Alle Artikel in: Beliebt

Mainzer Bo-Konzept geht gegen den VfB auf

Der VfB ist in Mainz weder geistig noch körperlich frisch und lässt sich folgerichtig von den 05ern frisch machen. “Heute war nicht unser Tag“, meine Deniz Undav nach der verdienten Niederlage. Woran lag’s? Ein Spiel in Mainz ist eklig. Das ist nicht überraschend, das wussten alle vorher. Trotzdem schien der VfB nicht darauf vorbereitet zu sein, war mit der Intensität und Leidenschaft der 05er überfordert. Nicht von Anfang an, da hatten die Brustringträger das Spiel noch im Griff. Wenn man von der Riesenchance von Nelson Weiper absieht (3.), die Alex Nübel verhinderte, als er rechtzeitig den Winkel verkürzt. Jakob Bruun Larsen mit einem überraschenden Gewaltschuss (8.) und Undav mit einer Hunderprozentigen (14.) hätten die Führung erzielen können und das Spiel wäre sicher in einer andere Richtung gelaufen. Mainzer Designschule: Ein einfacher Plan bringt den Erfolg Mit dem Führungstor durch Weiper (28.), einer Kopie seiner Chance aus der dritten Minute, brach der VfB regelrecht ein. Eigentlich in Überzahl, rückte Josh Vagnoman unnötig in die Mitte, machte den Passweg auf Richtung Weiper, der dieses Mal cool blieb. …

So kommt der VfB Stuttgart in die Play-offs der Champions League

Der VfB hat seine Pflichtaufgabe in Bratislava erledigt und steht auf Platz 24 der Champions League Tabelle. Wie zieht der VfB in die Play-offs ein? Die größte Hoffnung war: Wenn Feyenoord Rotterdam seine beiden Spiele verliert, wird der VfB voraussichtlich aufgrund des besseren Torverhältnisses in die Play-offs kommen – selbst wenn er gegen PSG verliert. Aber auf Bayern München kann man sich nicht verlassen. Feyenoord gewann 3:0 und ist damit sicher in den Play-offs. Welche Szenarien gibt es nach dieser überraschenden Bayern-Niederlage und dem 4:2-Sieg von PSG gegen Manchester City? Das ist die Ausgangslage: Ausstehende Spiele (u.a.): VfB – PSG BVB – Donezk City – Brügge Juve – Benfica PSV – Liverpool Sporting – Bologna Zagreb – AC Mailand Die Tabelle vor dem letzten Spieltag: Wie kommt der VfB sicher in die Play-offs der Champions League? Wenn der VfB zu Hause PSG besiegt. Damit können weder Manchester City noch Dinamo Zagreb und Schachtar Donezk den VfB überholen. Wenn der VfB Remis gegen PSG spielt, ist er ebenfalls auf jeden Fall weiter. Da Manchester City und …

Wenn sich das mal nicht rächt

Es war ein Klassenunterschied in der Champions League zwischen Slovan Bratislava und dem VfB Stuttgart. Das sah ein bisschen wie die zweite Runde im DFB-Pokal aus gegen einen unterklassigen Gegner. Aber es gab dann doch noch ein paar Dinge, die beim 3:1-Sieg nervten. Zum Beispiel die Chancenverwertung. Dazu kam noch die mangelnde Chancenverwertung. Abschließend muss man festhalten, dass die Chancenverwertung des VfB ausbaufähig ist. Und das zweite Tor von Jamie Leweling würde Deniz Undav wohl als Gammeltor bezeichnen. Mehr Glück als Können hatte Leweling, als er den Ball reinmurmelte und Slovans Keeper Dominik Takáč es nicht schaffte, das Tor zu verhindern, obwohl er mit beiden Händen am Ball war. Wahrscheinlich lachen sie wieder in der Mannschaft über Leweling, wie über seine mangelnden Skills bei Mario Kart. Aber hey, er schnürte einen Doppelpack, sogar ein Hattrick war in der ersten Halbzeit drin. Denn der VfB demonstrierte von Anfang an dem slowakischen Rekordmeister: Hier ist Schluss mit lustig, hier gewinnt nur der VfB. Souverän spielten die Stuttgarter auf. Defensiv ließ man kaum etwas anbrennen, offensiv lief es …

Die vierte Dimension

Christian Günther und seine Freiburger dachten, dass sie mit dem Wechsel der Hälften zu Spielbeginn besonders clever wären. Um so zu verhindern, dass der VfB zur zweiten Halbzeit auf die Cannstatter Kurve zuspielen kann und damit die Wucht entwickelt, die es eventuell bei einem Rückstand braucht. Dann schießen wir eben gleich in der ersten Halbzeit die Tore vor unserer Kurve, dachte sich der VfB und entschied die Begegnung mit den Breisgauern frühzeitig. Freiburg hat es nicht anders gewollt. Wenn der VfB seinem Spiel eine vierte Dimension hinzufügt, dann gibt es offensichtlich keine Limits mehr. Drei Tore nach Ecken in einem Spiel, in einer Halbzeit. Alle Ecken von der gleichen Seite, alle von ein und demselben Spieler geschlagen. Gibt’s eine Statistik, die sowas festhält? Dann bitte mal nachschauen. Wenn überhaupt, dann war das beim VfB zuletzt bei Krassimir Balakov der Fall. Also grob Jahrtausendwende. Der Balakov der Neuzeit heisst beim VfB Angelo Stiller, der die drei Ecken trat. Ein anderer Spielertyp als der legendäre Bulgare, seinen Stempel drückt er dem Spiel ebenso auf. Ihm tat es …

Die Comebacker vom Neckar!

Willkommen in der Motorstadt am Neckar, dem Mekka für Comebacker: Sah in der letzten Saison vieles spielerisch leicht aus, der VfB flog regelrecht durch manche Partieen, ist der Erfolg in der aktuellen Runde meist hart erarbeitet. Es wird oft ein großer Aufwand betrieben, um Punkte zu erzielen. Wie beim erkämpften Erfolg gegen Leipzig. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass letzte Saison in vielen Spielen Serhou Guirassy seine erste Chance nutzte. Das machte es einfacher und Begegnungen ließen sich mit deutlich weniger (Kraft-)Auswand bestreiten. Leipzig, Union, Bremen, Hoffenheim, Wolfsburg, Young Boys: Der VfB holte in der Hinrunde neun Punkte nach Rückstand – plus den ersten Sieg in der Champions League seit 15 Jahren. Gleichzeitig ist die Belastung durch Verletzungen, die Champions League und Einsätze in der Nationalmannschaft noch gestiegen. Das macht das Auftreten des VfB noch beeindruckender. Oder wie der VfB selbst schreibt: „Hart im Nehmen“. Das gilt für Fouls zum Beispiel an Angelo Stiller, aber auch für Spielstände. Man denke da an den 0:3-Zwischenstand gegen Frankfurt, als die Aufholjagd nur wegen ein paar Zentimetern im …

You have a grandios Hinrunde gespielt!

Augsburg? Der VfB Trainerkiller. In Mainz? Muss man nicht gewinnen. Union Berlin? Das pure Brustring-Kryptonit. Gegen die Bayern? Braucht man eigentlich gar nicht erst antreten. Und gegen Leipzig? Da war man lange Zeit froh, überhaupt ein einziges Tor geschossen zu haben. Danke, Steven Zuber! Doch dann kam Sebastian Hoeneß und zeigte, dass er nicht nur ein hervorragender Trainer ist, sondern auch der perfekte Therapeut für die diversen Traumata der VfB-Fans. Er hievte das Team nicht nur auf ein völlig neues Niveau, sondern sorgte auch dafür, dass der VfB keine Angstgegner mehr hat. Seit seinem Amtsantritt hat der VfB Stuttgart gegen sämtliche Ligakonkurrenten mindestens ein Mal gewonnen. Die einzige Ausnahme: Bayer Leverkusen … und Sankt Pauli. Am Mittwochabend konnte man gut sehen, dass diese Erfolgsstory natürlich auch etwas mit der Mannschaft macht. Statt sich von der überschaubaren ersten Halbzeit verunsichern zu lassen, spielte das Team von Sebastian Hoeneß in der zweiten Hälfte unbeeindruckt auf und sicherte sich den verdienten zweiten Heimsieg gegen RB Leizpig in Folge. Dabei waren nach dem Sieg in Augsburg die Fragezeichen groß …

Jung und wild im Glaspalast!

Dass der Mercedes-Benz Juniorcup im Sindelfinger Glaspalast der perfekte Jahresauftakt ist, schreiben wir hier seit ewigen Zeiten. Auch die 33. Auflage des vermutlich prestigeträchtigsten U19-Turnier machte da keine Ausnahme – ganz im Gegenteil. Ungewohnt war allerdings der Termin, schließlich fand das Turnier meist bereits am ersten Wochenende des Jahres statt. Doch da das in diesem Jahr bereits der 4. und 5. Januar gewesen wäre, schob man das Turnier auf das zweite Wochenende des Jahres. Der Attraktivität des Turniers tat dies keinen Abbruch. Das namhafte Starterfeld mit Bayern München, dem FC Heidenheim, Borussia Mönchengladbach, Servette Genf, Glasgow Rangers, FC Sao Paulo und natürlich auch der VfB U19 als Titelverteidiger sorgte an beiden Tagen für ausverkaufte Plätze und hervorragende Stimmung. Dass der Finaltag mit dem Jahresauftakt der Profis kollidierte, merkte man dennoch: Das Durchschnittsalter der Zuschauer*innen schien noch mal gesunken zu sein und viele Familien nutzten das Turnier offensichtlich als günstige Alternative zum Stadionbesuch. Überhaupt scheint der Juniorcup mit jeder Auflage jünger zu werden: Schließlich ist auch der E-Sport seit drei Jahren ein fester Bestandteil des Formats …

Schönheit sieht man in der Tabelle nicht

Individuelle Qualität entscheidet das Auswärtsspiel in Augsburg: Einen genialer Lupfer von Angelo Stiller verwertet Deniz Undav im zweiten Versuch wundavbar. Der lehnt jedes Lob für sein Comeback ab und verweist auf die Viererkette, die alles hervorragend „wegverteidigt“ hätte. Was keine große Kunst war bei den hilflosen Angriffbemühungen der Fuggerstädter. Ein schönes Spiel war es nicht. Dabei hatte der VfB sehr gut angefangen, zwischenzeitlich hatte der Gast 80 Prozent Ballbesitz und einige Chancen von Ermedin Demirovic. Mindestens eine davon hätte er machen müssen. Aber nach rund 30 Minuten kam der Bruch durch die Verletzungsunterbrechung und Auswechslung von Augsburgs Maximilian Bauer. Ein Muster, das uns aus dem Sommer bekannt ist: Hier fiel der VfB oft nach Trinkpausen ab. Was auch immer in diesen Spielunterbrechungen mit der Mannschaft passiert, sollte analysiert werden. An der Müdigkeit, einigen Verletzten und der großen Belastung, sonst immer gerne vorgebrachte Erklärungen, kann es nicht gelegen haben. Der VfB fährt drei Punkte ein, das ist wundavbar und auch verdient. Aber es war ein fahriger Auftritt. Mal trat der VfB total dominant auf, dann war …

Dein ist mein ganzes Herz!

Weihnachten im Jahr 2024. Während das Riesenrad Hoffnung und Zuversicht vor dem neuen Schloss verbreitet (Doc Nopper-Voice) und die Lichter in den Fenstern der Stadt funkeln, strahlte der VfB Stuttgart in diesem Jahr heller denn je. 2024 war nicht nur ein erfolgreiches Jahr, sondern auch eines, das für immer in den Herzen der Fans und der gesamten Stadt bleiben wird. „Nach all’ der Scheiße, geht’s auf die Reise, Stuttgart international“ – dieser Fangesang hallte nicht nur durchs Stadion, diese Zeilen wurden auch gesungen in Madrid und in Turin und auch sonst bei jeder Gelegenheit: in Restaurants und Bars, bei Geburtstagsfeiern, auf Firmenveranstaltungen, beim Aufstehen, am Frühstückstisch, beim Einschlafen und auf dem Klo. Es war ein Jahr wie ein Märchen und mittendrin: Sebastian Hoeneß. Der Trainer hat etwas geschafft, woran viele kaum noch zu glauben wagten. Unter seiner Führung kehrte nicht nur der Erfolg zurück, sondern auch ein Gefühl, das lange gefehlt hatte: Vertrauen. Vertrauen in seine Arbeit und Vertrauen in die Mannschaft. Vorbei die Angst, dass nach einer guten Phase die typische Selbstgefälligkeit und Überheblichkeit …

Oh VfB, wie schlecht ist Dein Jahresabschluss

Ich habe versucht, das Spiel und das Ergebnis zu ignorieren, denn eigentlich war das Jahr des VfB zu gut, um zu bruddeln. Aber es geht nicht, zu schlecht ist der Abschluss eines an sich überragenden Jahres, bei dem erstmals unter Sebastian Hoeneß kein Heimtor in einer Bundesligapartie gelang. Und das gegen Aufsteiger Sankt Pauli. Womöglich hat Sebastian Hoeneß den Fehler gemacht, schon vor dem letzten Spiel des Jahres ein Fazit zu ziehen. Er war und ist der Meinung, dass die Mannschaft – unabhängig vom Ergebnis gegen Sankt Pauli – ein überragendes Halbjahr hingelegt habe. Trotz Mehrfachbelastung, trotz vieler Verletzte. Damit hat er grundsätzlich recht, aber es klang eben schon ein bisschen nach Selbstzufriedenheit und diese Einstellung hat der Mannschaft womöglich nicht gut getan. Und hat ihr nicht den letzten Schub gegeben, um im letzten Spiel des Jahres drei Punkte zu holen gegen einen Gegner, der vor der Partie elf Punkte auf dem Konto hatte und zwar auf eine gute Defensive schauen kann, aber eben 15. ist. Kurz: Ein Gegner, den der VfB schlagen muss, wenn …