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VertikalGIF #M05VfB: Spiel nicht mit den Kellerkindern!

Null Punkte beim Vorletzten Sankt Pauli.
Drei Punkte gegen den Tabellenzehnten aus Köln.
Einen Punkt beim Tabellenletzten Heidenheim.
Drei Punkte gegen den Vorletzten aus Wolfsburg.
Ein Punkt beim Tabellenvierzehnten aus Mainz.

Also acht von möglichen 15 Punkten gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte in den letzten fünf Spielen.

In der berühmt berüchtigten Formtabelle liegt der VfB damit auf einem Platz, auf dem wir ihn nach 34 Spielen auf gar keinen Fall sehen möchten: Rang 7. Und damit nicht nur hinter den Bayern, Leipzig und Dortmund, sondern auch hinter Hamburg, Augsburg und St. Pauli.

Mal fehlte die Intensität, mal die Effizizienz. Aber was fehlte eigentlich gegen Mainz? Genau genommen eigentlich nur ein paar Minuten, um zu zeigen, dass die Mannschaft von Sebastian Hoeneß mittlerweile auch in der Lage, Spiele zu gewinnen, in denen man die schlechtere Mannschaft ist. Aber hätte, hätte, Fahrradkette, am Ende hieß es dann doch: drei, zwei, eins, Punkt für Mainz.

Aber der Reihe nach: Sebastian Hoeneß rotierte dezent und brachte Assignon, Chabot und Mittelstädt in die Startelf. Hendriks und Jeltsch saßen erstmal auf der Bank, El Khannouss war gesperrt. Die ersten fünfzehn Minuten des Spiels gestalteten sich exakt so, wie wir Fans uns das vorgestellt hatten. Oder wie der kicker-Ticker schrieb:

“Die Hoeneß-Elf zeigt ihren üblichen kultivierten Spielaufbau und übt sich in Geduld. Gefährliche Umschaltmomente für die Mainzer gab es noch nicht.”

Leider kippte die Partie danach zugunsten des FSV Mainz und der VfB hätte nach 29 Minuten hinten liegen müssen können, doch eine Kollision von Alex Nübel und dem Mainzer Widmer außerhalb des Fünfmeterraums wertete der Schiedsrichter als Stürmerfoul.

Unmittelbar nach dieser Szene hatte Tietz die große Chance auf die Mainzer Führung, gefolgt von Lee, der in der 38. Minute freistehend vor dem Tor vergab. Die Mainzer taten sich schwer mit dem Tore schießen und vielleicht dachten sich Alex Nübel und Luca Jaquez, dass man ihnen helfen müsse. Die beiden produzierten die vermeidbarste Ecke der Saison und diesmal schaffte es Lee, den Ball zur Führung einzuköpfen, nachdem die Stuttgarter Defensive im eigenen Strafraum gleich drei Kopfballduelle in Folge verlor. Und diese Führung war leider verdient.

Nachdem in der ersten Halbzeit nichts mehr Nennenswert passiert war, ging es in die Pause. Der zweite Durchgang begann ohne Wechsel, aber mit einem etwas aktivereren VfB Stuttgart. Aber das änderte nichts daran, dass die Defensive zu luftig war und Nebl und Becker in der 5. Minute das 2:0 für Mainz hätten machen müssen.

Noch schlimmer wurde es in der 66. Minute, als das kongenial-karitative Duo Nübel/Jaquez erneute den Mainzer helfen wollte, ein Tor zu erzielen. Und ganz ehrlich: Viel mehr Vorarbeit kann man gar nicht mehr leisten. Selber Schuld, liebe Mainzer!

Nach 70 Minuten hätten wohl die wenigsten noch Geld auf einen Auswärtssieg gesetzt. Spätestens, als nach 74 Minuten Silas eingewechselt wurden, waren die Quoten für einen “Ausgerechnet”-Moment besser als für einen VfB-Punkt. Und wo waren eigentlich unsere Stürmer?

Nach der Vermisstenanzeige gab es eine unmittelbare Reaktion: In der 76. Minute netzte Demirovic trocken zum Ausgleich ein und nur 60 Sekunden schickte Tomas Deniz Undav Richtung Mainzer Tor und die Nummer 26 erzielte seinen 15. Saisontreffer – und er lupfte nicht mal. Der VfB war wieder da!

Die zwei VfB-Tore waren aus dem Nichts gekommen und dementsprechend geschockt waren alle. Die Stuttgarter Fans positiv, die Mainzer negativ. Auch das Team von Urs Fischer musste das erstmal verdauen. Und das Team von Sebastian Hoeneß? Spielte die überraschende Führung souverän nach Hause – bis zur 91. Minute.

Eine weitere unnötige Ecke und ein weiteres verlorenes Kopfballduell sorgte dafür, dass da Costa tatsächlich noch den Ausgleich erzielen konnte. Das war mindestens so ärgerlich wie verdient, denn das Mainz am Samstag die bessere Mannschaft war, zeigt sich auch eindrucksvoll an den Statistiken.

Am Ende beschenken sich die Mannschaften gegenseitig. Da hätte man sich ein wenig mehr Egoismus vom VfB Stuttgart gewünscht: Drei Punkte einpacken und abhauen. Das hätte auch dem Tabellenbild gut getan, denn eine Minute, nachdem das Hoeneß-Team in der 91. Minute noch zwei Punkte verschenkte, erzielte Leipzig das 2:1 gegen Augsburg und ist damit jetzt punktgleich mit dem VfB.

Man kann festhalten: Die Teams aus dem Tabellenkeller liegen dem VfB offenbar nicht. Und das ist eine gute Nachricht, denn die nächsten Gegner heißen Porto, Leipzig, Porto, Augsburg, Dortmund, Hamburg, Bayern. Abgesehen von Augsburg und Hamburg müssen wir uns also keine Sorgen machen!

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