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Das tragische Dreieck

Thomas Hitzsperger, Sven Mislintat und Pellegrino Matarazzo haben versucht, in zwei gemeinsamen Jahren den VfB zu verändern. Mit einer klaren Strategie, mit daraus abgeleiteten Entscheidungen, einem aus der Historie entlehnten Selbstbild namens „jung und wild“ und dem Versuch, auch in stürmischen Zeiten souverän und ruhig zu bleiben. Das Ergebnis ist Platz 17 und eine dramatische Situation für den ganzen Club. Die drei sind zum tragischen Dreieck geworden, wie einst Gerhard Poschner, Fredi Bobic und Marco Haber, die aufgrund einer schwachsinnigen Idee von Hartmut Engler von PUR glaubten, singen zu können und die Single „Steh’ auf“ veröffentlichten.

Thomas Hitzlsperger:
Er ist zum Ritter der traurigen Gestalt geworden. Der CEO der VfB AG ist sicher als Initiator des VfB-Projekts zu sehen, er hat wichtige Maßnahmen und Projekte angestoßen, unter anderem die Neuausrichtung des NLZ. Er hat gute Leute geholt, er hat sie machen lassen. Dann hat er für sich festgestellt, dass der e.V. für den VfB offensichtlich lästig ist (was womöglich stimmt) und einen offenen Brief geschrieben. Er verläßt den VfB spätestens im April und bis dahin hört ihm keiner mehr zu. Er kann keine Entscheidung mehr treffen, ohne befürchten zu müssen, dass sie viel Geld kostet, weil sein Nachfolger Alexander Wehrle sie womöglich rückgängig macht. Hitzlsperger ist in der augenblicklichen Situation keine Hilfe, sondern wirkungslos, sogar ein Bremsklotz.

Sven Mislintat:
Der Sportdirektor steht vor einem Dilemma: Wenn er an seine Mannschaft glaubt, muss er den Trainer in Frage stellen. Wenn Mislintat an den Trainer glaubt, muss er seine Kaderplanung in Frage stellen.

Seine Kommunikation ist meist eloquent, klingt alles schlüssig, ist aber doch oft nur snackable Content: nett anzuhören, aber was heißt das konkret, wie kommt der VfB jetzt raus aus dem Tabellenkeller? Zum Beispiel “Wir wissen, wer wir sind, wo wir herkommen und was unsere Aufgabe ist“. Mislintat zielt wohl auch darauf ab, jedes Jahr 25 Millionen Transferplus generieren zu müssen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum er so viele Wetten eingegangen ist. Aber ist eine Kaderplanung mit Management by Gambling der einzige Weg?

Es ist unklar, ob es bei Mislintat Überzeugung ist oder Sturheit und Dogmatismus. Natürlich ist er überzeugt von seinem Weg, schließlich hat er Shinji Kagawa entdeckt und Ousmane Dembélé und noch ein paar andere. Er spricht nachvollziehbar über seine Philosophie der jungen, entwicklungsfähigen Spieler – und er lebt sie auch. Das haben wir leidvoll erfahren müssen durch seine Transfers. Es gibt dagegen kein Regulativ, weil er das nicht will und sich vertraglich zusichern ließ. Es gibt keinen Sparringspartner für ihn, der auf Augenhöhe ist, über eine gewisse Erfahrung verfügt und seine Entscheidungen in Frage stellt – und gegebenenfalls auch einmal verhindert. Thomas Hitzlsperger war es nicht und ist es heute erst recht nicht.

Jetzt geht’s drum, jetzt ist Crunchtime, meint Mislintat. Jetzt müssen sich Spieler zeigen, Verantwortung übernehmen. “Reden wir über Zusammenhalt oder halten wir zusammen!“ Aber sorry Sven, das ist genau das Problem: Bisher wird nur geredet, auch von Dir, Zusammenhalt sehe ich auf dem Platz keinen. „Wenn wir Fehler machen, lernen wir daraus“. Ach so? Das kann ich weder bei der Kaderplanung erkennen, noch im Matchplan, noch in der Aufstellung. Hört sich das nur gut an oder wird das auch gelebt? Wir sehen es bisher leider nicht. Mislintat ist clever und steuert die Kommunikation immer dort hin, wo er die besten Argumente hat. Aber mit welchen Maßnahmen er konkret aus der Abstiegszone kommen will, bleibt er schuldig. Sind seine kämpferischen Aussagen in der Presserunde im Kern nicht mehr als ein “Weiter so!”?

Mislintat stellt sich, geht nach vorne, sucht die Öffentlichkeit. Dabei wird deutlich, dass nur einer kämpferisch beim VfB ist, nämlich Mislintat. Weder seine so fleißige wie tolle Truppe noch der hochgelobte Trainer machen den Eindruck, als ob sie die Trendwende schaffen könnten.

Sowohl Matarazzo als auch Mislintat haben sich klar zu einer Arbeit in der zweiten Liga bekannt. Wobei das ein Szenario ist, das eine ungeordnete Rolle spielen sollte. Es muss alles, wirklich ALLES getan werden, damit der VfB nicht drei Mal in sechs Saison absteigt, zwei davon übrigens in Verantwortung von Thomas Hitzlsperger.

Pellegrino Matarazzo:
Die Mannschaft besitzt häufig nicht die Bundesliga-Qualität, die sie haben sollte, das kann man dem Trainer nicht vorwerfen. Auch für die vielen Verletzungen und Corona-Fälle und die dadurch erforderlichen Improvisationen in weiten Teilen der Hinrunde kann man Matarazzo nicht verantwortlich machen. Das gilt auch für Spieler mit Trainings- und Fitness-Rückstand, die er aber trotzdem bringen musste. Aber es scheint so, als ob dem Trainer die Variablität fehlt und der Wille, auch im Spiel durch Umstellungen – also nicht zwingend durch Wechsel – Einfluss auf das Spiel zu nehmen.

Das Team ist in dieser Saison regelmäßig überraschend schlecht strukturiert, wirkt defensiv überfordert, offensiv ratlos, spielt verkrampft und schließlich verängstigt. Die Verteidigung von Standards: ein Thema des Trainerteams. Die offensiven Standards: ein Thema des Trainerteams Hier ist kaum eine Entwicklung zu sehen. Das gilt auch für viele Spieler, von denen Matarazzo in der letzten Saison viele gut entwickelt hat. Jetzt stagnieren zu viele – vorsichtig formuliert: Naouirou Ahamada, Orel Mangala, Philipp Förster, Roberto Massimo. Ein solider Verteidiger wie Pascal Stenzel spielt kaum eine Rolle. Spieler wie Waldemar Anton und Wataru Endo, an denen sich andere orientieren könnten, haben mit sich selbst zu tun. Das Festhalten an Teto Klimowicz hat fast schon pathologische Züge.

Matarazzo macht einen ratlosen und müden Eindruck. Da ist es gut, dass ihm Mislintat Rückendeckung gibt, was eigentlich selbstverständlich aber im Fußball dennoch ungewöhnlich ist, denn teilweise hat er den Trainer mit diesem Kader erst in die Situation gebracht. Matarazzo führt die Verdienste Matarazzos an. Aber da ist es wie bei Spielern: Nicht die Erfolge aus der Vergangenheit zählen, sondern das Wirken auf die Gegenwart und Zukunft.

„Steh’ auf!“ hieß die Single des tragischen Dreiecks. Obwohl sie erfolglos blieb, eignet sich die Zeile gut als Appell für die derzeitige Situation des VfB. Aber es darf nicht bei Worten bleiben, es sind Taten erforderlich. Kämpferisch mit Taten, das wollen wir sehen.

Zum Weiterlesen:
Reality Kills The Konzeptstar: Aus dem Neustart wurde ein Fehlstart.

Rund um den Brustring hat Fragen, unter anderem “Was genau spielt Ihr da?“

Auch Stuttgart.International ist schockiert vom Spiel: „Wer hat einen Plan?“

Die Süddeutsche Zeitung meint, “es gibt auch klare Anzeichen dafür, dass den Trainer in Stuttgart weniger Schuld trifft, als das bei einem 17. Tabellenplatz eigentlich üblich ist. (…) Aber die Gefahr, dass “gut gemeint” am Ende das krasse Gegenteil von “gut gemacht” sein könnte, steigt mit jedem weiteren Spieltag.“

Dirk Preiss fragt sich bei der StN (Plus): “Verstellt das Gerede vom – wenn nötig – gemeinsamen Gang in Liga zwei den Blick fürs Wesentliche? Vor allem bei den Spielern?“

kicker-Interview mit Georgios Syrianos, einem ehemaligen Datenanalysten beim VfB (bis 2021), der nun bei Nottingham Forrest tätig ist: “Auch wenn wir an die internen Prozesse glauben, sind wir natürlich erfolgsabhängig. Ein Neuaufbau (…) erfordert manchmal auch konsequentes Handeln” (zur Entlassung des Trainers).

Zum Weiterhören:
Sven Mislintats kämpferisches Pressegespräch.

Der Rasenfunk ist sehr skeptisch hinsichtlich des Klassenerhalts, ab 1:04:23 Stunden.

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46 Kommentare

  1. cawid. sagt

    Aus den Berichten seit Samstag drängt sich die Erkenntnis auf, daß bei Euch (bzw. Dir @abiszet) erst jetzt der Glauben an eine Trendwende verloren ging… ;-)
    Ich hab den Punkt schon ein bisschen früher erreicht und bin vielleicht auch deshalb vom konsequenten Schlechtreden leicht genervt.
    Die Erwartungen nach dem Kurzurlaub der Mannschaft waren viel zu hoch! Und ließ einige das Spiel gegen Fürth vergessen (das aus meiner Sicht sehr viel schlechter war als das Spiel gegen Frankfurt).

    Auch wenn das keine schönen Aussichten sind: Es bleibt, jede Woche wieder auf irgendwas zu hoffen. Mit Blick auf das nächste Spiel ist das vielleicht die Hoffnung, dass sich die Mannschaft (gegen einen “Hochkaräter”) wieder etwas mehr konzentriert, um eine Schmach zu verhindern. Was dann den negativen Nebeneffekt hat, dass die eigene Leistung naiv positiv bewertet wird und es zu einem Spannungs-/Leistungsabfall gegen Bochum kommt.
    Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das ist doch irgendwie “the same procedure as every year”?! Daher bin ich etwas überrascht, wie verwundert alle über den Saisonverlauf sind.

  2. Bernd sagt

    Nochmal: Das Regulativ zu Mislintat existiert und nennt sich Aufsichtsrat. Dass dort die nötige Kompetenz fehlt, um der operativen Ebene als Sparringspartner zu dienen, ist bekanntlich nichts Neues, wurde aber bei der letzten Personalrochade auch nicht wirklich kritisch diskutiert.

    • @buzze sagt

      Gab es nicht im Dezember einen großen Aufschrei, als genau das passierte? Als der Aufsichtsrat in einigen Punkten anderer Meinung war als der Sportdirektor?

      • Bernd sagt

        Den Aufschrei hätte es sicher nicht gegeben, wenn der Aufsichtsrat bisher durch Sach- und Personalkompetenz geglänzt hätte und sich so auf die gleiche Art und Weise wie der Sportdirektor das nötige Vertrauen verdient hätte.

        • @buzze sagt

          Schwierig, die Kompetenz des aktuellen AR von außen beurteilen zu können, würde ich sagen.

          • Bernd sagt

            Ist das wirklich schwierig zu beurteilen, wenn die versammelte Sportkompetenz des Aufsichtsrats aus einem Nachwuchstrainer besteht, der seit 10 Jahren raus aus dem Geschäft ist?

    • @abiszet sagt

      Ganz klar, der AR ist in zustimmungspflichtige Geschäfte involviert. Ich meinte eher im Vorfeld, die Diskussion, das Abwägen, bevor es dann zum AR geht.

      • Bernd sagt

        Idealerweise ist der Aufsichtsrat da natürlich auch im Vorfeld involviert, weil seine Beteiligung da eigentlich einen Mehrwert schaffen soll. Allerdings wundert mich es ehrlich gesagt nicht, dass das hier nicht der Fall ist.

        • @abiszet sagt

          Die Süddeutsche Zeitung meint, “es gibt auch klare Anzeichen dafür, dass den Trainer in Stuttgart weniger Schuld trifft, als das bei einem 17. Tabellenplatz eigentlich üblich ist. (…) Aber die Gefahr, dass “gut gemeint” am Ende das krasse Gegenteil von “gut gemacht” sein könnte, steigt mit jedem weiteren Spieltag.“

          Und: “Im Moment fehlt es im Klub an Gegenlesern, die Mislintats heilig’s Plänle einer kritischen Zweitlektüre unterziehen.“

          https://www.sueddeutsche.de/sport/vfb-stuttgart-bundesliga-abstieg-1.5523106

          • Bernd sagt

            Naja, wenn er sich den Abstieg bis vor Kurzem nicht vorstellen konnte obwohl die Verantwortlichen die ganze Zeit von nichts Anderem als dem Klassenerhalt gesprochen haben und man das auch seit Beginn der Saison in den Spielen beobachten konnte, dann stellt sich schon die Frage ob er sich überhaupt mit dem VfB beschäftigt hat oder mit seinem eigenen Zerrbild des Vereins. (Und den Grund in Rinos Schuldminderung sieht er auch in erster Linie in Verletzungen und Coronafällen, nicht in Mislintats Transferpolitik.)

            Dass dem VfB mehr Kompetenz auf allen Ebenen, inklusive dem Aufsichtsrat, gut täte, braucht man glaube ich nicht gesondert zu betonen. Ich glaube aber nicht, dass dies das größte Problem des VfB ist. Checks and Balances sollte man auch nicht überbewerten. Am Ende des Tages gilt: The commander-in-chief is the commander-in-chief.

  3. Martin Haiber sagt

    Dein Kommentar ist voll auf den Punkt gebracht. Der Trainer bringt der Mannschaft nichts mehr, es ist keine Besserung in Sicht. Pelegrino lässt weiterhin ein System spielen ohne Hoffnung auf Erfolg und hält an Spieler fest die einfach keine Leistung bringen. Es ist unerklärlich diese Umstellung in der Abwehr den IV auf rechts und den RV in die Mitte zu stellen. Was hat er sich dabei nur gedacht? Auch einen Klimo und Massimo immer wieder einzuwechseln verstehe ich nicht. Plant er schon für die 2.BL, da bringen die vielleicht mehr Leistung.

  4. Martina sagt

    Leider glaube ich nicht, dass in der 2. Liga mehr erwartet werden kann.

    Wir erinnern uns ungern an 2. Liga Mannschaften, die uns keine Räume geben, sich hinten rein stelle, ueberhart einsteigen, nur auf einen Konter warten und wir diese Spiele überwiegend verlieren.

    Ich höre S.M im Original Ton, dass unserer 🔝 🔝 🔝 Mannschaft mit 🔝 🔝 🔝 🔝 Team Spirit und 🔝 🔝 🔝 🔝 Offensiv Qualität die 1. Liga deutlich mehr liegt, weil wir da nicht das Spiel machen müssen und mehr Räume bekommen.

    Ist alles noch nicht so lange her (leider).

    Das mislintat 🔝 🔝 🔝 🔝 Spieler in der Vergangenheit entdeckte, hilft uns aktuell leider genau so wenig wie die Sehnsucht nach GC. Die Wahrheit daneben ist, das diese sich in einem Kader wie Dortmund wahrscheinlich ruhiger entwickeln konnten.

    Wie sollen die sich auch bei uns entwickeln, wenn sie den vollen Druck Abstieg haben? Entwickeln braucht Ruhe und Zeit…

    Ich erinnere mich noch an ein Interview, in dem Hitz auf sosa angesprochen und gefragt wurde, warum Sosa erst jetzt Performance zeigt. Original Ton Hitz: weil man einen jungen unerfahrenen Spieler nicht den Druck im Abstiegskampf aufbürden darf!!!! Das sei für Sosa und Gonzales zu viel gewesen…

    Aha???????

    Gestern sagt er das Gegenteil !!! 🤔

    Hitz ist jemand, dem ich alles geglaubt, maximal vertraut und von seiner aktuellen Rolle als trotzigem Kind maximal total enttäuscht bin.

    Die Jungen Spieler sind überfordert und brauchen einen oder zwei Leithammel. So wie es jemand im anderen Kommentar schrieb. Ein deutsch sprechender Typ, der Schiris nervt, diskutiert (vielleicht kriegt man dann auch mal den Elfer…) weiß wann er mal sich quer stellt, Spieluebersicht hat, den Finalen Pass spielen und selbst draufhauen kann. Mitspieler mitziehen und trösten kann. Den brauchen wir jetzt dringend und in der zweiten Liga noch deutlich dringender…
    Läuft da zufällig noch einer ohne Verein rum???

    Ich spreche mich daher weiter für einen Notfallplan Nico Willig aus jetzt – als weitere Jahre in Liga 2 aus.

    Das kostet noch mehr Geld 💰 und warum die Kommentare jetzt kritischer werden ist logisch. Es ist da Sorge und ein befürchten, das der Weg in Liga 2 kein leichter und guter Weg ist. Und jetzt mit neuen Idee möglicherweise verhindert werden könnte.

  5. Bacardihardy sagt

    Super Artikel @abiszet !
    Mislintat reagiert leider völlig genervt. Hoffentlich erkennt er auch, dass er selbst Fehler gemacht hat.
    Er hat sein Augenmerk zu wenig auf die Defensive gelegt. Leider wird es keine Personalwechsel geben, weder beim Trainer, noch wird jemand eingestellt, der dem Herrn Mislintat auch andere Strategien aufzeigt. Insofern müssen wir hoffen, dass dieses tragische Dreieck wenigstens die Defensive mit Karazor und Stenzel etwas stärkt. Obs dann in Leverkusen schon zu einem Punkt reicht wissen wir nicht. Ohne grosse Spieler kannste keine Eckbälle verteidigen. Da sind die Endos zu klein.

    • @abiszet sagt

      Danke!
      Große Spieler dürften nicht das Problem bei Eckbällen sein: Ito, Dinos, Sasa, Anton.

  6. Rainer sagt

    Es fehlt an der Einstellung. Hab am Freitag Herta gegen Bochum und gestern Wolfsburg – Fürth angeschaut und muss sagen: Das verstehe ich unter Abstiegskampf! Da wird gerannt, geackert, gekämpft – eigentlich normal, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht.
    Bei uns läuft man schon mal 10km weniger als der Gegner, spielt mutlos quer und ist froh, wenn man den Ball zum Mitspieler abgegeben hat. Kampf, sieht anders aus, sorry!
    Für die richtige Einstellung ist, ausser dem Spieler selbst, der Trainer zuständig. Aber der sitzt gemütlich auf der Bank, anstatt aktiv ins Geschehen einzugreifen. Was denkt ein Spieler wenn er zur Aussenlinie schaut: Alles ok, weiter so ;-) Motivation vor und während des Spiels ist Sache des Trainers! Man kann ein Spiel verlieren – wenn man sich reingehängt hat, ist das ok – aber so?

  7. Ich habe schon nach dem Dritten Spieltag geschrieben mit Matamachtvfbkaputtrazo steigen wir ab.
    Ich Verstehe es nicht er schafft es nicht in die Mannschaft ein Spielkonzept rein zu bringen.
    Weil er Satt ist er ist ideenlos. Im Training trainiert er nur die Fehler vom vorigen Spiel ab
    Dann bringt er durch dubiose Spieler Austausch noch mehr Unruhe in die Mannschaft.
    Man sehe nur saisong Beginn wo er Al Ghadui raus hat der 4 Tore in 3 spiele davor geschossen hat.
    Er wird einfach raus genommen und gegen ein neuen getauscht.
    Welcher Trainer macht das.
    Ein Trainer der die Mannschaft bewusst kaputt machen will.
    Für mich tut der Trainer im Moment nur eines.
    Er führt den VfB zum Abstieg und danach haut er ab.
    Für mich sollte man aber oben anfangen Vogt muss weg. Es muss jemand auf den Posten wo wirklich Ahnung vom Fussball hat.
    Und jetzt sollte der VfB schalten sie sollen dunga holen als Trainer.
    Der schafft das alleine schon als Idol genug Euphorie in die Mannschaft zu bringen das sie auch spiele gewinnen.
    Tun sie nix ist es ganz klar ein geplanter Abstieg von der Vereinsführung.

  8. Heinzi sagt

    ich würde das nicht zu hoch hängen mit der Nibelungentreue zu Rino. Wenn gg. Bochum zu Hause nicht gewonnen wird, und die Leistung desolat ist, wird er eben zurücktreten nach dem Motto: Ich kann der Mannschaft keine Impulse mehr geben….SM und Vogt werden mit Krokodilstränen annehmen und seine Verdienste um den VfB würdigen, die ja unbestritten sind. Nachfolger bis Saisonende wird Uwe Neuhaus, und er wird uns retten….

  9. Frank sagt

    👍 Top geschrieben
    Aber Hitz könnte schon noch agieren wenn er wollte. Es gibt Telefone. Da wäre eine kurze Abstimmung mit Wehrle durchaus möglich um weiterhin handlungsfähig zu sein

  10. Armin sagt

    Was ich mich wirklich manchmal Frage seit ihr Fans schon so unmenschlich wie der Verein gerade mit den Spieler umgeht ??.
    Ich kann auf jeden Fall sagen jeder Spieler geht mit der Angst auf den Platz nächste Woche auf der Bank zu sitzen
    Und daran ist nur der Trainer schuld.
    Ich sag es nochmal Als er Al Ghadui nicht aufgestellt hat und für ihn ein neuen Spieler gebracht hat der noch nicht einmal vorher auf dem Platz war.
    Al Ghadui war davor 3-4 spiele gut er hat in jedem Spiel ein Tor geschossen oder vorbereitet.
    So was hat der Trainer damit gesagt mir ist scheiß egal wie ihr spielt wenn mir eure Fresse nicht passt kommt ein anderer.
    Jetzt Mal ehrlich wer hat da noch ein freien Kopf zum spielen .
    Und das wird auch nicht mehr in der 2 Liga gut
    Entweder Vogt reagiert sofort oder der VfB geht ganz unter.
    Einfach Mal menschlich denken wie ihr selber wärt in so einer Situation.

  11. Motzbackenbruddler sagt

    Ich hatte nie großes Vertrauen in Hitze. Warum auch? Der Mann wurde von Dietrich als Rettungschild hochgezogen, bis die Daimler-Bosse gemerkt haben, dass Hitze viel smarter ankommt als Wolle und ihn (Wolle) fallen lassen. Dann kam Vogt (der Liebling der Fans) und der war wiederum ein Dorn im Auge der Daimler-Gang und zack wurde Hitze auf diesen gejagt. Hat leider nicht so richtig funktioniert, so dass das Standing von Hitze futsch war und bei Daimler die einen oder anderen den Hut nehmen mussten. Was soll das nun bedeuten? Das bedeutet, dass Hitze einfach immer nur einen Marionette war – eine symphatische, ja, aber mehr auch nicht. Er ist da hin gekommen, wo er hinkam durch Zufall und luck by nature, aber nicht durch seine ach so hohe Kompetenz. Hitze wusste das natürlich auch, also hat er sich den coolen Dude Mislintat hergeholt, um mit dem Zeug um Kaderplanung und so nix zu tun zu haben. Und Mislintat? Läuft seiner besten Zeit hinterher, oder warum sonst hat es bei Arsenal nicht geklappt. Mag ihn trotzdem, mag auch Rino. Aber die Mannschaft ist leider nur unterer Durchschnitt – mit ein paar Ausnahmen, die aber eh schon wissen, dass es zu Saisonende eine Etage für sie geht, also warum sich die Knochen brechen lassen im einem Abstiegskampf mit einem Verein, für denen ihnen völlig die Identifikation fehlt. Identifikation ist übrigens das, was in Freiburg funktioniert. Warum? Weil da fast ausnahmslos Eigengewächse in den letzten 10 Jahre gepflanzt und groß gezogen wurden, die eben sich mit dem SCF identifizieren, aber mein Gott was erwartet Ihr von einem Coulibaly aus einem Pariser Vorort denn? Dass er den VfB in der Brust hat? Come on! Warum denn? Ich werfe ihm das nicht vor un dwünsche ihm in Leerkusen oder wo auch immer er andet alles Gute. Hitze übrigens auch! Ich hoffe nur, dass er endlich mal das machen darf, was er am besten kann: sympathisch representieren…

  12. Stephan sagt

    Unglaublich – dass hier überhaupt noch diskutiert wird finde ich den Hammer – die Truppe steigt ab und die einzige Frage ist ob als 17. oder 18.! Einer freut sich auf Bayer – gehts noch? Muss ein masochist sein, ein 0:4 wäre schon ein Erfolg! Nach 20 min steht’s 3:0!
    Aber der Vollklopfer kommt erst gegen Bochum – bin auf die Reaktionen danach gespannt – 2. Bundesliga halten ist für diese Fahrstuhlmannschaft / den Verein eine Aufgabe, ich bin nicht sicher ob er dieser gewachsen ist!

  13. Mathias sagt

    Was ich mich schon seit Tagen frage: Rino findet es positiv, dass am Mannschaftsabend um zehn schon ein Großteil im Bett ist, weil das zeigt, wie k.o. alle sind. Ist das aber nicht eher ein schlechtes Zeichen? Ich kann mich nicht erinnern, im Trainingslager mal früh ins Bett gegangen zu sein. Okay, schlechter Vergleich. Aber trotzdem. Für mich wäre es positiver, wenn um zehn immer noch alle da sind und gute Stimmung herrscht. Aber wer weiß, vielleicht sind sie ja gar nicht ins Bett, sondern zum Zocken aufs Zimmer…

    Ich bin übrigens immer noch für Kontinuität und anscheinend doch nicht ganz alleine mit dieser Meinung. Trotzdem bin ich auch mehr als frustriert und frage mich, wie wir noch die Kurve kriegen wollen.

    Ich halte Rino immer noch für einen guten Trainer und fürchte, dass ein Nachfolger bald schon wieder seinen eigenen Nachfolger bekommt.

  14. Ich glaube Sven leider nicht mehr.
    Vor 5 Monaten: Der Kader ist zu gut um abzusteigen
    Vor 3 Monaten: In der Rückrunde bekommen wir interne Neuzugänge durch die Rückkehr der Langzeitverletzten.
    Vor einem Monat: Verschwörung gegen den VfB (Elfmeterentscheidungen)
    Jetzt: Ein Abstieg wird uns nicht so hart treffen, da ich es geschafft habe, die Spielergehälter auf das Niveau der Fernsehgelder der 2. Liga zu drücken.
    Jedes einzelne Interview habe ich ihm immer abgenommen, aber in der Summe ist er für mich zum Blender geworden, der sich mit einem schwachen Trainer und CEO schützt. Das ist leider nicht besser als Konstellationen der vorangegangenen Abstiege. Habe das Gefühl, dem VP geht es auch so.

  15. Martina sagt

    Mir tut es einfach nur noch leid. Als Hitz kam und aus meiner Wahrnehmung gute Ansätze und Ideen versprühte, dachte ich dass endlich junger Schwung, Frische und vor allem Frieden in den Laden kommt.

    Mislintat fand ich gut. Materazzo ebenfalls.

    Warum man allerdings Walter vom Hof jagte und dann Materazzo holte war mir allerdings schon länger nicht schlüssig, weil wenn ein unbekannter Trainer hätte man ja gleich bei Willig bleiben können.

    Materazzo ist leider nicht Nagelsmann, da fehlen ein paar Prozent. Auch wenn er bei ihm gelernt hat.

    Das Hitz dann wieder mit dem Brief Unfrieden stiftete und Mislintat in allen Verträgen ein Patriarchat installiert haben wollte, ging mir das schon ziemlich quer.

    Mislintat ist ein hervorragender Rhetoriker und kann einem alles verkaufen. Bis zu dem Punkt, an dem Wort und Werk eine offensichtliche Schere machen.

    Ich glaube man muss bei dem Wunsch nach Kontinuität die faire Frage stellen, ob der eingeschlagene Weg auf Strecke funktionieren kann.

    Wenn ich nur auf das Talent setze und keine kernmannschaft haben (will). Dabei Leistungsträger bei Leistung gleich verliere und nur am entwickeln bin, verliere ich ja permanent Kontinuität und Qualität.

    Ich kann mir bei aller Phantasie nicht vorstellen, dass das funktioniert. Ich muss im hier und jetzt eine schlagkräftige eingespielte Truppe haben. Darin kann ich natürlich junge Menschen entwickeln, so geht es aber aus meiner Sicht nicht… und macht den Spielern sicher Angstzustände und Druck. Deswegen sollte man das auch ändern, leider erhöht Hitz öffentlich den Druck auf die Spieler, was ich auch falsch finde, wenn das Spiel System nicht passt.

    Wenn man dann die eigentlich eingespielten noch umstellt, ist es bei allem Respekt Zeit sich sich zu fragen, ob diese Kontinuität nicht die falsche ist….?

  16. fritzo62 sagt

    Bei den verbackenen 3 gibt es nur die Hoffnung, dass Rino zurücktritt, aber bitte gleich, oder ne Aufhebung zur Gesichtswahrung.
    Dann soll Hitz das Telefon in die Hand nehmen und mit Wehrle bestimmen, ob man Labbadia holt oder es Willig zunächst überlässt.
    Dann soll Wehrle sich klar als Chef von SM definieren.

    Wenn man zurück schaut, haben wir Mitglieder es mit dem Einsatz für Vogt selbst verbockt. Dadurch hat Hitz innerlich sofort gekündigt, und SM ist mit voller Überzeugung aufgerückt. RM ist nur ein Offizier bei SM und hat keinen eigenen Kopf. Vermutlich hätte uns das jeder Paartherapeut vorhersagen können – wenn Ihr, doofe Mitglieder, Vogt wählt, wählt ihr den Absturz. (Ich hätte auch Vogt gewählt)

  17. Barry sagt

    …langsam reift wohl auch hier im Forum die Erkenntnis, dass stur betriebene Kontinuität auch nicht der richtige Weg ist.

    Denn den dahinterstehenden bzw. handelnden Personen fehlt die Qualität. Mislintat die Fähigkeit, sich und seine Entscheidungen zu hinterfragen und (punktuell) zu korrigieren. Materazzo auf die Anforderungen im Spiel geeignet und schnell zu reagieren. Beides sind jedoch fundamentale Eigenschaften für die jeweilige Position.

    Es gibt auch keine Anzeichen, dass hier ein Fortschritt, Entwicklung oder gar Einsicht stattfindet. Im Gegenteil.

    Vor dem Hintergrund mutet es naiv bis ignorant an, weiter die Fakten zu ignorieren und blind auf „Kontinuität“ zu setzen.

    Selbst wenn der VfB sich noch irgendwie aus dem Sumpf ziehen sollte, bleibt die (derzeitige) Erkenntnis, dass im Management erhebliche Mängel existieren.

    • Bernd sagt

      Naja, so ein paar ganz gute Transfers hat Mislintat ja schon hinbekommen, ganz ahnungslos scheint er also nicht zu sein. Wenn man jetzt wieder mal alles platt macht und bei Null anfängt, ist halt auch die Frage wer da nachfolgen soll. Wird dann wieder ein anderswo gescheiterter oder ein blutiger Anfänger sein.

  18. Chris sagt

    Ich verstehe das ganze Theater nicht.
    Der Abstieg ist nicht hilfreich, aber doch auch kein Problem sondern Teil des Wegs sich zu verändern. Welche Firma schafft es in 2-3 Jahren ihre Kultur und Struktur nicht nur zu verändern sondern damit erfolgreicher zu sein als zuvor? Ausnahmen.

    Für Freiburg hat z.b. gegolten “solange wir unter den 25 besten Vereinen in Deutschland sind, sind wir im Plan”.

    Und genau diese Denke sollten sich viele VfB Fans zu Eigen machen.

    Diese Weltuntergangsstimmung wegen eines Abstiegs ist doch zum Heulen. Es ist und war doch von Anfang an klar, dass ein Abstieg Teil der neuen Geschichte des VfB sein können würde. Und ja, das ist nicht schön, aber es ist auch nicht tragisch, weil es Teil des Weges sein muss.

    Welcher Heiland, um alles in der Welt, sollte es denn so gravierend besser machen? Umstrukturierung, Pandemie, Einwanderungsbehörde, Präsi-Chaos, Ausgliederungsskandal und da bin ich noch nicht bei einem Ausfall auf dem Spielfeld.

    Dass Sven, Rino und zu Teilen Hitz das überhaupt navigiert bekommen haben ohne, dass das Neckarstadion im Boden versinkt ist ein reines Wunder.

    Hört auf mit der Schwarzmalerei, ein Abstieg tut weh, aber ist nicht das Ende der Welt. Sondern Teil dessen wozu der VfB aktuell in der Lage ist.

    Wir sollten alle gelernt haben, auch durch unseren Sonnenkönig, dass für Erfolgsfans und Bruttler beim VfB kein Platz sein kann, wenn wir eine erfolgreiche und leidenschaftliche Geschichte schreiben wollen.

    • drhuey sagt

      Lieber Chrislintat ;), Freiburg hatte gar nie die Möglichkeit anders zu denken. Sie haben eine ganz andere Historie und ein anderes wirtschaftliches Umfeld. Die Zielsetzung beim VfB diese Saison war die Vermeidung eines Abstiegs und auch daran drohen sie zu scheitern. Man verlässt doch nicht gleich einen Weg, wenn man eine ausgewogene Kaderstruktur herstellt oder, wenn man die vorhandene Mannschaft in einer Formation auflaufen lässt, die zu ihr passt. Ich denke die Folgen eines nochmaligen Abstiegs mit dem Substanzverlust, der damit einhergeht, kann man nicht kleinreden. Und alle in die Bruddler und Erfolgsfan-Ecke stellen, die sich grosse Sorgen um ihren Verein machen, mit dem sie emotional verbunden sind, ist ein populistischer Reflex, der der Sache nicht gerecht wird. Im nächsten Post steht dann: “Ist ja klar, dass mit so einem schwierigen Umfeld niemand erfolgreich arbeiten kann beim VfB.” Das sind für mich Floskeln gescheiterter Vereinsfunktionäre, die nicht performt haben und Schuldige woanders suchen. Im Leistungssport sollte man zuallererst seine eigene Performance hinterfragen. Fakten sprechen für sich: Navigiert bekommen, hat dieses Trio bisher in dieser Saison gar nichts. Gut, Fürth haben sie hinter sich gelassen…. wenn das ein Erfolg ist? Hitzelsperger hätte in dem Fall bereits zwei Abstiege mit zu verantworten (das lange Zuwarten bei Weinzierl ist sein Verschulden und seit seinem unsäglichen Briefchen ist er eine lame duck). Darüber hinaus bedeutet ein Abstieg nicht einfach die Fortsetzung eines Weges, sondern der Weg sieht danach ganz anders aus, denn wir wissen nicht nur aus dieser Saison, dass dieser “verheissungsvolle” Kader grosse Probleme hat mit Ball und das ist dann jede Woche Realität (letzte Saison ist hier eine Ausnahme). Oder glaubt jemand, dass ein Klimo auf einmal aufblüht? Der bekommt von einem humorlosen Eisenfuss drei Mal auf die Socken zur Begrüssung und das wars dann wieder. Die jüngste Vergangenheit zeigt doch auch, dass Du als Fahrstuhlmannschaft keine sehr guten Trainer an Bord bekommst, sondern nur Leute für die der VfB eine Chance ist. Tim Walter und Matarazzo sind hier als Experimente von Mislintat zu nennen. Bei beiden hat der Aufenthalt im Dunstkreis von Guardiola bei einem und Nagelsmann beim anderen als Leistungsnachweis gereicht. Wobei Walter wenigstens schon eine Mannschaft im bezahlten Fussball geführt hat. Nein, der dritte Abstieg in 6 Jahren ist für diesen Verein der Super-GAU.

      • Chrislintat 😂 sagt

        Hm, ich teile Deine Einschätzung nicht.

        Kurze Anmerkung, du liest in meinem Satz bzgl. Bruddler und Erfolgsfans Polemik und dass ich alle in eine Ecke stellen würde – das tu ich aber tatsächlich an keiner Stelle – ich drücke ausschließlich aus, dass ich für jene keinen Platz sehe. Dass Du das anders verstehst, hat dann im Zweifel wenig mit meiner Aussage zu tun 😊

        Anyway. Stimmt, wir kommen aus einer anderen Historie und Umfeld. Und genau deshalb ziehe ich den Vergleich mit Freiburg. Weil genau durch eben genannte Elemente uns diese Zurückhaltung, Realismus und Demut abhanden gekommen ist (nicht in einzelnen Personen, aber in Summe).

        Und aus dieser Position kommend sehe ich im Abstieg keinen GAU, sondern nach wie vor ein Resultat des Weges den VfB zu verändern in Kultur, Habitus und Umgang. Genau diesen Punkt hast Du in Deinem Kommentar tatsächlich gänzlich ignoriert (oder ich sehe die Relation nicht), stellt aber die Basis meiner Argumentation dar.

        Das “Schwierige Umfeld” oder wie Bacardihardy schreibt “der Druck der zu groß wird” .

        Wer ist das denn dieses Umfeld? Wer übt denn diesen Druck aus? Und warum?
        Das sind SoMe-Kommentatoren, Presse, Fans – selbstgemachter Druck. Anstatt daran mitzuarbeiten die Gewohnheit dieser Mechanismen zu brechen – auch über Rückschläge wie einen Abstieg hinweg, wird wieder ruckzuck in Muster verfallen welche uns die letzten 10 Jahre _nicht_ zum Erfolg geführt haben.

        Die Forderung danach entzieht sich meinem Verständnis.

        • drhuey sagt

          Ich befürchte fast, dass ich den feinen Unterschied, den Du zwischen Deiner Aussage und der Bedeutung wie es gemeint war, bezüglich den Bruddlern, nicht nachvollziehen kann. Muss auch nicht zwingend an mir liegen :)

          Mal gucken wieviele Firmen sich finden, die sich von einer Kooperation mit einer Fahrstuhlmannschaft einen positiven Imagetransfer versprechen. Wieviele guten Spieler das für ihre Karriereplanung für den richtigen Schritt halten und wieviele Fans bei den zwar ehrlichen Bemühungen, aber wenig erfolgreichen Spielen mitfiebern wollen. Das sind für mich Zwänge, die sich aus dem Profifussball ergeben und nicht eine Frage des “wer oder was wollen wir sein?”
          Aber dieses Framing in eine längerfristige Perspektive und das Aufladen mit Bedeutung “unser Weg…” ist ein häufiges Stilmittel, auch in anderen Bereichen, um die aktuelle Erfolglosigkeit zu kaschieren. Das kann sehr teuer werden und dann waren es nur viele Worte.
          Es ist halt Leistungssport oder vielleicht sollte man sagen “Erfolgssport” und daher gibt es nur diese Gesetzmässigkeiten, die kann man sich nicht selbst schnitzen.
          Barry hat schon recht (ich liebe diese Analogien :)) mit seinem letzten Absatz.

          • Chris sagt

            Absolut kann das Framing einer längeren Perspektive genau das sein. Klar.

            So nehme ich das aber nicht wahr. Abgesehen davon, was ist die Alternative? Abstieg vermeiden fordern, sich der Realität verweigern und erneut von vorne starten?

            Ein großer Unterschied ist für mich, dass wir vorbereitet sind und der komplette Ausverkauf kein notwendiges Kriterium mehr darstellt.

            Und sofern das Ziel lautet den Aufstieg aus der eigenen Ausbildung und Jugendrekrutierung wieder erfolgreich zu gestalten, ist ein Abstieg in keinen Augen kein Beinbruch, sondern ein Signal gegenüber der Selbstverpflichtung zu diesem Weg.

            Das ist mMn für einige Sponsoren sehr viel attraktiver also permanent rotierendes Personal und Aktionismus.

      • Bernd sagt

        Komisch nur, dass bei uns in den letzten zehn Jahren alle Vereinsfunktionäre ziemlich schnell gescheitert sind. Inklusive welcher, die in der Folge anderswo einigermaßen erfolgreich waren. Aber nicht performen tun immer nur die Anderen.

  19. Bacardihardy sagt

    Klasse Kommentar drhuey !!!!
    Abstieg ist zu vermeiden.
    Den Weg mit Kontinuität zu begründen ist totaler Quatsch, da in dieser Saison nur negative Kontinuität zu erkennen ist.
    Sowohl in der Transferstrategie , als auch im Trainerteam , erst die Spieler nicht fit bekommen dann noch taktische Fehler in der Defensive.
    Die Spieler nun anzuzählen wie Hitz das macht ist wohl das letzte Mittel vor dem Trainerwechsel.
    Wenn es so einfach wäre, dass die Spieler nur sich selbst motivieren müssen, dann bräuchte man kein Trainerteam mehr.
    Eigentlich hätte man den Trainer schon lange ersetzen müssen.
    Die Hoffnung ist sehr klein, dass es mit Rino noch was wird. Spätestens beim Abstieg wird es nicht möglich sein, dass er sein Amt behält. Da wird der Druck dann zu gross werden.

  20. Barry sagt

    Wer 3 Abstiege in 6 Jahren als Teil der Lösung und nicht als Teil des Problems betrachtet, den kann ich nicht ernst nehmen. Ohnehin schon zu viel Text für so eine Meinung aufgewendet. Allerdings scheint es nicht wenige zu geben, die vielleicht nicht eine so dermaßen verschobene und weltfremde Meinung zur Entwicklung des Vereins zu haben, aber Abstiege werden wohl inzwischen als natürliche Sache angesehen und der Glaube, mit den Low-Performern im Management wirds irgendwann steil nach oben ist wohl auch fest verwurzelt.

    Würden solche oder ähnliche Ansichten in Unternehmen verbreitet sein, würde sich Deutschland wirtschaftlich auf Augenhöhe mit Papua-Neuguinea befinden. Ich würde gerne dann die Mitarbeiter und Lieferanten eines solchen Unternehmens hören, wenn er verkündet: wir haben in 6 Jahren insgesamt 3 mal Konkurs anmelden müssen und jedes mal unsere teuersten Anlagegüter verscherbeln und Mitarbeiter entlassen müssen. Aber das ist Teil unseres Weges an die Weltspitze.

    • Chris sagt

      Lieber Barry,

      in Umfeldern wie Digitalisierung agieren wir in Deutschland genau so weshalb wir uns in diesem Bereich tatsächlich auch auf Augenhöhe mit genannten Ländern befinden 😊

      Nichts destotrotz, aus _einem_ Abstieg den ich als Teil des Weges betrachte _drei_ zu machen ist dann doch stark übers Ziel hinausgeschossen.

      Ein Problem was ich hier wahrnehme ist mMn das Menschenbild in vielen Kommentaren. Warum um alles auf der Welt ist der Trainer für die Motivation der Spieler verantwortlich? Motivieren können sich Menschen ausschließlich selbst (und da ist das andere Menschenbild).

      Ich bin von dem Vorhaben den VfB langfristig auf ein anderes Fundament zu stellen überzeugt. Ohne Abstieg wäre das besser – ohne Frage.

      Aber auch den nehme ich gerne in Kauf (ohne das leichtfertig zu tun oder einzupreisen), wenn es dazu führt, mittelfristig und dauerhaft im gesicherten Mittelfeld der ersten Bundesliga zu stehen.

    • Bernd sagt

      Wir *sind* aktuell nunmal eine Fahrstuhlmannschaft, da ist das häufige Wechseln zwischen Liga 1 und 2 einfach Teil des Programms. Durch Realitätsverweigerung wird es nicht besser werden, im Gegenteil, man wird dann falsche Entscheidungen treffen.

  21. Heinzi sagt

    glaubt eigentlich jemand ernsthaft, dass wir bei einem Abstieg mit Rino als Trainer in die 2. Liga gehen?? Wehrle sieht das bestimmt anders.

    • Bernd sagt

      Wehrle wird das aber zumindest nach heutigem Stand nicht zu entscheiden haben, da er nicht Sportvorstand werden soll. Ein Vorstandsvorsitzender ist nicht der Vorgesetzte der anderen Vorstände.

  22. Martina sagt

    Habt Ihr es auch gelesen, dass es kritische Stimmung aus der Mannschaft Richtung Rino gibt…

    Er sei ein Taktik Nerd, aber kein Motivator.

    Wäre jetzt ja die Bestätigung von dem, was wir wahrnehmen / diskutieren… das einfach etwas nicht passt und die Taktik die Mannschaft überfordert.

    Ich bin absolut dabei auf einem Weg zu bleiben, der stimmig erscheint. Auf Freiburg geblickt ist Streich trotz seiner Art (die man nicht mögen braucht) der klar bessere Trainer.
    Außerdem ist es ein überragend hoher Anteil von Jugendspielern aus der Region, die der Verein immer wieder herzaubert.

    Wir kaufen aus meiner Wahrnehmung kunterbunt irgendwelche Talente zusammen und haben dafür eigentlich gar keine Verwendung. Der eine wird nach Polen geschickt, der andere auf Schalke, der nächste nach Sandhausen oder gleich direkt in die Wüste. Das kommt mir dann wirklich vor wie im Spiel Casino…

    Dann leihen wir wieder jemanden, haben selbst plötzlich kaum noch Defensive Kanten.
    Wir wissen, das dinos anfällig ist, geschenkt, wenn Kempfi geht… dann macht ahamada halt wieder die Todesgraetsche. Bei dem habe ich jedes Mal Angst 😧 ob es auch gut geht.

    Es tut mir wirklich leid. Ich kann hier nicht guten Gewissens Sagen passt scho, weiter so …

    • @buzze sagt

      Oh bitte, glaubt doch nicht ohne zweite Quelle, was in diesem Kackblatt steht. Oder noch besser: Lest es gar nicht erst.

  23. Liebe Leute,

    wenn jemand etwas leisten muss, dann sind es die Spieler. SM und PM stellen sich überwiegend schützend vor sie, was auch richtig ist, aber jetzt müssen die Spieler liefern, anstatt sich bei der Bild auszuheulen.
    Vielleicht könnten sich die Spieler einfach mal impfen lassen. Dann würde Anton vielleicht nicht schon wieder ausfallen und es wären einige Ausfälle erspart geblieben in der Hinrunde…
    Na ja, wir sollten gedanklich positiv bleiben und ich traue es dem VfB noch zu auf Platz 15 oder 16 zu kommen.

    • @abiszet sagt

      Hi Dude, wir alle wissen nichts über den Impfstatus der Mannschaft. Aber anstecken könnte sich Anton auch, wenn er geimpft und geboostert ist.

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