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Hamadi Al(m) Ghaddioui: der Schrecken von Bielefeld

Na klar: auch wir waren skeptisch als wir die Stuttgarter Aufstellung kurz vor dem Bielefeld-Spiel sahen: Karazor, Ascacibar, Förster und Mangala? Das roch ein wenig nach Ochsenraute als Reaktion auf das Mimimimittelfeld aus dem Fürthspiel. Der VfB wollte augenscheinlich robust und kämpferisch auf der Alm antreten. Okay, das klang gut. Aber durch das Fehlen von Gonzalez und Wamangituka stand vorne sowohl auf dem Spielberichtsbogen wie später auch auf der Alm nur Hamadi Al Ghaddioui. Wie sollte das funktionieren? Und mal ganz ehrlich: über weite Strecken gar nicht. Al Ghaddioui, als Stürmer-Schnäppchen aus Regensburg gekommen, und in der internen Stürmerrangliste mittlerweile offenbar vor Mario Gomez positioniert, hing über weite Teile des Spiels in der Luft. Aber das schöne an einem klassischen Mittelstürmer: All das ist vergessen, wenn er trifft. Gerne zum 1:0 und noch besser: in der 91. Minute.

Wer gewinnt, hat Recht. Und am Ende hatte Trainer Tim Walter also mal wieder Recht. Seit Uwe Neuhaus, der frühere Coach von Union Berlin und Dynamo Dresden, im Dezember 2018 Arminia Bielefeld übernommen hatte, holte seine Mannschaft von allen Klubs in der Zweiten Liga die meisten Punkte, verlor dabei ganze vier Partien und hatte seit 27 Spielen immer mindestens einmal getroffen. Beide Serien gingen nun gegen den VfB zu Ende. Die Stuttgarter sind damit neben den Bayern und Wolfsburg das einzige noch ungeschlagene Team in der ersten und zweiten Liga. Zudem hat man sich mit dem wichtigen Sieg gegen Bielefeld und durch das 2:2 des HSV in Regensburg sogar ein kleines Polster herausgespielt: auf Platz vier sind es bereits sechs Punkte.

Photo by Thomas F. Starke/Bongarts/Getty Images

Alles gut also? Natürlich nicht! Auch, wenn ich für die Einschätzung auf Facebook Gegenwind bekam, bleibe ich dabei: Der Sieg in Bielefeld war glücklich (aber natürlich nicht unverdient). Nach der guten Anfangsphase über 30 Minuten verlor der VfB auch auf der Alm die Kontrolle über das Spiel und konnte sich nach dem Lattentreffer von Hartherz und der großen Kopfballchance von Klos über das 0:0 zur Halbzeit bestimmt nicht beschweren. Auch in der zweiten Hälfte hatte man Glück, dass der gute Schiedsrichter Gerach seine großzügige Linie kurz mal verließ, um Bielefelds Schlüsselspieler Fabian Klos des Feldes zu verweisen. Eine Fehlentscheidung? Sicher nicht. Aber eine sehr harte Entscheidung in der Güteklasse „Gelb-Rot gegen Gomez“ im Heimspiel gegen Freiburg. Und was waren wir damals sauer!

Dass der VfB es mit Ausnahme des Vielleicht-Abseitstores von Mario Gomez nicht schaffte, die 30-minütige Überzahl für sich zu nutzen, war definitiv kein Ruhmesblatt. Mein bestes Argument dafür, dass der Sieg glücklich war, ist jedoch folgendes: In der 89. Minute wären wir alle mit dem einen Punkt zufrieden gewesen, oder?

Das Tolle am VfB Stuttgart 2019/2020 ist jedoch, dass die Spieler da anders denken. Statt zu sagen „in Bielefeld muss man nicht gewinnen“, spielt der neue Kapitän jetzt den Ball nicht zurück zum Keeper, sondern vertikal in den gegnerischen Strafraum zu Philipp Förster, den vor ein paar Wochen kaum jemand kannte, weil er in Sandhausen kickte. Jetzt ist er auf einmal fester Bestandteil der Stuttgarter Startelf, war nicht nur für den Kicker der Spieler des Spiels und sorgte für die entscheidende Vorlage. Den Rest besorgte Hamadi Al(m) Ghaddioui eiskalt in klassischer Mittelstürmer-Manier.

Ganz ehrlich? Ich hätte ihn schon lange vorher aus dem Spiel genommen. Zu wenig Bindung zum Spiel, zu wenig Tempo in den Aktionen. Ein echter Zweitligastürmer, der sich gegen die echten Zweitliga-Verteidiger der Arminia aufrieb. Aber Al Ghaddioui ist ein Mann für die entscheidenden Tore. Das goldene Tor im Pokal gegen Rostock, dann den Deckel drauf gemacht beim Auswärtssieg gegen seine Ex-Kollegen aus Regensburg und jetzt das entscheidende Tor in der Nachspielzeit. Mit seinem reifen Fußballeralter von 29 Jahren lässt er die VfB-Fans vielleicht nicht von einer sensationellen Zukunft und fabulösen Ablösesumen träumen wie seine jungen Kollegen Gonzalez und Wamangituka. Aber mit seinen entscheidenden Toren kann er die Anhänger genauso in Ekstase versetzen wie die zwei Young Guns. Danke für diesen geilen Abend, Hamadi Alm Ghaddioui!

Unseren etwas anderen Rückblick findet ihr wie immer im VertikalGIF.

Titelbild: imago images / Pressefoto Baumann & shutterstock / canadastock

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14 Kommentare

  1. Joachim Leuze sagt

    Wenn ich die Zeilen hier so in mir aufnehme, dann kommt mir die Frage auf: Hat der Redakteur der des „Vertikalpass“ bzw. der Schreiber dieses Artikel ein anderes Fußballspiel als ich gesehen?
    Warum komme ich wohl zu einer anderen Einschätzung? Das mal vorab: Der VfB hat ein souveränes Auswärtsspiel gemacht und die Partie „hochverdient“ gewonnen. Ich hatte während der ganzen 90 Minuten nie das Gefühl, dass der VfB das Spiel verlieren könnte! Bielefeld hatte eine Torchance und das war ein „Glücksschuss“, der sich an der Latte verirrt hatte! Die vermeintliche Torchance von Klos unmittelbar danach ging ganz klar ein Foul vom selbigen voraus. Ansonsten hatte Bielefeld – un das zuhause – nichts zu bieten! Da hätte ich mich ins Tor stellen können! Und ich bin im August 60 geworden.. (übrigens war ich in meiner aktiven Zeit auch mal Torhüter).
    Ich frage mich, welche Erwartungshaltung der Schreiber dieses Artikels vom VfB wohl hat oder anders ausgedrückt, mit welcher Brille er das Spiel angeschaut hat? Meint er wohl, dass man nach Bielefeld fährt und die mal im eigenen Stadion mit 0:3 oder 0:4 hinausfegt?
    Zur gelb-roten Karte für Klos gab es keine andere Alternative. Der geht mit dem Ellenbogen voraus den VfB Verteidiger Pascal Stenzel an, so dass dem Schiri keine andere Wahl blieb als die gelb-rote Karte zu zücken. Und dafür, dass Klos sich nicht im Griff hat, braucht sich der VfB nicht zu entschuldigen. Erstens das ständige Gemaule wurde völlig zurecht vom Schiri unterbunden und das Foulspiel an Stenzel war unübersehbar. Also alles hatte seinen richtigen und geweisten Weg. Ich würde mir nur wünschen, dass man die Spiele des VfB nicht so schlecht sieht. Auch die Journalisten von den Stuttgartern Gazetten sehen das Spiel ähnlich, wie der Schreiber dieses Artikels. Bin ich der Einzige, der das anders sieht? Na dann….!

    • @buzze sagt

      Ich würde einfach mal behaupten, dass meine Brille nicht ganz so dunkelrote Gläser hat wie Deine. Der VfB hat nach guten 30 Minuten klar die Kontrolle abgegeben. Das Spiel wurde chaotischer und das spielte den Bielefelder sichtlich in die Karten. Foul ist bekanntlich, wenn der Schiedsrichter pfeift, also war es vor dem Klos-Kopfball keins. Aber Respekt, dass Du auch im fortgeschrittenen Alter noch so schnell hättest abtauchen können! Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es war ein durchaus guter Auswärtsauftritt gegen eines der besten Zweitliga-Teams der letzten 12 Monate. Aber so überragend wie Du den VfB gesehen haste, habe ich das bei weitem nicht.

      • Till Saliari sagt

        @buzze:

        Foul ist neuerdings auch, wenn der Schiri nicht pfeift, der Ball ins Tor geht und der VAR dann doch ein Foul erkennt. Okay, zwar nicht wenns zugunsten des VfB geht, aber halt allgemein.

  2. Richard Käsmayr sagt

    Als ich am Samstag Morgen die Schlagzeilen der Stuttgarter Zeitung zum Spiel am Freitag Abend überflog, da bekam ich den Eindruck, als hätten die Autoren ein anderes Spiel gesehen wie ich selber. Ich las von „glücklichem Sieg“. Wenn der Tabellendritte zu Hause die Möglichkeit hat, mit einem Sieg die Tabellenführung zu übernehmen und es dann lediglich auf 2 Torschüsse und 10 Minuten, in welcher sie das „Oberwasser“ über das Spiel hatten, schafft, dann sehe ich das als hochverdienten Sieg der Gäste an. In diesem Fall ein Sieg unseres VfB. Nein Freunde, von glücklichem Sieg kann hier in keinster Weise die Rede sein. Lediglich zwischen der 35. und 45. Minute (dazu komme ich gleich) war Bielefeld im Spiel, ansonsten war von der Mannschaft von der Alm nichts, gar nichts zu sehen. Top-Leistung unserer Jungs! Respekt! So spielt ein kommender Aufsteiger. Bereits mit Anpfiff war der Wille des VfB erkennbar, die Spielkontrolle schnellstmöglich an sich zu nehmen und den Gegner in dessen Hälfte zurück zu drängen. Durch hohes, sehr aggressives Pressing über fast das ganze Spiel hinweg gelang es uns, den Gegner immer wieder unter Druck zu bringen und somit Bälle zu erobern. Hier zeigte sich auch, dass jeder einzelne Spieler bereits war, seinem Mitspieler zu helfen, ihn zu unterstützen und Fehler auszubügeln. Der Sieg war das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Vorzuwerfen, wenn man dies denn bei dem Auftritt vom Freitag überhaupt tun sollte/darf, sind die Unzulänglichkeiten zwischen Spielminute 35. und 45., welche zu den einzig nennenswerten Tormöglichkeiten des Gastgebers führten sowie die erneut mangelnde und fehlende Kreativität und Entschlossenheit, den tiefstehenden Gegner mit entsprechenden Mitteln zu bespielen und aus der drückenden Überlegenheit noch mehr Torchancen und entsprechend konzentrierte Abschlüsse zu generieren, um dadurch das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Dies ließe sich sicherlich auch dadurch erreichen, dass wir noch schneller, zielstrebiger den Ball abspielen und mit diesen nicht erst nach 4 eigenen Kontakten den Mitspieler in Szene setzen. Als sehr gut erwies sich gestern die Einwechslung von Mario Gomez in der Phase, in welcher wir in Überzahl waren, da dadurch der sich oft „in der Luft hängende“ Al Ghaddioui besser in Szene kam und es ihm vorbehalten war, den letztlich hochverdienten Siegtreffer zu erzielen und dadurch in der Tabelle den Abstand zu Platz 3 deutlich auszubauen. Klasse anzusehen waren auch die Duelle, welche sich unsere beiden Innenverteidiger mit dem Stoßstürmer aus Bielefeld, Fabian Klos, welcher völlig zurecht des Platzes verwiesen wurde, lieferten und sehr oft als Sieger aus diesen hervorgingen. Sehr lauf- und zweikampfstark erwiesen sich gestern auch die sich im defensiven Mittelfeld agierenden Ascacibar, Mangala und Karazor, was wiederum den Erfolgsschlüssel dessen darstellte, dass Bielefeld die gesamte Spieldauer über kaum zu Ballbesitz, geschweige denn zu klaren Tormöglichkeiten kam. Im Vergleich zum Spiel von vergangener Woche stimmten auch die abgestimmten Laufwege mit dem Passspiel besser überein. Das Spiel aufgrund eines Lattentreffers von Bielefeld und unseres Siegtreffers in der 90. Minute als glücklich zu bezeichnen, halte ich in Anbetracht unserer Leistung für völlig deplatziert und unangemessen. Klasse Leistung, toller Auftritt von unserer Elf mit dem Brustring!

    • @buzze sagt

      Hi Richard,

      vermutlich haben wir einfach ganz andere Definitionen von einem glücklichem Sieg. Wenn es ein Team in 90 Minuten (davon 30 in Überzahl) nicht schafft, einen Treffer zu erzielen, und trotzdem gewinnt, ist der Sieg für mich immer glücklich – egal wie sich das Spiel vorher gestaltet hat. Diesbezüglich reden wir dann von verdient und unverdient. Und das Sieg des VfB in Bielefeld war sicherlich auch verdient.

    • Hauptribünenfan sagt

      Hallo Richard,
      Du sprichst mir vollkommen aus der Seele ! Über den VfB wird oft viel zu negativ berichtet und diskutiert. Wir sind weiterhin von den Fans und dem Umfeld her gesehen ein Verein der in den Top 10 oder zumindest Top 20 in Europa gehört !
      Der Abstieg letztes Jahr war ein absoluter Ausrutscher was Du wohl ebenso siehst.
      Den Aufstieg dieses Jahr werden wir in dieser Form gar nicht mehr verhindern können.
      Und mittelfristig gehören wir wieder ins europäische Geschäft und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir in den nächsten 1-2 Jahren wieder Angriff auf die Champions League Plätze nehmen werden !
      Auch die Einkäufe unter Federführung der kompetenten und besonnenen Führungsfiguren Hitzlsberger und Mislintat bezeichne ich schon heute als Volltreffer ! Ich bin sicher, dass Spieler wie Gonzalez oder Wamangituka Rohdiamanten sind und bald von ganz Europa gejagt werden. Hier werden wir sicher Ablösesummen im hohen zweistelligen Millionenbereich generieren können.
      Ich sehe wieder gute Zeiten für unseren Verein mit dem Brustring anbrechen.
      Außerdem sollte es viel mehr überzeugte Fans mit Herzblut wie Dich und mich geben.
      Forza VfB !

  3. Joachim Leuze sagt

    Richard Käsmayr, Chapeau, dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen! Genau so habe ich das Spiel auch gesehen! Deshalb auch mein Kommentar dazu. Ich weiß leider nicht, welche Erwartungshaltung unsere Journalisten (gerade die kritischen Stuttgarter Journalisten) oder der Redakteur von „Vertikalpass“ haben, aber ich habe wie Du ein phantastischen VfB gesehen, der hochverdient gewonnen hatte!
    Bielefeld hatte in den 95 Minuten (inklusive der Nachspielzeit) gerade mal einen Lattenschuss, welches ich sogar als Verzweiflungstat des Bielefelder Spielers sah. Und der Kopfball von Klos unmittelbar danach ging ein Foul vom Selbigen voraus. Hätte dieser Kopfball zum Tor für Bielefeld geführt, dann hätte der VAR (Videoschiedsrichter) einschreiten müssen. Und ich bin mir sicher, dass es auch so gekommen wäre. Und dann hatte Bielefeld kurz vor Schluss des Spiels ein Kopfballaufsetzer der auf das Netz gesprungen ist…. ; und das war dann alles mit dem von den Medien so hochgelobten Offensivspiel der Bielefelder. Der VfB hat ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel gemacht und hochverdient gewonnen. Ich hatte während dem ganzen Spiel nie das Gefühl, dass der VfB das Spiel verliert. Nie und nimmer..! Und das bei einem Aufstiegsaspiranten! Chapeau an Tim Walter und sein Team!

  4. Ob verdient oder nicht ist letztlich relativ. Das Spiel war höchst amüsant anzuschauen; besonders das Aufeinandertreffen von Klos und Santi hatte etwas von Länderspiel-Goodness a la Italien vs. Schweden;-) Die Arminia stand sehr kompakt und hatte auch physisch einiges zu bieten. Das 0:1 war also hart erarbeitet und hatte sicherlich etwas mit der Gomez-Einwechselung zu tun, da die Arminen verstärkt ihn dann zum Schluss gedeckt haben und Ali G. so frei zum Abschluss kommen konnte. Lediglich die Chancenverwertung bedarf mehr Aufmerksamkeit – die ist nach wie vor sehr Weinzierl-mäßig. Aber anscheinend reichen auch Korkut-Ergebnisse in der 2. Liga;-)

  5. Peter Schäuble sagt

    Ach Leute ! Ball flach halten. Was mich etwas mopst, und was ich auch für unrealistisch halte, ist die ständige Forderung nach dem Optimum in jedem Spiel. Wer selbst Fußball gespielt hat, der weiß, dass das in den wenigsten Fällen funktioniert. Und auch viel mit Tagesform zu tun hat. Ob der Sieg in Bielefeld glücklich war, ist mir letztendlich piep egal. Er war auf jeden Fall verdient. Und mal ehrlich – endlich macht es wieder Freude, dem VfB zuzugucken. Sagt/schreibt ein eingefleischter VfB-Fan, der die 70er Grenze überschritten hat.

    • @buzze sagt

      Genau. Man freut sich wieder auf den Anpfiff. Das ist schon weitaus mehr als in der vergangenen Saison. Luft nach oben ist immer (sagt auch der Trainer). Aber die Zwischenbilanz nach acht Spieltagen ist sehr positiv.

  6. Bart Falko sagt

    Nach dem Kommentar zur GELB-ROTEN Karte habe ich aufgehört zu lesen. Man sollte fie Regel kennen und genau hinsehen. Dann sieht man zufzudem em den meilenweiten Unterschied zu Gomez.

  7. drhuey sagt

    Ich mag Ballbesitzfussball ! Es macht mittlerweile wieder richtig Spass zuzuschauen, wie der VfB sein dominantes Spiel aufzieht. Aber da nunmal Tore entscheiden, muss man feststellen, dass das Tor durch einen überragenden Vertikalpass von Kempf und einen mindestens so wertvollen Querpass (bedrängt, hohes Tempo, Option selbst abzuschliessen) zustande kam. Solch mutige Aktionen sind noch etwas zu selten, weshalb die hohe Dominanz noch nicht zu früheren und mehr Tore führt. Ende Oktober wissen wir mehr !

  8. drausvomlande sagt

    hättehättefahrradkette

    2erlei bleibt festzuhalten:
    1. Man freut sich wieder vor dem Spiel und das ist gut so, im Spiel und nach dem Spiel ist für einen Fan nicht so wichtig, wenn der Einsatz stimmt
    2. Überzeugend ist etwas anderes, aber mir geht es gut so

    und eins muss ich leider wiederholen:
    Es ist das Glück ein flüchtig Ding und wars zu allen Tagen ..
    Mein Bauch sagt: Aufsteigen tun wir nicht

    und in eigener Sache:
    Das Abtauchen von Torhütern über 50 (ja, auch ich) ist immer noch sehr schnell, allerdings ist das Landen und Hochkommen äusserst steigerungsfähig …

  9. Clemens sagt

    Fußball ist ein Ergebnissport und wenn man nach 8 Spieltagen mit einer komplett runderneuerten Mannschaft und 20 Punkten auf Platz 1 steht, hat man sehr viel mehr richtig als falsch gemacht. Der VfB hat bei einem der Hauptkonkurrenten um den Aufstieg ein wichtiges 1:0 mit nach Hause genommen und der bisherigen Ballerbude der Liga kein weiteres Tor ermöglicht. Das darf man zunächst einmal so stehen lassen und ist unbestritten eine bärenstarke Leistung. Dass das VfB-Umfeld dennoch auch nach einem solch wichtigen Sieg noch das Haar in der Suppe sucht, verdeutlicht die Anspruchshaltung in und um Cannstatt.

    Wer nach den gezeigten Leistung weiterhin nur auf einer Brustring-roten Wolke schwebt, sollte sich schon vergegenwärtigen, dass der VfB in dieser Saison erneut von einem Momentum profitiert hat, wie diesmal von der (berechtigten) gelb-roten Karte gegen Klos. Aber wie bereits gegen Hannover hat man sich das Leben trotz 30 Minuten Überzahl lange Zeit selber sehr schwer gemacht und teils durch Passivität, teils auch durch fehlende Konsequenz vor dem Tor einen deutlich früheren (und gefühlt damit einen vielleicht auch weniger diskussionswürdigen) Sieg verpasst. Es sind derzeit noch Kleinigkeiten, die nach Siegen eher den Eindruck von Glück, denn von Souveränität vermitteln.

    Dennoch muss man auch mal konstatieren, dass der VfB derzeit vielen Widrigkeiten trotzt. Sei es das enorme Verletzungspech, die bisherigen Platzverweise oder die zuletzt gezeigten Schiedsrichterleistungen zu Lasten von Stuttgart, der VfB steht trotz dieser Probleme unangefochten auf Platz 1. Die Feuerprobe kommt Ende Oktober auf uns zu, wenn der VfB zweimal in Hamburg antreten muss. Der HSV wird dann sicherlich weniger fahrlässig mit seinen Torchancen umgehen, als die bisherigen Gegner. Wenn man bis dahin aber an seiner Konsequenz im Abschluss erfolgreich gearbeitet hat, sehe ich den VfB für den restlichen Saisonverlauf sehr gut aufgestellt.

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