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Game over: Der VfB sucht einen Trainer. Mal wieder.

Nach Bruno Labbadia und Armin Veh ist Alexander Zorniger schon der dritte VfB-Trainer, der nach einer Niederlage gegen den FC Augsburg seinen Hut nehmen muss. Da wird wohl keine große Städte-Freundschaft mehr draus. Vielleicht könnte der VfB in Zukunft statt gegen Augsburg einfach gegen Manchester City spielen. Doch wer soll die Nachfolge von Alexander Zorniger übernehmen, nachdem Huub Stevens bereits Hoffenheim retten möchte? Wir werfen einen Blick auf die Kandidaten:

Jürgen Kramny:
Es ist hinsichtlich des Leistungsprinzips kein gutes Zeichen, dass Kramny (kurzzeitig) befördert wurde. Wo steht er nochmal mit der U23-Mannschaft in der dritten Liga? Richtig, auf einem Abstiegsplatz. Immerhin kennt er sich damit in den unteren Tabellenregionen aus. Angesichts dessen, dass Kramny nie auch nur im entferntesten als VfB-Chef-Coach in Frage kam, ist es nicht verwunderlich, dass er „nicht mal eine Sekunde gebraucht hat, um das Angebot anzunehmen!“, wie Dutt freudig berichtete. Aber wer weiss: Vielleicht macht Kramny den Schubert (Gladbach) und der VfB landet einen Glückstreffer.

Lothar Matthäus:
Schade, dass der Tiger schon weg ist, Stefan Effenberg im Kessel wäre eine Show gewesen. Noch besser allerdings der frängische Rekordnationalspieler. Cavos und H’ugo’s reiben sich schon die Hände, Eltern 18-jähriger Töchter haben jedoch für alle Fälle schon einen offenen Brief an Bernd Wahler geschrieben, Überschrift: „Bitte nicht!“ Matthäus halten viele für einen guten Trainer, Belgrad hat er in die Champions League gebracht und die ungarische Nationalmannschaft ordentlich gecoacht. Nur: Keiner wollte Matthäus bisher verpflichten, weil wahrscheinlich immer die Eltern 18-jähriger Töchter vorher auf die Tränendrüse drücken und Vereinsaustritte ankündigen.

Jos Luhukay:
Soll der Favorit des VfB sein. Im Gegensatz zu Zorni in der Öffentlichkeit ein absoluter Leisetreter. Intern allerdings hält er sich nicht zurück. Luhukay kann genauso unangenehm werden wie der Fußball, den er spielen lässt. Wenn Robin Dutt meint, er holt sich hier einen Trainer, den er dominieren und rumschubsen kann, täuscht er sich. Der Holländer hätte das Zeug, mit harter Hand die Kehrwoche im Team zu machen. Problem allerdings: Er ist wie Zorni ein Sturkopf und läßt sich von niemandem etwas sagen.

Horst Steffen:
Er kennt sich aus, wie man eine desolate Stuttgarter Mannschaft innerhalb kürzester Zeit mit ansehnlichem Fußball nach oben (und wieder nach unten) führt. Bei den „Blauen“ hat er einen guten Job gemacht, die Kickers wurden sogar richtig cool mit ihm. Vielleicht lotst er dann auch den einen oder anderen Spieler nach Cannstatt. Enzo Marchese kann ganz manierliche Standards schießen, so einen können sie beim VfB gebrauchen.

Tayfun Korkut:
War bereits ein Kandidat für die Labbadia-Nachfolge. Im Moment gibt es kein einziges Argument, wie und warum Korkut den VfB weiterbringen könnte. Er wäre aufgrund seines Werdegangs sicher kein starker Trainer. Wenn er der neue VfB-Trainer würde, wäre das für mich genauso skandalös wie damals der Versuch von Fredi Bobic, seinen Kumpel Krassimir Balakov als Trainer zu installieren. Korkut wäre ein klares Signal dafür, dass es Dutt nur um Machterhalt und eigene Interessen ginge.

Lucien Favre:
Na klar, alle lieben Lucien. Er muss es doch nur so machen wie damals in Gladbach: Mit stabiler Defensive den Klassenerhalt sichern und dann richtig loslegen. Nur: Wer ist unser Reus? Und überhaupt: Warum sollte Favre den VfB übernehmen wollen? Nach seiner erfolgreichen Zeit in M’gladbach hat er wahrscheinlich auch bessere Angebote auf dem Schreibtisch.


Friedhelm Funkel:
Der bärtige Funkel Friedhelm ist das Gegenteil eines sexy Konzepttrainers. Aber nach Trainerstationen in Uerdingen, Duisburg, Rostock, Köln, Frankfurt, Berlin, Bochum, Aachen und München weiß er wie kein anderer, wie der Hase läuft und könnte den VfB mit solider Defensiv-Arbeit souverän auf Platz 15 führen. Wenn es gut läuft, sogar auf Platz 14! Friedhelm wäre der neue Huub.

Markus Gisdol:
Die naheliegende Lösung – nicht nur räumlich, sondern auch konzeptionell. Okay, Gisdol hat zwar dafür gesorgt, dass man Firminho für knapp 50 Mio. nach Liverpool verkaufen konnte, aber sonst? Hat er aus einem guten und vor allem teuren Kader wenig gemacht. Auch die Hoffenheimer zeigen mittlerweile ein Stuttgarter Phänomen: Gute Spieler werden schlechter, sobald sie nach Sinsheim wechseln. Und damit ist nicht Kevin Kuranyi gemeint.

Thomas Schaaf:
Ein Meistertrainer auf der Bank macht sich immer gut. Nur leider liegen Schaafs Erfolge schon etwas länger zurück und sein Engagement in Frankfurt war zwar sportlich erfolgreich (Platz 9), aber atmosphärisch ein Desaster. Schaaf fühlte sich unverstanden und nicht ausreichend wertgeschätzt. Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?

Markus Kauczinski:
Wer Horst Steffen sagt, muss auch Markus Kauczinski sagen. Der hat sein Aus beim KSC zum Saisonende bereits angekündigt. Selbstbestimmter Rücktritt scheint ja ohnehin das neue große Ding zu sein. 11 Freunde beschreibt Kauczinski so: „Geile Frise, geiler Style, geiler Typ.“ Ein bisschen mehr Geilheit würde dem VfB gut zu Gesicht stehen.

 

 

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3 Kommentare

  1. Und es wird: F. Magath.
    Würde es den Spielern wünschen. Kann mir gut vorstellen wie sie am Sonntag Abend nach der 5:0 Niederlage einen Marathon durch Cannstatt laufen müssen im Schneeregen und Medizinball im Rucksack.

  2. So schlimm ist es noch nicht. Wenn der VfB zum 25. Spieltag immer noch ganz unten ist, dann kommt Magath. Als Präsident, Sportdirektor und Trainer in Personalunion!

  3. Pingback: VfB-Lektüre am Mittwoch, 25. November 2015 | Rund um den Brustring

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