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Being a Mario

Wir haben es am Mittwoch alle erlebt. Erleben müssen. Mario Gomez, unser Mario, endlich wieder im Kreise der Nationalmannschaft und auf Anhieb sogar in der Startelf. Endlich wieder ein richtiger Stürmer, ein Brecher, eine echte 9, ein Knipser. Und dazu noch einer, der nicht kurz vor oder nach dem fußballerischen Ruhestand steht. Ganz ehrlich: Ich habe mich gefreut.

Ich freute mich immer noch, als  Gomez seine erste große Chance vergab. Kann ja mal passieren nach der langen Wettkampfpause. Doch eine gute halbe Stunde später und zwei vergebene Chancen später war klar: Das wird kein gelungener Abend mehr für den 29-jährigen. Denn die Art und Weise, wie Gomez den vermeintlichen Abstauber kurz vor der Pause mehr Richtung Eckfahne passte als ins Tor schoss zeigte deutlich, dass er gegen Argentinien kein Tor schießen würde. Auch nicht nach Verlängerung und Elfmeterschießen.

Irgendwie läuft es für den Riedlinger seit längerer Zeit nicht rund. Von den Zuschauern verhöhnt, als Torschützenkönig und Champions League-Sieger von den Bayern vom Hof gejagt (okay, das passierte auch anderen Marios), vom Mehmet Scholl verarscht und von Jogi Löw ignoriert. Und dann auch noch lange verletzt. Nichtmal in seinem Heimatkaff mag ihn jeder, seit er sich dort einen Bunker gebaut hat.

Was macht er also falsch? Nichts! Wir wissen: Es liegt nicht an Gomez. Es liegt an Mario. Fußballer mit diesem Vornamen scheinen einfach nicht auf Dauer glücklich werden zu können – egal, was sie anstellen. Nehmen wir nur mal Mario Balotelli, dessen Wahlspruch „Why always me?“ auch prima zu Gomez passen würde. Balotelli will bestimmt nicht mit Darts auf Jugendspieler werfen, er will auch nicht ständig seine Luxuskarossen zu Schrott fahren oder seine Villa abfackeln. Aber er muss. Das ist sein Schicksal als Mario.

Oder Mario Basler! 30 Länderspiele, 2 mickrige Tore und sage und schreibe keine Vorlage stehen in der National-Elf-Statistik des Mannes, der Ecken scheinbar nach Belieben direkt verwandeln konnte. Woran lag es? Zu wenig Kondition und zu viele Zigaretten? Nein, am Vornamen! Da kann man zur Not auch bei Günther Jauch nachfragen. Übrigens: Wer wissen möchten, wie Websites aussehen, die vor 10 Jahren modern waren, sollte unbedingt www.mario-basler.de besuchen!

Die Liste ließe sich hier noch fortsetzen: Mario Eggimann, Mario Fillinger, Mario Gavranovic, Mario Marin oder Mario Wiese.

Für Mario Gomez gibt es deshalb nur einen Weg, um wieder in die Erfolgsspur zu gelangen: Namenswechsel. In solchen Fällen greift man ja gerne zum Mädchennamen der Mutter. Nur bringt es Gomez wenig, wenn er auf einmal Roth heißt. Mario Roth! Deswegen sollte er den Mädchenvornamen seiner Mutter übernehmen und ab sofort als Christel Gomez auflaufen. Unser Vorschlag aus Kultgründen: Rolf-Christel Gomez.

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