Allgemein
Schreibe einen Kommentar

Hunting for Vereinsrekord?

Sind wir ehrlich: Für alle, die über und für den VfB schreiben, waren die letzten Spielzeiten ein Traum: Trainerwechsel, Abstiegskampf, Last minute Rettung. Dann folgte Alexander „Zorni“ Zorniger und auch er gab uns, wonach wir insgeheim lechzen, weil es den Reiz des Sports ausmacht: Hoffnung, Enttäuschung, Drama.

Und dann kommt auf einmal der Trainer der zweiten Mannschaft daher und macht uns das alles kaputt. Mit einer stabilen Defensive, Kontinuität und Teamgeist. Zugegeben: Auch wir haben Jürgen Kramny als Notlösung gesehen. Installiert und stark geredet von Robin Dutt, weil der offenbar nicht in der Lage war, einen besseren Trainer zu finden. Doch in der Liga zählen bekanntlich nur Resultate. Und die sprechen absolut für das dynamische Duo Jürgen und Robin; Ungeschlagen in der Rückrunde hat das Team nach fünf Partien genauso viele Siege eingefahren wie in der gesamten Hinrunde. Deswegen ist es höchste Zeit, auch mal folgendes zu schreiben: Sorry, Jürgen.

Denn seit Kramny das Sagen hat, spielt das Team so konstant, dass es stets mit der gleichen Startaufstellung antrat – wenn keine Gelbsperren dies verhinderten. Keine Ahnung, wie er das macht, aber unter Kramny scheint jeder Spieler meist sein Optimum abrufen zu können. Denn nur so kann eine Innenverteidigung Niedermeier/Schwaab so gut aussehen, wie sie es in der Rückrunde bisher tat. Sogar Rückkehrer Martin Harnik hat seine Tollpatschigkeit aus der Hinrunde vergessen und verwandelt abgeklärt Abstauber aus einem Meter.

Wo soll das noch hinführen? Vielleicht zu souveränen Siegen gegen die Abstiegskandidaten Hannover und Hoffenheim? Oder sogar zur Einstellung des Vereinsrekords von 15 ungeschlagenen Spielen in Serie aus der Saison 2003/2004? Was machen wir VfB-Fans überhaupt, wenn sich das Team schon am 27. Spieltag rechnerisch vor dem Abstieg gerettet hat? Wir werden uns die Zeit wohl mit weiteren Twitter-Aktionen vertreiben müssen. Oder wir bringen unsere Abstiegskampf-Erfahrung ein und unterstützen die zweite Mannschaft.

Doch zurück zu Thema: Soll sich der VfB dann schon mal einspielen für die Zeit, in der er ohne Didavi, Harnik und Kostic auskommen muss? Ohne Niedermeier und Schwaab, deren Verträge auslaufen? Sollen Nachwuchsspieler wie Ferati und Ristl reingeworfen werden, wenn es um nichts mehr geht? Soll Kramny ein paar neue Systeme testen, wie eine Doppelspitze mit Timo Werner und Artem Kravets? In der Abwehr eine Dreierkette? Oder soll die Mannschaft genauso weitermachen wie bisher in der Rückrunde, sich weiterhin selbst feiern und damit die Fans ein wenig versöhnen für die bleiernen Jahre im Abstiegskampf?

Wir sagen: Ja, unbedingt! Schließlich muss man die Feste feiern wie sie fallen. Das Team soll uns die Freude am schönen und erfolgreichen Spiel zurückgeben, Didavi soll in der Scorer-Tabelle weiter nach oben klettern und Kostic soll Rekorde aufstellen auf seiner linken Seite: Die meisten Tricks, die meisten Flanken, die meisten Sprints, nur her damit! Und dann soll er bitte nicht zu Schalke, Leverkusen oder Wolfsburg wechseln, sondern für sehr viel Geld vielleicht doch nach England. Oder wir nutzen den Rest der Saison zum träumen: Von Rekorden, von Europa und von Spielern, die sich gegen das große Geld entscheiden. Beim VfB scheint momentan schließlich alles möglich.

Darf gerne geteilt werden:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.