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So füllt der VfB seine klammen Kassen!

Spätestens seit 2019 wissen wir: Der VfB hat kein Mittelbeschaffungsproblem, sondern ein Mittelverwendungsproblem.

Oder besser gesagt: hatte. Denn in Zeiten coronabedingt wegbrechender Einnahmen muss auch in der Mercedesstraße jeder Euro zwei Mal umgedreht werden, bevor man ihn ausgibt. Auch Sven Mislintats Transferschatulle ist nur spärlich gefüllt. Fünf lausige Milliönchen stehen nach eigenen Angaben zur Verfügung, um aus dem Zweiten der vergangenen Zweitligasaison einen Erstligisten zu machen, der die Klasse hält. Laut Mislintat besteht dafür nur auf der Torhüterposition Handlungsbedarf. Klar, was soll er auch anderes sagen, wenn er nur das Budget für einen einzigen Transfer hat?

Langer Rede, kurzer Sinn: Der VfB braucht Geld. Es ist also höchste Zeit, kreativ zu werden und mal outside der Box zu thinken. Macht zum Beispiel auch Dortmund und hat für die kommende Saison gleich zwei Trikotsponsoren: einen für die Liga und einen für die Champions League. Aber dieses Modell kommt für den VfB Stuttgart wohl erst 2021/2022 in Frage. Deswegen kommt hier unsere Marketing-Sofort-Inspo zur Optimierung des Cash-flows:

Die Zweitspielgenehmigung
Vor drei Jahren brachte Michael Reschke das Konzept ins Spiel: Spieler der zweiten Mannschaft sollten verliehen werden, aber dennoch für ihren Stammverein spielberechtigt sein. Dieses Konzept muss jedoch viel radikaler umgesetzt werden – und zwar in allen Ligen. Wir nennen das Pilotprojekt “Share a striker”. So könnten sich Werder Bremen und der VfB Stuttgart zum Beispiel Davie Selke teilen und gemeinsam sein Gehalt übernehmen, während er abwechselnd für die Bremer und die Stuttgarter aufläuft. Eine klassische Win-Win-win-Situation. 

Die Namensrechte
Es ist davon auszugehen, dass auch die kommende Saison ohne Zuschauer starten wird. Somit fehlt auch dem VfB ein vermutlich siebenstelliger Betrag in der Kasse – und das bei jedem Heimspiel. Um dies zu kompensieren, braucht es neue Vermarktungsstrategien. Unser Vorschlag: Die Namenrechte jedes der 17 Heimspiele wird an einen zahlungskräftigen Sponsor veräußert. So könnte das Spiel gegen Schalke 04 von Moskau Inkasso präsentiert werden, die Partie gegen Hoffenheim von CureVac, und das Wiedersehen mit Union Berlin von – na klar – Quattrex. 

Der Bus
Es ist noch gar nicht so lange her, dass der VfB Mannschaftsbus der absolute Star des Teams war. Seitdem ist es etwas ruhig um ihn geworden. Und die Namen der Mitglieder stehen auch nicht mehr drauf. Überhaupt: Was macht der Bus überhaupt unter der Woche? Genau, er steht einfach rum. Das kann sich der VfB in der aktuellen Situation überhaupt nicht leisten: Es muss gewertschöpft werden! Unser Vorschlag: Von Montag bis Donnerstag (Ausnahme englische Wochen) wird der Bus an Flixbus vermietet und im normalen Linienbetrieb eingesetzt. Im Idealfall auf der so genannten Transferroute: Stuttgart – Düsseldorf – Stuttgart.

Influencermarketing
Hier sind die Spieler gefragt. Auf Instagram und Co. kommen sie kumuliert auf eine Millionenreichweite. Hier kann jeder Spieler seine individuellen Stärken einbringen: Holger Badstuber wirbt für Achtsamkeitsseminare, Philipp Förster für das neue Barbier-Studio in Stuttgart, Daniel Didavi natürlich für seine Shisha-Bar am Vogelsang und Jens Grahl für die aktuelle Aluhut-Kollektion. Die Möglichkeiten, die Target Audience zu hitten, sind unbegrenzt. 

Trikotwerbung
Leider ist es in Deutschland nicht erlaubt, über Brust und Ärmel hinaus weitere Werbeflächen zu verkaufen. Ausweg: Künstlernamen mit kommerzieller Ausrichtung. Zum Beispiel Silas Würthituka, Marc-Oliver Kumpf Fruchtsäfte, Atakan Kärcher, Orel Warangala, Hamadi Al Gardena, Holger BW-Bankstuber oder Borna Mondamin Fix-Sosa-Binder. Die DFL merkt das bestimmt nicht!

Fans als Investoren
Ein zweiter Investor ist nach wie vor nicht in Sicht. Die Alternative: das so genannte „Croutsourcing“, eine Kombination aus Outsourcing und Crowdfunding! 3 Prozent der VfB Stuttgart 1893 AG-Anteile werden an Fans verkauft, die sich mit einem Mindestanteil von 189,30 Euro beteiligen können. Alle Namen – die Schriftgröße orientiert sich natürlich an der Höhe der Beteiligung – kommen nach dem Vorbild des VfB-Busses auf eine „Fan-Werbebande“  im Neckarstadion. Zudem wird unter allen Besitzern der Fan-Anteile einen Sitz im Aufsichtsrat für 12 Monate verlost!

Ihr seht: Auch, wenn es aktuell ein Mittelherkunftsproblem gibt: Mit ein bisschen Kreativität lassen sich garantiert in Rekordzeit neue Einkommensquellen erschließen. Wir helfen gerne. Stefan Heim, give us a call!

Titelbild: imago

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2 Kommentare

  1. Roland Schlatter sagt

    wäre doch sicherlich möglich bei den Fans eine Anleihe zu nehmen und sobald der Verein wieder Geld hat und die Runde wieder so läuft wie es sich gehört kann das Geld zurück bezahlt werden mit einem kleinem Gewinn

    • @abiszet sagt

      Kann man noch weiter spinnen: Fans geben Geld und bekommen – sollte ein Spieler verpflichtet werden – Mitspracherecht beim Transfer. Das wäre dann das echte schwierige Umfeld für Mislintat, wenn ihm die Leute auch noch in seine tollen Transfers neischwätzen.

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