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Wie dämlich kann man sein?

Wenn man VfB heisst: sehr dämlich. Wehen Wiesbaden, Holstein Kiel, VfL Osnabrück – drei Niederlagen nach dem gleichen Muster.
VfB, Verein für …
… Überheblichkeit
… Chancenwucher
… fehlende Entwicklung?

Der VfB verliert gegen die Osnabrücker, die zuletzt am 1. September einen Dreier einfuhren. Die erste Halbzeit eine absolute Unverschämtheit, 71 Prozent Ballbesitz, logisch, aber auch kürzeste Pässe landen beim Gegenspieler oder im Aus. Kein Tempo, keine Spielidee, es wirkt so, als ob der VfB überrascht sei, dass er früh angelaufen wird und sich kernigen Zweikämpfen stellen muss. Es wirkt so, als ob der VfB erwartete, dass ihm etwas geschenkt wird in Osnabrück, die renitenten Niedersachsen sich aber nicht an die Absprache halten. Natürlich hat der VfB einen Kader, der 50x teurer ist als der des Aufsteigers. Aber der VfB gewinnt auch dort nur, wenn ab der ersten Minute „online“ ist, wie Nico Willig sagen würde. Es reicht auch gegen einen limitierten Zweitliga-Gegner wie Osnabrück nicht, in den letzten 20 Minuten Gas zu geben. Dass die in diesem Zeitraum erspielt (oder besser: erzwungenen) Torchancen nicht zum Erfolg führen, erinnert stark an Wiesbaden und Kiel.

Es stimmt schon seit einiger Zeit etwas substanziell nicht beim Fußball von Tim Walter. In der Abwehr zu sorg- und körperlos, beinahe desinteressiert. Im Aufbauspiel ohne Tiefe, ohne Tempo, ohne Präzision. Im Sturm nicht konsequent genug. Da reicht es nicht, sich am Ballbesitz und an der Anzahl der Chancen aufzugeilen. Soweit ich weiss, haben beide Zahlen keinen Einfluss auf die Tabelle. Die Entwicklung seit Saisonbeginn bereitet dabei Sorgen, denn es wird nicht besser, sondern tendenziell schlechter. Dies gilt für das Spiel, aber auch für Spieler. Zu wissen, dass man besser ist, reicht nicht, man muss es auch zeigen. Ansonsten kommt es so rüber, als ob ein Prüfling einen Test nur zur Hälfte ausfüllt, obwohl er alle Fragen beantworten kann.

Vier der letzten fünf Ligaspiele gingen verloren. Das ist nicht die Bilanz eines Aufsteigers. Drei der vier Niederlagen wurden gegen Gegner kassiert, die aus den untersten Tabellenregionen der zweiten Liga kommen. Nach nun 15 Pflichtspielen hat sich der Walter-Fußball noch nicht durchgesetzt. Vor allem im letzten Spieldrittel fehlen lange Zeit Anspielstationen, die Spieler wissen offensichtlich nicht, was sie tun sollen. Unter Druck, den Ausgleich erzielen zu müssen, ist aber plötzlich Tempo da, es wird kombiniert, geflankt, geschossen, natürlich auch weil mit Nicolas Gonzalez, Silas, Al Ghaddioui und Mario Gomez die volle offensive Kapelle auf dem Feld steht. Dass kein Tor erzielt wird, nur damit zu erklären, dass der VfB „die Seuche am Fuß“ hat (Sven Mislintat), ist oberflächlich und kein gutes Zeichen. Denn es bedeutet, dass der VfB mit der Spielweise auf dem richtigen Weg ist. Das sollte aber niemand behaupten, der erst nach 65 Minuten den richtigen Zug zum Tor entwickelt, dem der vielzitierte Mut über lange Zeit fehlt, der die komplette erste Halbzeit wie ein Unbeteiligter auf dem Feld steht. Vier Niederlagen in fünf Spielen können kein Pech mehr sein. Vom Schönreden werden die hässlichen Ergebnisse auch nicht hübscher und das Punktekonto nicht fetter.

Unseren Rückblick auf das Spiel in wackligen Bilder findet ihr hier.

Wer sich weniger mit bitteren Niederlagen, sondern mit großen Siegen beschäftigen möchte, dem sei unser „Vertikalbuch“ empfohlen! Darin arbeiten wir uns anhand des 19. Mai 2007 durch die VfB-Geschichte

Die Fußballfibel ist kürzlich erschienen und erzählt die Geschichte des VfB Stuttgart anhand eines einzigen Tages. Alle Infos zum „Vertikalbuch“ findet ihr auch hier.

(Foto Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

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29 Kommentare

  1. Joachim Leuze sagt

    Da muss ich nun einmal entschieden dagegenhalten und widersprechen!
    Der Bericht hier ist schlichtweg unterirdisch! Völlig aus der Luft gegriffen und völlig haltlos, ohne Sachverstand oder Sachkenntnisse. Was ist denn gestern geschehen? Nach vier Minuten geht Osnabrück mit einem abgefälschten Schuss in Führung. So weit, so gut.
    Dann aber igeln sie sich 92 (inklusive Nachspielzeit) hinten ein. Der 16er wurde zum Bollwerk für den VfB. Zudem hatte der gegnerische Torwart einen Sahnetag! Der hält kein zweites Mal so wie gestern. Dann hatte der Schiedsrichter seinen erheblichen Anteil daran, dass die Osnabrücker den Sieg einfahren konnte! Warum? Weil er dem spielerisch besseren Team den Wind aus den Segeln nahm, in dem er jeden „Hinfaller“ eines Osnabrücker zum Pfiff wurde, ob derjenige berührt worden ist oder auch nicht, der Pfiff erfolgte so oder so. Ich hatte das Gefühl, dass wenn sich elf Osnabrücker auf einmal hingelegt hätten, dann hätte er elf mal Freistoß für Osnabrück gepfiffen. Die Frage wäre nur gewesen, wo lege ich den Ball hin?
    Und das Problem ist natürlich die Chancenverwertung. Und da kann doch kein Trainer der Welt etwas machen, wenn man diese kläglich vergibt. Dem VfB fehlt offensichtlich ein Knipser wie einst vor drei Jahren Terodde, dann würde der VfB wohl anders dastehen. Wie man sieht, spielen noch andere Faktoren eine erhebliche Rolle, weshalb der VfB Punkte liegen lässt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die gegnerischen Mannschaften jeweils ihr Spiel des Lebens machen, wenn es gegen die VfB geht.
    Ich finde es eine Farce, wenn man jetzt hingeht und den „Ausnahmezustand“ ausruft. Das Team sowie das Trainerteam ist völlig runderneuert und ich finde es anmaßend hinzugehen, wenn man den VfB für unantastbar und unverlierbar erklärt. Für mich war es klar, dass es zu Rückschlägen kommen wird. Man sollte aber nicht hingehen und den Trainer infrage stellen, das wäre genau der selbe Fehler, wie man es in den „zig“ Jahre zuvor es gemacht hatte. Lieber am Trainer festhalten und gegebenenfalls dann die nächste Saison den Aufstieg anpeilen, sollte es in dieser Saison nicht klappen.

    • @abiszet sagt

      @Joachim
      „Nach vier Minuten geht Osnabrück mit einem abgefälschten Schuss in Führung. So weit, so gut.
      Dann aber igeln sie sich 92 (inklusive Nachspielzeit) hinten ein. Der 16er wurde zum Bollwerk für den VfB. Zudem hatte der gegnerische Torwart einen Sahnetag! Der hält kein zweites Mal so wie gestern.“
      Das wird tendenziell bei jedem Gegner in der unteren Tabellenhälfte so sein. Heisst das, es ist kein Beinbruch gegen diese Teams zu verlieren?

      „Ich finde es eine Farce, wenn man jetzt hingeht und den „Ausnahmezustand“ ausruft. Das Team sowie das Trainerteam ist völlig runderneuert und ich finde es anmaßend hinzugehen, wenn man den VfB für unantastbar und unverlierbar erklärt.“
      Ich weiss nicht, was Du gelesen hast, aber das steht nicht im Text. Es steht vielmehr drin, dass der VfB nur gewinnt, wenn er von der ersten Minute an voll da ist, was gegen Osnabrück nicht der Fall war (und gegen Kiel und Wiebaden ebenfalls nicht). Es heisst nicht anderes, als dass der VfB mit seiner Qualität nicht gegen Kiel, Wiesbaden und Osnabrück 3x identisch verlieren sollte.

      „Man sollte aber nicht hingehen und den Trainer infrage stellen, das wäre genau der selbe Fehler, wie man es in den „zig“ Jahre zuvor es gemacht hatte.“
      Die augenblickliche Situation kritisch zu sehen, bedeutet nicht, den Trainer zu wechseln. Aber das wird oft verwechselt: Wer mit den letzten Spielen unzufrieden ist, fordert in den Augen vieler den Kopf des Trainers. Sorry, aber das ist eine oberflächliche Betrachtung.

      „Lieber am Trainer festhalten und gegebenenfalls dann die nächste Saison den Aufstieg anpeilen“
      Kontinuität um der Kontinuität willen? Das scheint mir keine gute Vorgehensweise zu sein. Was nicht bedeutet, dass ich jetzt einen Trainerwechsel für oppurtun hielte. Es sollte eben nur ein Fortschritt zu sehen sein und sich nicht das Muster der letzten Spieler wiederholen. Ein weiteres Jahr in der zweiten Liga wäre verheerend.

      • Bernd sagt

        Noch verheerender als nicht aufzusteigen wäre es, mit einer nicht bundesligareifen Mannschaft in die erste Liga zu stolpern. Siehe 2016/17 ff. Deswegen wäre ich bei halbgaren Vorschlägen wie einen Terodde 2.0 zu verpflichten, sehr skeptisch.

        Die Probleme, die wir momentan haben, die haben auch nix mit dem walterschen System, fehlenden Außenspielern oder Santi auf der Acht zu tun. Die drei vermeidbaren Niederlagen kamen daher, dass die Mannschaft den Gegner nicht ernstgenommen hat. Deswegen die fehlende Konzentration in der Defensive (leichte Gegentore), die fehlende Konzentration im Aufbauspiel (peinliche Ballverluste) und die fehlende Konzentration im Abschluss (verballerte Chancen). Das hängt schon alles miteinander zusammen.

        Klar ist da jetzt der Trainer gefordert, für eine bessere Einstellung der Mannschaft zu sorgen. Falls man nämlich jetzt auf die Idee kommen sollte, Walter zu feuern, dann hat man vielleicht ein paar Spiele Besserung, bis sich rauskristallisiert hat, wer unter dem neuen Trainer spielt und wer nicht. Dann geht das Programm wieder von vorne los, genau wie die letzten Jahre. Nein, das Problem muss hier und jetzt gelöst werden, selbst wenn uns das den Aufstieg kosten sollte. Grundsätzlich halte ich Walter von seinem Ansatz her nämlich dafür geeignet, zu schaffen, woran unzählige Trainer vor ihm gescheitert sind.

      • „Die augenblickliche Situation kritisch zu sehen, bedeutet nicht, den Trainer zu wechseln. Aber das wird oft verwechselt: Wer mit den letzten Spielen unzufrieden ist, fordert in den Augen vieler den Kopf des Trainers. Sorry, aber das ist eine oberflächliche Betrachtung.“

        Ich sehe (schon wieder) ein vergiftetes Klima und das entsteht nun mal, durch die Unzufriedenheit, die nach außen getragen wird und durch die Pfiffe im Stadion. Blogs, Podcasts, mediale Berichterstattung, Twitter, Facebook & Co. entfalten eine solche Wucht, dass meiner Meinung nach jeder, der hier mit drauf haut und Dinge kritisiert, die eh jeder sieht, seinen Anteil daran hat, dass bei uns permanente Unruhe herrscht, was momentan nicht förderlich ist.

        Wir haben zehn mehr oder minder erfolglose Jahre hinter uns mit „Mannschaften“, die die Bezeichnung nicht verdient hatten. Da wehre ich mich dagegen, dass nach einem radikalen Schnitt innerhalb von 4 1/2 Monaten alles gut sein soll. In den ersten Spielen liefs ja ergebnistechnisch schon überraschend gut, doch, seit Didavi weggebrochen ist, ist der Wurm drin. Das und die katastrophale Chancenverwertung sind für mich die Hauptgründe der Negativserie und nicht, weil ein Spieler auf der falschen Position oder überhaupt spielt. Die Einstellung mancher Spieler ist zwar schon zu hinterfragen, was ich jedoch ebenfalls den Verantwortlichen überlasse. Habe mir aus Gründen echt vorgenommen, die Füße bis auf Weiteres still zu halten und allenfalls zu Ruhe und Geschlossenheit aufzurufen.

        Ich denke, mit den letzten fünf Spielen ist kein VfBler zufrieden, auch die nicht, die einfach die Klappe halten oder Tim Walter den Rücken stärken. Ich vertraue Mislintat (dessen Aussage zu den Fans ich auch nicht überdramatisieren möchte; keiner weiß, was sich die Spieler und evtl. auch er selbst aus dem Fanblock anhören mussten – ich denke, daher und von der noch immer emotionalen Aufgeladenheit rührt es, dass er so angefressen ist) und Thomas Hitzlsperger, die das große Ganze zu betrachten haben, so dass sie es am besten einzuschätzen vermögen, ob eine Entwicklung zu erkennen ist und ob das Team dem Trainer noch folgt. Erst wenn die beiden befinden, dass Walter der Falsche für uns ist, haben sie meinen Segen.
        Bis dahin halte ich mich Kritik an Spielweise und Aufstellungen bewusst zurück und hoffe einfach nur auf Kontinuität.

        Und das nicht zwangsläufig der Kontinuität willen, sondern weil sich hier etwas entwickelt, was meiner Ansicht nach Zeit braucht. Ich sage auch, lieber noch ein zweites Jahr zweite Liga und sich hier stählen, als mit der Brechstange aufzusteigen und darauf zu hoffen, dass in der Bundesliga mal wieder 27 Punkte zum Klassenerhalt reichen könnten. Darauf hab ich weit weniger Bock, als einfach mal den handelnden Personen zu vertrauen und junge Spieler sich entwickeln zu lassen.

    • Helmut sagt

      Ich würde den Trainer zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht entlassen, dennoch muss auch für ihn das Leistungsprinzip gelten. Solche Niederlagen nur damit zu erklären, dass der Gegner sich hinten reinstellt oder der gegnerische TW einen Sahnetag hat, ist natürlich zu billig. Auch damit muss eine Mannschaft mit der Qualität und unseren Ambitionen klar kommen. Es fehlt an der Einstellung und das ist die Baustelle vom Trainer

    • drhuey sagt

      @Joachim
      – Gegnerischer Torhüter hat einen Sahnetag erwischt ? Hiesse für mich er hat drei Unhaltbare herausgefischt. Habe ich keine gesehen.
      – Schiedsrichter ist schuld ? Die Leistung gestern fand ich ok. Karazor hat durch unnötige Ballverluste mehr dem Spielfluss- und Aufbau geschadet als der Schiedsrichter
      – Sie machen halt die Dinger nicht, da kann kein Trainer etwas dafür. Gonzales wird in 100 kalten Wintern kein Knipser mehr. Aber dann muss der Trainer doch den Teil seines Leistungsvermögens abrufen das der Mannschaft am besten hilft. Dies wird aufgrund seiner technischen Mängel nicht einfach, aber an vorderster Front Tore zu erwarten ist falsch.

      UND ich lege mich fest: Sollte dieses uninspirierte Gekicke, weitläufig bekannt als Walter-Fussball, beibehalten werden, wird der VfB nicht aufsteigen. Man kann Walter keinen Vorwurf machen, dass er ein vogelwildes „System“ erfindet und versucht damit aus der Jugendabteilung in den Profisport zu kommen. Leider hat aber die Analyse seiner Spielweise und seiner Variabilität nicht gepasst. Vielmehr haben unsere Funktionsträger, besoffen vom Gedanken ihrerseits dem Neuanfang beim VfB ihren Stempel aufzudrücken,
      den Phrasen geglaubt und den Walter engagiert. Die Tedescos und Kohfeldts müssen auch noch lernen, haben aber das Potential „grosse“ Trainer zu werden. Tim Walter spreche ich dieses Potential ab, denn wichtige Kriterien für Erfolg sind Demut und evolutionäres Anpassen an veränderte Rahmenbedingungen.
      Insofern darf man das alles schon in Frage stellen was der VfB derzeit wieder bietet.

    • MADoxx7 sagt

      Respekt wenigstens einer der es ähnlich sah. Ich denke auch das man dieser jungen Mannschaft Zeit geben muss. Die Chancen sind da nur der Kopf ist noch nicht soweit. Ich hoffe nur das man dem ganzen auch die nötige Zeit einräumt. Das Walter nicht nur stur bei seinem System bleibt haben wir bereits gesehen. So schwer es auch gegen tief stehende Mannschaften ist, erarbeitet sich der VfB dennoch die nötigen Chancen. Wenn die Verwertung dieser Chancen zunimmt wird es auch mit dem Siegen wieder was. Dennoch sollte man zusehen das man in der ersten Hälfte nix zu lässt. Den so bald man in Rückstand gerät ist der Beton des Gegners schon angemacht. Die Gefahr in einen Konter zu laufen steigt dadurch natürlich auch. Am besten wäre es vor dem Gegner in den ersten Minuten ein Tor zu machen um das Spiel mehr zu öffnen. Ich verstehe nicht warum der VfB diesen Druck zu Beginn nicht hinbekommt. Die letzten 20 Minuten sind jedenfalls zu spät sofern man die Chancen am laufenden Band vergibt.

  2. Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber heute trifft es für mich der Kommentar (von Joachim Leuze) besser als der Vertikalpass-Kommentar, welche ich sonst sehr schätze. Sprichst mir so was von aus der Seele, @joachim. Wenn ich aber das Internet verfolge, werden wir leider immer weniger. Ich befürchte Schlimmes. Vielleicht kann ein überzeugender Derbysieg Tim Walter retten.

    • @buzze sagt

      Natürlich hat auch Joachim recht. Aber: frühes Tor, 90 Minuten hinten reinstellen, Keeper mit Sahnetag, schlechter Schiedsrichter: Das war gegen Aue, Fürth, Wiesbaden und Kiel nicht anders. Und es wird auch gegen den KSC und die meisten Gegner, die noch kommen, nicht anders werden. Und wenn der VfB sich da nichts besseres einfallen lässt als bisher, wird man keinen Erfolg haben. Also kann man sich entweder bemitleiden, dass man „die Seuche am Fuß hat“ (btw. wie viele Chancen hatte man in der ersten Halbzeit?) oder man merkt, dass es so nicht funktioniert, und ändert etwas.

  3. Joachim Leuze sagt

    @abiszet,

    Du brauchst meine Zitate oder Absätze nicht zu kopieren und mir oder andere nochmals unter die Nase halten. Es reicht, wenn Du Gegenargumente lieferst. Aber ich lese kein Wort, wie der VfB nun vorgehen sollte! Was wäre jetzt wohl die Alternative? Wenn ich dem Bericht hier nur ansatzweise folgen kann, dann steht der Trainer an dem Pranger. Wenn das die Königs Lösung ist, dann macht man schnurstracks die selben Fehler, wie in den Jahren zuvor.
    Der VfB hat in seinen Spielen zwei erhebliche Problem: das ist das Eine, dass die gegnerischen Teams hinten einigeln und auf Konter lauern. Das zweite exorbitante Problem scheinen die Schiedsrichter zu sein. Die entweder die VfB Spieler nicht schützen oder die gegnerischen Teams dabei unterstützen, wie man wohl den VfB am besten schlagen kann. So habe ich das Spiel am Samstag gesehen!
    Natürlich kann man die Aufstellung bemängeln und auch hier und da kritisieren, aber alles infrage stellen, das geht mir zu weit. Aus „meiner subjektiven“ Sichtweise spielen ein Mangala und ein Ascacibar völlig auf der falschen Positionen. Vielleicht könnte hier und da besser nachjustiert werden, aber auch das liegt nicht in meinem ermessen dieses zu beurteilen, denn ich ich bin beim täglichen Training nicht dabei. Ich würde vielleicht mit schnellen und wendigen Außen spielen wollen. Also Spieler wie Massimo, Coullibaly oder Klimowicz würde ich mal gerne von Anfang an sehen wollen. Aber wie schon erwähnt, ich meine Sichtweise ist „subjektiv“.

    Angenommen man würde sich von Walter trennen und einen neuen Trainer mit neuen Ideen installieren und das würde auch schief gehen? Dann bliebe man auch in der zweiten Liga und man müsste den „Wiederaufstieg“ im neuen Jahr anpeilen. Jetzt wäre guter Rat teuer und ich bin davon überzeugt, dass die handelnden Personen schon wissen, was sie machen. Aber jetzt den Trainer vor die Tür zu setzen, wäre aus meiner Sicht der falsche Weg.

    • @abiszet sagt

      @Joachim
      Ich kopiere die entsprechenden Passagen hinein, weil es dann einfacher ist, direkt darauf einzugehen.

      Sorry, ich muss es reinkopieren, ich antwortete: „Was nicht bedeutet, dass ich jetzt einen Trainerwechsel für oppurtun hielte.“, willst Du das so interpretieren, dass ich einen neuen Trainer fordere? Nun denn, dann macht diskutieren wirklich keinen Sinn. Ich wiederhole: ja, ich kritisiere den Trainer, aber ich sehe in einer Trennung von ihm nicht die Lösung.

      Absolut Deiner Meinung bin ich, dass Santi und Mangala nicht richtig eingesetzt werden. Und ja, ich denke auch, dass schnelle, spielstarke und technisch gute Außenspieler Sinn machen würden.

  4. Frank Schmid sagt

    Abiszet hat mit seiner Analyse vollkommen recht. Sehe ich genauso.
    Erst nach siebzig Minuten das Spiel anzunehmen ist doch echt nicht schön.
    Dass das System Gegner nicht funktioniert haben wir jetzt auch schon 4 mal gesehen. Wie oft versuchen wir es noch. System umstellen. Spieler auf ihre stamm Position stellen und schnelle außen einbauen. Sonst wird es nichts mit Aufstieg

  5. Clemens sagt

    Bei der aktuellen Stimmungslage sollte man Frust und Polemik nach Möglichkeit außen vor lassen und einmal ganz nüchtern betrachten, inwieweit Walter wirklich Teil oder Lösung des Problems ist. Daher zähle ich einmal die Punkte auf, die vom Trainer zu verantworten sind: Taktik, Aufstellung, körperliche Fitness und mit Einschränkung die Einstellung der Spieler. Wieso die Einstellung nur mit Einschränkung? Als Heissmacher Marke Klopp oder Tuchel kann ich sicherlich die letzten 5-10% Motivation aus meinen Spielern herauskitzeln, aber wenn ein Fußball-Profi nicht die grundsätzliche Einstellung des „unbedingt Gewinnens Wollens“ in sich trägt, dann hat man möglicherweise bei der Verpflichtung den ersten entscheidenden Fehler gemacht. Ob sich in diesem Kontext die Spieler bei Walter eine gewisse Überheblichkeit abgeschaut haben, lasse ich mal dahingestellt. Ich könnte das eh nicht beurteilen.

    Bleiben Taktik, Aufstellung und Fitness der Spieler. Aus meiner Sicht machen die Spieler einen körperlich guten Eindruck und die Taktik sorgt immer wieder für eine Vielzahl an Torchancen. Irgendetwas muss Walter mit seinem Trainer Team also richtig gemacht haben. Dass die Spieler die Buden schlussendlich nicht machen, ist aus meiner Sicht eine Frage der Erfahrung und des Alters sowie der Qualität. Ich hatte es schon einmal hier geschrieben, in unserer Stammformation befinden sich regelmäßig 6-7 Spieler im Alter von 20-23. Die Konkurrenz aus Hamburg oder Bielefeld hat von derart jungen Spielern maximal 2-3 gleichzeitig auf dem Platz. die meisten Hamburger befinden sich im „besten“ Fußballer-Alter, nämlich 24-30. Somit fehlt es aus meiner Sicht dem Team des VfB Stuttgart eindeutig an Erfahrung. Aber dieses Risiko ist man ganz bewusst eingegangen, als man den Kader im Sommer zusammenstellte. Nicht ohne Grund ist im bisherigen Saisonverlauf ein Badstuber (30) als Bindeglied in der Abwehr überraschend wichtig geworden, schießt der 29-jährige Al Ghaddioui die meisten und vor allem entscheidenden Tore (gemessen an seinen Einsatzminuten), fehlt ein Didavi (29) elementar seit seiner Verletzung im Mittelfeld als Ideengeber und auch ein Castro (32) ist auf einmal wieder derjenige, der die linke Abwehrseite einigermaßen zusammenhalten kann. Die Rasselbande hintendran besitzt vor dem Tor ganz einfach noch nicht die Abgeklärtheit und Ruhe, die ein Terodde vor 3 Jahren besaß. Dass Mangala, Wamangituka und Gonzalez durchaus Potential besitzen, ist denke ich unbestritten. Und vielleicht wird aus einem Awoudja irgendwann tatsächlich noch mal ein zweiter Rüdiger, aber dieser Weg dürfte ein langer werden. Diesen Jungs muss man einfach Zeit geben, so hart das in Anbetracht der jüngsten Ergebnisse sein mag.

    Es bleibt am Ende also nur noch die Aufstellung. Und da haben wir alle mehr oder minder ähnliche Kritikpunkte, z.B. bzgl. Walter’s Nibelungentreue zu Karazor, der Besetzung der offensiven Außen und vermutlich auch bei den Personalien Ascacibar und / oder Mangala auf der Sechs. Walter betont auf den Pressekonferenzen regelmäßig, nach den Leistungen im Training aufzustellen. Da wir zu den Trainingszeiten i.d.R. nicht zugegen sind, bleibt uns nur zu akzeptieren, dass einzelne Spieler scheinbar gut bei den Trainingseinheiten performen, was dann im anschließenden Pflichtspiel leider von den meisten nicht mit einer guten Leistung bestätigt werden kann. Und mal ehrlich, wann hatten wir mal nichts an der Aufstellung eines Trainers zu kritisieren?

    Abschließend sehe ich bei Walter als Baumeister dieser neuen Mannschaft wenig Versäumnisse bzw. echte Fehler. Man hat ihm einen jungen, talentierten, aber sehr unerfahrenen Kader an die Hand gegeben, der aber bereit ist, seine Vorgaben Spiel-taktisch umzusetzen. Man belohnt sich leider nicht nicht für den Aufwand in den Spielen und muss nun aufpassen, dass die Spieler nicht den Glauben an das große Ganze verlieren. Hier ist dann natürlich auch „der Psychologe“ Walter gefordert. Und wenn ich Mislintat etwas empfehlen würde, dann wären es in der nächsten Transferperiode ein paar weniger junge Talente, dafür mehr erfahrene Spieler wie Klos (31), Voglsammer (27), Leiboldt (25), Kittel (26) oder Schäffler (30). Ich denke nämlich, die gesunde Mischung in der Altersstruktur führt hier am ehesten zum Erfolg.

  6. Tommy Maier sagt

    abiszet hat recht. Der Schiri st schuld, Joachim :-) Bayern hat jedes mal das „Problem“ dass sich der Gegner hinten reinstellt. Der Schiri kann nichts dafür, dass die 4 Stürmer geschätzte 30 Hundertprozentige versieben. Tim Walter gibt sich in jeder PK hocharrogant!

  7. Wer wie ich jedes Spiel über 90 Minuten gesehen hat muß doch zum Schluss kommen, dass die besten Spiele das gegen Hannover, Regensburg und Bielefeld waren. Alles andere war wenig souverän und lag nicht nur an der Chancenauswertung, sondern daran, dass regelmäßig eine HZ verschlafen wird.
    Zudem verändern die Spieler ihr Spiel nicht, wenn Stoßstürmer eingewechselt werden. Die kombinieren sich bis zum 16ner durch und brechen in der Regel den Angriff ab um auf der anderen Seite neu aufzubauen. Kein Pass/Flanke in die Box…
    Walter paßt das System an aber nicht die Einstellung!
    Die meisten Tore erzielen wir durch Flanken oder Eckbälle und sehr selten durch gelungene Kombinationen. Trotzdem spielen wir in der 88. Minute so wie in der 2.. Das verstehe ich nicht.
    Viele Grüße

  8. Merlin sagt

    Wenn die Probleme des VfB Stuttgart einerseits die Schiedsrichter und andererseits das einigeln des gegnerischen Teams vor dem eigenem Tor sein sollen, dann erklärt das nicht die Gegentore sowie die nicht unerhebliche Anzahl an sehr guten Torchancen des Gegners. (OK, Osnabrück hatte nicht viele, aber in den Spielen davor durchaus). Fehlende Weiterentwicklung der Mannschaft ist für mich ein Indikator, dass die Probleme tiefer liegen. Das frühe anlaufen der Gegenspieler wird oft zum Problem, weil sich die Mittelfeldspieler zu wenig ohne Ball bewegen und damit einfache Anspielmöglichkeiten nach vorne fehlen. Grundsätzlich braucht der VfB viel zu lange um in das Spiel zu finden.

  9. Richard K. sagt

    Spielbericht ©

    (rk) Rückblickend auf das Spiel am Samstag fällt es mir schwer, mit was ich mit meinem Bericht beginnen soll. Mit der Aufstellung, welche stets eine Stunde vor dem Spiel der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird? Nein, denn diese konnte von uns Fans genauso erwartet werden. Ich beginne dieses Mal einfach bei den positiven Erkenntnissen des Spiels. Erstens konnten wir uns erneut unglaublich viele und klare Torchancen erarbeiten und zweitens wurde Atakan Karazor vorzeitig vom Trainer ausgewechselt. Der defensive Mittelfeldspieler konnte auch am Samstag nicht einmal im Ansatz seiner Rolle als Taktgeber, als Spielleiter gerecht werden und bewegte sich aufgrund zahlreicher Fouls, welche meiner Ansicht nach auf seine fehlenden Spritzigkeit zurück zu führen sind und dem Gegner immer wieder Tormöglichkeiten über Standards erbrachten, bereits ab Mitte der 1.Hälfte am Rande eines Platzverweis. Ich hatte schon daran gezweifelt, ob ich denn der einzige bin, der dies Woche für Woche Anlass zur Kritik hat, jedoch hat Tim Walter gestern bei einem Interview eingestanden, dass „Ata“, wie er ihn immer nennt, bisher, außer dem Pokalspiel in Hamburg, den Erwartungen noch weit hinterher hinkt. Beim meinem Spielbericht letzte Woche mahnte ich bereits an, dass das Match in Osnabrück letztlich nur mit Klarheit im Spiel, Konzentration und entsprechendem Willen zu gewinnen sei. Mein Bericht, mein Verweis auf die notwendigen Grundtugenden wurde von der Mannschaft offensichtlich ignoriert. Anders ist es nicht zu erklären, dass bereits nach wenigen Minuten Spielzeit ein lang geschlagener Diagonalball zum letztlich entscheidenden Tor des Spiels geführt hat. Der sich eine gefühlte Ewigkeit in der Luft befindliche Ball hätte eigentlich Pascal Stenzel genügend Zeit verschafft, um sich aus der Mitte auf seine Position als rechter Verteidiger zu orientieren, um dort die Flanke ins Zentrum zu unterbinden. Gleichzeitig hätte sich Marc Oliver Kempf zwei Schritte nach vorne, wo der Torschütze völlig ungestört auf die Hereingabe lauerte, bewegen und dadurch den Torschuss abblocken können. Hätte – hätte – Fahrradsattel. Dies hätte aber eben Konzentration und die Grundtugend Willen vorausgesetzt. Nun, wer kann bitte schon erwarten, dass eine Mentalitätsmannschaft wie Osnabrück gleich zu Beginn eines Spiels diese an den Tag legt?! „Aufwachen – aufwachen“! Die erste Halbzeit stand dann ganz unter dem Motto „Lethargie anstatt Leidenschaft“. Der Leistung von Karazor standen an diesem Tag in Sachen unerklärliche Fehlpässe unsere beiden Spieler Stenzel und Förster nichts nach. Da sich Osnabrück tiefstehend befand und uns in vielen, eigentlich in sehr vielen Szenen erneut die erforderlichen Ideen sowie das notwendige Tempo im Lauf- und Passspiel fehlten, plätscherte das Spiel so vor sich hin. Dem sich über 70% befindliche Ballbesitz standen eben auch 65% gewonnener Zweikämpfe von Osnabrück entgegen. Trotz allem kam es zu zwei, drei glasklarsten Möglichkeiten, die jedoch, langsam bin ich es leid dies zu erwähnen, kläglichst vergeben wurde. Einerseits machte sich Philipp Klement eine solche durch eine äußerst schlampige Ballannahme zunichte, während Santiago Ascacibar den Ball aus bester Entfernung unbedrängt übers Tor und Nicolas Gonzales, alleine auf den Torhüter zulaufend, das Spielgerät direkt auf diesen schoss. In beiden Szenen wurde bei unseren Spielern die fehlende Cleverness, Coolness beim Torabschluss offensichtlich. „Verzweiflungsschüsse“ aus der Distanz waren letztlich Ausdruck der eigenen Unzufriedenheit über das bisher gezeigte. Das erste Drittel der zweiten Hälfte begann wie die erste Halbzeit verlief, nämlich mit unglaublich zahlreichen und einfachen Ballverlusten, mit Fehlpässen die sich aneinander reihten und Missverständnisse, die selbst nach dem 11. Spieltag offensichtlich auf fehlenden Abstimmungen zurück zu führen sind. Als sich Trainer Walter dann zu Auswechslungen bekannte, führte die drückende Überlegenheit, welche sich zahlenmäßig mit 75% Ballbesitz darstellte, mit zunehmender Spieldauer zu weiteren, noch mehr hochkarätigen Torchancen. Leider konnte, wie all die Wochen zuvor, keine davon, auch dann noch nicht, als Tim Walter „all in“ ging und 4 Stürmer auf dem Feld aufbot, verwertet werden. Der Ausgleich wäre spätestens zu diesem Zeitpunkt längst hochverdient gewesen. Dass sich in dieser Phase Konterchancen für die Heimmannschaft bot, lässt sich damit erklären, dass sich nun auch, richtigerweise, unsere Innenverteidigung immer stärker ins Angriffsspiel einschaltete. Es ist wirklich bitter ansehen zu müssen, wie sich die Mannschaft, unser VfB immer wieder mit individuellen Fehlern sowie dem Vergeben von unzählig vielen Torchancen selbst um den Lohn, nämlich um Punkte bringt. Vielleicht ist es am Ende des Tages aber auch ein Stück fehlende Qualität, die in solchen Szenen augenscheinlich zu Tage tritt. Da es sich bei der Mannschaft mit dem Brustring um meine „große sportliche Liebe“ handelt, tut es mir sehr leid, dass ich so hart mit ihr ins Gericht gehen muss. Aber Freunde, wir dürfen vor dem, was auf dem Platz abläuft, nicht die Augen verschließen. 4 der letzten 5 Ligaspiele zu verlieren, ist nicht ausschließlich Resultat fehlenden Spielglücks. Ja richtig, dieses ist, entgegen der ersten Saisonspiele, derzeit nicht auf unserer Seite. Dieses kann und darf nicht einzig und alleine der Schlüssel zum Erfolg sein. Wir müssen als Aufstiegsaspirant, welcher wir nach wie vor sind, schon selber einen gehörigen Teil dazu beitragen, um wieder „auf die Spur“ zu kommen. Ich bin aber nach wie vor davon überzeugt, dass wir es schaffen und „den Hebel“ wieder umdrehen werden. Die kommende Länderspielpause wird uns sicherlich behilflich sein, die für alle aktuell vorhandene Enttäuschung abzuhaken, sich zu sammeln und sich mit gehöriger Leidenschaft und Vorfreude auf das anstehende Derby gegen „Blau-weiß“ einzustimmen. #vfbderbysieger2017

  10. Sebastian sagt

    Ich verstehe die Aufregung hier nicht ganz. @abiszet hat das Spiel und die derzeitige Situation doch sehr treffend analysiert. Dazu ein hervorragender Kommentar von Clemens, dem ich hier nur zu 100 % zustimmen kann.
    War ich selber unmittelbar nach Abpfiff noch dermaßen sauer, dass ich mir davon „FAST“ mein Wochenende versauen ließ, betrachte ich das ganze am heutigen Tage doch wieder etwas nüchterner. Uns fehlen vielleicht 1 oder 2 Spieler im OM die zwischen 24 und 30 Jahren alt sind und viel Erfahrung im Profifussball haben. Aus der Ergebniskrise momentan werden die Jungen aber mit Sicherheit gestärkt herausgehen, sofern jetzt von „AUßEN“ nicht zu viel negative Stimmung in den Verein getragen wird. Ich verstehe alle. Was haben wir nicht alles erleben müssen in den letzten Jahren. Wenn wir aber jetzt nicht daran glauben, wird sich genau niemals irgendetwas ändern! Wir wollten den Umbruch, wir hatten den Umbruch und jetzt verdammt nochmal stehen wir auch zu diesem Umbruch!!!!!!!

  11. Steffen sagt

    Gonzales – 2 Saisons, 7 Tore, 75 vergebene Großchancen, ein absurdes Abseits, ohne das der VfB noch in der 1. Liga wäre. Gomez – ein Schatten seiner selbst, Klement (der Königstransfer) mit einem guten Spiel (Bochum), ansonsten unterirdisch, Aidonis und Awoudja gestern gegen die Kichers in der 5.Liga mit 3 (!) Gegentoren, Karazor ohne Worte.
    Kein Wunder dass Mislintat die von ihm zusammengestellte Mannschaft lobt, was soll er auch sonst tun? Er kann offensichtlich CL, aber nicht 2. deutsche Liga. Walter mE Zorniger reloaded (mit gleichem Ausgang?)!
    Was macht eigentlich unser VV?
    Die größte Gefahr ist, dass man denkt es geht nicht schlimmer („bleiben wir halt noch 1 Jahr in Liga 2“) – das haben der KSC und Kaiserslautern auch mal gedacht …..

    • Clemens sagt

      Berechtigte Einwände und Kritik an den getätigten Spielerverpflichtungen (wobei Mislintat einen Gonzalez nicht zu verantworten hat). Von Klement sind wir vermutlich alle enttäuscht, allerdings darf man auch nicht vergessen, dass das Spiel von Paderborn perfekt auf ihn zugeschnitten war. Aktuell muss er häufig über die Außen kommen und spielt nicht mehr wie letztes Jahr auf der 8. Ich denke, dieser Spieler braucht das Spielgeschehen vor sich, damit seine Pässe in die tiefe sowie seine guten Distanzschüsse zum tragen kommen. Das wäre von Walter so leicht anzupassen, wenn er Ascacibar auf die 6 stellt und Mangala und Klement auf die 8. Wie bereits geschrieben, die Aufstellung – mein einziger Kritikpunkt an Walter.

    • Bernd sagt

      „Die größte Gefahr ist, dass man denkt es geht nicht schlimmer („bleiben wir halt noch 1 Jahr in Liga 2“) – das haben der KSC und Kaiserslautern auch mal gedacht …..“
      … genauso 1860, auf internationaler Ebene Leeds und Nottingham, usw…

      Ich kann es nicht verstehen, wie hier manche diese Krise – und das sind 4 Niederlagen aus 5 Ligaspielen nun mal, wenn man aufsteigen will – wieder mit Pech erklären. Dann war der erneute Abstieg wohl auch nur Pech.

      Mal ernsthaft, wenn der VfB jetzt einfach nur Pech hat, dann hatte er Anfang der Saison wohl einfach nur Glück, denn die jetzige Krise hat sich eigentlich schon seit dem Spiel in HDH abgezeichnet. Der VfB tritt nicht auf wie eine Mannschaft, die aufsteigen will, sondern wie eine Mannschaft, die, mal wieder die Situation nicht ernst nimmt. „Gegen Mainz muss man nicht gewinnen“ heißt jetzt „Osnabrück/Wiesbaden hat sich einfach hinten reingestellt“

      Das sind Mentalitätsprobleme, und da muss man auch den Trainer in die Verantwortung ziehen. Ich blicke mit großer Sorge auf das Derby, denn der KSC ist, so ungern ich das sage, ein echtes Mentalitätsmonster, die immer wieder zurückkommen und nicht aufgeben. Sollte der VfB auch hier versagen, dürfte Walter wohl erledigt sein. Und das ehrlich gesagt auch mit Recht. Wir haben letzte Saison gesehen, was passiert, wenn man zu lange einem Trainer, der mit der Situation überfordert ist, Rückendeckung gibt.

      Natürlich sind diese ständigen Trainerwechsel extrem nervig und manche waren auch schlichtweg falsch (mit Korkut wären wir nicht abgestiegen, auch wenn es keiner glauben will), aber man muss intern eben auch ein Zeichen setzen, dass die Situation verdammt ernst ist. „Noch ein Jahr 2. Liga“ ist keine Option und wäre für den Verein eine Katastrophe, die wahrscheinlich zum kompletten Ausverkauf führen würde. Und der Druck wird dadurch auch nicht geringer.

  12. Hier wird immer was von Umbruch geschrieben, der in der Mannschaft nach dem Abstieg vonstatten gegangen sein soll – ja, tatsächlich wurde fast der ganze Kader rundum erneuert, aber das Spiel auf dem Platz ist leider immer noch dasselbe, was wir in den letzten Wochen unter Weinzierl gesehen haben. Nicht von der Spielweise her, sondern von der Einstellung: lustlos, fantasielos, teilweise talentfrei und ohne Eier! Das reicht eventuell, um in der 2. Bundesliga zu überleben, aber wer mehr will, muss das eben auch wollen. Ich habe das Gefühl, dass viele Spieler keinen Bock auf die erste Liga haben, weil es für sie dort definitiv nicht reichen wird (Klement, Karazor, Kempf allen voran). Und Walter kompensiert mit seiner Überheblichkeit die Tatsache, dass sein Fussball leider ineffektiv ist. Mich nervt einfach immer noch, dass man es nicht versucht hat mit Willig, einem Mann, der den VfB im Blut hat, seit Jahren schon. Ich bin der Meinung, dass er den Umbruch anders angegangen wäre mit seiner Art und Weise.

  13. Schwabeimexil sagt

    Ich möchte mich hier ganz klar der abiszet-Fraktion anschließen. Keine Ahnung, wie die Leute darauf kommen, man würde den Trainer auswechseln wollen, nur weil man teilweise sehr offensichtliche Problembereiche anspricht.

    Anhänger der Theorie mit dem unglaublichen Pech und der Schiri-Verschwörung müssen jetzt nur noch mit Chemtrails kommen, um das Bild abzurunden.

    Alleine die mangelnde Einstellung ist nicht nur derart offensichtlich, sie wird sogar von Förster und Kempf (gestern in SiD) bestätigt.

  14. Barry sagt

    @abiszet: Absolute Zustimmung

    @Joachim Leuze: Selten so eine verblendete Wahrnehmung der Realität wie in Deinem Kommentar gelesen. Klar, Schiri war Schuld und der Osnabrücker Torwart ist bereits als Welt-Torhüter 2019 im Gespräch…gähn.

    @Clemens: Jeder wirklich gute Trainer, der sich nicht im Walter-Stile ala „Ich mach’s schon, alles easy, ich kann’s, null Problem“ zurück lehnt, schafft es die letzten Prozente – auch und gerade aus den jungen Spielern – heraus zu kitzeln. Davon ist beim VfB rein gar nichts zu sehen. Noch nicht mal gegen einen total limitierten 4. Liga-Aufsteiger, der in der 4. Minute ein Tor wie im Training, ohne Gegenwehr und Zweikampfführung seitens VfB, schiesst.

    Zu Sven Mislintat. Sympathischer Kerl. Aber wenn der davon spricht, daß der VfB angeblich die Seuche am Fuss hat, dann lach ich mich tot. Hat der Gonzalez letzte Saison gesehen, hat der Gomez die letzte Saison gesehen? Doppel-Chancentod am Fließband! Da kann man sicher mal von Pech sprechen, aber das zu verallgemeinern, nach den Niederlagen gegen Wehen, Kiel und nun Osnabrück ist atemberaubend unprofessionell.

    Zu Hitz. Hat versucht schönen Fussball nach Cannstatt zu bringen. In dem Bemühen hat man offensichtlich zu wenig auf gestandene Fussballer gesetzt, mehr auf Hoffnungen – in Talente, in Trainer, in Entwicklung, in Siege, schlussendlich in Aufstieg. Aber das Prinzip „Management by Hope“ war schon immer ein schlechter Ansatz.

    • Clemens sagt

      Da gebe ich dir Recht, Barry. Ein guter Trainer kitzelt die paar Prozentpunkte extra aus seiner Mannschaft. Schwer zu sagen, ob es aktuell an der Person Walter liegt oder ob die seit Jahrzehnten bekannte Selbstgefälligkeit in Cannstatt daran schuld ist, dass man nach zwei Siegen meint, „das läuft schon“. Ich glaube allerdings, dass eine laissez faire Haltung für Walter charakterlich nicht typisch wäre, dass das daher eher im Charakter der Mannschaft begründet liegt.

  15. @abiszet Viel geschrieben und wenig gesagt. Viele Allgemeinplätze, Probleme die jeder sieht und die bekannt sind. Aber: einziger Lösungsansatz scheint zu sein: Trainer mach mal oder du musst gehen. Ich empfehle die Statistiken zu den expected goals. Dann ist es schnell erklärt, woran es liegt. Als Gegenbeispiel und Bestätigung dafür gestern wieder Arminia Bielefeld (oder sogar Liverpool). Da kann man noch so viele Phrasen dreschen. Richtig ist, dass man die erste HZ nicht verschlafen darf (Unwort hier aber sicher „geduldig spielen“) aber das hat den Spielern TW sicher nicht vorgeschrieben. Genausowenig das Tor nicht zu treffen, oder hinten immer einmal zu schlafen (diesmal Stenzel). So einfach ist es, auch wenn hier zwanghaft nach unbekannt bleibenden anderen Ursachen suchen will, die der Trainer zu verantworten hat und per Knopfdruck abzustellen hat.

  16. Bacardihardy sagt

    Sehe Tim Walter sehr kritisch. Meint er hätte das Fussballsystem neu erfunden. Das glaubt ihm ja keiner der eigenen Spieler. Das ist an den Ergebnissen auch abzulesen.
    Der Kader selbst ist sehr gut. Da muss ich mir als Trainer eben was einfallen lassen. Aber da spricht der Tim ständig von Wir schauen nur auf uns und Wir wollen unser Spiel durchbringen oder schlimmer Wir können uns nur selbst stoppen. Wenn die Spieler jetzt von fehlender Überzeugung reden, dann meinen Sie natürlich den Trainer und sonst gar nichts. Als Sven Mislintat würden mir die Alarmglocken läuten. Man hat ja im Pokalspiel gesehen zu was die Jungs fähig sind. Oder wenn die Presse schreibt dass Didavi fehlt. So ein Quatsch , dann lass ich halt mal Tanguy Coulibaly das ist für mich technisch der Beste Spieler im Kader. Das hat man doch in den Vorbereitungsspielen gesehen was der drauf hat.
    Würde mich nicht wundern , wenn Tim Walter spätestens im Winter entlassen wird.

  17. Peter R. sagt

    Habe mir nun viele der Kommentare durchgelesen. Letztlich sind wir uns anscheinend alle einig, dass uns die AUFSTELLUNG von TW nicht überzeugt. Erstaunlicherweise sind sich sogar fast alle einig, was man konkret ändern sollte (Santi & Mangala auf die 6, Klement auf die 8 und zwei schnelle Außenstürmer).
    Was meint Ihr, sieht das vielleicht das VfB Management (ohne TW) auch so? Wäre mal interessant, wie SM und TH darüber denken.

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