Alle Artikel mit dem Schlagwort: Arbeitssieg

Wo warst Du als das Santiagoal fiel?

Ja, er kann dumme Grätschen im eigenen Strafraum auspacken und, nein, er kann niemanden auf einem Bierdeckel ausspielen. Aber Santiago Ascacibar hat Herz. Viel Herz. Mehr Herz als eigentlich in seinen 1,68 Meter großen Körper passen können. Das Herz, für seine Mannschaft und für den VfB alles zu geben. Aber Ascacibar ist nicht nur der emotionale Mittelpunkt des VfB. Er läuft Lücken zu, er hilft seinen Mitspielern, ihm gelingen feine Taschenspielertricks bei Ballgewinnen und aufsehenerregende Rettungstaten. Und sein glückliches Gesicht, sein Honigkuchenpferdstrahlen nach seinem ersten Pflichtspieltor für den VfB Stuttgart war definitiv das Highlight des 3:1 gegen Dynamo Dresden. Wo warst Du, als Santi sein erstes Tor für den VfB gemacht hat? — Mietmaul (@Das_Mietmaul) November 3, 2019 Es gab viele Höhepunkte: das Pressing, das schöne und flüssige Spiel des VfB in der Anfangsphase, Gonzalo Castro, der auf seiner ungeliebte Linksverteidiger-Position lieferte, die Kombination vor dem 2:0 mit der chirurgisch präzisen Hereingabe von Orel Mangala. Ein Pfosten- und ein Lattenschuss. Zwei nicht anerkannte Treffer von Santi Ascasibar (ein Doppelpack wäre der Hammer gewesen) und Nicolas …

Drecksspiel! Dreckssieg!

Arbeitssieg. Glück gehabt. Mund abputzen, weitermachen. Die Tabellenführung bekommst du nicht mit einem Schönheitspreis. Ein gutes Pferdle springt nicht höher als nötig. Wer solche Spiele gewinnt, steigt am Ende auf. Floskeln gibts genug für den unansehnlichen Sieg des VfB gegen Fürth. Oder „Typisch zweite Liga“, wie Kollege Christian Prechtl meinte, dem ich kurz nach Spielende über den Weg lief. Der VfB zählt am Ende drei Verletzte und ebenso viele Aluminiumtreffern gegen sich, gewinnt aber dank höherer individueller Klasse und den Treffern von Daniel Didavi und Philipp Förster. Spiel erzählt. Danke, tschau. Doch den vierten Heimsieg der Saison nur auf nackte Zahlen (zum Beispiel nur 50 Prozent Ballbesitz) zu reduzieren, wäre fahrlässig. Das Spiel gegen Fürth war nämlich das schlechteste in der Ära Walter. Aber woran lags? Zum Beispiel daran, dass sich der bisherige Spielaufbaukönig Pascal Stenzel unerklärlich viele Abspielfehler leistete. Daran, dass Marc-Oliver Kempf öfter unsicher wirkte, mehrfach überspielt und überlaufen wurde. Auch Orel Mangala – in der Vorwoche noch sehr überzeugend – fehlten Präsenz, Sicherheit und Dominanz. Daniel Didavi, eigentlich ein Supertechniker, schien mit …