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VfB Stuttgart Fußballfibel: das Vertikalbuch

Fußballfans sind unverbesserliche Romantiker und sie schwelgen gerne in Erinnerungen.Schließlich war früher alles besser. Für den VfB Stuttgart trifft das auch zu: Ausser dem Gewinn des UI Cups und des 3-Ligen-Cups schmücken drei Pokalsiege und fünf Meistertitel den Briefkopf des Clubs aus Cannstatt. Gut, der letzte Titel liegt über zehn Jahre zurück, aber die Erinnerungen daran sind noch so frisch wie die Weißwürste der Metzgerei Schneider im Stuttgarter Westen. Andreas Zweigle lässt diesen 19. Mai 2007, als eine junge Euphorie- Mannschaft auf der Welle des Erfolgs zum Sieg ritt, genüsslich Revue passieren. Dabei hat er auch die Vorgeschichte im Blick, während Sebastian Rose kommentiert, wie es seitdem weiter ging. Es entsteht ein spannender Dialog, in dem Rose nicht selten Zweigle berichtigt.

Es ist also keine klassische Chronik, eher eine Chronik des 19. Mai 2007 von 9 Uhr morgen bis 4 Uhr nachts, es ist ein großer Liveticker. Auch wenn der Frauenarzt von Bischofsbrück auftaucht und die Autoren im Verlauf des Buches auf Elfriede Schneider von der Metzgerei Schneider treffen, auf den Mode-Unternehmer Winni Klenk, auf den schwäbischen Sänger Wolle Kriwanek, auf Pferde, Hunde und Hirsche, so steht natürlich der VfB im Mittelpunkt. Immer verbunden mit ganz persönlichen Eindrücken, zu denen eine gescheiterte Jugendkarriere beim VfB zählt. Zu diesem Fan-Buch gehört auch, dass sich einer der Autoren selbst einwechselt, um den Sieg gegen Energie Cottbus über die Zeit zu retten.

Ausgangspunkt und Endpunkt sind das letzte Spiel der Saison 2006/2007. Die VfB Stuttgart Fußballfibel betrachtet Trainer, Spieler und Spiele aus allen Epochen, hat ein paar populäre Spieler wie Klinsmann und Buchwald eher nachlässig behandelt, dafür ein paar unsung heroes wie Markus Elmer, Dragan Holcer und Georg Volkert etwas ausführlicher betrachtet. Es gibt in diesem Buch einen Spieler, der eine Dose Bohnen aufschießen kann und es gibt einen anderen Spieler, der eine Dose Bohnen aufdenken kann. Es werden Denkmäler gebaut für den großen Stuttgarter Sportjournalisten Hans Blickensdörfer und für alle langhaarigen Spieler, die beim VfB aufgelaufen sind. Und es wird der heutige VfB-Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger gefeiert, der eigentlich am Anfang der Saison den VfB verlassen wollte und dessen Stammplatz im Mittelfeld der Meistermannschaft im Grunde auf zwei Tore gegen San Marino zurückzuführen ist.

Mittlerweile haben auch die ersten geschätzten Kollegen das Buch gelesen. Was Bernd aus der Liga der Propheten davon hält, lest ihr hier. Und auch auch Lennart von Rund um den Brustring hat bereits eine Rezension geschrieben. Christoph hat ebenfalls eine tolle Rezension geschrieben. Vielen Dank euch allen! Sogar ein Interview mit uns zum Buch ist hier erschienen.

VfB Stuttgart Fußballfibel
Erschienen im Verlag Culturcon (Berlin),
140 Seiten, 12,99 Euro

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2 Kommentare

  1. wrdlbrmft sagt

    Ich habe es mir zu Weihnachten gewünscht.
    Hinweisen möchte ich noch auf folgendes: Ich kenne den Chef vom Abseits und der hat den Nachnamen Klenk. Der Klink ist auf der Wielandshöhe und macht irgendetwas mit Lebensmitteln …

    • @abiszet sagt

      Völlig richtig, natürlich Klenk (ist auch im Buch richtig geschrieben), ist korrigiert. Womöglich waren wir hungrig und uns ist der Klink reingerutscht ;-) Dann viel Spaß beim Lesen an den Weihnachtsfeiertagen (wenn Dein Wunsch in Erfüllung geht)

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