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Same procedure as last Saison

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Kein Fehlstart des VfB, aber das Trauma der späten Tore der letzten Saison ist noch immer nicht überwunden. Das Gute: Die nächsten Auswärtsgegner heißen nur Bayern und Dortmund, da sind Siege drin, die sind am Anfang der Saison genauso wenig eingespielt wie Gladbach.    

Auch vor diesem Spiel macht Armin Veh irritierende Aussagen: „Wir dürfen die Spieler nicht überfordern“ und „Wenn alles gut läuft, landen wir am Ende auf Platz 10 oder 11.“ Motivation sieht anders aus. Die Mannschaft macht in Gladbach aber einen guten Eindruck – weil ihr Veh den Druck nimmt?

Die Fakten:
Beide Teams spielen ohne Stürmer. Branimir Hrgota versemmelt unbedrängt Hochkaräter und Vedad Ibisevic hat seine auffälligste Szene in der 32. Minute, als er vor dem vermeintlichen 1:0 durch Antonio Rüdiger ein Foul an Tony Janschke begeht. Ansonsten Stockfehler, Offensivfouls, unsympathisches Auftreten. Ich würde gerne mal Timo Werner als Zielspieler in der Spitze sehen. Sympathisch wäre er.

Was fiel auf?
Huub Stevens als Tribünengast und Armin Veh – bei Geburt getrennt? Beide im gleichen Outfit mit blauem Hemd, grauem Sakko und kritischer Miene. Passend dazu läßt Veh sehr zurückhaltend spielen, die Null hinten sollte zu allererst stehen. Was auch rund 70 Minuten gut funktioniert. In der Schlussphase bettelt der VfB einmal mehr um das Gegentor. Weltmeister Christoph Kramer spricht erst mit dem Schiedsrichter („Ist das hier der Bundesligaauftakt von Gladbach? Ich muss das wissen!“), macht dann den Ausgleich, in dem er durch vier VfB-Verteidiger durchschießt. So sieht Selbstvertrauen aus.

Was muß man sich merken?
Sven Ulreich als Unsicherheitsfaktor. Dass er keine Abschläge kann, ist bekannt. Dazu kommt gegen Gladbach schlampiges Passspiel, fehlende Strafraumbeherrschung und ein flackernder Blick.

Was kann man getrost vergessen?
Das Offensivspiel des VfB. Die Abstände sind immer noch zu groß und es wirkt manchmal so, als ob sich die VfB-Spieler auf dem Feld zum ersten Mal sehen.
„So, Du bist also der Maxim?“
„Ja, ich schieß‘ hier Freistöße.“
„Sei froh, ich muss hinten rechts verteidigen.“
Das macht Florian Klein sehr solide, im Zusammenspiel mit Martin Harnik findet die rechte Seite allerdings offensiv so gut wie nicht statt.

Was war gut?
Die Abstimmung in der Mitte – Daniel Schwaab und Rüdiger stehen sicher und spielen fehlerlos, Christian Gentner und Oriol Romeu wechseln sich klug im tiefen Aufbauspiel ab und bieten sich gegenseitig immer wieder als Anspielstation an.

Szene des Spiels:
Schwaabs Rettungstat in der 20. Minute. Nach einem 50-Meter-Sprint zurück in den Strafraum spitzelt er eine Hereingabe von Ibrahima Traore gerade noch Hrgota vom Fuß. Das wäre das sichere 1:0 gewesen und das Spiel hätte den Verlauf genommen, wie von uns hier prognostiziert.

Was hätte Sir Alex Ferguson zum Spiel gesagt?
“Ich habe schon Schlechteres gesehen und davon viel!”

Kleiner Nachtrag:
Sehr lesenswert die VfB-Prognose auf n-tv des hochgeschätzten Heinz Kamke, dem zwar die aufgewärmte Liebe zu Armin Veh suspekt ist, der ihn aber für einen Magier hält. Wie er allerdings Hlousek und Leitner in seine Stammelf setzen konnte, dass sollte er mir bei Gelegenheit erklären :-)

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1 Kommentare

  1. Mooooment: Ich sprach von einer „denkbare[n] Elf zum Saisonstart“, tze! (Habe aber zuletzt ziemlich wenig mitbekommen, weiß nicht einmal, ob Hlousek auf der Bank, der Tribüne oder im Krankenstand war.)

    Ernsthaft: Hlousek war etwas keck, keine Frage, und Leitner einer großen persönlichen Schwäche für sein Spiel geschuldet.

    Unabhängig davon danke ich herzlich für die Blumen und vor allem für die schöne Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte zum Spiel, ich sah selbst so gut wie nichts.

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