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VertikalGIF #M05VfB: Ach du dickes Ei!

Willst du den VfB zu Null spielen sehen, musst du auswärts gehen.
(Altes schwäbisches Sprichwort)

Der VfB ist mittlerweile seit 19 Heimspielen nicht mehr ohne Gegentor geblieben: rekordverdächtig. In der Ferne läuft es besser – wenn man es positiv sehen möchte: Nach den Auftritten in Bochum und Fürth war es in Mainz schon das dritte 0:0 in dieser Saison. Die jüngsten Erfolge des VfB Stuttgart im Abstiegskampf gibt’s hier im VertikalGIF als Oster-Spezial!

 

Zuerst das Wichtigste: Das Wetter war großartig. Nach der Weltuntergangstimmung beim letzten Heimspiel herrschten am Karsamstag in Mainz feinste Frühlingsbedingungen. Und was könnte majestätischer sein als der Anblick dieses Fußballtempels? Gänsehaut pur!

 

Natürlich hat es auch Vorteile, wenn man über staubige Feldwege mehr oder weniger in die “Arena” spazieren kann, aber vielleicht sind Vekehrschaos, entnervende Parkplatzsuche und lange Schlangen am Einlass doch gar nicht so schlimm wie wir letzte Woche dachten. Hauptsache Emotionen!

 

Dass die Mainzer “Arena” innen deutlich mehr Emotionen zeigte als von außen, lag daran, dass sie ziemlich gut gefüllt war und natürlich an dem proppevollen VfB-Gästeblock, der wirklich alles für einen Auswärtssieg tat – Choreo inklusive! Das Motto der Auswärtsfahrt: Südamerika. (Ihr braucht es nicht in die Kommentare schreiben: Ja, wir wissen, dass Mexiko nicht in Südamerika liegt.)

 

Was in der ersten Halbzeit von den Rängen kam, war deutlich besser als die Darbietung auf dem Rasen von beiden Teams. Wenig Kontrolle, viel Gestocher und unzählige Zweikämpfe. Einzig Orel Mangala hatte einen Torabschluss, den man auch so nennen konnte. Weitere Torchancen musste man härter suchen als die Ostereier am Sonntag. Expected Goals zur Halbzeit: 0,02 zu 0,16. Au wEIa!

 

In der zweiten Halbzeit sollte es zumindest ein bisschen aufregender werden. Und das konnte den Stuttgarter Fans recht sein, denn der VfB hatte gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar zwei große Torchancen!

 

Gleich nach Wiederanpfiff spielte der bis dahin recht unsichtbare Chris Führich einen feinen Pass auf den ebenfalls sehr unauffälligen Tiago Tomás, der aber aus spitzem Winkel an Zentner scheiterte. Trotzdem: So einer muss einfach mal rein!

 

Nur fünf Minuten später dann vermutlich die Szene des Spiels: Der Mainzer Keeper kam aus seinem Tor, um einen langen Ball per Kopf zu klären, krachte dabei mit seinem Mitspieler Bell zusammen. Das Tor war leer, der Ball war frei. Bis ihn sich Chris Führich schnappte … und neben das Tor schoss.

 

Das Spiel blieb auch anschließend aufregend und das konnte den VfB-Fans ganz und gar nicht recht sein, denn die Chancen gab es auf Mainzer Seite. Allen voran der Kopfball von Kohr an den Pfosten, den Müller anschließend fangen konnte. Und wie knapp war der Ball nicht mit vollem Umfang im VfB-Tor?

 

In der Folgezeit versuchten es die Mainzer mit Vertikalpässen auf Burkhardt. So auch in der 65. Minuten als Mavropanos den Mainzer Angreifer in höchstem Tempo und vor allem fair von Ball trennte. Dinos Masterclass! Hier die Szene:

 

Kurz vor Schluss gab es eine ähnliche Szene: Wieder waren es Burkhardt und Mavropanos im direkten Duell und diesmal konnte sich der Mainzer zuerst durchsetzen, aber der aufmerksame Ito kam zu Hilfe. Dem Stuttgarter Defensivverbund konnte man diesmal wirklich kaum einen Vorwurf machen.

 

Betrachtete man die kompletten 90 Minuten und auch die Auswärtshistorie des VfB Stuttgart in Mainz könnte man mit dem Punkt eigentlich zufrieden sein. Eigentlich. Denn, was die Stuttgarter in der Offensive boten, war einfach zu wenig. Der Spielaufbau lief ideenlos fast immer über Sosa, der aber nie Kalajdzic fand. Auch Marmoush und Tomas waren komplett abgemeldet. Das war zu harmlos.

 

Vielleicht hätte man trotzdem noch mit dem Punkt leben können, wenn die Hertha sich nicht gedacht hätte: “Ostern ist ein guter Zeitpunkt für eine Wiederauferstehung” und durch einen 1:0 Sieg gegen Augsburg am VfB vorbeizog.

 

Das bedeutet nichts anderes, als dass der VfB und Berlin am kommenden Sonntag um 17:30 vermutlich ein Finale um den Klassenerhalt ausspielen: Alles oder nichts, Do or die, Tod oder Gladiolen, Köln oder Kiel: Der VfB muss das Spiel gewinnen und dafür braucht es alle und alles: Trotz der katastrophalen Terminierung ein Support wie in Mainz, einen genesenen Wataru Endo, einen treffsicheren Sasa Kalajdzic, am besten wieder ein Zu-Null-Spiel und wenn es drauf ankommt die Hilfe der Berliner Doppelagenten Santi und Kempfi. Wir schaffen das!

 

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