Magical Mystery Show von Undav
Was einen seit sechs Spielen gegen den BVB innerlich überrollte, hatte zu tun mit Fußball-Kunst, die große Gefühle hervorruft. Mit dabei aber immer auch eine starke Übertreibung, die sich oft auch im guten Kitsch findet. Wie vor zweieinhalb Jahren beim 3:3 von Silas in der Nach-Nachspielzeit. Bei den Toren von Deniz Undav beim 5:1-Sieg, beim Eigentor von Waldemar Anton beim letzten Auswärtssieg. Und wie jetzt bei Undavs Ausgleich in der 91. Minute, nachdem zuvor Karim Adeyemi gedacht hatte, er hätte das Spiel entschieden. Es wird ihm ein Mysterium bleiben, wie der VfB 3:3 in Dortmund gewinnen konnte. „Den Ausgleich hatte ich nicht bestellt“, beschwerte er sich. Die Spiele von Dortmund und dem VfB sind nicht nur Kunst und Kitsch, es sind auch moderne Dramen. Aufgeführt wurde im Westfalenstadion ein Dreiakter: Akt eins: Alles wie immer? Der VfB ähnlich wie in Leipzig mit einer nahezu perfekten halben Stunde: bessere Spielanlage, höherer Ballbesitz, größeres Selbstvertrauen. Was fehlte: ein Tor. Der BVB mit typischem Labbadia Kovac-Fußball. Auf Sicherheit bedacht, bieder, mit Umschaltfußball im eigenen Stadion. Aber wahrscheinlich hatte …










