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VertikalGIF #DSCVfB: Comeback als Aufbaugegner

Vor dem “20-Punkte-Spiel” in Bielefeld standen alle Vorzeichen auf Auswärtssieg. Spätestens als bekannt wurde, dass Arminias bester Torschütze Okugawa (8 von 22 Treffern) nicht von Beginn an würde spielen können. Und wie reagiert der typische VfB-Fan traditionell, wenn eigentlich alles auf einen Stuttgarter Sieg hindeutet?

 

Für die Bielefeld Fans hingegen war das Spiel ein ganz besonderer Moment: Erstmals seit dem Aufstieg(!) war das Stadion ausverkauft und die organisierten Fanszenen beider Teams machten aus der Alm ein Blau-schwarz-weiß-rotes Fahnenmeer.

 

Überhaupt muss man ja sagen, dass uns die Bielefelder seit dem gemeinsamen Aufstieg irgendwie ans Herz gewachsen sind. Irgendwie passt es zwischen Schwaben und Ostwestfalen. Während hier gerne gebruddelt wird, gibt es dort nur eine Antwort auf die Frage “Wie geht’s Dir?”. Es ist: “Muss ja.”

 

Aber zurück zum Spiel: Auch der VfB musste auf einen wichtigen Spieler verzichten: Borna Sosa fehlte mit zwickenden Adduktoren und wurde von Hiroki Ito ersetzt, der gerade rechtzeitig aus seiner coronabedingten Pause zurückkehrte. Nächste Woche ist dann übrigens Waldemar Anton gelbgesperrt. Bis dahin muss wiederum Sosa wieder fit sein.

 

Vom Anpfiff an zeigte sich, dass der VfB die Bielefelder offenbar erstmal machen lassen wollte. Die Arminia hatte den Ball, Stuttgart wollte über Tomás, Marmoush und Führich kontern. Und letzterer hatte nach zwei Minuten schon die Führung auf dem Fuß, verfehlte aber deutlich. Bielefeld hingegen kam immer wieder dem Stuttgarter Tor nahe, jedoch nie zu klaren Chancen.

 

In der 25. Minute gab es dann eine Ecke für den VfB, die Wimmer vor Karazor klärte. Und wie tat er das?

 

Ein klarer Fall für den VAR. Schiedsrichter Patrick Ittrich schaute sich die Szene an der Seitenlinie an und entschied auf Elfmeter. Doch wer würde schießen? Es war Sasa Kalajdzic, der sich den Ball nahm und verwandelte. Und wie tat er das?

 

Der Führungstreffer gab dem VfB etwas mehr Sicherheit im eigenen Spiel, obwohl die Passgenauigkeit nach wie vor stark zu wünschen ließ. Das galt auch auf die Chancenverwertung. Denn zur Halbzeit hätte es eigentlich 3:0 stehen müssen. Doch weder Chris Führich in der 38. noch Omar Marmoush in der 40. Minute schafften es, ihre hochkarätigen Chancen in Tore zu verwandeln.

 

Und so ging es mit nur 1:0 in die Halbzeitpause. Und obwohl die Bielefelder seit mittlerweile 9 Halbzeiten ohne Torerfolg waren, zweifelten die VfB-Fans daran, dass die Matarazzo-Truppe wirklich zu Null spielen würde. Deswegen musste ein zweites Tor her. Das hatte Tiago Tomás nach 54 Minuten auf dem Fuß, doch auch er zielte zu hoch. Das große Problem der Stuttgarter neben der Chancenverwertung blieb die Passgenauigkeit und die zweiten Bälle. Das Stuttgarter Spiel im Mittelfeld sah über weite Strecken so aus:

 

Und die Bielefelder? Die dachten sich offenbar: “Wenn der VfB nicht trifft, dann versuchen wir es doch mal!” Und so kam es wie es kommen musste: Ito und Marmoush konnten eine Flanke auf der linken Defensivseite nicht verhindern, Anton nicht die Verlängerung und Stenzel und Müller nicht das erste Bundesligator von Florian Krüger. Und alle VfB-Fans so:

 

Nach dem Ausgleich dachten die Stuttgarter Spieler vermutlich, sie würden zurückliegen, denn jetzt drehte der VfB richtig auf und hatte weitere Chancen, die aber allesamt vergeben wurden. Trauriges Highlight in der 78. Minute ein Mavropanos-Kopfball, der parallel zur Torlinie an den Pfosten kullerte. Was machte eigentlich Waldemar Anton in der Szene?

 

Der VfB schaffte diesmal keinen Last Minute Knaller, dafür krachte es leider in der Nachspielzeit auf der anderen Seite: Schöpf und Klos rasselten übel zusammen und die Bielefelder Stürmerlegende musste mit einer Gesichtsverletzung vom Platz getragen werden. Das sah übel aus. Gute Besserung, Fabi Klos! Bemerkenswert dabei der Einsatz von Sasa Kalajdzic, der den Rettungskräften die Trage aus den Händen nahm und damit zu seinem Stürmerkollegen sprintete. Böse Stimmen sagen, so schnell sei er davor im ganzen Spiel nicht gewesen. Aber das ist natürlich gemein!

 

Und so endete das ostwestfälisch-schwäbische Duell mit einem Remis. “Immerhin der erste Punkt gegen die Bielefelder seit dem Aufstieg” werden die ganz großen Optimisten sagen; “zwei verschenkte Punkte” alle anderen. Weiter geht’s am kommenden Freitag gegen Dortmund. Unter Flutlich und vor 60.000 Fans. Das wird groß!

Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Das werden noch anstrengende sechs Wochen für die Fans der Mannschaften da unten.

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