, z.B. im Rasenfunk.

      Und diese langjährige Beobachtung, dass der VfB “das bis dahin Erreichte wegwirft.” War die auch da, als sich der VfB in der Relegation gegen den HSV durchsetzte? Oder in der folgenden Saison, als der VfB mit Siegen gegen München, Augsburg und Gladbach Vizemeister wurde? Oder in der Saison drauf, als der VfB Stuttgart Pokalsieger wurde? Ich bin mir jedenfalls nicht ganz sicher, ob die Datenlage diese Schlussfolgerung stützt.

      • Konny sagt

        Ich hab das Spiel gesehen und es war bis zur roten Karte nicht gut bis recht schlecht.

        Es ist tatsächlich sehr schwer nachvollziehbar, in einer nicht englischen Woche in einem sechs Punkte Spiel so gedanklich gar nicht on fire reinzugehen, wo doch klar ist, wie Hoffenheim derzeit auftritt.

        In diesem Fall spielt es dann auch keine Rolle, was Trainer, Team und VfB alles bereits geleistet haben. Weil das und nur explizit dieses eine Spiel, das oben in der Überschrift steht – war so nix und wird – wenn nix geändert wird – die Möglichkeiten, die noch da liegen gegen die Wand fahren.

        Irgendwie bin ich es grad echt leid, wenn man sagt, das war heute nix und wie man an die Sache ran ging auch nicht, aus der Nummer nicht ohne “Belehrungen” über die Erfolge raus kommt. Ja die Erfolge sind wahnsinnig toll, bereichernd, wunderbar, das ganze VfB Team ist ein Gewinn und macht es nach innen und aussen hervorragend.

        ABER: trotzdem bleibt das (einzelne) Spiel gegen Hoffenheim auch für mich ein Problem, das die Schwachstellen gegen “grössere” Gegner aufzeigt. Gegen Bayern wohl auch Leverkusen gehen wir mit der Leistung 0:6 in Rückstand und somit baden.

        Und davor hat (zurecht) wahrscheinlich jeder Sorge. Das der Elfmeter CL, der gerade auf dem Elferpunkt liegt – halt so nicht verwandelt wird.

  22. Hobbycamper sagt

    Buzze auf den Kommentar habe ich gewartet, da bin ich nicht überrascht.
    Wenn ich an Hand von Gegentoren altbekannte Strickmuster/Schwachstellen sehe, dann brauche ich kein ganzes Spiel ansehen. Klingt jetzt vermutlich etwas überheblich, so ist es aber nicht gemeint, das möchte ich betonen. Aber deswegen auch meine Feststellung: Furchtbar!
    Warum? Weil man offensichtlich entweder diese Schwachstellen (immer) noch nicht erkannt hat oder nicht begriffen hat was das diesjährige Ziel des Vereins ist. Ich persönlich bin mit dem Erreichen des EL-Platzes absolut zufrieden und bewerte das als Saisonerfolg. Es ist aber der Trainer, es ist die Mannschaft die in jeder PK oder Interview was vom CL-Platz faseln – und dann so ein Auftritt in Hoffenheim ?
    Und bitte nicht schon wieder mit der Vergangenheit kommen. Es geht um dieses eine Spiel und nicht um die letzten Jahre. Btw, warum mussten wir denn gegen den HSV in die Relegation, warum sind wir denn in den letzten Jahren 2mal abgestiegen? Ganz bestimmt nicht weil wir so erfolgreich waren. Wenn man also die Vergangenheit bemüht, dann bitte nicht nur das Positive sehen, sondern im Gesamtkontext auch die andere Seite sehen. Und genau diese Seite war es doch die uns in die entsprechenden Lagen geführt hat.
    Einer meiner Grundsätze ist: wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.
    Diese Feststellung kannst doch auch Du nicht für das Hoffenheimspiel in Abrede stellen, oder?

  23. Marcus Fichter sagt

    @Hobbycamper @Konny @Jochen

    Das einzelne Spiel schlecht zu finden und das auch zu sagen, ist völlig in Ordnung.
    Darum geht es auch gar nicht.

    Vorallem mir und ich denke auch @buzze @abiszet geht es darum, das viele Kommentare einfach daneben sind.

    Zum Beispiel das ein Tiago Tomas einfach kein guter Stürmer wäre, Stiller ja viel zu langsam ist und was sehr oft vorkommt, Karazor und Vagnoman ja gar nix können.

    Man kann ja der Meinung sein, daß jemand ein schlechtes Spiel gemacht hat, aber einem Spieler ( z.B. Stiller, aber auch andere… ), der auf dem Sprung zur WM ist, Qualitäten abzusprechen die er halt in dem einen Spiel nicht gezeigt hat, aber sonst immer bringt ( sonst wäre er nicht im N11-Kader ) ist halt keine gute Kritik.
    Das ist Thekengequatsche oder Kneipenpolemik !

    Oder jetzt schon vorherzusagen, das man gg. Leverkusen verlieren wird und damit impliziert, das man sich das auch wünsch, damit man Recht hat, sind halt daneben.
    Auch so Behauptungen, irgendein Sachverhalt war schon immer so, aus Fehlern lernt die Truppe oder die Spieler nicht, sind m.E. fehl am Platze. Denn manchmal macht eben ein anderer Spieler denselben Fehler. Da kann halt ein Trainer nur wenig was dafür.

    Ich will hier niemand angreifen, soll jeder schreiben was er will, aber ich denke, man wollte sich hier im Vertikalpass ein wenig von der pauschalen Bruddlerkritik qualitativ abheben. Das klappt halt nur bedingt.

    Ich hoffe, ich konnte das was ich meine ein bisschen rüberbringen.

    Viele Grüße und weiter ein gutes Miteinander

    Marcus

    • @buzze sagt

      Dem ist fast nichts hinzuzufügen. 😀

      Es gibt genug an dem Spiel gegen Hoffenheim zu kritisieren. Aber das sollte man doch auf Basis von Fakten machen und nicht auf Grundlage anekdotischer Evidenz.

      Hoffenheim läuft in dieser Saison alle anderen Teams in Grund und Boden. Sie spielen nicht international und sind im Pokal in der zweiten Runde ausgeschieden, kommen also bislang auf 34 Pflichtspiele. Der VfB hat am Samstag sein 50. absolviert. Das wäre z.B. für mich ein Ansatz, warum der VfB die Physis des Gegners nicht matchen konnte.

  24. divina33 sagt

    Ich würde lieber auf die kommenden Spiele und die kommende Saison schauen.

    Weiß jemand etwas von diesem Mittelfeld-Talent aus Berlin?

    Eichhorn ist wohl beim den Lederhosen, bei den Pillen, bei den Dosen und bei Lüdenscheid-Nord auf dem Zettel und hat wohl eine Ausstiegsklausel von 12 Mio.

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