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VertikalGIF #SCFVfB: Das große Missverständnis

Spieltag Drei der “Monsterrückrunde” für den VfB. Nach einem mutlosen Auftritt mit Punktgewinn in Fürth und einer verbesserten Performane ohne Punktgewinn gegen Leizig stellte sich die Frage, welches Gesicht der VfB gegen die Breisgauer zeigen würde. Spoiler: kein hübsches.

Doch der Reihe nach: Matarazzo schickte fast die gleiche Elf aufs Feld wie gegen Leipzig, nur Borna Sosa kehrte für Nartey zurück. Sosa, dessen muskuläre Probleme wohl von seinen Weisheitszähnen verursacht werden, war aber leider deutlich anzumerken, dass er nicht bei 100 Prozent ist. Gut, dass die Dinger jetzt rauskommen!

Die Anfangsphase des Spiels war offen gesagt ziemlich langweilig. Kein Wunder, denn schließlich wollte der VfB es unbedingt vermeiden, früh einen Treffer zu kassieren. Freiburg hingegen guckte sich die ganze Sache erstmal in Ruhe an.

Spannend wurde es nach einer halben Stunde: Erst hatte Freiburg zwei gute Chancen und dann folgte der Aufreger des Spiels: Wie schon gegen Leipzig zog Tibidi in den Strafraum, wieder wurde er gefoult und der perfekt postierte Schiedsrichter Stieler zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Ein klassischer Fall von “Elfmeter gezogen”. Den muss man sicherlich nicht geben, aber der Punkt ist: Er wurde gegeben und das war sicherlich keine Fehlentscheidung. Trotzdem ging der Schiedsrichter in die Review-Area und annullierte anschließend seine Entscheidung.

Die mentale Stabilität, um mit so einer krassen Fehlentscheidung umzugehen, scheint nicht nur den Fans aktuell zu fehlen, sondern auch der Mannschaft. Denn unmittelbar nach der Szene führte ein Freiburger Angriff zum 1:0. Nach einem Strickmuster, das man schon zuvor beobachten konnte: Flanke, abgelegter Ball an die Strafraumgerenze, Distanzschuss. Die VfB-Defensive ein ums andere Mal schlecht sortiert und die Spieler zu weit weg von ihren Gegnern.

Man muss nicht viel auf den Expected Goals Wert geben, aber der des VfB Stuttgart nach 45 Minuten war schon bemerkenswert: 0,05! Statistisch gesehen hätte der VfB also 20 Halbzeiten benötigt, um einen Treffer zu erzielen.

Arg viel besser wurde es auch in der zweiten Halbzeit nicht: Den ersten Torschuss gab es in der 58. Minute, die erste gelbe Karte in der 92. Spielt so eine Mannschaft, die im Abstiegskampf steckt? Und während der VfB auch im fünften Spiel in Folge ohne Tor blieb, erzielte Freiburg in der 71. Minute noch das 2:0, weil Ito und Anton sich nicht einigen konnten.

Und so ging der VfB Stuttgart mal wieder sang- und klanglos unter und allmählich darf man sich große Sorgen machen, wie aus den verbleibenden 14 Spielen die nötigen Punkte geholt werden sollen. Aktuell präsentiert sich das Team leider nicht bundesligatauglich, auch wenn der Sportdirektor das vermutlich anders bewertet.

Wie Sven Mislintat den Kader sieht:

Wie die Fans den Kader sehen:

Fans und Spieler werden nicht böse sein, dass jetzt erst mal ein kleine Pause ansteht. Für das Team geht es ins Kurztrainingslager nach Andalusien. Der Wetterbericht für Marbella sieht übrigens deutlich besser aus als der Tabellenplatz des VfB Stuttgart.

Unseren Text zum Spiel findet ihr hier.

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1 Kommentare

  1. Der Groundhopper sagt

    „Wie Sven Mislintat den Kader sieht“ vs. „Wie die Fans den Kader sehen“ – Made my day!!! :-) :-)
    Danke und Hut ab, dass Ihr trotz der x-ten sportlichen Vollkrise immer noch solche Texte produzieren könnt und nie den Humor verliert. Klasse!

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