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Der VfB steht sich selbst im Weg

Jeder Verein besitzt seine DNA: Der FC Bayern München hat dieses großkotzige “Uns kann keiner was”, ausgedrückt im Mia-san-mia. Den 1. FC Köln überfällt eine grenzenlose Euphorie, wenn zweimal nacheinander gewonnen wird. Der HSV pflegt seit einiger Zeit seinen Hang zur Selbstzerstörung und die Kollegen aus St. Pauli sind das gute Gewissen im deutschen Profi-Fußball. Und der VfB? Stünde er sich nicht selbst im Weg, wäre er nicht der VfB. #VfB doing VfB things. #FCUVfB — Ute Lochner (@Aleksch1893) 20. November 2016 Kleine Erfolge feiern, Eier schaukeln, zurücklehnen und genießen, mal den anderen für sich laufen lassen, Selbstzufriedenheit bis hin zur Überheblichkeit, das kommt beim VfB immer wieder auf, wenn ein kleines bisschen Erfolg zu erahnen ist. Trainer Hannes Wolf arbeitet dagegen an, in dem er nicht müde wird, die seltsame Passivität anzusprechen. Und in dem er es vorlebt durch aktives Coaching an der Seitenlinie inklusive energischer Zweikämpfe mit dem vierten Offiziellen wie beim Spiel gegen Union Berlin. Hm, das war über 90 Min. zu wenig. Da hat man gegen einen schlagbaren Gegner aus eigener …

Indiépendence day

Das Spiel gegen Berlin ist ein turning game, es beeinflusst den Verlauf der restlichen Saison und das haben viele gefühlt im Vorfeld: Gehts weiter aufwärts oder fängt das Zittern wieder an? Selbstzweifel nach der Niederlage gegen Dortmund? Im Gegenteil: Clever und smart wird die Hertha niedergerungen, die im besten Darmstadt-Style angetreten ist. Jetzt ist die Frage: Macht es sich die Mannschaft gemütlich im Mittelfeld der Liga? Ungemütlich ist der Rasen, mit seinen vielen Löchern. Seifig ist er, aufgeweicht vom vielen Regen. Das kümmert Filip Kostic wenig. Er überholt einmal mehr nicht nur seine Gegenspieler, sondern auch seinen eigenen Schatten und kann den tristen Kartoffelacker verwandeln in ein strahlendes Blumenbeet wie im Höhenpark Killesberg. Kreativ, bunt, einladend. Dass keine Gemütlichkeit aufkommt, dafür sorgen auch Serey Dié und Georg Niedermeier. Warum lieben eigentlich alle den Schorsch? Weil er auch nicht besser kicken kann als wir. Leo Messi ist Beyoncé, er ist unerreichbar, während Schorsch eher Andrea Berg ist. Volkstümlich, einer aus unserer Mitte, der es irgendwie geschafft hat. Niedermeier wirft sich leidenschaftlich in Zweikämpfe mit Vedad Ibisevic, während …