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Torlos, weil leblos

Wenn VfB-Präsident Claus Vogt, der einsam aus der Kurve heraus das Spiel im Stadion verfolgt, der beste VfB’ler gegen Osnabrück ist, dann ist eigentlich alles zu diesem Spiel gesagt. Von mir bekommt Claus Vogt dioe Note 1, alle anderen das Prädikat „mangelhaft“.

Das Gerede steht mir echt bis hier:
„Wir müssen immer 100 Prozent geben“
„Wir nehmen die Herausforderung an!“
„Wir sind voll fokussiert auf unsere Aufgabe!“
„Wir wissen, dass wir unsere Leistung steigern müssen!“

Womöglich glauben die Entscheidungsträger das wirklich selbst. Die Spieler scheinen es nicht ernst zu nehmen, denn auf dem Platz ist davon gar nichts zu sehen. Null.

Der VfB hat gegen Osnabrück keine einzige echte Torchance.
Er hat also Null Chance, das Spiel zu gewinnen.
Es fehlt eine Spielidee, Tempo und Überraschungsmomente sind ebenfalls nicht auszumachen. Das Ganze ist leblos und unambitioniert, es scheint fast so, als ob es für den VfB um nichts mehr ginge in dieser Saison. Mit diesem abersolut lächerlichen 0:0 gegen Osnabrück kann der VfB aber den direkten Aufstieg verspielt haben. Sollte der HSV am Montag gegen Kiel gewinnen, steht der Dino dank des besseren Torverhätlnisses auf Platz 2. Oder hofft der VfB, dass der HSV dümmer ist als man selbst?

„Osnabrück ist sehr schwierig auszurechnen“, sagte Pellegrino Matarazzo vor dem Spüel. Bitte was? Dass sich der VFL hinten rein stellen wird, den Bus im Strafraum parkt, das ist wirklich überraschend? Und genau so spielt der VfB – als ob er erstaunt sei, dass Osnabrück so tief steht. Es gibt keinerlei Konzept, die kompakte Abwehr des Aufsteigers zu überwinden. Wenn schon kein Konzept, dann wenigstens Leidenschaft, Energie und absoluter Siegeswillen? Doch nicht beim VfB: Kein Mut, statt vertikal wird quer und zurück gespielt. Matarazzo bestätigt diesen Eindruck nach dem Spiel:

Wobei Matarazzo selbst nicht wirklich mutig ist: Die ersten Einwechslungen kommen nach rund eienr Stunde, nach 85 Minuten darf Mario Gomez für Philipp Förster ran.

Es geht jetzt schon die gesamte Saison so: Der VfB geilt sich an seinem Ballbesitz auf, spielt aber nach vorne so plan- wie emotionslos und unterkühlt, als ob die Spieler einen Handvoll Eiswürfel in ihren Hosen hätten. Das mag auch daran liegen, wie der Kader zusammen gestellt ist. Fünf Spieltage vor Saisonende, den Aufstieg in der eigenen hand und dann so eine Leistung? Entweder eine Blockade im Kopf oder gänzlich unmotiviert. Oder gar beides?

Ihr wundert Euch, dass in diesem Text ein paar Tippfehler drin sind?
Warum? Ich habe mir beim Tippen nur genau so viel Mühe gegeben wie der VfB gegen Osnabrükc.

Zum Weiterlesen:
Mario Gomez – ein tragischer Held

Das VertikalGIF zum Spiel

Foto von Pool/Tom Weller via Getty Images

Darf gerne geteilt werden:

14 Kommentare

  1. Bacardihardy sagt

    Stimme voll zu. Einfach zu wenig. Die Osnabrücker haben das locker weg verteidigt.
    Da sieht man , dass beim Vfb Amateure am Werk sind.
    Da fehlt Tempo, Aggressivität, Dribblings, Torschüsse, Zug zum Tor. Gibts da niemanden im Management der das tägliche Training beobachtet. Meine Erkenntnis ist, dass hier nicht richtig trainiert wird.
    Der Trainer muss einfach mehr Gas geben. Den Vfb Spielern scheints einfach zu gut zu gehen. Die brauchen einen Tritt in den Hintern. Das Vfb Spiel ist ja so behäbig. Da ist heute keiner mal am Gegner vorbei gekommen. Bei so einer Leistung da würde bei Bayern anschliessend der Uli ausrasten. Beim Vfb ist immer alles eitel Sonnenschein. Da verlängert man lieber einen Vertrag. Pfeif auf diese Vertragsverlängerung , wenn der Pellegrino das nicht hinbekommt, dann isr er halt wieder Assistenztrainer. Seine Jungs jedenfalls hätten heute jeden Fitnesstest gegen den Gegner verloren.

  2. Mika sagt

    Mir ist nach wie vor schleierhaft, wie man nach 29 Spieltagen gegen überwiegend tiefstehende Gegner immer noch kein passendes Konzept entwickeln konnte, um sich mehr Großchancen zu erarbeiten. Die Ideenlosigkeit auf dem Spielfeld ist wirklich kaum zu ertragen.

    Es gibt zahlreiche Mannschaften, die aufgrund ihrer Dominanz schon seit Jahren gegen parkende Busse anrennen und trotzdem immer wieder gefährliche Situationen herausspielen – ist es so schwer, diese zu analysieren und ähnliche Kniffe auf das eigene Spiel anzuwenden? Offensichtlich fehlt es unseren Akteuren aktuell an Spielwitz und spontanen Geistesblitzen, sodass ich Matarazzo in der Pflicht sehe seinen Jungs auch konkrete Lösungen für sich ständig wiederholende Spielsituationen auf den Weg zu geben.

  3. drhuey sagt

    Es ist ein einziges Trauerspiel! Ein Kader zum Vergessen mit einer Einstellung, die man durchaus als unprofessionell bezeichnen kann. Biedere Durchschnittskicker, die in 90 Minuten nicht einen lichten Moment generieren, an dem man sich erfreuen könnte. Und dann jede PK und nach jedem Spiel dieses unsägliche Lettagschwätz. Ja, „Sven“ und „Rino“ und „Hitz“, so nennt man im Schwobaländle eure Schablonensätze, die banaler nicht daherkommen könnten, immer und immer wieder. Was glaubt ihr, wo Daimler, Porsche, Bosch etc. wären, wenn sie die letzten 10 Jahre so auftreten würden wie der VfB. Die Menschen, die dort täglich ihre Leistung bringen gestalten Produkte von Weltruf. Das Auftreten dieser Mannschaft reicht max. als Bewerbungsvideo bei Prince Charming. Ich wiederhole mich: ich verstehe meinen VfB nicht mehr!

  4. Der Groundhopper sagt

    Völlig klar, ich ärgere mich über die Vorstellung heute auch sehr.
    Aber möglicherweise wird der Punkt am Ende trotzdem etwas wert sein…
    Hätte man diese Saison nämlich in allen Spielen, in denen wenig ging, so wie heute wenigstens Unentschieden gespielt, anstatt saudumm zu verlieren (2x Wehen, 2x Kiel, Sandhausen), wäre es jetzt bei Weitem nicht so eng, wie es grade ist!
    In wenigen Wochen sind wir schlauer…

  5. Clemens sagt

    Die 2. Halbzeit gegen den HSV war, wie man nun sieht, lediglich ein Strohfeuer. Der psychologische Rückenwind hat sich am Ende als laues Lüftchen entpuppt. Und wie hier ganz richtig gesagt wird, der Trainer lebt eine gewisse Mutlosigkeit bereits bei der Aufstellung und den späten Wechseln vor. Ich glaube nicht, dass die Spieler nur lustlos ihren Stiefel runter spielen wollen, vielmehr vermute ich bei Ihnen die Angst vor dem Versagen. Die Angst, dass der eine Risiko „Vertikalpass“ in die Tiefe zu dem entscheidenden Konter gegen die nie 100% sattelfeste Abwehr zu einem Gegentor führt und damit zum entscheidenden K.O. Schlag. Pässe werden praktisch zum Mitspieler „gestreichelt“, anstatt dass diese hart und schnell gespielt werden. Und will Badstuber den Ball dann doch mal schnell über die rechte Seite raus spielen, wirkt Stenzel komplett überrascht und lässt den Ball ins Seitenaus rauschen. Den Spielern fehlen Automatismen und das Wissen, das auch mal ein No Look Pass den Mitspieler erreicht, weil man dessen Laufwege kennt. Aus dieser Unsicherheit oder Angst vor einem Ballverlust spielt man dann am Ende lieber Sicherheitspässe quer oder zurück.

    Die einzigen Überraschungsmomente im Spiel des VfB gelingen zumeist dann, wenn Mangala, Gonzalez oder Wamangituka sich mit Einzelaktionen durchsetzen. Ein Al Ghaddioui ist gut für Abstauber, die aus solchen Einzelaktionen resultieren. Aber ein Kombinationsspiel mit dem Mittelstürmer? Fehlanzeige! Ist aber auch nicht verwunderlich, da die letzten Auftritte des VfB Stuttgart wenig erkennbare einstudierte Spielzüge aufgezeigt haben. Eine Änderung des Ballbesitzfussballs von Tim Walter kann ich nur dahingehend erkennen, dass man zwar weniger Großchancen des Gegners zulässt, aber mittlerweile auch deutlich weniger eigene Möglichkeiten kreiert. Diese Kritik richte ich somit auch direkt an den Trainer, auch wenn man sicherlich berücksichtigen muss, dass eine ideale Vorbereitung auf eine solche Rückrunde normalerweise vermutlich anders aussieht.

    Man könnte den Schwaben natürlich auch zugute halten, dass zuletzt auch Bielefeld gegen den VfL Osnabrück nur Unentschieden zu Hause gespielt hat, dass an diesem Spieltag sowohl Heidenheim als auch Darmstadt verloren haben. Und auch der HSV hat sein Heimspiel gegen Kiel noch lange nicht gewonnen. Aber war das der Anspruch des VfB, in dieser Saison, lediglich von den Fehlern und der Unfähigkeit der Konkurrenz zu profitieren, um sich irgendwie in die 1. Bundesliga zu wurschteln? Ich bin sicherlich nicht davon ausgegangen, dass der VfB die Konkurrenz Spieltag für Spieltag in Grund und Boden schießt, aber ich habe zumindest die Hoffnung gehegt, dass man am Ende dieser Spielzeit in einem gefestigten System, mit einer guten Kaderstruktur in die Bundesliga aufsteigt, um dort nicht als Kanonenfutter zu enden. Nun darf man berechtigter Weise an der erfolgreichen Zielerreichung für diese Saison zweifeln. Der HSV kann uns aufgrund unserer schlechteren Tordifferenz bis Saisonende am langen Arm verhungern lassen. Und ob dieser VfB gegen Mainz oder Düsseldorf in einer möglichen Relegation eine reelle Chance hätte, darf nach dem heutigen Auftritt durchaus bezweifelt werden.

  6. Joachim Leuze sagt

    Lange hatte ich die schützende Hand vor dieser Truppe sowie den Protagonisten Mislintat und Hitz gehalten. Aber heute haben sie selbst mir diese Hand weg geschlagen. Ich bin immer noch geflasht, ob der miserablen Leistung gegen Osnabrück. Da fehlen einem sogar die Worte. Wer ist Osnabrück? Wer ist Kiel? Wer ist Wiesbaden? Man stelle sich vor, gegen diese Clubs hat der VfB sage und schreibe 17 Punkte liegen gelassen.
    Die hätte man in den 80er Jahren (ich weiß, ich werde jetzt nostalgisch) mal kurz gefragt: „Wie viel wollt ihr denn?“. Was ist nun aus unserem so glanzvollen VfB übrig geblieben? Nichts! So leblos und tot habe ich selten einen VfB gesehen, wie am Sonntag von 13.30 Uhr bis 15.20 Uhr. Da fehlen Spieler die mal die Ärmel hochkrempeln können. Die Defizite in den Außenbahnen ist unübersehbar. Keiner von den Protagonisten ist fähig mal eins zu eins zu gehen oder gar mal eine vernünftige Flanke rein zuschlagen. Da kommt nichts. Das ist für den Gegner so leicht auszurechnen.
    Wenn der VfB – wovon ich ausgehe – nochmals eine Saison in der zweiten Liga spielt, dann kann ich nur empfehlen, auf die Jungs aus der A-Jugend, wie zum Beispiel Egloff, Mack usw. bauen. Den einen oder anderen Spieler wie Scheffler holen und zwei Außenspieler, die auch mal eine Flanke in die Box bringen.
    Auf jeden Fall darf es so nicht mehr weitergehen. Ich bin auch in Sachen Trainer jetzt skeptisch geworden. Ich weiß nicht, ob mit P. Matarrazzo der Aufstieg je gelingt. Viel zu statisch ist seine Art Fußball zu spielen.

  7. Elmar Amendinger sagt

    Volle Zustimmung. Mein letztes Stadion live Erlebnis – DFB Pokal Achtelfinale Leverkusen gegen VfB. Kommt einem vor wie aus einer anderen Welt, auf der einen Seite ist das auch so. Tolle Stimmung in einer gut gefüllten VfB Fan Kurve unter der Woche. Ein VfB der das Spiel mit Kampf, Leidenschaft, Einsatz und vor allem auch Tempo annimmt. Man geht trotz Niederlage zufrieden nach Hause verbunden mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und wird – zum wie vielten mal eigentlich in den letzten Jahren – nur wenige Monate später wieder mal enttäuscht von einer Mannschaft, nein dieses Wort hat die Truppe nicht verdient, von einem Kader mit 29 Spielern, von denen eigentlich 2/3 Unterschiedspieler sein sollten im Vergleich zu den Budgets von Osnabrück, Wiesbaden und Kiel. Eine Schande was den Fans geboten wird. Und es bleiben viele Fragen unbeantwortet: War die sehr defensive Aufstellung zu Beginn gestern das Ergebnis einer Trainingswoche unter den Augen von lizenzierten Fußballlehrern ? Wenn man schon weiß dass ein Gegner sich hinten rein stellen wird dann stellen wir uns auch defensiv auf ? Es entsteht eine Patt Situation mit der Folge von endlosem Ballgeschiebe. Führunsspieler ? Nach wie vor weit und breit keiner in Sicht. Was hat eigentlich der Kapitän Kempf bitte verbrochen dass er plötzlich komplett außen vor ist ? Es ist an dieser Stelle überflüssig auf jeden einzelnen einzugehen. Warum entwickeln sich Spieler wenn sie erst mal aus der Komfortzone Stuttgart raus sind (Thommy, Stöger der leider nie eine Chance bekam, ja selbst Kaminski ist in Düsseldorf ganz anders aufgetreten, um nur ein paar zu nennen). Geht es denen am Wasen einfach zu gut oder liegt es vielleicht sogar am Feinstaub ? Warum können sie es 1 Halbzeit gegen HSV oder eben gegen Leverkusen abrufen ? Wie viele gute HZ gab es überhaupt in dieser Saison, vielleicht 5. Aber sie werden es sich weiter schön reden, oder wie unser Kaderplaner gestern gesagt hat – jetzt nach Karlsruhe fahren, 3 Punkte abholen und wieder nach Hause fahren. So einfach könnte es sein, ja, nur bleibt auch hier die Frage: Wer gibt eigentlich da wem ein Alibi mit solchen Aussagen, Phrasen und Vertragsverlängerungen?

    Auch wenn das zur Zeit nicht unser Fußball ist in leeren Stadien, die andere Welt in der es längst nicht mehr um Fans geht, eins bleibt als Konstante: Unser Herzensverein beschert uns in regelmäßigen Abständen Enttäuschungen. Wenigstens dürfen wir darüber noch diskutieren – mit Emotion und Leidenschaft !

  8. drhuey sagt

    Stillstand auch nach Trainerwechsel. So lautet mein Fazit nachdem der erste Ärger verflogen ist und sich stattdessen in der Analyse mal wieder dasselbe Manko herausstellt. Niemand behauptet, dass das Bespielen eines tief stehenden Gegners mit einer 4er- oder 5er-Kette einfach ist. Diesen Abwehrverbund musst Du bewegen, um Lücken zu finden. Dazu sollten sich 9er gesellen, die sehr beweglich die wenigen Räume, die sich dann bieten läuferisch nutzen und zum Abschluss kommen oder den Ball klug weiterleiten.Es ist eng dort vorne, daher müssen Pässe scharf und genau gespielt werden. Durch meinen Sohn habe ich regelmäßig auch das Vergnügen Favres BVB anzuschauen. Sie sind häufig auch mit tief stehenden Gegnern konfrontiert und doch sieht ihr Spiel komplett anders aus. Viel Bewegung und jedem ist klar, dass er auf dem Platz steht, um Teil der Lösung zu sein, Zurück zum VfB: Kannst Du mit zwei holzschittartigen Stossstürmern ein solches Spiel aufziehen? Nein, viel zu unbeweglich und die Zeiten, in denen Gomez zwei Innenverteidiger rauszieht, sind auch schon lange vorbei. Kannst Du mit Gonzales, Silas und Förszer dieses Passspiel aufziehen, um die kleinen Räume zu nutzen? Nein, technisch viel zu unbedarft. Was hat Mislintat in Silas nur gesehen? Das heisst wir haben nicht die Spieler, um die vor der Saison bekannte Aufgabe zu lösen. Dass man dem crook Walter vertraut hat war ein weiteres Element der Fehlerkette und mit etwas Wehmut sehe ich was mit einem klugen Trainerwechsel in Berlin möglich ist. Aber ich denke Matarazzo ist ein kluger Analytiker und sieht die Defizite des Kaders, weshalb Silas zum Beispiel nie zentral spielt.

  9. Ich bringe es mal so auf den Punkt: besonders die zwei Halbzeiten in Hannover waren eine Unverschämtheit, (siehe HSV-Spiel) ein Spiegelbild des Charakters dieser Mannschaft bzw. der Möglichkeiten, die in ihr stecken. 1 HZ Arbeitsverweigerung, da hätte man das Spiel statt mit 1:0 mit 3:0 verlieren können, 2. HZ der Wille das Spiel zu drehen 1:2 und nach dem Rückfall in dem alten Trott 2:2 noch die Möglichkeit gehabt das Spiel zu gewinnen! Und nach diesem Spiel wird Walter entlassen. Mit ihm hatten wir ein Konzept, es wurden permanent Großchancen herausgespielt! Und diese Spielphilosophie wurde bei der Heimniederlage gegen Wiesbaden von der Mannschaft erstmals verraten – u.a. das 0:1 Anfängerfehler bei Kobel; anschließend gegen Kiel 0:1, da hat die Mannschaft trotz Chancen und (zu zehnt) teilweise schlecht gespielt. Und leider wurde nicht die Mannschaft sofort nach der Wehen-Heimniederlage von den Verantwortlichen Mis + Hitz in den Senkel gestellt, als Vorahnung was sich an Selbstgefälligkeit einschleichen könnte.
    Was ich kritisiere: mit Walter und Wolf hatten wir zwei Trainer, denen ich bei aller Kritik, weiter vertraut und mit ihnen an einer Weiterentwicklung der Mannschaft geglaubt hätte – dennoch wurden beide von den Verantwortlichen im Stich gelassen und trotz Selbstzweifel nicht gestärkt: Wolf wollte von sich aus aufgeben (Reschke-Märchen) und bei Walter würde die Mannschaft immer konzeptloser spielen.
    Und ein weiterer Punkt, der hier schon angesprochen wurde, die talentierte Mannschaft hat keine Hierarchie, keine konstanten Spieler (niemand ist wirklich unersetzbar, jeder hat sich angreifbar gemacht, wir haben als Spitzenmannschaft keinen! Topspieler in der kicker-Rangliste, Bielefeld z.B. gleich mehrere Spitzenplätze vom TW bis MS) und die richtige Balance für die zukünftige Bundesligatauglichkeit sehe ich nicht; wenn ich schon in eine 2. Saison gehen will, Aussage von Mis + Hitz „wir müssen nicht aufsteigen“, dann hätte man auch an Walter festhalten können, bei ihm gab es immer ein Vorwärts und eine Arroganz der Stärke! Bei unserem neuen Trainer gibt es noch weniger Torchancen und eine Mutlosigkeit bei ihm und im Team breitet sich aus; das Spiel in Dresden war gegen diesen Gegner ohne Spielpraxis ein Beispiel der Genügsamkeit und der Gemütlichkeit, keine Spielfreude, kein Tempo und keine Gier auf Tore. Das HSV-Spiel erscheint mir in der Rückschau (un)begreiflich – in der 2. HZ hatte man nichts mehr zu verlieren.
    Und Walter hatte doch Recht, in dieser 2. Liga kann keiner den VfB stoppen – es sei denn, er sorgt selbst dafür.

  10. M aus G sagt

    Ich hab selten einen so miesen Auftritt des VfBs gesehen wie gestern. Ja, die Floskel wird gerne verwendet, aber normalerweise bin ich etwas zurückhaltender, doch hier weiß ich nicht, was ich sonst sagen soll.

    Ich muss ehrlich sein, der späte Sieg gegen den HSV hat mich dann doch wieder ein wenig euphorisiert, auch wenn ich im Hinterkopf immer den Gedanken hatte, dass es ja der gleiche VfB ist, der letztes Jahr aus einem 5:1 gegen den direkten Konkurrenten Hannover keine Euphorie mitnehmen konnte, und letzten endes sang und klanglos abgestiegen ist. A propos 5:1. Wie kann es sein, dass wir in der 2. Liga bisher nur einen einzigen Sieg mit mehr als 2 Toren Unterschied zustande gebracht haben. Die aktuelle Situation ist eine nette Erinnerung, dass es am Ende vielleicht doch auf das Torverhältnis ankommt, doch diese furchtbare Truppe macht in jedem Spiel den Eindruck, als gäbe sie sich mit dem allermindesten zufrieden.

    Kein Wille, kein Feuer, kein gar nichts. Fußball zum Abgewöhnen. Da blicke ich wehmütig auf chaotische Abstiegskampfsaisons in der Ersten Liga, als man zB 5:4 in Frankfurt gewonnen hat, ein 0:3 gegen Leverkusen noch aufgeholt hat.

    Ich denke, wir können jetzt nur noch auf die Relegation hoffen. Der HSV wird sich das nicht mehr nehmen lassen. Die werden sicher nicht nochmal so den Aufstieg wegschenken wie letzte Saison. Und ob man in Karlsruhe gewinnt, steht für mich auch in den Sternen. Die Gelbfüßler stehen mit dem Rücken zur Wand – gut, der VfB eigentlich auch, aber ich glaube nicht, dass diese Truppe sich dem Ernst der Lage bewußt ist -, lass die ein frühes Tor machen und das wird wieder ein Ding der Unmöglichkeit.

    Argh, ich will mich eigentlich gar nicht mehr mit diesem Kasperlverein beschäftigen, zumindest fürs erste. Ich hol mir meine Dosis Masochismus erst wieder am Sonntag ab.

  11. Fritzo62 sagt

    Sonntag angucken? Echt? Das wird Masochismus pur, ne, da geh ich lieber in den Wald.
    Wann bekommen wir denn neue Spieler eher? Bei Aufstieg oder Verbleib in der 2. Liga? Der Trainer kann nix/kaum was für die Gurkentruppe, aber Mislintat muss gehen wie jeder miese Angestellte in der Industrie.
    Trainer: ich habe 1 oder 2 Aktionen gesehen, wo Gonzalez mal gekreuzt hat, und daraus entstand etwas Gefahr. Endo ist der einzige Krieger – warum? Warum spielte Castro wie ein Vollpfosten? Hat Förster schon mal gegen ein Garagentor geschossen mit sichtbarem Erfolg?
    Kobel, Badstuber, Stenzel, Endo okay; Mola und Silas sind jung, muss man wohl zulassen. Aber der Rest?
    Holt den TK irgendwie ins Trainer- oder Management-Team; der wusste ganz genau was für Vollpfosten unser Trikot tragen und hat gigantisches draus gemacht. TK wüßte wer in 3 Wochen bitte bitte vom Hof gejagt wird.

  12. Thomasn2 sagt

    Ich komme nicht drum Rum in aller Deutlichkeit zu sagen, daß dieser Trainer wie seine 10 oder 15 Vorgänger nichts taugt, aber absolut gar nichts.
    Es gibt kein System
    Es gibt überhaupt keinen Plan
    Nichts ist einstudiert.
    Also auch kein Umstellen auf Plan B oder C

    Daß man einen Mario Gomez nicht im jedem Spiel durchspielen lässt ist eine Frechheit.
    Gerade Mario braucht das Vertrauen als Stammspieler. Man muß das doch wissen.
    Nur so ist er in jedem Spiel für Tore gut.
    Also bleibt zum Schluss wieder nichts anderes als Manager, Hitzelsberger, Trainer und den Vorstand auszutauschen wie immer….
    Danach folgt der Präsident.
    Der Trainer verliert gegen die gleichen Vereine seine Punkte.
    Hallo geht’s noch 6 Punkte gegen den Letzten liegen zu lassen?
    Mich kotzt dieser Verein seit Jahren an und komme nicht von ihm los.
    Glaube immer es wird besser.
    Nein es wurde immer erbärmlicher.
    Das ganze ist eine erbärmliche Schande.
    Thomas

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