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Sieht erstaunlich gut aus

Borna Sosa mit Kapitänsbinde sieht ungewohnt, aber erstaunlich gut aus. Wie auch seine Flanke auf Ali G. und dessen Kopfball zum 1:0. Und dann Bornas Lächeln nach seinem 2:0, pures Gold. Wie Hiroki Ito den Mittelmann in der Innenverteidigung für Waldemar Anton gab, sieht erstaunlich gut aus. Eigentlich für die zweite Mannschaft vorgesehen, spielte er seine Rolle souverän und unaufgeregt und bestätigt seine guten Testspielauftritte. Seine öffnenden Diagonalbälle – wie vor dem 1:0 – machen gleich einen guten Eindruck. Das Strahlen von Teto Klimowicz nach seinem Ballklau vor dem 4:0 sieht gut und befreiend aus, auch wenn er erneut ein fahriges Spiel macht. Das Kopfballtor von Mo Sankoh, neun Minuten nach seiner Einwechslung, sieht erstaunlich gut aus. Man merkt dem 17-Jährigen an: Ihm reicht es nicht bei den Profis dabei zu sein, er will mehr. Auch Copa-Keeper Fabian Bredlow präsentiert sich erstaunlich gut. Keine Wackler und Unsicherheiten wie sonst im Pokal. Im Gegenteil: Er strahlte einen bemerkenswerten Ehrgeiz aus, unbedingt zu Null spielen zu wollen.

Jetzt hat es sicher jeder gemerkt: Der Pokalauftritt des VfB gegen BFC Dynamo sah erstaunlich gut aus. Auch wenn der Viertligist in der Defensive und Offensive wenig konsequent auftrat und dazwischen auch nicht. Aber der VfB hat sich schon deutlich schwerer gegen solche Gegner in der ersten Pokalrunde getan – und da haben ihm nicht zwölf verletzte, infizierte oder nicht spielberechtigte Akteure gefehlt.

Dem Spiel erstaunlich wenig gegeben haben dagegen Philipp Förster und Philipp Klement. Der eine verlässlich mit den falschen Entscheidungen, der andere wie so oft einen Tick zu langsam in seinen Aktionen. Auch Roberto Massimo meist zappelig und mit einer unverkennbaren Sehnsucht in die Mitte zu ziehen, obwohl es deutlich gefährlicher war gegen den BFC, das Spiel breit zu machen – wie bei seiner Flanke zum 2:0.

Letztlich war die erste Runde im Pokal ein Test wie widerstandsfähig der VfB nach den vielen Ausfällen ist und wie ernsthaft er die vermeintlich leichte Aufgabe annimmt. In beiden Fächern bekommt der VfB eine solide 2, das war in den vergangenen Jahren meist ganz anders. Daran sieht man, was die seriöse Führung von Pellegrino Matarazzo („Wir dürfen uns nicht in die Opferrolle begeben wegen der vielen Ausfälle“) und Sven Mislintat („Wir müssen gegen jeden Gegner 100 Prozent geben!“) ausmachen. Nun können wir uns auf den Bundesligaauftakt gegen Fürth freuen. Auch wenn der Aufsteiger gegen Babelsberg in der ersten Pokalrunde ausschied, sind die Franken ein ganz anderes Kaliber als der BFC Dynamo. Dafür wird Matarazzo wahrscheinlich auf seinen neuen Kapitän Wataru Endo setzen können – auch wenn Borna Sosa mit der Binde erstaunlich gut aussah.

Unser VertikalGIF „Ganz großes Tennis“ findet Ihr hier.

Rund um den Brustring bezeichnet die Leistung als „angenehm souverän“ und erkennt „die Lust am Spielen und Toreschießen.“

Foto: Imago

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