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Gemischte Gefühle, die wo man schwer beschreiben kann

Der 1. FC Köln wird immer mit uns verbunden sein. Wie Cottbus und Manchester United. Immer wenn ich Köln höre, erinnere ich mich an den Nachmittag des 14. Mai, als das gesamte Stadion beschlossen hatte, gemeinsam das entscheidende Tor zum Klassenerhalt zu schießen. Danke Wataru, für den Kopfball und die Tränen, ich träume heute noch davon.

Vom Feeling her hatte ich gleich ein gutes Gefühl beim Spiel in Köln. Der VfB, Klasse eingestellt von Pellegrino Matarazzo, sofort im Spiel, will eventuelle Kraftverluste und Müdigkeit der Kölner vom Spiel unter der Woche in der Conference League ausnutzen, will überhaupt keine Euphorie aufkommen lassen bei den Domstädtern. Das gelingt hervorragend, aber es entwickelt sich dann fast dasselbe Spiel wie am 34. Spieltag der letzten Saison. VfB gegen Marvin Schwäbe. Scheiterten zuletzt Endo, Tiago Tomas, Dinos Mavropanos und Sasa Kalajdzic, ist es jetzt Silas. Silas gegen Schwäbe, mit dem besseren Ende für den Kölner Keeper. Zwei Mal läuft der Stuttgarter Stürmer alleine auf den Schlussmann zu, zwei Mal scheitert er an Schwäbe. Zwei hundertprozentige Torchancen, nach tollen Vertikalpässen und schnellem, schnörkellosen Umschaltspiel, an dem meist der sehr gute Chris Führich beteiligt ist. Auf 10:2 Torschüsse blickt Matarazzo in den ersten 45 Minuten, aber die Null steht. No Kalajdzic, no goals, könnte man denken. Der Österreicher hatte bisher 100 Prozent der Tore in dieser Saison vorbereitet, sich aber nicht bei 100 Prozent gefühlt und darum gebeten, nicht nominiert zu werden. Eine 100 Prozent beschissene Aktion, zumal Sven Mislintat nach dem Spiel sagte, dass das Angebot von Wolverhampton noch weit von den Vorstellungen des VfB entfernt sei. Und was der VfB will, wissen Kalajdzic und seine Berater „und zwar seit drei Monaten“, so Mislintat genervt.

Auch nach der Halbzeit macht der VfB engagiert weiter. Ein Weltklasse-Pass von Naouirou Ahamada ist einen Ticken zu ungenau, so dass Schwäbe erneut mit dem Fuß gegen Silas retten kann. Aber was kann sich der VfB für eine gute Expected Goal-Rate kaufen? Vor allem, nachdem Luca Pfeiffer ein selten dämliches Foul begeht. Er hat die Physis, aber noch kein Bundesliganiveau, er wirkt wie ein Fremdkörper, wie der wechselwillige Borna Sosa übrigens auch. Übermotiviert geht Pfeiffer in einen Zweikampf mit Timo Hübbers, bekommt eine völlig berechtigte rote Karte und das dominante und souveräne Spiel des VfB ist zu Ende. Die letzten 30 Minuten erinnern ein wenig an das Spiel gegen Leipzig, nur Köln besitzt deutlich weniger Qualitäten. Der VfB muss leiden, aber Köln hat so gut wie keine Ideen und erspielt sich überhaupt keine Torchancen. Bis auf eine.

Es wird immer gefordert, dass Florian Müller dem VfB Punkte retten soll. Gegen Leipzig gelang ihm das, gegen Köln erneut. Und wie: In der 96. Minute fischt er einen Fernschuss von Jan Thielmann aus dem Eck. Einen Schuss, den er spät sieht, weil er sich um Hiroki Ito dreht. Erinnerte mich an eine Parade von Gregor Kobel.

Mixed feelings nach dem Spiel:
Wenn man bedenkt, dass der VfB eine halbe Stunde in Unterzahl gespielt hat und das sehr clever gemacht hat, ist der Punkt gut. Berücksichtigt man, dass dies ein absolut schlagbarer und einfallsloser Gegner war, gegen den man dreifach punkten sollte, um eine ruhige Saison zu spielen, ist der Punkt zu wenig.

The trend is not our friend
Saisonübergreifend nur ein Sieg aus den letzten elf Bundesliga-Spielen. Damit wird es schwer mit dem Klassenerhalt, denn nicht nur gegen Köln hat der VfB Punkte leichtfertig verspielt. Der VfB sollte und muss sich für seinen Aufwand und seine Spielanlage belohnen. Besonders gegen eine weitgehend harmlose Mannschaft, die unter der Woche Kräfte ließ. Köln fehlte die Intensität, spielte quasi ohne Mittelstürmer, weil aber auch die Stuttgarter Innenverteidigung alles sauber wegverteidigte. Nur: Das Muster, die vermeintlich bessere Mannschaft zu sein und nicht zu siegen, sollte sich nicht weiter wiederholen.

The trend is our friend
In dieser Saison noch kein einziges schlechtes Spiel des VfB. Einzig die Chancenverwertung – und hier ist in erster Linie Silas zu nennen – passt nicht. Der VfB ist deutlich griffiger und giftiger, disziplinierter und dynamischer, wirkt mit 10 Mann besser als über weite Teile der letzten Saison mit 11 Spielern. Der VfB muss jetzt aufpassen, dass er nicht wieder nur gute Gründe findet für fehlende Punkte, er muss sie so langsam auch holen. Mit Schalke 04 nächste Woche kommt ein Gegner ins Neckarstadion gegen den drei Punkte Pflicht sind, zumal danach Bayern, Frankfurt und Wolfsburg warten.

Zum Weiterlesen:
Wie es dem VfB gelang, einen Punkt zu gewinnen und gleichzeitig zwei zu verlieren – unser VertikalGIF

Stuttgart.International stimmt nachdenklich, “dass außer Silas und Abwehrspieler Mavropanos kein anderer Akteur im Brustring nennenswerte Torgefahr ausstrahlt.”

Bild: Christof Koepsel/Getty Images

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18 Kommentare

  1. Bacardihardy sagt

    Ja so ist die Situation beim VfB nach dem Saisonstart. Eigentlich super gespielt, wenn Silas ein Tor schiesst, wärs ein verdienter Sieg gewesen. Flo Müller muss man auch loben, ebenso Führich.
    Überzeugt hat der VfB. Leider nützt das in der Bundesliga wenig. Der Druck Punkte zu holen wird von Spiel zu Spiel auch immer grösser, du schreibst ja auch von der Pflicht gegen Schalke. Echt schade, dass es gegen Bremen und Köln nicht geklappt hat mit dem Dreier. Geduld ist gefragt, da bin ich aber nicht so gut drin.

  2. Joachim Leuze sagt

    Man kann ja nach jedem Spiel den Teufel an die Wand malen. Der VfB hat ein großartiges Spiel in Köln gemacht, einzig allein die Chancenverwertung ist zu bemängeln. Es ist auch zu bemängeln, dass ein Sasa Kalajdzic mit nur einer Maßnahmen seine ganze Sympathie bei den Fans verspielt hat. Was bildet er sich überhaupt ein? Er ist verdammt nochmal ein Spieler des VfB Stuttgart und er hat, sofern er gesund ist, im Dienste des VfB zu sein! Das grenzt ja schon – zumindest arbeitsrechtlich – an Arbeitsverweigerung. Zumal die beiden Vereine (Wolverhampton Wanderer und VfB Stuttgart) mit einer Einigung soweit entfernt ist, wie die Erde zum Mars. Kommt der Vertrag nicht zustande, dann empfehle ich denn Verein VfB Stuttgart, dass er den Spieler Sasa Kalajdzic für ein paar Spiele auf die Tribüne Platz nehmen zu lassen, damit ihm mal klar wird, was der Verein für ihn eine Bedeutung haben sollte. Aber leider wird das auch nicht zutreffen, weil der VfB einen Knipser braucht.
    Auch in Sachen Pfeiffer bleibt zu erwähnen: dass noch kein Meister von Himmel gefallen ist und dass zwischen der zweiten Liga (zuletzt bei Darmstadt) und der ersten Liga ein gewaltiger Unterschied ist. Aber auch ihm sollte man eine Zeit der Akklimatisierung in der ersten Liga zugestehen. An der roten Karte gibt es keine zwei Meinungen, diese war nach Sicht der Bilder unbestritten.
    Der hatte aber selbst in Unterzahl ein gutes Spiel gemacht und somit den Punkt mehr als verdient mit nach Stuttgart genommen. Und eines können wir Fans auch konstatieren: Flo Müller holt/hält Punkte für den VfB fest. Er tastet sich langsam aber sicher an seine Höchstleistung, als er noch für Freiburg zwischen den Pfosten stand, heran.
    Ich möchte das nicht so schwarz sehen, wie der Vertikalpass, denn spielerisch ist der VfB gut unterwegs und ich bin mir sicher, dass sie auch Spiele gewinnen können, allein der Knoten hierfür sollte mal platzen. Gegen Schalke dürfte der erste Dreier eingefahren werden, es bleibt den Jungs zu gönnen.

  3. Konrad sagt

    Das Spiel gegen Köln habe ich vorab für 3 für uns und 1 für Köln getippt. Vielleicht war einerseits der Wunsch Vater des Gedankens, weil ich mir tief in meinem Herzen mal einen klaren Sieg wünsche. Tatsächlich sehne ich mich nach einem Spiel, in dem wir mal den Gegner an die Wand spielen und dann auch klar gewinnen.

    Andererseits: Wie heißt es so schön auf schwäbisch? “Bei uns isch halt immer was…”
    Sasa macht den Lewandowski. Pfeiffer grätscht sich für ein paar Spiele raus. Silas nicht in Bestform…

    Die Sache mit Pfeiffer ist blöd, er tat mir allerdings leid und er tat sich gestern ziemlich schwer. War (aus meiner Sicht) nicht wirklich gut im Spiel. Ich hätte ihn schon in der Halbzeit rausgenommen und Kastanaras gebracht.

    Rino und S.M. waren gestern ganz offensichtlich genervt von Sasa. Natürlich hat er eine
    (verständliche) Angst sich zu verletzen. Allerdings ist er da in England falsch. Was, wenn der Wechsel nicht zustande kommt? Na bravo… von mir gibt´s kein Küss die Hand mehr.

    Natürlich wird das gegen Schalke ein 6 Punkte Spiel und ich würde es mir so sehr wünschen, dass wir mal einen klaren und höheren Sieg einfahren. Aber da darf halt kein Schlendrian Einzug halten und sollte ausnahmsweise mal nix sein. Wer spielt dann eigentlich auf der Sosa Position? Silas finde ich ehrlich gesagt nicht so richtig wirklich dafür geeignet…

    Mal sehn, wie es weitergeht…?

  4. Ich verstehs nicht… Der Müller sah wieder bei 3-4 Flanken und bei jeder Ecke aus ein Fisch auf Land. In anderen Spielen klingelt es dadurch wieder. Nimmt das sonst keiner wahr? Der ist doch kein sicherer Rückhalt nur weil er mal ein Ball hält…..

    • @abiszet sagt

      Hi Lukas, ich verstehe es auch nicht: Müller soll bei jeder Flanke rauskommen? Wie zB bei der Ecke kurz vor der Halbzeit als Dinos auf der Linie rettete? Müller hat in der Strafraumbeherrschung sicher Schwächen, aber bei allen Flanken reflexartig zu fordern, er soll sich die fangen? Halte ich für übertrieben.

      • Clemens sagt

        Da bin ich ehrlich gesagt bei Lukas. Müller hat mit dieser letzten Aktion im Spiel deutliche Schwächen in den 93 Minuten davor kaschiert. Ob es die Passivität hohen Flanken, das zögerliche Herauslaufen oder die ungenauen Abschläge sind, bei mir bleibt immer ein flaues Gefühl im Magen, wenn Müller involviert ist.

        • Micha sagt

          Also ich habe mir beim Spiel gegen Freiburg mal das Aufwärmen angesehen. Der Mueller schafft es, den Ball beim Abschlag aus der Hand punktgenau über 70m genau auf den Torwarttrainer oder den Bredlow zu schlagen, ohne, dass diese sich auch nur einen Schritt bewegen müssten – wiederholt und mehrfach! Also das kann er. Bei den hohen Bällen jedoch… :-/

    • Konny sagt

      Seine Reflexe sind überragend, allerdings sieht man (sehr vorsichtig ausgedrückt) die Unterschiede von einem extrem sehr guten Torwart und Müller. Ich kann es allerdings
      nicht seriös beurteilen, ob man(n) das richtige Gefühl richtig zu stehen einfach hat oder
      ob das trainiert werden kann oder ob das aus der Spielpraxis entsteht. Mir gefallen zum Beispiel die Spieleröffnungen von F. Bredlow besser. Ohne Müller persönlich weh tun zu wollen, bin ich nicht so der große Fan von ihm.

    • Joachim sagt

      Ich habe das Spiel gestern Abend nochmals in aller Ruhe angeschaut. Ich konnte nicht einen einzigen Fehler von Flo Müller feststellen. Wenn man aber eine Aversion gegen Flo Müller hat, so wie einige andere hier auch, dann sieht man Fehler, wo keine sind. Und, um den Wind aus den Segeln zu nehmen: ich war selber Torwart.
      Ich kann auch attestieren, dass der VfB Stuttgart mit Flo Müller einen ausgezeichneten Torwart hat. Ich würde mir wünsche, dass die allwöchentlichen Kritiker um Flo Müller endlich einmal verstummen.

      • Elmar sagt

        Da stimme ich mit ein. War am Sonntag im Stadion in Köln. Stand in der Verlängerung der Flugbahn des Balles, den er in der 94. min sensationell raus gezogen hat. Fast jeder der vor Ort war, hat den bereits drin gesehen, da eigentlich unhaltbar. Es gibt nicht sehr viele in der BL die so einen ziehen. Das ewige Torwart Gebashe auch in diesem Forum, nervt nur noch. Möchte das Geheule hier mal sehen wenn der Ball rein gegangen wäre !

        Zur Personalie Sasa K ist eigentlich alles gesagt, hatte ich ja letzte Woche schon kommentiert und es hat sich 1:1 bestätigt, unwürdiger Abgang.

        Noch kurz zum Spiel: guter Auftritt vom VfB, sehr überlegen, Köln kam die ersten gefühlt 15 min im eigenen Stadion nicht über die Mittellinie. Wir müssen uns jetzt endlich mal belohnen. Nach den Spielen gegen Bremen und Köln muss man einfach sagen dass 2 Punkte zu wenig sind.

        • K.S. sagt

          Eine eigene Meinung über eine Sache zu haben ist KEIN “gebashe”.

          Wenn ich oder andere schreiben, dass das Torwartspiel von Kobel, Ortega oder Flekken besser als das von Müller gefällt, ist das einfach nur eine Meinung und kein “gebashe”. Müller sagt by the way im Interview selbst, dass er noch Defizite sieht, an denen er arbeiten möchte.

          Es muss doch unter erwachsenen Menschen möglich sein, dass jeder die Meinung oder die Gefühle zu einer Sache ausdrücken darf ohne dass ein anderer den moralischen Rotstift zückt. Einer Meinung, die anders als meine ist, begegne ich mit Respekt und lasse sie genau so sein. Das wären eigentlich die Basics von gesunder Kommunikation.

          Wenn 78 000 Leute eine Sache sehen gibt es eben 78 000 Meinungen. Die es zu respektieren gilt, drum sind wir doch hier, um der eigenen Meinung in einem geschützten Raum – Raum zu geben.

  5. drhuey sagt

    Alles was ihr zum Spiel schreibt sehe ich genauso. Im Vorfeld hätte ich mir noch eine Chance für Egloff auf der 8 gewünscht, da Führich bisher enttäuschende Auftritte hatte. Gegen Köln war er aber stark verbessert und hat sich mit Ahamada gut ergänzt, der wiederum aus der Startelf nicht wegzudenken ist. Ich war generell etwas überrascht über das Auftreten zu Beginn der ersten Halbzeit. Da ging es mit klaren Pässen griffig nach vorne und dadurch hat man von Anfang an ein Statement gesetzt. Schade, dass Silas (noch?) keine Killer-Qualitäten hat und die sehr guten Chancen ziemlich kläglich vergibt. Ich hoffe, dass Luca Pfeiffer nicht auf Teroddes Spuren wandelt und nur in Liga zwei funktioniert. Zur Wahrheit bezüglich Florian Müller gehört neben seiner Glanzparade (bitte keine Kobel-Vergleiche; der gute Greg ist mittlerweile in einer anderen Galaxie) aber auch, dass er bei einer Chance für die Kölner wieder auf der Linie kleben bleibt und ohne seinen Mitspieler auf der Linie wir ein Tor kassiert hätten. Sein Torwartspiel auf der Linie war noch nie sein Problem, aber diese Saison muss die Entwicklung hinsichtlich Strafraumbeherrschung mal einsetzen.
    Die Unterzahl-Situation hat die Mannschaft sehr, sehr gut gemeistert. Generell habe ich ein gutes Gefühl, wenn Karazor wieder auf dem Feld ist. Seine Mentalität und sein Einsatz tun dem Spiel nicht nur in den letzten Minuten gut. Ich hätte der Mannschaft nach einem solchen Spile wirklich den Dreier gegönnt.
    Mit der Historie von Sasa beim VfB hätte ich gerade von ihm ein anderes Verhalten erwartet. Obendrein ist es höchst unprofessionell. Man kann nur hoffen, dass der Deal irgendwie zustande kommt mit 20m+, denn das Image des herzensguten und ach so dankbaren Sasas ist hinüber.

  6. Bernd sagt

    Gemischte Gefühle trifft’s ganz gut. Man darf aber auch nicht übersehen, dass wir in den bisherigen Spielen stets gleich oder besser gepunktet haben als gegen die jeweiligen Gegner in der letzten Saison (wenn man mal Bremen als Ersatz für Bielefeld sieht). Auch fußballerisch sieht das viel besser aus, das Auswärtsspiel in Köln war letztes Jahr ja stellenweise schon schwere Kost. Jetzt ein Sieg gegen Schalke, und man ist voll im Soll.

  7. Clemens sagt

    Nach Sasa’s Ego-Trip herrschte gegen Köln quasi Waffengleichheit. Beide Mannschaften agierten ohne ernstzunehmenden Stürmer. Und aus meiner Sicht ist der Österreicher nach dieser Aktion dem eigenen Anhang kaum noch vermittelbar. Ich verstehe seinen Wechselwunsch mit Mitte 20 absolut, die Verdienstmöglichkeiten bei einem englischen “VfL Bochum” sind ungleich besser, als weiterhin beim VfB Stuttgart zu kicken. Und beide Parteien sollten sich gegenseitig dankbar sein. Der VfB wird sein Invest bei einem Transfer mehr oder minder verzehnfachen, Sasa hat für uns zudem ganz wichtige Tore erzielt. Auf der anderen Seite haben wir Sasa eine Bühne geboten, sich für besser situierte Clubs zu präsentieren und haben sehr loyal seine diversen Verletzungen mitgetragen und ihn nicht fallen gelassen. Insofern halte ich das absehbare Ende für unwürdig. Ich hätte von Sasa erwartet, dass er sich unbedingt mit einem wichtigen letzten Treffer aus Stuttgart verabschieden möchte. Tja, falsch gedacht.

    Ansonsten fällt es mir schwer, die Mannschaft für den gestrigen Auftritt zu kritisieren. Über 40 Minuten in Unterzahl, mehr herausgespielte Großchancen (4) und insgesamt eine gute Spielanlage. Aber es bleibt der mangelhafte Ertrag, der uns am Ende wieder zittern lassen wird und die Erkenntnis, dass der VfB seit dem letzten Abstieg nur mäßig erfolgreich mit Verpflichtungen aus der 2. Liga war (Förster, Klement, Führich, Stenzel und Stand heute auch Pfeiffer). Karazor nehme ich mal von dieser Bewertung aus.

    • Bernd sagt

      Stenzel kam aus Freiburg aus Liga 1. Anton hingegen aus Liga 2, und auch Dinos und Marmoush hatten zuletzt zweite Liga gespielt bevor sie zu uns kamen.

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