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VertikalGIF #VfBSCF: Spätgart strikes again!

Die letzten Spiele gegen den SC Freiburg im Neckarstadion endeten 5:0 und 4:0. Und natürlich haben diese Spiele sehr viel Spaß gemacht. Aber am 20. Spieltag der Saison 25/26 zeigte der VfB eindrucksvoll, dass ein mühsames 1:0 in der 90. Minute genauso geil sein kann – mindestens! Für das Bundesligaspiel im Sandwich zwischen Europa League und DFB-Pokal warf Sebastian Hoeneß mal wieder die Rotationsmaschine an und tauschte gleich sechs Mal: Nübel für Bredlow, Vagnoman für Assignon, Hendriks für Mittelstädt, Karazor für Chema, Leweling für Bouanani, El Khannouss für Führich und Nartey für Demirovic. Der Beginn der Partie war durchaus lebhaft mit Halbchancen auf beiden Seiten. So richtig gefährlich wurde es dann nach zwanzig Minuten. Erst scheiterte Vagnoman mit einem Kopfball am Freiburger Keeper und dann hatte Deniz Undav in nur sechs Minuten gleich drei Chancen auf die Stuttgarter Führung. Aber darf man das überhaupt noch schreiben? Auch Jamie Leweling war kurz vor der Halbzeit drauf und dran, das 1:0 zu erzielen, scheiterte aber mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz. Und da im Gegenzug auch Freiburg …

Stuttgart International kann man nur besoffen sehn’ …

… oder mit starken Nerven. Oder mit einer Scheiß-Egal-Einstellung. Dabei sah alles nach einem gelungenen Abschluss der Liga-Phase in der Europa League aus: Erst die überragende Choreo in der Cannstatter Kurver, dann stand es nach acht Minuten bereits 2:0. Zu diesem Zeitpunkt war der VfB als Achter direkt für das Achtelfinale qualifiziert. Die Mannschaft aber zu schnell zufrieden: Nach rund 30 Minuten stellte sie das Spielen ein, lief ein paar Schritte weniger und jeder machte sein Ding mit überflüssigen Soli und Schüssen aus lächerlichen Positionen. Fehlte es ihr an Reife oder an der Qualität, dem völlig konfusen Gegner noch ein paar Tore einzuschenken? Die Qualitätsfrage stellt sich eigentlich nicht, der VfB hat schon oft in dieser Saison bewiesen, wie gut er ist. Aber fehlende Reife ist auch eine Qualitätsfrage. Zumal es nach der Pause nicht besser wurde. Der Höhepunkt dann das Thomas Hitzlsperger-Gedächtsnistor zum 2:2 von Sandro Lauper. Und wenn die Berner mit Alvyn Sanches und dem eingewechselten Sergio Cordova nicht mehrfach so schusselig gewesen wären, wäre der VfB mit einem oder zwei Toren sogar …

Der Typ hat ne Meise, aber Rückenwind

Am Ende spielte der VfB das Stadion leer. Verständlich, dass die Gladbacher Fans flüchteten, ihre harmlose Trümmertruppe anschauen zu müssen, tat weh. „Ein schlechtes Spiel“ bescheinigte sich Jamie Leweling dagegen selbst, wobei seine Bilanz ausgeglichen war: Elfmeter verschuldet, Führung erzielt. Schlecht spielte der VfB wirklich nicht, trat aber fast ein bisschen zu locker auf. Gerade am Anfang stimmte die Spannung nicht, auch das Spiel nach vorne wirkte häufig uninspiriert. Aber letztlich machte es Gladbach dem VfB einfach, quasi mit halber Kraft einen 3:0-Auswärtssieg einzufahren. Zwei von drei Toren schoss die Borussia mehr oder weniger selbst. Ein Spiel, über das man nicht lange reden wird. Zu unspektakulär, zu klar, zu groß der Klassenunterschied. Wenigstens sorgte Deniz Undav für ein bisschen Gesprächsstoff. Der Stuttgarter Stürmer ist sensibel. Vor allem bei öffentlicher Kritik reagiert er manchmal eingeschnappt. Nachdem er unglaubliche 235 Minuten ohne Torbeteiligung blieb und einige hochkarätige Chancen vergab, nutzen dies einige Medien, um für Klicks sorgen. Sie stellten „Undav ins Zentrum der Kritik“ oder gaben dem “DFB-Star die Note 6“. Nichts Ungewöhnliches also, so sind die …

VertikalGIF #BMGVfB: Fohlen versohlen

Mit zwei Siegen ins Jahr 2026 gestartet, aber aus den nächsten beiden Partien wettbewerbsübergreifend nur ein Tor und ein Punkt. So sah die aktuelle VfB-Lage vor der Auswärtsfahrt nach Mönchengladbach aus. Und dazu auch noch kaltes Januarwetter mit der großen Wahrscheinlichkeit auf Schnee im Schwabenland bei der Rückkehr. Aber so viel sei gespoilert: Der VfB entschied die Partie nicht nur auf dem Rasen für sich, sondern auch auf den Rängen. Mal wieder größten Respekt für alle Fans, die sich an einem Sonntagnachmittag zu Beginn von drei englischen Wochen auf den Weg gemacht haben! Vor dem Spiel hatten sich viele gefragt, ob Jeff Chabot mal wieder eine Pause braucht und wie viele Minuten Ermedin Demirovic schon wieder im Tank hat. Die Aufstellung von Sebastian Hoeneß dürfte dann mal wieder einige überrascht haben. Er wechselte gleich fünf Mal: Assignon, Chema, Mittelstädt, Führich und Undav rotierten auf die Bank und machten Platz für Vagnoman, Stiller, Bouanani, Nartey und Demirovic. Die ersten zehn Minuten nach Anpfiff schienen die Teams zu nutzen, um sich ordentlich warmzumachen, denn in Tornähe passierte …

Buon giorno, Play-offs!

Arrivederci direkte Qualifikation für das Achtelfinale der Europa League. Defensivkünstler, mehr Ringkämpfe als Zweikämpfe, Effizienz vor dem Tor: AS Rom war im vorletzten Gruppenspiel der Europa League das bessere Union Berlin. Und Rom ist der Gegner, gegen den der VfB sehr selten gewinnt. Denn disziplinierte und streng geordnete Teams mit einem Fokus auf Körperlichkeit liegen dem VfB traditionell nicht. Sebastian Hoeneß meinte trotzdem, dass die Mannschaft ein gutes Spiel gemacht habe, sogar „genau das gespielt hat, was wir uns vorgenommen haben“. Nur die Chancenverwertung habe nicht gestimmt. Auch Jamie Leweling, Ermedin Demirovic und Alex Nübel machten die mangelnde Effizienz vor dem Tor für die Niederlage verantwortlich. Aber lag es wirklich an der Chancenverwertung? Macht man es sich damit nicht ein bisschen zu einfach? War es nicht ein zu langsamer Spielvortrag, wenn sich einmal die Gelegenheit zum Umschalten ergab? Gelang es dem VfB nicht zu selten, die Römer aus ihrer Ordnung zu bringen? Fehlten ohne El Khannouss, Stiller und Nartey nicht Kreativität und Ideen? War nicht viel zu wenig Bewegung im Spiel nach vorne zu sehen …

Entspannt Euch mal!

Sieben Punkte zum Jahresstart gegen Leverkusen, Frankfurt und Union, inklusive zwei spektakuläre Spiele. Wer hätte das vorher unterschrieben? Wir alle, oder? Ja, das Remis gegen Berlin ist wahnsinnig unnötig, es hätte für Champions League-Ambitionen ein Sieg sein müssen. Aber der VfB hat die erste englische Woche nach dem Winterpäusle hervorragend absolviert und es gibt keinen Grund zum Klagen. Aber logisch, Grund zum Bruddeln gibt es immer. Unangenehm, eklig, bieder, nervig, schwer zu bespielen: Wir wussten, was gegen Union auf uns zukommt. Genauso Trainer und Mannschaft. Chancen, das Spiel zu gewinnen, waren vorhanden. Aber es hing an Kleinigkeiten: Jeff Chabot fand in Andrej Illic seinen Meister und verlor ungewöhnlich viele Kopfballduelle. Deniz Undav wie schon gegen Frankfurt in der zweiten Halbzeit nicht eiskalt vor dem Tor. Angelo Stiller versprang jeder zweite Ball, er leistete sich erstaunlich viele Fehlpässe. Jamie Leweling zwar elastisch in der Hüfte, aber viel zu hektisch und letztlich wirkungslos. Der von uns gelobte Nikolas Nartey fast unsichtbar. Josha Vagnoman vor dem Ausgleich ziemlich schusselig gegen Stanley Nsoki. Generell viele Bälle und Pässe ungenau, …

Unbreakable!

Ich verstand schon nicht, was Bruno Labbadia an ihm fand. Aber ich dachte, das wäre eben typisch Labbadia. Dass Sebastian Hoeneß auch stets Lobreden auf ihn hielt und ihn sogar im Pokalfinale anstatt Jamie Leweling(!) einwechselte: konnte ich nicht nachvollziehen. Wie auch, ich hatte viel zu wenig von Nikolas Nartey gesehen. Wie wir alle. Eine gewisse Skepsis kann ich nicht leugnen, als ich im letzten Sommer die Nachricht von der Vertragsverlängerung hörte. Aber, hey, was für ein Halbjahr hat Nartey nun hinter sich? Seine Rückkehr nach jahrelangem Verletzungs-Drama hat etwas Kitschiges, er ist ein unerwarteter Neuzugang geworden. Er hat sich Bänder und Muskeln gerissen, sich am Oberschenkel und an den Adduktoren verletzt und nach einem Knorpelschaden im Knie war ein Karriereende kein unwahrscheinliches Szenario. Elf Verletzungen sind es, seit ihn 2019 Sven Mislintat vom 1. FC Köln zum VfB holte. Dass er noch einmal auf allerhöchstem Niveau spielen würde: kaum jemand hat daran geglaubt – außer Sebastian Hoeneß. Dieses Vertrauen in den Spieler muss auch einer der Hauptfaktoren für Nartey gewesen sein, immer wieder an …

Was ist mit Führich und Karazor los?

Dass man von Deniz Undav einmal von einem Chancentod sprechen könnte, hätte ich auch nicht gedacht: Drei Mal lief er alleine auf Frankfurts Keeper Kaua Santos zu, drei Mal ließ er die Entscheidung liegen. Nur logisch, dass der Vokal-Weltrekordler Ayoube Amaimouni-Echghouyab zum Ausgleich traf. Zum Held des Spiels wurde schließlich Nikolas Nartey mit dem 3:2. Ein Siegtreffer, den ihm alle gegönnt haben, wahrscheinlich sogar die Frankfurter. Es war ein mitreißendes Spiel, das unnötig spannend wurde. Der VfB ab der 20. Minute mit Spielkontrolle, ab dem 1:1 mit Druck und Selbstvertrauen – sowohl in Zweikämpfen, zweiten Bällen, in 1:1-Situationen als auch in teils schwindelerregenden Kombinationen. Die Eintracht wirkte zeitweise völlig überfordert, stand dem Angriffswirbel geradezu hilflos gegenüber. Wie kam es zu dieser Überlegenheit? Es waren die Spieler, die zuletzt immer gerne kritisiert wurden: Chris Führich war eigentlich in jeder Aktion gefährlich, spielte seinem Gegenspieler Rasmus Kristensen in direkten Duellen regelrecht Knoten in die Beine. Auch das Zusammenspiel mit dem erneut starken Maxi Mittelstädt erinnerte manchmal an das fast schon blinde Verständnis aus der Vizemeister-Saison. Bester Mann …

VertikalGIF #B04VfB: Grüße an den Bundestrainer

Als der VfB Stuttgart zuletzt in Leverkusen gewinnen konnte, stand Ron-Robert-Zieler im Tor, die Doppelsechs bestand aus Dennis Aogo und Santiago Ascacibar und ganz vorne stand der Doppelochsen-Sturm mit Mario Gomez und Daniel Ginczek. Wie Tayfun Korkuts Team im April 2018 mit einer Passquote von 69 %, einem Ballbesitz von 32 % und mit 4 zu 22 Torschüssen gewinnen konnte, wird ewig sein Geheimnis bleiben, aber klar war: Es wurde mal wieder Zeit für einen Auswärtssieg und für den ersten Sieg des VfB Stuttgart gegen Leverkusen unter Sebastian Hoeneß überhaupt! Zugegeben: Das Leverkusen 2026 hat nicht mehr viel gemeinsam mit dem Leverkusen, das Meister wurde und uns in jener Saison kolossal nervte. Alonso weg, Wirtz weg, Tah weg, Xhaka weg, viele andere weg. Der VfB hingegen nach wie vor mit dem gleichen Gerüst und einem Trainer mit einem Plan. Atakan Karazor nahm Alex Garcia in Einzelhaft und der VfB jagte die Leverkusener von Anpfiff an über das komplette Feld und hätte schon nach 60 Sekunden in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen, als Chris Führich …

VfB, Du geile Sau!

Start ins Jahr gegen Leverkusen, Angstgegner, Endgegner, sieglos seit 2018. Erst kein Glück gehabt, dann kam in den letzten elf Bundesliga- und drei Pokalbegegnungen auch noch Pech dazu und wenn das nicht reichte, ein überforderter Schiedsrichter. Wie Schiri Felix Zwayer, der für das Topspiel am 16. Spieltag angesetzt wurde. Das hatte schon das Potential für die übliche Enttäuschung gegen den Werksclub. Anstatt dessen wurde es das Spektakulärste, was in Leverkusen seit dem 16. Mai 1992 passiert ist. Wahlweise wird von einer „brutalen ersten Halbzeit“ (sky-Kommentator Wolff Fuss), einer „Zerstörung” (Süddeutsche Zeitung), einer „Demütigung“ (ZVW) gesprochen – oder eben vom Spektakulärsten, was es in Leverkusen seit dem 16. Mai 1992 gegeben hat. Matchwinner Jamie Leweling meinte ganz nüchtern, dass es “eine gute Taktik vom Trainer“ gewesen sei. Die hieß: Sofort hellwach zu sein, konsequente Manndeckung über den ganzen Platz, energische Zweikampfführung, Pressing mit bis zu sieben Spielern bei Abstoß Leverkusen. Die VfB-Fans im Stadion (wieder mal stabiler Support!) und zu Hause und in den Kneipen vor dem Fernseher kennen das aus den Begegnungen unter Sebastian Hoeneß. …