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VertikalGIF #WOBVfB: Dinos > Wölfe

Eine Zweitore-Führung im Heimspiel gegen Berlin hergeschenkt, interne Querelen, Siege der direkten Konkurrenz und ein dann noch ein Gastspiel in Wolfsburg, wo der VfB zuletzt vor 16 Jahren in der Liga gewinnen konnte. Wie groß war der Druck vor dem “Dibico Doppspiel” (Lothar Matthäuse Voice)?

 

Und als ob die Aufgabe nicht schon schwer genug gewesen wäre, gab es vor Anpfiff eine weitere unangenehme Überraschung: Borna Sosa stand wegen Rückenproblemen nicht im Kader. Der kroatische Nationalspieler war bislang in allen 14 Saisonspielen zum Einsatz gekommen und war einige der wenigen Konstanten des VfBs in dieser Saison. Auch Nikolas Nartey und Philipp Klement fehlten, letzterer trotz doppelter Impfung wegen einer Coronainfektion.

 

Aber auch bei den Gastgebern sah es nicht so rosig aus: Nach vier Niederlagen in Folge und dem Aus in der Champions League waren manche schon überzeugt, dass Florian Kohfeldt den VfL Wolfsburg bereits auf Werder-Niveau gebracht hätte. Und was ist mit dem “Neuer-Trainer-Effekt” passiert?

 

Der VfB startete konzentriert und engagiert in die Partie. Was vielleicht auch daran lag, dass es sich so anhörte, als sei die Mehrheit der 5.000 zugelassenen Zuschauern aus Stuttgart angereist: Ein gefühltes Heimspiel. In der 25. Minute wurde es dann wild: Während der VfB nur zu zehnt war, weil Massimo behandelt werden musste, fuhren die Stuttgarter einen schönen Angriff, an dessen Ende sich eine Distanzschuss-Chance für Mavropanos ergab. Und was machte das Geburtstagskind? Na klar: Es schweißte den Ball humorlos in den Winkel! Ein klassischer Dinos, der mit vier Treffern jetzt der beste Torschütze des VfB ist.

 

Für Massimo kam Stenzel, aber am Stuttgarter Spiel änderte sich nichts. Der VfB verteidigte konzentriert und den Wolfsburgern fiel wenig ein. Nein, das stimmt nicht. Ihnen fiel nichts ein! Hier eine Zusammenfassung der Offensivbemühungen der Heimmannschaft:

 

Auch in der zweiten Hälfte ließ der VfB nichts anbrennen. Im Gegenteil: Hinten stand das Team von Matarazzo gut und hatte offensiv sogar noch die eine oder andere Möglichkeit. So auch in der 63. als der Ball über Mangala und Coulibaly bei Förster landete, der eiskalt zum 2:0 einnetzte. Und wie überraschend war das, nachdem Förster in der ersten Halbzeit noch eine Riesenchance hatte liegen lassen?

 

Ehrlichweise machten die Wolfsburger nicht gerade den Eindruck, als könnten sie dem VfB nochmals gefährlich werden. Im Gegenteil: Sie waren nicht nur offensiv harmlos, sondern auch defensiv ungeschickt. Vor allem in der 79. Minute, als sich Maximilian Arnold den Ball selbst an die Hand köpfte und es Elfmeter für den VfB gab. Den trat – ausgerechnet – der von Wolfsburg ausgeliehene Omar Marmoush. Und scheiterte mit seinem sehr lässig getretenen Strafstoß.

 

In den letzten 15 Minuten kam Wolfsburg noch zu einigen Chancen und der VfB Stuttgart hatte Glück, dass Wout Weghorst aktuell im Formtief steckt. So gab es am Ende den ersten Bundesliga-Sieg in Wolfsburg seit 16 Jahren. Außerdem den ersten Auswärtssieg der Saison und das zweite Spiel ohne Gegentor seit dem 0:0 in Bochum. Nicht schlecht!

 

Und wie reagierten die VfB-Fans auf das Interview mit Wolfsburgs Trainer Kohfeldt, der davon sprach, dass sein Team “schlecht gerechnet acht bis zehn Großchancen” hatte?

 

Jetzt stehen noch zwei Spiele im Jahr 2021 an: Dienstag gegen die Bayern und am vierten Advent in Köln. Vielleicht gibt es ja noch eine weitere Überraschung!

Unseren Text zum Spiel findet ihr hier.

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