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VertikalGIF #VfBBSC: Ein echter Hertha-Fall

Es hätte alles so schön sein können: Der verletzungsgebeutelte VfB spielt eine gute Partie und vergrößert mit einem Heimsieg den Abstand auf den Relegationsplatz. Aber hätte, hätte, Fahrradkette.

 

Das Spiel gegen Berlin war ein echter Hertha-Fall. Der Rasen im Neckarstadion: trotz Rasenheizung offenbar knüppelhart, Castro: noch nicht fit, Gonzalez: verletzt, Kempf: erkrankt, Massimo: nicht im Kader, Thommy und Förster: in der Startelf.

 

Um es vorwegzunehmen: Thommy und Förster konnten sich absolut für weitere Startelfeinsätze empfehlen. Der eine, weil er so schnell lief, der andere, weil er so viel lief. Und überhaupt: Ist es nicht eine wahre Freude, einen fitten Erik Thommy mit durchgedrücktem Rücken sprinten zu sehen? Run, Thommy, run!

 

Apropos laufen: Auch für den VfB lief es zu Beginn des Spiels gut. Endo, Thommy und Mavropanos kamen zu okayen Chancen, die Hertha kam zu nichts. Für Aufregung sorgte höchstens Schiedsrichter Harm Osmers mit seiner kreativen Zweikampbeurteilung. Er schaffte es in nur 15 Minuten, die Kontrolle über ein komplett harmloses Spiel zu verlieren – das muss man auch erstmal schaffen.

 

Kommen wir zum einem von zwei Highlights des Spiels: der 45. Minute. Da segelte ein Ball von, na klar, Sportsfreund Sosa Richtung Elfmeterpunkt und Sasa Kalajdzic köpfte zum 1:0 ein. Und was sagen wir zum bornösen Freistoß?

Kleiner Schönheitsfehler: Kalajdzic stand ziemlich offensichtlich im Abseits, weswegen der Schiedsrichter-Assistent prompt die Fahne hob. Doch, nachdem der VAR den VfB im Spiel gegen Leverkusen noch übel verarscht hatte, kam er diesmal zu Hilfe. Okay, es dauerte wieder so lange, dass man sich ernsthaft Sorgen machen musste, einer der Spieler könne erfrieren, aber das war es wert: Der Treffer zählte, 1:0 für den VfB. Kalajdzic mit seinem 9.(!) Saisontor. So langsam entwickeln sich Sosa & Sasa zum besten Duo seit Insua & Terodde.

 

Pal Dardai sagte, er sei in seiner Halbzeitansprache sehr ruhig geblieben. Deswegen muss es vielleicht am Pausentee gelegen haben. Während es in der Stuttgarter Kabine offenbar Kamillentee gab, wurde bei der Hertha anscheinend schwarzer Tee ausgeteilt, vermutlich mit einem ordentlichen Schuss Rum.

 

Denn das Hauptstadt-Team kam mit deutlich höherer Betriebstemperatur auf den Platz, während der VfB offensiv kaum noch stattfand, aber zumindest defensiv sicher stand. Noch. Aber nach knapp 60 Minuten kam dann alles ganz anders.

 

In der 58. Minute wechselte Berlin einen Ex-VfBler für den anderen ein: Santi runter, Sami drauf. Sein 100. Bundesligaspiel. Sein erstes hatte Khedira übrigens am 1. Oktober 2006 bestritten. In Berlin. Geschichten, die nur der Fußball schreibt!

 

Doch zurück zum Spiel. Kaum war Khedira auf dem Platz, wurde es gefährlich. Das lag allerdings nicht am Weltmeister von 2014, sondern an Ata Karazor, der den Ball gegen Cunha verlor, der Kobel mit einem Lupfer überwinden konnte. Der sichere Ausglei …. ANTON! Eine Rettungstat schöner als die meisten Tore. Waldemar Anton, der ohnehin eine blitzsaubere Partie spielte, rettete in letzter Sekunde per Kopf. Hier die Szene:

 

Doch spätestens nach dieser Situation schaffte es der VfB nicht mehr, dauerhaft Ordnung in seine Defensive zu bekommen. Und nach vorne ging auch nicht mehr viel. Sagen wir doch einfach wie es war: Das Team bettelte um den Ausgleich.

 

Immerhin dauerte es bis zur 82. Minute bis Berlin lieferte. Natürlich war es Sami Khedira, der die Vorlage gab, Youngster Netz schoss sich selbst an und kam so gleich an zwei VfB-Spielern vorbei und konnte einschieben. Oder wie Sasa Kalajdzic nach dem Spiel sagte: „Kein dummes Tor. Ein Kacktor.“

Unseren Text zum Spiel findet ihr hier.

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