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CoronaGIF #VfBHSV: Erst nix, dann alles

Da war es also: das erste Coronaspiel im leeren Neckarstadion. Und dann gleich so ein wichtiges. Nach zwei Niederlagen ging es gegen den HSV schon fast um alles. Crunchtime!

Nach den desolaten Auftritten in Wiesbaden und Kiel hatte niemand erwartet, dass Matarazzos Team den HSV an die Wand spielt. Die Fans wären schon mit einem beherzten Auftritt zufrieden gewesen. Doch diese Hoffnungen hatten mal wieder nur gut 15 Minuten Bestand. Denn dann lagen die Stuttgarter mal wieder hinten – diesmal nach einer Ecke.

Die Reaktion des VfB im Anschluss: Fehlanzeige. Es schien fast so, als ob man vergessen hätte, dem Team zu sagen, dass man es in die Pflicht genommen hat. Und weil der Fußballgott hin und wieder ein zynisches Arschloch ist, bestrafte er VfB-Spieler und -Fans mal wieder mit einem komplett lächerlichen VAR-Elfmeter kurz vor der Halbzeit.

Ein Zweitore-Rückstand gegen den Tabellenzweiten zur Halbzeit. Eine leblose Truppe auf dem Platz, die sich nahezu keine Chancen herausgespielt hatte. Wie ging es eigentlich den VfB-Fans zur Halbzeit?

Es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, was in der Halbzeitpause in der Stuttgarter Kabine passierte. Zog Matarazzo blank wie einst van Gaal? Hielt Holger Badstuber die Ansprache? Oder gab es eine offene „Aussprache“?

Egal, was es war: es zeigte Wirkung. Auch ohne personelle Wechsel kam der VfB deutlich verändert zurück auf das Feld. Sogar Philipp Klement lächelte auf der Tribüne! Und es dauerte nur zwei Minuten bis sich auch das Resultat änderte. Freistoß Stenzel, Abschluss vom Sprungwunder Endo. 1:2!

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich der VfB deutlich besser präsentiere als in den ersten 45 Minuten. In der 60. Minute gab es sogar den ersten schön herausgespielten Angriff, an dessen Ende Mangala den Abschluss aber leider komplett verstolperte und dann auch noch den HSV-Keeper fiel. Oder wie der VAR es sah: Elfmeter. Konzessionsentscheidung oder ausgleichende Ungerechtigkeit?

Gonzalez traf trotz seines komischen Anlaufs erneut souverän: Ausgleich! Ein Ergebnis, mit dem beide Team ganz gut leben konnten, wie man in der Folgezeit sah. Sowohl der HSV wie auch der VfB kamen zwar noch zu semiguten Chancen, aber eigentlich schien das Unentschieden beschlossene Sache.

Doch dann passierte das, worauf man als VfB-Fan schon die ganze Saison sehnsüchtig wartet: ein Magic Moment. Der gute Clinton Mola fing einen Angriff der Hamburger ab, Nicolas Gonzalez schaltete auf der linken Seite nochmals den Turbo ein, zog in den Strafraum und brachte den Ball perfekt in die Mitte. Dorthin war der eingewechselte Gonzalo Castro gesprintet, was nicht nur die VfB-Fans irritierte, sondern auch seinen Gegenspieler van Drongelen. Noch mehr irritierte der perfekte Abschluss zum 3:2. Spiel gedreht!

Endlich mal wieder ein legendäres 3:2 und dazu eine emotionale Achterbahn. In der Halbzeitpause hatten die meisten Fans mit dem Team Schluss gemacht, doch nach 92 Minuten war vieles wieder gut gemacht. Jetzt gilt es diese wichtigen drei Punkte am Sonntag zu – sorry – veredeln. Dann geht es gegen Dynamo Dresden, die ihr allererstes Spiel nach der Corona-Zwangspause bestreiten. Pflichtsieg, oder?

Unseren Text zum Spiel findet ihr hier.

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3 Kommentare

  1. JD sagt

    Ich stimme dahingehend zu, dass ich beide Elfmeter nicht gepfiffen hätte, da beim HSV-Elfer zuvor Stenzel gefoult wurde und beim VfB-Elfer die Intensität m. E. zu gering war. Beide Elfer wurden aber ohne VAR-Eingriff gegeben. Der Artikel gibt dies falsch wieder! Der VAR hat weder beim ersten noch beim zweiten Elfer eingegriffen, wieso schreibt man das so rein? Beide Entscheidungen wurden vom Schiedsrichter auf dem Feld so getroffen.

    • @buzze sagt

      Warum schreibt man das so rein? Weil es so ist: Jede Elfmeterentscheidung wird vom VAR überprüft.

  2. JD sagt

    Es wird vom VAR lediglich überprüft, ob eine klare Fehlentscheidung vorliegt. Der Artikel suggeriert, dass die Elfmeter aufgrund eines VAR-Einsatzes entstanden sind, das ist Quatsch. Wir wissen auch nicht, ob der VAR dieselbe Meinung wie der Schiedsrichter vertritt und ob der VAR die Elfmeter auch gegeben hätte. Es waren lediglich keine klaren Fehlentscheidungen.

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