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Bölle, Borna, Ballbesitz

Alles Banane. Born to be Breitbandfußball. Auch gegen Darmstadt 98 ist das Spiel des VfB Stuttgart bedürftig und bedächtig, überhaupt nicht beflügelt, wie wir es beim Saisonauftakt gegen Hannover 96 noch gesehen haben. Same procedure as last Auswärtsspiel: Das Stuttgarter Team läuft einem Rückstand hinterher und es fehlen ihm die Mittel, gegen einen biederen Gegner Tore zu schießen.

Die Taktik von Walter ist so flexibel wie ein Baum. Am Stamm bewegt er sich keinen Millimeter, während die Zweige sich ein bisschen im Wind bewegen. Ballbesitz? Interessiert auch Tim Walter nicht. Es geht um Spielkontrolle. Und die hat der Trainer der Mannschaft so eingeimpft, dass sie immer vorsichtig agiert. Zu vorsichtig. Eckbälle werden deshalb kurz gespielt, um mit einer Flanke keinen Konter zu riskieren. Vertikales Spiel wird vermieden, um dem Gegner bei Ballverlust keine Räume zu eröffnen. Statt den direkten Weg zu suchen mit einem risikoreichen Pass wird hinten rum gespielt, auch wenn man sich zuvor bis zum 16-Meter-Raum kombiniert hat. Dadurch spielt der VfB gehemmt, uninspiriert, ohne Tempo und ohne Risiko. Sowohl spieltaktisch, als auch individuell. Einzige Ausnahmen: Silas und Borna Sosa. Sie haben das System von Walter entweder nicht verstanden oder es ist schlicht gegen ihr Naturell. Beiden gelingt bei weitem nicht alles. Genau genommen gelang ihnen gegen Darmstadt ziemlich wenig. Aber sie sind im Gegensatz zu ihren Kollegen nicht ausrechenbar. Zwischendurch ist sogar ein Schuss Genialität zu sehen, wie bei der Direktabnahme von Sosa, die bei Mario Gomez landet und das 1:2 bedeutet hätte. Wäre Gomez nicht 3 mm im Abseits gestanden.

Ingesamt gibt der Trainer durch seinen manischen Ballkontrollzwang den Spielern kein Konzept mit, erfolgreich gegen sehr tief stehende Gegner zu agieren. Und da die meisten Mannschaften der zweiten Liga gegen den VfB total tief stehen und sich auf den Walterball eingestellt haben (was nicht schwer ist), sieht jede Partie des VfB gleich aus. Tim Walters Vorgaben führen offensichtlich dazu, dass die Spieler ihre Leistungsfähigkeit nicht voll entfalten können. Einmal ganz davon abgesehen, dass dem Spiel gegen Darmstadt ein Orel Mangala oder ein halbwegs fitter Daniel Didavi gut getan hätte. Philipp Klement ist total raus, oder? Und Nico Gonzalez hat seine Zeit auf der Ersatzbank auch alles andere als gut getan. Verheerende Fehlpässe, extrem fahrig, unkonzentriert. Okay, Spötter würden sagen, so spielt er immer.

Auch wenn es total uncool ist: Selbst Standards können zum Erfolg führen – wenn sie gut ausgeführt sind. Dass sie in Cannstatt offenbar nicht trainiert werden, sieht man an Gonzalo Castro. Kraftlos sind seine Ecken und Freistöße (wenn sie mal lang gespielt werden), kommen auf Knie- bzw. maximal Hüfthöhe und sind auch von U12-Spielern zu verteidigen.

„Wir haben den absoluten Willen vermissen lassen, ein Tor unbedingt erzielen zu wollen“, kritisierte Walter nach dem Spiel. Lenkt er damit von seinem brotlosen Ballkontrollfußball ab oder ist es wirklich Einstellungssache? Diesen Eindruck machte die Mannschaft gegen Darmstadt nicht. Bis zur fünften Minute der Nachspielzeit wollte sie den Siegtreffer erzielen. Aber es fehlte ihr schlicht die Idee und das Konzept, die Abwehr der Lilien auseinander zu nehmen. Darmstadt verteidigte konsequent, ist aber nun mal auch mit Wohlwollen nicht mehr als ein Zweitligist mit überschaubarer Qualität. Wie die meisten Zweitligisten eben. Das lässt einen begrenzt optimistisch auf die Rückrunde blicken.

Gibt es noch ein Trainer-Beben beim VfB? Klar ist, der VfB kann die Rückrunde nicht genau so spielen wie die Hinrunde. Das wird nicht zum Aufstieg führen, es muss eine deutliche Steigerung her. Sowohl was die Spielgestaltung betrifft als auch die Punkteausbeute. Wäre es mal wieder typisch VfB, wenn der Trainer nach 18 Spielen auf Platz 3 oder 4 entlassen wird? Einerseits ja, weil sich die Verantwortlichen eingestehen müssen, dass sie mit der Trainerwahl einen Fehler gemacht haben. Andererseits nein, wenn man der Meinung ist, dass in dieser Konstellation der Aufstieg massiv in Gefahr kommt.

Traut man dies Tim Walter nach wie vor zu und kann man mit ihm dann auch in der ersten Liga bestehen? Diese Fragen können nur Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat beantworten. Sie werden nicht leichtfertig handeln.

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19 Kommentare

  1. Es ist so leicht gegen unseren VfB zu spielen. Zwei tiefstehende 4er-Reihen und zwei halbwegs kopfballstarke Offensivkräfte (schnell müssen die gegen unsere IV eh nicht sein) und schon ist das Walter System an seine Grenzen gekommen. Walter konnte mit Kiel so spielen, da der Gegner in der Regel nicht so defensiv ausgerichtet war.
    Nun ist meine Geduld am Ende. Wollte am Samstag nach Hannover- gestrichen, solch ein Spiel können nur Fans sich antun, denen es mehr um die Party auf den Rängen geht und scheinbar macht es auch Hitz und Mislintat wenig aus.
    Osnabrück-Sandhausen und nun Darmstadt, immer das gleiche Gekicke mit marginalen Änderungen in der Startelf.
    Walter – Flasche leer!
    Grüße Arne

  2. fluke sagt

    Ist eigentlich jemand schon aufgefallen, dass Tim Walter nur noch Trainer ist,
    weil der HSV mitlerweile auch zurück ins alte Fahrwasser gefunden hat? Kann
    mir keiner sagen, dass TW noch hier wäre, hätten wir bereits 15 Punkte Rückstand
    auf den HSV und Bielefeld wäre auch schon 4-6-7 Punkte vor uns. Zumal der
    VfB rein rechnerisch 1 Punkt weniger hat aufgrund des desolaten Torverhältnisses.

    #WalterRaus wirds zu Weihnachten noch nicht geben. Bin mir aber 110%ig sicher
    in Hannover kacken die Spacken 3:0 ab. Somit ist vor der Entlassung nach der
    Winterpause nahezu verbrieft.

    Ich hatte es schon vor Wochen prognostiziert. Timmeeyy wird nach der Saison
    nicht mehr beim Daimler arbeiten. Das ist mitlerweile Hitzlintat vollkommen
    bewusst. Ein weiterer Aspekt des Nichthandelns ist die Alternativlosigkeit und
    der PermaFrost-ierte unterHITZte Transfermarkt für Trainer.

    Kein Trainer mit positiver Bilanz und ordentlicher Vita tut sich diesen Verein an.
    Die Huubs, Felixe Christiane, Peters etc dieser Welt rennen auf die 70 zu, und
    haben ein wenig an freshness eingebusst.

    Mit den Brunos, Tayfuns, Markuses und Tims simmer ja auch schon durch…
    Bei den ganzen Freiern die mit dem VfB in die Kiste… äh auf der Bank sassen
    ist das ja auch kein einfacher HöllenRitt.

    Der VfB als RückrundenMonster hat noch alle Möglichkeiten. Allerdings was
    Timmeeyy nie gelernt, lernt Tim nimmermehr.

    Wie üblich seit Jahren, die Probleme sind hausgemacht. Verzockt, Verprellt, Verschwierigtes Umfeld. Der Wolle ist weg, der Klinsi war nie da – die Probleme bleiben die gleichen. Das ändert der Präsident auf Zeit nicht, auch nicht Hitzle Fritzle oder Mi(s)tzle.

    Ich bin mitlerweile sowas von Maso, weil ich mir den Dreck seit Jahr udn Tag immer und
    immer wieder antue, in der Hoffnung das es schlimmer nicht geht, alles nun besser wird und die Hoffnung erst nach mir aus dem Fenster springt, um Samstag, Sonntag, Montag in aller Regelmässigkeit festzustellen, dass man mich meines Geldes, meiner Lebenszeit und Energie sowie meiner Würde beraubt hat.

    Danke VfB!

    • Eine wirklich gute Analyse, die es auf den Punkt bringt. War am Montag im Stadion, die Ecken, das war wirklich traurig..

  3. Siniša Kamba sagt

    Hi VfB Gemeinde. Also ich bin ehrlich gesagt vollkommen ratlos. Was ist mit unserem Verein geschehen? Wäre ich Abergläubig dann würde ich denken es lastet ein Fluch seit ungefähr fünf Jahren auf diesem unseren Verein. Aber lassen wir die Vergangenheit ruhen. Ich bin absolut kein Freund von Trainer Entlassungen und habe mich auf Tim Walter als neuen Trainer sehr gefreut weil mir imponiert hat was er mit Kiel geleistet hat. Die Spielweise aber habe ich gar nicht so beachtet. Umso mehr bin ich von der Hinrunde geschockt und vom Spielsystem völlig enttäuscht! Da wir in Deutschland Spitzenreiter sind was Trainer Entlassungen angeht und uns leider schon fast daran gewöhnt haben, denke ich sollte man handeln bevor es zu spät ist. Wie aber im VP Bericht zu lesen ist und in vielen Kommentaren auch – WELCHER TRAINER SOLL KOMMEN, WILL KOMMEN ODER KANN DIESE, AUF DEM PAPIER ERTSLIGATAUGLICHE MANNSCHAFT, SO AUFSTELLEN DAS DER AUFSTIEG IN DER RÜCKRUNDE FAST „VON SELBST“ GELINGT?!? So wie es jetzt ist kann es einfach nicht weitergehen, wir werden den Aufstieg verpassen und dann ist die Katastrophe da – denn dann werden wir, Gott behüte, für Jahre eine Zweitliga oder evtl. Fahrstuhlmannschafft bleiben.

  4. Liebe Freunde, tatsächlich war das Spiel gegen die Lilien genau so phantasielos wie die erste Halbzeit gegen den Glubb letzte Woche, der Unterschied ist halt, das die Lilien mehr Mumm in den Knochen haben und die Glubberer noch teilnahmsloser gegen den VfB agiert haben, als der VfB gegen die Lilien. Soll heißen, ich sehe weite Teile der Mannshaft, die schon gegen TW spielen. Im Falle von einem Sosa und Silas kann das sogar zum Erfolg führen, aber die weniger hoch veranlagten Spieler (und das ist leider die traurige Mehrzahl im Kader) verzagen, verlieren Körperspannung und dazu viele Zweikämpfe. Jetzt kann man das natürlich als Frechheit empfinden, dass so hoch bezahlte Fussballprofis gegen ihren Trainer spielen, zeigt aber halt leider auch, dass der Trainer nicht in der Lage ist das Team mitzunehmen. Und somit muss sich hier einfach die Trainerfrage stellen!

  5. drhuey sagt

    Man mag ja schon nicht mehr all das während der Vorrunde Gesagte wiederholen, aber da der Trend mindestens Stagnation ist, wirkt es doch alarmierend. Denn nach Abschluss der Vorrunde steht fest: Der Walter hat etwas zu viel am feinsten Strick-Kapuzenpulli von Pep geschnüffelt und gehörig etwas falsch verstanden. Auf mich wirkt Walters Ballbesitzfussball ohne klare Strategie. Guardiola denkt auch von der Defensive her, aber jeder Pass muss mit einer klaren Absicht gespielt werden. Mit der Ballbewegung soll der Gegner bewegt werden. Ich habe nicht mitgezählt, aber bis der VfB mal in die gefährliche Zone kommt braucht’s sicher mehr als die 15 Pepschen Pässe. Ich hatte noch gehofft, dass es die Mannschaft ausnutzen kann, dass Darmstadt regelmässig im Verlaufe des Spiels schwächer wird: leider nein. Walter schafft auch keine Unordnung beim Gegner, daher muss auch immer wieder zurück gespielt werden. Das liegt zum Teil natürlich auch daran, dass die Überzahl auf einer Seite gar nicht geschaffen wird, die dann erlauben würde anzugreifen. Und es fehlt hierfür dann auch der Tempowechsel.
    Er steckt fest, der Waltersche Fussball, ist nur eine stumpfe Klinge und ich ertappe mich wie ich über alternative Trainer nachdenke. Aber wie fluke schon erwähnte stecken wir hier in einem Dilemma. Ich möchte nicht Hitzlintats Haut stecken. Deren Vorteil ist hingegen, dass sie Walters Adaptionspotential und Flexibilität besser einschätzen können.

  6. Clemens sagt

    Ich denke, euer aller Flehen dürfte bald von Hitzlsperger und Mislintat erhört werden. Den ersten Knall zwischen Walter und Mislantat soll es ja bereits vor dem KSC-spiel gegeben haben. Hitzlsperger sagt sogar extra seine USA-Reise mit dem DFB oder der DFL aufgrund der brisanten Situation beim VfB ab. Ich denke, die Messer wurden lange genug gewetzt und spätestens bei einem erneuten Punktverlust gegen das bis dato schwächste Heimteam der Liga – H96 – ist Walter zum Abschuss freigegeben.

    Allein, ich glaube nicht, dass das irgendetwas ändern wird. Der Kader ist, der er ist. Spieler, die nur noch von ihrem Legendenstatus leben (Gomez, Badstuber, Castro und Didavi), hoffnungsvolle Talente, die unseren Erwartungen (noch) nicht dauerhaft gerecht werden (Gonzalez, Silas, Ascacibar, Sosa, Klimowicz, Coulibaly) und Spieler, die allenfalls 2. Liga Niveau verkörpern (Klement, Karazor, Förster, Al Ghaddioui, Kempf, Phillipps, Stenzel). Es ist die Vorgabe des Vereins, die der Trainer umzusetzen hat, ob er nun aktuell Walter oder ggf. zukünftig Willig heißt. Ob ein Willig übrigens mit Ausblick auf eine baldige Beförderung vor kurzem verlängert hat, wäre eine böswillige Unterstellung, aber so ganz abwegig finde ich den Gedanken nicht. Am Ende gibt es in Cannstatt dennoch nur Verlierer und den Beweis, dass Fußball auch unter Hitzlsperger und Mislintat lediglich Tagesgeschäft ist, allen guten Vorsätze und Strategien zum Trotz.

  7. Wilfried Haselberger sagt

    Dises Gelabre ist pure Arroganz.Wir packen alle weg und werden mit 20 Punkten Vorsprung 2.Liga Meister.Wenn nur die anderen nicht wären.Freund-11 Lattenkracher,5 cm Abseits und 1000 Chanchen,die alle der Trainer versemmelt hat.Wir sind noch voll dabei und der HSV und Bielefeld kommen noch zu uns.Also Ball facch halten.

  8. Stefan Sacher sagt

    Was mich mehr nervt als Punktverluste gegen deutlich schwächere Gegner, ist Euer Verlangen den Trainer abzusägen.
    Was genau habt Ihr von dieser Saison erwartet?
    Runderneuerter Kader, Neuzugänge aus eben dieser 2.Liga, neuer Trainer ohne Erfahrung im Oberhaus. Ganz zu schweigen vom Theater in der Führungsebene.
    Wir sind halt nur ein Zweitligist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Man kann die Art und Weise von Tim Walter mögen oder nicht. Mir ist die Spielweise in jedem Fall lieber als vieles was wir in den letzten Jahren gesehen haben. Selbst die Erfolgsserie von Korkut aus der Bundesliga Rückrunde, konnte man nur mit viel Alkohol ertragen. Ganz zu schweigen von Weinzierls Fussbalverhinderung. Auch unter Hannes Wolf waren wir von Zauberfußball weit entfernt. Da gab es zum Hinrundenende ein 0-3 in Würzburg. Wir waren auch Dritter mit zwei Punkten und zwei erzielten Toren mehr.
    Wir haben in jedem Spiel mehr Torchancen als der Gegner. So schlecht kann die Spielweise also nicht sein.
    Und ich glaube es ist nicht so einfach gegen tiefstehende Mannschaften die geforderten Vertikalpässe zu spielen. Natürlich wünsche auch ich mir 90 Minuten brillanten Kombinationsfussball. Aber wir sind wie oben schon erwähnt halt nur ein Zweitligist. Zugegeben mit großen Ambitionen und einem Kader der aufsteigen sollte. Aber das man problemlos vorne wegmarschiert, kann nicht ernsthaft jemand geglaubt haben. Was würdet Ihr wohl schreiben, wenn nur ein paar der Großchancen verwertet oder Marios Abseitstore gezählt hätten. Wäre dann alles super und der Trainer der Beste den wir je hatten?
    Wie Wilfried Haselberger vor mir geschrieben hat: Runter vom hohen Ross. Wir sind voll im Rennen.

    • @abiszet sagt

      Hallo Stefan,

      ich gehe mit vielen Dingen mit („Selbst die Erfolgsserie von Korkut aus der Bundesliga Rückrunde, konnte man nur mit viel Alkohol ertragen. Ganz zu schweigen von Weinzierls Fussbalverhinderung“). Und wir erwarten nicht, dass wir durchmarschieren. Aber es sind jetzt 17 Spiele gespielt, das ist ein Zeitraum, in dem man erwarten darf, dass es eine positve Entwicklung gibt. Dies ist nicht der Fall, im Gegenteil: ein Muster ist erkennbar (ich muss die Spiele nicht aufzählen), dass der VfB Probleme hat gegen quasi alle Mannschaften und überhaupt kein Fortschritt erkennbar ist. Dabei geht es nicht darum, alle Teams aus dem Stadion zu schießen. Fußball hängt natürlich an Ergebnissen und hätte der VfB 4 bis 6 Punkte mehr, wäre auch mehr Zeit (und Ruhe) da, um eine weitere Entwcklung voranzutreiben.

      Wir schreiben: „Gibt es noch ein Trainer-Beben beim VfB? Klar ist, der VfB kann die Rückrunde nicht genau so spielen wie die Hinrunde. Das wird nicht zum Aufstieg führen, es muss eine deutliche Steigerung her. Sowohl was die Spielgestaltung betrifft als auch die Punkteausbeute.“ Damit wollen wir nicht den Trainer absägen, wir wünschen uns eine Verbesserung, weil es sonst mit der gleichen Bilanz nicht klappt mit dem Aufstieg (was übrigens Sven Mislintat ebenso sieht). Und wir fragen „Traut man Tim Walter (den Aufstieg) nach wie vor zu und kann man mit ihm dann auch in der ersten Liga bestehen?“ Diese Fragen können nur die Verantwortlichen beantworten.

  9. Andreas F sagt

    Wenn es am Trainer liegt? Dann muss nach dem H96 Spiel ein neuer her. Labbadia ist ev. zu haben, mit nem 4 Jahresvertrag endlich mit Perspektive. Wenn es an den Spielern liegt? Dann kann man auch mal trainieren und diesem ewigen “Beim VfB ist jeder schlechter geworden“ oder „jetzt geht‘s dem Endo an den Kragen“ Fleiss und Fortschritt entgegensetzen. Förster schiesst wie ein Mädchen, Eckbälle kann keiner, Freistösse? Warum waren in Darmstadt beide 6er entweder vorne oder sonstwo, damit der lahme Badstuber oder der unerfahrene Philips was genau machen sollen? Erkennt man manchmal einen Plan A, dann ist jeder Spieler überfordert mit Plan B. Klar will man Konstanz, aber dann wird es heißen, dass man nicht reagiert hat – ein grosses Dilemma.
    Spielen die Spieler für den Trainer? Oder wenigstens für sich selbst? Oder, Wahnsinn, für den VfB?

  10. Bacardihardy sagt

    Klasse Beiträge Leute. Zum Teil mit schwarzem Humor. Ich habe noch Hoffnung für den Vfb und seh das Ganze einfach. Man sollte es mit einem neuen Trainer versuchen. Zum Beispiel Sandro Schwarz der mit der Baseballmütze ehemals Mainz. Wirkte auf mich immer so, dass er nah dran ist an den Spielern und noch zu den jungen Trainern zählt. Alternative wäre alle Macht an Nico Willig. Aber ein weiter so mit dem Tim auf keinen Fall. Er ist an seinem System gescheitert. Pech gehabt. Mitleid ist in diesem Geschäft unangebracht.

  11. Richard K. sagt

    (rk) Nicht gewonnen. Zahlreiche, teils hochkarätige, vergebene Torchancen. Gegentor durch individuelle Fehler. Enorm hoher Ballbesitz. Spieler mit unterirdischer Leistung. Enttäuschung. Jeder der das liest denkt nun, es sei eine Zusammenfassung des Darmstadt-Spiels vom Montag. Richtig. Es könnte am Jahresende allerdings auch ein Rückblick auf die Vorrunde darstellen. Das Spiel am Montag war symptomatisch für die das Geschehene der letzten Spiele und dient durchaus recht tauglich als Blaupause hierzu. Mit einer so zu erwartenden Aufstellung (Didavi war wohl gegen Nürnberg noch nicht wirklich einsatzfähig) ging unsere Mannschaft am Böllenfalltor ins Spiel. Bereits nach wenigen Spielminuten stellte sich der „normale“ Spielverlauf ein. Ballbesitz des VfB mit zahlreichen, meist quer angelegten Pässen. Bis zum Gegentor, auf welches ich gleich eingehen möchte, zeigten sich unsere Jungs für teilweise überhastete und äußerst selten zielgerichtete Aktionen im Offensivbereich verantwortlich. Dann die 20.Spielminute. Völlig unbedrängt spielt Holger Badstuber, beim Versuch das Spiel aufzubauen, einen schlampigen Pass in den Rücken seines Mitspielers. Der daraus entstandene Einwurf in einer eigentlich harmlosen Spielfeldlage, landete bei einem völlig freien, völlig ungedeckten Darmstädter, der den Ball gedankenschnell in die Spitze durchsteckte, wo der letztliche Torschütze aufgrund eines Stellungsfehlers von Philipps nach einem kurzes Laufduell mit ihm, welches er locker für sich verbuchen konnte, die Führung für die Lilien erzielte. Nach dem Gegentor kam dann bei uns wieder „der Kopf“ ins Spiel. Der VfB wirkte zwar nicht geschockt, aber eine deutliche Verunsicherung war spürbar. Diese offenbarte sich anhand gehemmter Laufwege, zahlreichen Abspielfehlern, technischen Mängeln (Förster) und „wackeln in den Knien“ sowie überzogenen Einzelaktionen (Wamangituka). Mit dem gefühlt ersten brauchbaren und gezielt vorgetragenen Angriff gelang uns, in einer Phase, in welcher Darmstadt immer besser ins Spiel kam, quasi mit dem Halbzeitpfiff der nicht unverdiente Ausgleich. In der Halbzeitpause nahm sich die Mannschaft mit dem Brustring dann offensichtlich vor, das Spiel, auch auf die Gefahr hin mehr Risiko eingehen zu müssen, in jedem Fall zu unseren Gunsten zu entscheiden. Eine gute und richtige Entscheidung zu diesem Zeitpunkt. Das erhöhte Risiko zeigte sich insbesondere darin, dass Darmstadt immer wieder zu gefährlichen Kontern kam, welche (hoffentlich….) nur darauf zurück zu führen sind, dass wir neben Endo keine weitere sog. „Absicherung“ im defensiven Mittelfeld mehr aufboten, sondern diese Positionen weiter nach vorne rochiert wurden. Lieber Mario Gomez, Du hättest den ganzen Diskussionen mit und um den Videoschiedsrichter die Brisanz nehmen und diese nichtig machen können, hättest Du in der 55.Spielminute Deine, für mich „100%-ige“, anstatt übers Tor ins „Viereck“ geschossen. Weitere gute Ansätze wurden in der 57., 58., 61.Minute und 78. durch technische Unzulänglichkeiten (Förster und Ascacibar, der am Montag ein sehr gutes, wieder sehr engagiertes Spiel ablieferte) bereits im Ansatz „erstickt“. Wobei die Torchance in Spielminute 78. nicht mit Chance bezeichnet werden darf, diese muss als „Torgarantie“ deklariert werden. Eigentlich… Leider fand sie jedoch nicht den Weg ins Netz. Ich finde es sehr schade, dass unser VfB das Spiel am Montag nicht gewinnen konnte, da es an diesem Tag nur ein Ergebnis hätte geben dürfen, hätte geben müssen, nämlich einen Auswärtssieg. Viel zu überlegen war die Elf aus Cannstatt, um den Lilien letztlich einen Punkt als Geschenk am Böllenfalltor zu überlassen. Gefühlt wäre es ein leichtes gewesen, mit einem „Dreier“ in der Tabelle auf Platz 2, einen direkten Aufstiegsplatz, zu gelangen. Allerdings zeigte sich der VfB in Phasen des Spiels leider aber auch zu umständlich, zu wenig zielstrebig und unklar in den Aktionen. Völlig unklar war für mich leider auch der Auftritt von Nicolas Gonzales. „Junge, was ist los mit Dir?“ „Du kommst in der Halbzeit ins Spiel. Wirkst anfangs völlig übermotiviert (was auch so sein sollte), spielst dann aber in der Vorwärtsbewegung einen Querpass nach dem anderen (einer alleine hätte völlig ausgereicht um die Mannschaft „wachzurütteln“), welche zu sehr gefährlichen Kontern für den Gegnern führte und tauchst dann in der Versenkung unter.“ Das alles in lediglich 45 Minuten. Junge, Junge… Ich hoffe sehr, dass ihm die anstehende Weihnachtspause gut tun wird, um den Kopf frei zu bekommen und er uns in der Rückrunde mit seinen zweifellos in den Beinen vorhandenen Qualitäten helfen kann und wird, unser aller angestrebtes Saisonziel Aufstieg zu erreichen. Noch eine Frage in eigener Sache, was macht Darmstadt beim Trainieren von Eckbällen denn anders als wir? Warum gelingt es uns äußerst selten, eigene Standards von der Eckfahne brauchbar und gefährlich in den 16er des Gegners zu befördern? Bitte im Training noch intensiver üben und einstudieren, so dass wir aus der auch dort quantitativen Überlegenheit Kapital schlagen können. Danke. So, am Samstag geht´s nun nach Hannover. Mit mehr Klarheit und Konzentration im Spiel, mit mehr Gier und weniger Unzulänglichkeiten ist es in jedem Fall möglich, das Match auch mit Hilfe der fast immer guten Moral in unserer Truppe gegen einen krisengeschüttelten Gegner aus Niedersachsen zu gewinnen. Ich bin überzeugt, dass der Sieger am Samstagnachmittag VfB Stuttgart heißen wird #vfbauswärtssieg

  12. wrdlbrmft sagt

    Auch ich bin der aktuellen Taktik (oder mit den Vorgaben des Trainers, die ich allerdings nicht kenne) nicht glücklich, aber hey, Walter kann auch nichts machen, wenn Silas zumeist 2 bis 3 Haken zuviel schlägt, Gomez an Stolperitis leidet, Gonzales nervös und hektisch wie vorm ersten Koitus ist, Förster nix mit dem Ball anzufangen weiss, Castro keine Ecken schlagen kann und Sosa Pässe aus der Zufallswundertüte (mal toll, dann unterirdisch) spielt. Das aktuelle System könnte vielleicht mit einem spielstarken Stürmer, einem gesunden Didavi und einer ordentlichen Prise Mut ganz ordentlich funktionieren. Und wenn die Abwehr dann doch auch mal die sich immer wieder anbietenden und entgegenkommenden Mitspieler in der Mitte und vor dem Strafraum anspielen würden …

  13. Pingback: Wo ist Walter? | Brustring

  14. Es war wirklich traurig, diesen Ecken beim Montagsspiel zuzusehen.
    Es wirkt zwar nach außen eigentlich alles in Ordnung, der Tabellenplatz ist noch okay, aber die Spielweise und das Zustandekommen der Ergebnisse zeigen ein anderes Bild und lassen jede Entwicklung vermissen. Hannover und das wars. Alles auf Anfang.

  15. Barry sagt

    Der Trainer hat selbstverständlich null Anteil an der Gesamtsituation! Er entwickelt auch keine Spieler und Spielideen weiter, diesen Auftrag hat er natürlich nicht, genau. Er überlegt sich auch keine Alternativen Konzepte, richtig! Er stellt auch nicht auf, genau, das machen die Spieler selber! Er trägt auch nicht die Gesamtverantwortung, sehr richtig! Er muss weder moderieren noch motivieren, ganz richtig! Er muss alteingesessene nicht aus der Komfortzone, na klar, das macht die PlayStation oder das schlechte Wetter.

    Was für ein Bullshit. Es soll Leute geben, die glauben diesen Müll auch noch, dazu muss man nur etwas hochscrollen.

    Das die Spieler ohne jeden Zweifel ihren Anteil an dem Murks haben, keine Frage, hier muss gehandelt werden. Aber mit diesem ideenlosen Trainer, der wesentliche Aufgaben eines Hauptverantwortlichen nur ungenügend erfüllt, kann und darf man nicht weiter machen.

    Und an all die – sorry – Schwätzer, die das Argument „wir können nicht alle weghauen und mit 20 Punkte Meister werden“ einwerfen, sei nur eines entgegnet: DOCH man kann, darf und muss gegen teils total biedere Gegner wie Osnabrück, Wiesbaden, Aue, Kiel, Regensburg, Sandhausen deutlich mehr erwarten, wie die in weiten Teilen gezeigten Grottenvorstellungen!

  16. Peter sagt

    Mit dem Spielsystem des Trainers und seinen
    Aufstellungen wird der VFB nicht aufsteigen.
    Es ist so durchsichtig, dass alle schlechteren
    Mannschaften sich darauf einstellen können.
    Man kann nicht seine guten, jungen Spieler in
    der ersten Halbzeit bis kurz vor Schluß auf der
    Bank sitzen lassen und erst 10 bis 20 Min. vor
    Schluß einwechseln, damit sie den Rückstand
    wieder drehen. ( siehe die letzten Spiele )

  17. Nach der Nicht-Leistung in Hannover kann Walter bitte endlich gehen. Und mit ihm darf folgendes Personal gleich mit die Fliege machen (Insua hat ja schon die Koffer gepackt):
    Kempfi – untragbar als Kapitän, zu dämlich als Abwehrspieler!
    Stenzel – ich weiß jetzt warum er von Freiburg nach Stuttgart wollte…
    Castro – puh, evtl. Karriereende?
    Karazor – muss man zu dem was sagen?
    Klement – was stimmt mit ihm nicht?
    Und eigentlich auch Gonzalez, weil er einfach nur eine Wundertüte ist, wo nur selten was leckeres drin steckt.

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