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Doppel-D: die Hoffnungsträger?

„Anastasios Donis und Daniel Didavi sind zwei absolute Schlüsselspieler für uns in der Offensive. Mit ihnen werden wir eine ganz andere Stärke haben“, sagt VfB-Vorstand Michael Reschke nach der Niederlage in Leverkusen. Ist das eine ehrliche Einschätzung oder eine Ausrede? Immerhin hielt Reschke bei seinem Amtsantritt beim VfB Donis für noch nicht einmal bundesligareif. Eine Einschätzung, die eventuell auch damit zu tun hatte, dass es ein Transfer von Jan Schindelmeiser war.

Es sagt alles über den jämmerlichen Zustand des VfB Stuttgart und den verblendeten Blick von Reschke, wenn er auf zwei Spieler hofft, die aufgrund von Verletzungen lange nicht auf dem Platz standen und die zuvor nicht wirklich bewiesen haben, dass sie konstant (und verletzungsfrei!) auf hohem Niveau spielen können. Der eine immer an der Schwelle zur Invalidität, der andere wirkte bisweilen launisch wie eine Diva.

Diese beiden sollen also die Hoffnungsträger sein bis zur Winterpause? Ist Michael Reschke hier nicht wieder dabei, ein Alibi zu suchen, warum sein Kader so schlecht performt? Natürlich wäre es mit den beiden deutlich besser als mit einer Offensive, die im Moment Nicolas Gonzalez (Erik Thommy), Christian Gentner und Mario Gomez heisst. Aber, dass Donis und Didavi sofort funktionieren und damit die Erfolgsfaktoren für eine funktionierende Offensive sein sollen, dürfen vielleicht die Fans hoffen. Ein Sportvorstand sollte die Situation nüchterner betrachten, wenn er nicht komplett verzweifelt ist. Anadererseits: Was bleibt ihm anderes übrig? Es ist sein Kader und die Optionen für Trainer Markus Weinzierl sind sehr, sehr überschaubar. Dass Donis und Didavi – womöglich gemeinsam wie beim einzigen Heimsieg gegen Bremen – die Probleme in der Offensive lösen können, wird ein frommer Wunsch bleiben.

Aber es ist ja bald Weihnachten …

Weitere Texte unserer Situationsanalyse:

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Man muss sich fragen: Haben die beim VfB überhaupt die dramatische Situation begriffen oder sind sie Meister im Schönreden?

Michael Reschke gilt als Supernase und Super-Super-Fachmann.
Aber ist seine Verpflichtung nicht eher ein Millionen-Missverständnis?

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