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VertikalGIF #VfBSVWW: Die Rache des Alumiums

Der VfB ist der Grund, warum ich freitags nicht kann: Schon wieder 18:30, schon wieder Flutlicht. Diesmal im heimischen Neckarstadion und gegen den Tabellenletzten aus Wiesbaden. Was sollte da schon schief gehen?

Vielleicht die Aufstellung: Nico Gonzalez nicht im Kader, dafür lief seit langer Zeit mal wieder der Doppelochsensturm Al Ghaddioui und Gomez auf. Das Problem: Wer außer Borna Sosa, der für Emilianso Insua spielte, sollte sie mit Flanken füttern?

Doch bevor wir uns über diese Frage Gedanken machen konnten, stand es auch schon 0:1. Eine an sich nicht sonderlich gefährliche Flanke landete zwischen Karazor und Kempf und keiner von beiden wollte sich so richtig mit dem Ball beschäftigen. Ganz im Gegensatz zu Manuel Schäffler, der das Geschenk gerne annahm.

Das Stadion nahm den Führungstreffer der Gäste übrigens erstaunlich gelassen hin. Das Gegentor wurde als eine Art Betriebsunfall gesehen. Schließlich hatte Bielefeld gegen Wiesbaden auch früh zurückgelegen und dann noch 5:2 gewonnen. Alles easy also. Und tatsächlich konnte Al Ghaddioui in der 11. Minute den Ausgleich erzielen, nachdem ihn Mario Gomez mit einem herrlichen Luftloch freigespielt hatte. Das Spiel konnte beginnen.

Doch dummerweise hatte Borna Sosa nur sieben Minuten später einen Komplettaussetzer, spielte Schäffler den Ball in den Fuß, der sich erneut bedankte und zum 1:2 einnetze. Und wie sah Gregor Kobel in der Szene aus?

Aber auch der erneute Rückstand wurde von den Fans nicht als Beinbruch gesehen. Schließlich blieben 70 Minuten, um gegen die schlechteste Defensive der Liga ein Tor zu erzielen. Oder fünf. Doch dummerweise tat sich in der ersten Halbzeit nicht mehr viel. Ohne Didavi, der verletzungsbedingt früh vom Feld musste, fehlten die gefährlichen Zuspiele. Und so kamen den Zuschauern in der Halbzeitpause doch die ersten Zweifel, ob das wirklich noch ein Stuttgarter Kantersieg werden würde.

Nach der Pause hatten auch die VfB-Spieler verinnerlicht, dass das Spiel gegen Wiesbaden kein Spaziergang über den Wasen war. Der VfB gab endlich Gas und spielte sich sofort Chancen heraus. Am Ende waren es 29:6 Torschüsse bei 826 zu 152 gespielten Pässen. Und so fühlte sich Gregor Kobel in der zweiten Halbzeit.

Im Wehener Strafraum hingegen brannte der Baum: Aber das Glück, das in den letzten Spielen meist auf Stuttgarter Seite gewesen war, schien aufgebraucht. Auch die besten Chancen wurden vereitelt: von Torwart Lindner, vom Pfosten, von der Latte oder von Hamadi Al Ghaddioui.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: In der zweiten Hälfte war sicherlich auch viel Pech dabei (4x Alu!), aber gerade in der ersten Halbzeit war das, was der VfB Stuttgart anbot, sehr überschaubar – und selbst für den ehemals Tabellenletzten der zweiten Liga zu wenig. Und so gehen die VfB-Fans einigermaßen unzufrieden nach der ersten Saisonniederlage nicht nur in ein regnerisches Oktoberwochenende, sondern auch in die Länderspielpause.

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