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Army of Spalters

Unseren täglichen VfB-Eklat gib uns heute: Am Mittwoch war es eine Email des Präsidenten Claus Vogt an die Mitglieder, die für Aufsehen sorgte. Vogt kündigte darin an, die Frist für die Einladung zur Mitgliederversammlung verstreichen zu lassen. Bedeutet: Er hat die Mitgliederversammlung vom 18. März bis zum 5. September verschoben – gegen den Willen seiner Präsidiumskollegen Gaiser und Mutschler, die auch sonst nicht besonders gut wegkamen.

Nicht nur die Botschaft des Präsidenten, sondern die Entwicklungen im Januar generell machen deutlich: Es geht hier nicht um Hitz vs. Vogt, es geht um Establishment vs. Mitgliederrechte. Hitzlsperger war nur Plan A, um Vogt möglichst schnell loszuwerden. Ein Plan, der offenbar gescheitert ist. Oder glaubt jemand ernsthaft, Hitzlsperger brenne drauf, sich neben seinem höchst anspruchsvollen Fulltime-Double-Job als Sportvorstand und Vorstandsvorsitzender auch noch um Faustball, die Garde und unzähligen Jubilare zu kümmern? Warum ist es dann überhaupt soweit gekommen?

Thomas Hitzlsperger hat es nach eigenen Worten sehr getroffen, was er erfahren, hören oder lesen musste. Verständlich. In gerade mal drei Wochen vom Brustring-Halbgott zum Spalter – und das einzig und allein mit einem vierseitigen Brief: Das muss man erst mal schaffen!

Und tatsächlich ist es ungerecht, dass “Hitz” nahezu alleine vom Zorn der Fanseelen getroffen wird. Denn sein persönliches Desaster ist nicht der Grund des Übels, sondern nur ein Symptom. Was bringt einen Menschen wie Hitzlsperger dazu, sein komplettes bundesverdienstkreuzgewürdigtes Image aufs Spiel zu setzen, und bis zum Totalschaden zu ramponieren? 

„Du bist der Durchschnitt der Personen, mit denen du die meiste Zeit verbringst“
heißt es in unzähligen Motivations- und Self Development-Werken. Dann schauen wir uns doch einfach mal an, mit wem es der Sportvorstand und Vorstandsvorsitzende in der Mercedesstraße regelmäßig zu tun hat: 

Wilfried Porth
Die graue Eminenz im Aufsichtsrat seit 2014. Ihm hat der VfB Wolfgang Dietrich zu verdanken (“Genau der Präsident, den wir wollten”) und er gab sein Okay, um Hitzlsperger trotz fehlender Qualifikation und Erfahrung zum Vorstandsvorsitzenden zu machen. Ansonsten beschimpft er Kollegen und VfB-Ehrenspielführer vor Publikum, fährt hauptberuflich komplette Mercedes-Sparten vor die Wand oder vergrault als Daimler-Personalvorstand unliebsame Mitarbeiter mit zweifelhaften Methoden. Oder, wie Thomas Hitzlsperger sagte: “Ein Super-Typ!”. Angeblich ist Porth auch ein heißer Kandidat, wenn es um den Aufsichtsrat geht, der die bereits erfolgreiche Vermittlung zwischen Hitzlsperger und Vogt erfolgreich torpediert hat.

Stefan Heim
Vorstand Finanzen, Verwaltung und Operations seit Juli 2015. Seitdem zwei Mal abgestiegen, aber dafür konnte er wirklich nichts. Hat seinen großen Auftritt stets auf der Mitgliederversammlung, wenn er den VfB als “Haus” beschreibt und hemdsärmelig in bester Vertrieblermanier erklärt, dass der Rekordverlust positiv zu bewerten ist, weil man mit einem noch rekordträchtigeren Rekordverlust gerechnet habe.

Jochen Röttgermann
Vorstand Marketing und Vertrieb seit 2015, seit 2006 Geschäftsführer der VfB Stuttgart Marketing GmbH. Schlimmer als die Tatsache, dass auch er zwei Abstiege begleitet hat, dürften Marketing-Maßnahmen wie der Mitgliedschaftsantrag auf einem Bierdeckel und natürlich die berüchtigte “Wir sind Stuttgart”-Kampagne sein, deren Auftakt laut seinen Aussagen übrigens genau so geplant war – also mit Models und Location in Berlin und einem abgekupferten Video-Konzept. Ein weiterer „Meilenstein“: Die im Herbst 2018 abgeschlossene Kooperation mit dem chinesischen Super-League-Club Guangzhou R&F für 5 Jahre, die aber nach unseren Kenntnissen bereits kommentarlos wieder beendet wurde.

“Ernie und Bert”, wie Heim und Röttgermann in Fankreisen genannt werden, haben ihn den letzten Jahren – abgesehen von der Ausgliederung – nicht nur nichts signifikantes für den VfB geleistet (abgesehen von der ruhmreichen Verpflichtung Jos Luhkays), sondern laut dem Zwischenbericht von Esecon auch die Ermittlungen maßgeblich behindert: „Die direkt mit den zu untersuchenden Vorgängen in Verbindung stehenden Herren Mutschler, Heim und Röttgermann (Präsidiumsmitglied, Finanzvorstand und Marketingvorstand, Anm. d. Red.) gehören heute zu den Organen des VfB. Diese Organe haben im bisherigen Verlauf der Untersuchung nachhaltig Einfluss genommen bzw. nehmen können.“

Oliver Schraft
Seit 1998 mit zweijähriger Unterbrechung beim VfB. Pressesprecher, Direktor für Medien und Kommunikation und Mitglied des Vorstands. Ist in fast jeder Sitzung dabei, weiß fast alles, hat angeblich gegen fast jeden etwas in der Hand und sorgt mit bösen Anrufen in Redaktionen, Blogs und Podcasts früher für Schrecken und mittlerweile für allgemeine Erheiterung. Ist stolz darauf, dass VfB.TV für den Club kein Minusgeschäft ist, versteht aber nicht, warum man im Jahr 2021 ein HD-Format statt 480p anbieten sollte. Als einer der Hauptverantwortlichen des Datenskandals wurde er beurlaubt, aber in Coronazeiten ist Home Office ja der große Renner. Achja, er holte Hitzlsperger 2016 zurück zum VfB.

Rainer Mutschler
Von 2000 bis 2017 beim VfB, u.a. neben Jochen Röttgermann als Geschäftsführer der VfB Stuttgart Marketing GmbH. Seit 2019 zurück in der Mercedesstraße: Erst als Kandidat für den freien Platz im Präsidium präsentiert, dann von Hitzlsperger auf wundersame Weise als NLZ-Direktor installiert. Als Projektverantwortlicher für die Ausgliederung steht auch er im Zentrum der Esecon-Ermittlungen rund um den Datenskandal. Als Präsidiumsmitglied darf er dabei die Ermittlungen gegen sich beaufsichtigen oder gleich dafür stimmen, die Ermittlungen ganz zu beenden. „Das Ansinnen Vogts, das Mandat von Esecon zu verlängern, um die Datenaffäre endlich aufzuklären, sollen Mutschler und Gaiser abgelehnt haben, auch der Vereinsbeirat folgte.“

Dr. Bernd Gaiser
Mitglied seit 2004, im Präsidium seit 2017. Stellvertreter Wolfgang Dietrichs, dessen Ende er nicht verhindern konnte, obwohl er auf der legendären MV 2019 seine Redezeit missbrauchte, um ein flammendes Plädoyer für seinen Chef zu halten. Nach Dietrichs Rücktritt Interims-Präsident. Beste Leistung in dieser Zeit: Vor laufenden Kameras das Versprechen zu geben, dass der e.V.-Präsident auch stets der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist. Seine Amtszeit endet im Dezember 2021.


Man sieht: Der schlechte Einfluss war (zu) groß, Hitzlsperger hatte keine Chance. Sein Griff nach der VfB-Allmacht war alternativlos. Da konnten es dann auch coole Typen wie Mislintat und Matarazzo nicht mehr rausreißen. Und man muss sich schon jetzt große Sorgen um die beiden machen. Werden sie die nächsten sein, die von den Herren in den grauen Anzügen auf die dunkle Seite der Macht gezogen werden?

Denn die wahren Spalter sind schon zu lange im Club und haben spätestens mit der Ausgliederung Strukturen und Abhängigkeitsverhältnisse geschaffen, in denen sie agieren können wie sie wollen. Ihnen ist es schlichtweg gleichgültig, was die Fans und Mitglieder von ihnen denken und ob die Mercedesstraße in Flammen steht. Ihnen dürfte es auch ziemlich egal sein, wie sehr die Spalter-Bäbber den guten Hitz treffen. Für sie war er nur ein Plan, der offenbar nicht aufgegangen ist. Sie werden weiterhin versuchen, den unbequemen, aber gewählten Vertreter des Vereins los zu werden. Denn ihnen geht es es um persönlichen Einfluss und die Wahrung des Status Quo. 

Franz Reiner, Hartmut Jenner, Claudia Maintok, Wolf-Dietrich Erhard … die Liste ließe sich nahezu beliebig erweitern. Es scheint fast so, als würde das schwierige Umfeld im Elfenbeinturm an der Mercedesstraße auch den integersten Personen in Rekordzeit das Rückgrat aus dem Körper saugen – oder den Anstand aus den Köpfen, wie Christoph Meltzer in der FAZ treffend schrieb.

Deswegen ist es auch mittlerweile schon fast egal, ob Thomas Hitzlsperger “nur” CEO bleibt, Vorstandsvorsitzender und Präsident in Personalunion wird, oder komplett hinwirft: Die wahren Spalter werden weiterhin ihre Fäden ziehen, wenn sie wieder mal mit ihren Intrigen Erfolg haben.  

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31 Kommentare

  1. WolfgangBossert sagt

    Beschämend diese ganze Angelegenheit
    Hoffentlich kommt durch das Gutachten am 1.2.21 alles auf den Tisch, geht daraus auch ross und Reiter hervor????

  2. MicandMic sagt

    sehr einseitige Sicht wie Du das darstellst.
    Keine Fakten zu den Aussagen nur Vermutungen, Presseberichte aus anderen Medien dupliziert ohne eigene Nachforschungen. In der Schule würde es eine 6- geben.

      • Simon sagt

        Du kannst die berechtigte Kritik an dem Artikel hier natürlich mal wieder ins Lächerliche ziehen, aber da stimme ich MicandMic vollkommen zu. Einziges Ziel dieses Artikels war es scheinbar jegliche Personen in Hitzlspergers Umfeld zu diffamieren. Mit Ausnahme des Herrn Vogt. Ich gehe mal davon aus, dass du keine Person davon persönlich kennst. Dass ein Wandkalender-Spruch als Argumentationslinie herhalten muss, ist auch nur in einem Blog denkbar.
        Zunächst einmal sollte man bedenken, welche Positionen die Personen inne haben und was sie verantworten. Da Röttgermann und Heim auch schon 2007 an Bord waren, verantworten diese deiner Logik nach ja dann auch die Meisterschaft und beide Aufstiege. Dass ein Personalvorstand eines Weltkonzerns nicht nur Freunde in seiner AG hat, sollte auch jedem klar sein. Ansonsten natürlich mal wieder viele Behauptungen, die gerne mal mit einem „angeblich“ oder „es scheint so“ gestreut werden.
        Zu Claus Vogt: Die heutige, angeblich transparente Mail war reines Wischiwaschi, mit vielen Andeutungen. Ich kann mir mittlerweile nach seinem heutigen Alleingang sehr gut vorstellen, dass eine Zusammenarbeit mit ihm katastrophal abläuft. Im offenen Brief vom Dezember hat er noch proklamiert, dass ihm Alleingänge vorgeworfen werden, aber das ja gar nicht möglich sei. Hat man heute ja gesehen, wie er handelt. Was hat der Mann geleistet? Grundsätzlich kann das wohl keiner so genau beurteilen. Für den sportlichen Erfolg ist er aber in seiner kurzen Amtszeit mit Sicherheit nicht verantwortlich. Er scheint den Kontakt zu den Fangruppen stark zu fokussieren, was ich sehr begrüße. Daher stehen einige auch hinter ihm. Seine Arbeit im Verein als Außenstehender zu beurteilen, ist jedoch reine Kaffeesatzleserei. Aber scheinbar kommt er mit fast allen handelnden Personen nicht wirklich klar. Liegt das jetzt einzig an der Datenschutzaffäre? Schwer zu beurteilen. Letztendlich muss man den Abschlussbericht abwarten. Vielleicht ist ja auch einfach Claus Vogt der Spalter. Wer weiß das schon. Ich glaube jedenfalls nicht, dass er der Engel und alle anderen die bösen Mächte sind. Auch immer die Verschwörungsmythologie aufzuziehen, dass es überall Intrigen, böse Seilschaften, etc. gibt, ist echt anstrengend. Manchmal frage ich mich, ob eigentlich keiner den normalen Arbeitstag kennt. Manche werden schneller befördert, manche eben nicht. Vitamin B scheint grundsätzlich hilfreich zu sein und viel geht über Sympathie. Das kann man alles kritisieren, aber deswegen stecken nicht überall böse Mächte dahinter. Letztendlich müssen wir eh die Abschlussberichte abwarten und dann bin ich mir auch sicher, dass personelle Konsequenzen gezogen werden.

        • Thomas Kaiser sagt

          Chapeau! Großartige Replik.
          Heißt aber nicht, dass ich die bei Vertikalpass publizierten Beiträge nicht dennoch sehr schätze. Alles in allem sind hier kluge VfBler am Werk. Danke an alle, die sich mit ihren Meinungen hier einbringen.

        • @buzze sagt

          Die Intention war tatsächlich eine andere. Denn für mich erhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass Hitzlsperger nicht der machtbessesene Intrigant ist, für den man ihn nach seinem Brief halten konnte. Ich vermute mittlerweile, dass ihn eine Mischung aus Naivität und Gutgläubigkeit dazu gebracht hat, diesen Schritt zu machen und dies mittlerweile sicherlich bereut. Aber während Hitz bundesweit munter auf die Fresse bekommt, verstecken sich Leute mit u.a. Röttgermann, Heim und Mutschler, (die im Zwischenbericht namentlich als Aufklärungbehinderer genannt werden!), hinter ihm.

          Anstatt auf Hitzlsperger einzuprügeln, sollte man sich lieber angucken, wer ihn dazu gebracht hat, seinen guten Ruf zu zerstören. Und dann sieht man eben meiner Meinung nach relativ schnell, dass sich in der Mercedesstraße ein gewisser Filz breit gemacht hat. Jeder kennt jeden, jeder hat jemand anders zu verdanken und manche Leute können sich gleich selbst kontrollieren.

  3. Merlin sagt

    Welchen Grund hätte CV sich solch einer Sache auszusetzen, wenn er nicht komplett davon überzeugt wäre seinen Auftrag im Sinne der Mitglieder und Fans zu erfüllen – eben weil er grobe Verfehlungen vorgefunden hat. Das ist aller Ehren wert. #provogt

  4. Oliver sagt

    Der erste Teil des Beitrags ist gut, ab dem Einzelpersonen-Bashing nur noch dummes Gebabbel. Ein Teil des Problems ist also, dass VfB-TV nur in 480p angeboten wird? Wollt ihr mich verarschen? (Übrigens… das eigentliche VfB-TV Problem ist die Volksverdummung in der Holger-Laser-Trilogie: Frage stellen, selbst antworten und rhetorisieren mit „oder?“). Der Vereinsbeirat hätte das Desaster mit einem klugen Management rund um die Präsidialnominierungen verhindern können! Aber Namen wie Bührer, Maintok und Weninger fehlen ja in dem Beitrag.

  5. drhuey sagt

    Nachdem man dem amtierenden Präsidenten einen niedrigen Erfüllungsgrad seiner Aufgaben vorwirft, ist es völlig legitim, dass Vertikalpass auch die weiteren Protagonisten und ihren Wertbeitrag mal beleuchtet. Und es sieht nicht so aus als könnte man die ein oder andere Person nicht adäquat ersetzen. Dies ist umso wichtiger, wenn die Stuttgarter Presse seit Jahren Vorgänge unkommentiert lässt und so den Seilschaften oder dunklen Mächten eher Begleitschutz bietet.
    Die im Raum stehenden Verfehlungen sind eng mit der Dietrich-Ära verbunden und es ist für die Zukunft des VfB eminent wichtig jetzt mit dieser unsäglichen Ära aufzuräumen. Denn bei all der Kritik an Maulwürfen und öffentlichen Briefen gerät häufig die Ursache des ganzen ins Hintertreffen. Und sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen, müssen personelle Konsequenzen folgen. Inwieweit diese Vorgänge justiziabel sind, muss in einem weiteren Schritt geklärt werden. Das ist ein wichtiger Grund für die Verschiebung der MV, da sonst Entscheidungen nicht schlüssig erfolgen können. Ich hoffe Claus Vogt hält die Intrigen aus und geht den Weg zu Ende.

  6. Fahne sagt

    Vielen Dank für deinen aktuellen Blog. Aus meiner Sicht hast Du die Sachlage mal wieder treffend beschrieben. Und ich persönlich habe jetzt gar nicht so viel Ironie in diesem Blog gefunden, die Realität beim VfB ist für mich kaum mehr zu ertragen.
    Der letzte Absatz im Blog stimmt mich niedergeschlagen, da leider wahr. Sollte es keine Mitgliederversammlung mit Präsenz der Mitglieder geben, werden die wahren Spalter, so wie du es geschrieben hast, wieder mal mit ihren Intrigen Erfolg haben und weiter machen. Nie war ich gedanklich näher am Vereinsaustritt wie aktuell. Findet keine reinigende Mitgliederversammlung statt, welche es nur mit Präsenz der Mitglieder geben kann (siehe 14. Juli 2019), werden genau diese Personen weiter ihr Unwesen im Verein treiben.
    Trotz alledem, beste Grüße,
    Fahne

  7. Silvi sagt

    Kann drhuey und Fahne nur zustimmen. Claus Vogt macht einfach nur seinen Job und hält seine Versprechungen. Was bitte ist daran so schlimm? Er hat genau diesen Auftrag von den Mitgliedern bekommen und lässt sich nicht einschüchtern und hat im Gegensatz zu Thomas Hitzlsperger Argumente geliefert. Claus Vogt hat vollen Respekt verdient sich gegen diesen jahrelang agierenden Klüngel zu wehren. Natürlich hat er Recht, wenn er die MV verschieben will. Wollen wir bis zum Sankt Nimmerleinstag uns verarschen lassen und immer wieder einlullen lassen von so bescheuerten Aussagen wie „dann geht der Verein zugrunde“? Denkt doch mal nach. Nach dem Abgang von Wolfgang Dietrich ist die Welt auch nicht untergegangen und sie wird auch diesmal nicht untergehen. Ich will endlich Aufklärung haben und erst dann eine MV und zwar nicht online. Wir wissen ja, dass der VfB das nicht kann. Im Übrigen habt Ihr mal darüber nachgedacht, dass nicht alle Mitglieder an einer Online-Veranstaltung teilnehmen können und es allein schon daran scheitert und ganz ehrlich davon gibt es genug und auch das wäre nicht korrekt.

  8. Michael sagt

    Der wahre Spalter ist doch Claus Vogt. In seinem offenen Brief fügt er als seine Leistung der bisherigen Präsidentschaft lediglich auf, er hätte Gräben zugeschüttet.

    Doch nach ungefähr 1 Jahr seiner Amtszeit sind die Gräben tiefer als je zuvor, wie das das exemplarisch hier in den Kommentaren sehen kann.

    Durch seinen Vorschlag, die Mitgleiderversammlung um 6 (!) Monate zu verschieben zeigt, dass er nicht zum Wohle des Vereins handelt, sondern hier seinen eigene Interessen in den Vordergrund stellt. Dieser Zustand der Zerrissenheit ist kein halbes Jahr mehr tragbar und Vogt sollte sich entweder schnell einer Abstimmung stellen oder zurücktreten.

  9. Michael sagt

    „Im Übrigen habt Ihr mal darüber nachgedacht, dass nicht alle Mitglieder an einer Präsenz-Veranstaltung teilnehmen können“

    Genau das scheint die Strategie von claus Vogt zu sein. Er setzt darauf, dass die Laute Minderheit eher auf einer Präsenzveranstaltung erscheint. Wie Trump die Briefwahl verhindern wollte, versucht Claus eine Online-Abstimmung zu vermeiden.

    • @buzze sagt

      Die virtuelle MV soll um 19:00 starten. Die letzten Mitgliederversammlungen dauerten immer ca. 5 Stunden. Diesmal wird es Anträge auf Satzungsänderungen geben, evtl. Abwahlanträge und Einzelentlastungen. Was glaubst Du denn, wer dann am frühen Freitag Morgen um 0:45 am heimischen Rechner darüber abstimmt, wer für die nächsten vier Jahre der Präsident des VfB Stuttgart ist?

      • Michael sagt

        Das ist doch kein Argument dafür die MV um 6 (!) Monate zu verschieben. Bis dahin wirkt sich die Krise auch auf den sportlichen Erfolg der Mannschaft aus, doch das scheint Claus Vogt nicht zu kümmern.

      • Oliver sagt

        Mehr Mitglieder als bei einer Präsenzveranstaltung. Jene nämlich, die zur Präsenzveranstaltung gegangen wären plus diejenigen, die gern hingehen würden aber sich das aus logistischen, zeitlichen, finanziellen oder sonstigen persönlichen Gründen nicht leisten können.

  10. Vucko sagt

    Die Kommentare zeigen, dass zumindest die Spaltung gemeinsam erfolgreich vorangebracht wird.

  11. Thomas Draffehn sagt

    Wie wäre es, wenn alle mit Klarnamen auftreten und dann weiter ihre Positionen beziehen? Mir missfällt es, dass auch in diesem Blog weitestgehend anonym debattiert wird.. sehr unsportlich und nicht lösungsorientiert…

  12. Fahne sagt

    Zu deiner Aussage „….Er hat genau diesen Auftrag von den Mitgliedern bekommen….“
    Nach meinem Kenntnisstand hat Hitzelsberger keinen Auftrag von den Mitgliedern bekommen. Er ist in der AG tätig, wurde unter WD vom Aufsichtsrat der AG zum CEO ernannt und kümmert sich nur um Angelegenheiten der AG.
    Grüße Fahne

  13. Theodore Els sagt

    Dein Beitrag @buzze ist einseitig. diffamierend und von einer geradezu infantilen schwarz-weiß-Sicht auf die Vorgängen in der 109 geprägt. Hier wir Fans mit dem Brustringritter Claus Vogt an der Spitze, dort die Lumpengestalten um dem weiß-roten Antichristen Porth. Aber das ist ok, ein Fußball-Blog darf das.
    Was mir allerdings zu denken gibt, ist der Kontext deiner Tiraden. Das Präsidium hat im November einstimmig beschlossen, die MV am 18. März abzuhalten, ggf. auch digital. Einstimmig bedeutet, auch Vogt hat den Beschluss mitgetragen. Nun verschiebt Vogt die MV im Alleingang auf den September. Das ist ein zutiefst undemokratisches Vorgehen, weil es gegen alle Statuten verstößt. Und was macht der Vertikalpass? Er rechtfertigt den miesen Move des Fanpräsidenten Vogt, in dem er ihn aufgrund der im Verein wirkenden bösen Mächte als quasi unausweislich darstellt. Das erinnert dann doch fatal an die Agenda des Herrn mit den organgefarbenen Haaren….

    • @buzze sagt

      Den Vorwurf der Einseitigkeit kann und will ich nicht entkräften. Du schreibst ja selbst: „Aber das ist ok, ein Fußball-Blog darf das.“
      Aber kannst Du bitte die Passagen zitieren, in denen Vogts Handeln gerechtfertigt wird?

  14. Holzwurm74 sagt

    Hallo zusammen,
    ich selbst tue mich schwer in gut und Böse zu unterscheiden und habe auch nicht das nötige Hintergrundwissen, um mir eine Eindeutige Meinung zu bilden.
    Folgende Gedanken gehen mit durch den Kopf:
    -zum Streiten gehören immer zwei.
    -Im Moment handelt niemand zum Wohle des VfB.
    -Hitzlsperger Brief war ein großer Fehler und unentschuldbar.
    -der Verein ist für alle Mitglieder da, nicht nur für Ultras (diese wichtig sind).
    -Ich selbst habe gelernt, dass Mann immer die Sache kritisiert und nicht die Personen.
    -Ich selbst versuche beim Verkauf immer unsere Vorteile aufzuführen und mache keine Mitbewerber schlecht.
    -Handelt der Präsident im Wohle des VfB, wenn er sich mit fast allen anderen in Verantwortung stehenden Personen anlegt.
    -könnte man mit ein wenig mehr Diplomatie, Fingerspitzengefühl und verstehen der Gegenseite als Präsidenten nicht mehr erreichen.

    Gedanken zu Datenaffäre:
    -wie war die Rechtslage bei Weitergabe der Daten, moralisch zweifelhaft oder gesetzlich verboten.
    -wie verhält es sich bei dem Mitarbeiter die beim Datenskandal handelten Mitarbeiter, gelbe Karte oder Entlassung.
    -erwartet man wirklich, von Mitarbeiter, bei denen nach Aufarbeitung des Datenskandal, beruflich Konsequenzen droht, dass diese Aktiv mitarbeiten?
    -hat man, oder findet man genügend gute Mitarbeiter, bei Entlassen alle im Datenskandal verwickelten Personen.

    Mitgliederversammlung:
    -für meinen Erachten, darf man die Mitgliederversammlung nicht auf September verschieben, ein vertrautes und konstruktives zusammenarbeiten ist im Moment nicht möglich.
    -Kandidaten Claus Vogt und ein starker Gegenkandidat (nicht Thomas Hitzlsperger, aber wer will Präsident beim VfB werden?)
    -Abhandlung der Hauptversammlung online (Aussprache Kandidaten Vorstellung, Fragen ) mit anschließender Briefwahl.
    -Datenskandal muss geklärt sein, sonst kann keine Mitgliederversammlung stattfinden.

  15. Lukas sagt

    Wird es meiner Meinung nach net des gen SM und PM scho zigmal gsagt und des seh ich bisher und in Zukunft au 0,0 die Mannschaft hat Charakter und macht ihr Ding im Gegensatz zu den Vorjahren…

  16. Theodore Els sagt

    Na im Kontext, wie ich geschrieben habe.
    Du beginnst mit der Verschiebung der MV durch Vogt, schilderst dann ausführlich die Abgründe im Verein und stellst am Ende fest: Die wahren Spalter werden weiterhin ihre Fäden ziehen, wenn sie wieder mal mit ihren Intrigen Erfolg haben.
    Dadurch entsteht die Assoziation, dass die Verschiebung der MV ein legitimes Mittel darstellt, den Spaltern mit ihren Intrigen Einhalt zu gebieten.

    • @buzze sagt

      Deine Assoziationen kann ich schlecht beeinflussen. ;-) Diese Verbindung ist jedenfalls nicht beabsichtigt. Der Text war schon am Montag fertig und wurde am Dienstag nur noch aufgrund der Geschehnisse um die ersten zwei Absätze ergänzt. Ich finde, es gibt sowohl gute Gründe für wie auch gegen eine Verschiebung. Aber wie gesagt: Dieser Text dreht sich nicht darum. In der ursprünglichen Fassung tauchte der Name „Vogt“ nicht mal auf.

  17. Es ist zwar auch einige Spekulation dabei, doch ist einiges schon passend.
    Allerdings gibt Claus Vogt als Präsident ein wirklich schlechtes Bild ab. In einem Jahr im Unternehmen (das ist jeder Verein dieser Größe) hat er sich mit fast jedem angelegt. Wer ein bisschen mit dem VfB Schaal auf twitter winkt ist noch lange kein geeigneter Präsident. Hier hat er sich geschickt Sympathien aufgebaut. Viele Fans scheinen hier blind dem Idealbild eines „Präsidenten in Fankutte“ zu folgen… bloß die Anforderungen für dieses Amt sind viel viel höher…. Fakt ist aber der Verein ist gespaltener denn je (mit dem Brief von Hitz wurde es ja eigentlich nur an die Öffentlichkeit getragen) … Der Vereinsbeirat wird ihn (und auch hitz) zu Recht nicht aufstellen…

  18. Volker Rückle sagt

    Es fällt mir schwer, das auszusprechen, aber weder Hitz noch Claus Vogt sind nach den Vorkommnissen der letzten Wochen noch zu halten. Es tut mir persönlich Leid für beide, denn ich hatte bei ihnen das Gefühl, dass sie gut geeignet seien, ihre jeweiligen Posten auszufüllen. Claus Vogt kam sympathisch rüber, ein guter Repräsentant des Vereins und der Fans. Seine Briefaktion war aber meiner Meinung nach nicht wirklich überzeugend. Hitz ist eine Ikone und hat bis zur unsäglichen Aktion mit seinem eigenen Scheissbrief eine super Figur gemacht, vor allem verglichen mit seinen Vorgängern. Ich hatte mit ihm auf eine echte Renaissance unseres Vereins gehofft.
    Daraus wird nun wohl kaum noch was werden.
    Es wird ohne sie weitergehen müssen, irgendwie.
    Ebenso werden die personellen Konsequenzen aus der Datenaffäre gezogen werden müssen, was weitere Querelen zur Folge haben dürfte.
    Die Zeichen stehen erneut auf Umbruch, wieder einmal bleibt nur die Hoffnung, das die Richtigen gehen und gute neue Leute kommen.
    Da aber im Verein an vielen Stellen der Bock der Gärtner ist, bleibt meine Hoffnung eher vage.

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