Querpass, VfB
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Alarm vor dem KSC-Spiel!

Der VfB Stuttgart hat Feinfußball-Alarm ausgelöst. Er gilt mindestens von Donnerstag um 0 Uhr bis zum Abpfiff des Derbys am Sonntag gegen den Karlsruher SC. Je nach dem wie das Spiel gegen den Erzrivalen ausgeht, sei auch eine Verlängerung denkbar, so Sport-Vorstand Jan Schindelmeiser. Wie sollten sich die Fans jetzt verhalten? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Für VfB-Fans wird es ernst: Der Feinfußball-Alarm wurde zuletzt 2007 ausgelöst, das ist ein paar Tage her. Als Stuttgarts freundlichster Fußball-Service-Blog erklären wir, auf was man achten muss.

Wann wird Feinfußball-Alarm ausgelöst?
Immer vor wichtigen Spielen. Wichtige Spiele sind gegen Bayern München, KSC, Schalke 04 und Manchester United. Voraussetzung ist, dass die sportliche Situation einen feinen Fußball überhaupt erst zuläßt und die Stimmung im Stuttgarter Talkessel nicht allzu trübe ist. Fans werden gebeten, während der Zeit des Feinfußball-Alarms nicht zu hysterisch zu reagieren, deshalb wurde auch Daniel Ginczek bis auf weiteres aus dem Kader genommen.

Für die Feinfußball-Alarm-Saison 2016/2017 gelten verschärfte Kriterien: Es reicht bereits, wenn an zwei aufeinander folgenden Spieltagen der Trainer nicht kritisiert wird und der Zuschauerschnitt bei Heimspielen über 45.000 liegt.

Was ändert sich in der neuen Feinfußball-Periode?
Hannes Wolf verweist auf rund 40 Maßnahmen, die es bereits für den Feinfußball gebe. Diese reichen vom gemeinsamen Frühstück und der Tempoverschärfung bei Trainingsspielen über die Übung von Vertikalpässen bis zu Hinweisen auf Parkverbote in Stuttgart-Ost.

Wichtigstes Stilmittel des neuen Trainers ist allerdings das Feinfußball-Ticket. Jeder Spieler löste es freiwillig im Rahmen eines großen Mannschaftsessens im Vivaldi in Gablenberg und verpflichtete sich dem schönen Spiel. Lieber ein riskanter Paß in die Tiefe als ein Befreiungsschlag auf die Tribüne. Kapitän Christian Gentner erklärt Toni Sunjic, was das für ihn bedeutet. Lieber mit Zug zum Tor, statt noch einen Kreisel zu drehen. Lieber schnell den Mitspieler anspielen als selbst zu lange den Ball führen. Hierfür hat Wolf einen Workshop angeboten, zu dem sich Takuma Asano, Alexandru Maxim und Berkay Özcan angemeldet haben.

Gibt es auch Fan-Maßnahmen?
Auf Veranlassung des VfB-Sponsors Mercedes Benz unterstützt Car2go den VfB. Der Carsharing-Anbieter hat die Hälfte seiner vollelektrischen Fahrzeuge im VfB-Look beklebt. Alle Autos mit VfB-Branding kosten nur noch 18,93 Cent statt 29 Cent pro Minute. Wer sich während der Feinfußball-Saison neu anmeldet, bezahlt keine Anmeldegebühren und erhält einen Gutschein für eine kostenlose vegane rote Wurst.

Sport-Vorstand Schindelmeiser sagt: „Unser Motto zur Feinfußball-Periode heißt: „Stuttgart packt’s an“. Unser Ziel ist es, den Fußball in Stuttgart und der zweiten Liga und in Deutschland besser zu machen.“ Der Verein arbeite mit Hochdruck daran, das Thema Feinfußball und nachhaltige Attraktivität voranzubringen. Ein Signal erwartet Schindelmeiser auch aus München: „Es kann nicht sein, dass der FC Bayern uns beim Thema Feinfußball so im Stich lässt“. Es sind Gespräche zwischen Carlo Ancelotti und Hannes Wolf angedacht, „um sich zu synchronisieren“, wie es Shindy ausdrückt.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Einführung der Feinfußball-Wochen beim VfB als „starkes Zeichen“ begrüßt. „Das Thema Feinfußball geht uns alle an“, so der Grüne weiter. „Die Stadt, die Fans und die Mitglieder haben es verdient, attraktiven Fußball zu sehen“.

Trainer Wolf nimmt seine Spieler in die Pflicht und will nach dem KSC-Spiel sogar einen Dunkelred Nose Day bei Heimspielen einführen: Bei Spielen mit weniger als drei Toren müssen die Spieler einen Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, was sich nicht nur positiv auf Feinstaubbilanz auswirkt, sondern auch zu merklichen Verbesserungen der Parksituation in Gablenberg.

Die Feinfußball-Periode ist für Wolf ein Instrument, um die Sinne seiner Spieler schärfen: „Dynamo Dresden ist nicht vergessen. Das muss immer in den Köpfen sein!“. Für den 35-jährigen Trainer beinhaltet Feinfußball in erster Linie, erfolgreich zu sein. Dr. Reinhard Rauball von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zeigt sich beeindruckt von den Ideen des VfB: „Wir überlegen, den VfB noch während der Saison in die erste Liga zu hieven. So einen Verein brauchen wir in der Eliteklasse!“ Was ganz offensichtlich für den Hamburger SV nicht gilt. Der Dino soll den Stuttgartern weichen, „schließlich haben die da oben die Chaos-Wochen ausgerufen“, schüttelt der Liga-Präsident den Kopf.

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6 Kommentare

  1. Fahne sagt

    Ich schmeiß mich weg vor Lachen. Vielen Dank für diesen, aber auch all die anderen Artikel.

    • @abiszet sagt

      Cheers, lieber Fahne. Wollen wir hoffen, dass es am Sonntag ein positives Ergebnis gibt.
      Und vor allem alles friedlich zugeht (wobei ich hier wenig Hoffnung habe).

  2. Aus Insiderquellen sickerte durch, dass es Überlegungen geben solle, nach denen in der Region Stuttgart sogenannte Feinfussball-Zonen eingerichtet werden sollen. Das Ziel dieser Zonen sei es, das Teamwork zu stärken und gezielte Freiräume für die Ausübung von Feinfussball zu schaffen. Um sich noch klarer mit dieser Idee identifizieren zu können, werde man sogenannte Feinfussball-Plaketten vergeben. Hierbei solle auch die Polizei in Stuttgart mit ins Boot geholt werden, um beispielsweise eine reibungslose Einrichtung dieser Zonen sowie die Vergabe der Plaketten zu gewährleisten. Die Marketing Abteilung des VfB beschäftige sich derweil intensiv mit Möglichkeiten von Werbestrategien, damit vielleicht auch Leute damit erreicht würden, die es sonst nicht so mit Feinfussball haben. In regelmässigen Intervallen würden auch Messungen durchgeführt werden, um die Konzentration von Feinfussball in den Zonen festzustellen. Dies solle der Qualitätssicherung dienen. Des Weiteren sollen Kampagnen angedacht sein wie Feinfussball 21 oder Feinfussballtage. Jan Schindelmeister wolle gerade zum Projekt Feinfussball 21 nichts konkretes sagen, bestätigte aber, dass man eine Strategie ausarbeiten wolle, die schrittweise zum „totalen Feinfussball“ führen solle. Konkrete Daten und Rahmenbedingungen könne er aber noch nicht nennen.

    Haha xD
    Mehr ist mir jetzt so auf die Schnelle auch nicht eingefallen

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