Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kaderplanung

Ist doch alles nicht so schlimm!

Es sind 14 Spieltage gespielt. Der VfB ist noch nicht abgestiegen. Es ist doch alles nicht so schlimm. Wir haben einen guten, ausgewogenen Kader, mit vielen sehr erfahrenen Spielern und einigen hochveranlagten Talenten. Dass es im Moment nicht so richtig läuft, liegt an extremen Pech mit bitteren Verletzungen und überraschenden Formkrisen. Gerade, dass so ein Schlüsselspieler wie Daniel Didavi verletzt ausfällt, damit konnte wirklich niemand rechnen. Dass Mario Gomez zwar immer noch weiß, wo das Tor steht, aber offenbar nicht mehr, wie man den Ball hineinschießt, konnte auch keiner ahnen. Dass das Spiel des VfB offensiv wie defensiv bisher so langsam ist: völlig unverständlich. Es ist schließlich noch niemand daran gehindert worden, schnell zu laufen! Auf Konter spielen und quasi jedes Laufduell verlieren. Irgendwie witzig. #VfB — Tom (@zwuggele) December 9, 2018 Aber was ist schon passiert? Der VfB hat zwar mit 9:29 ein unterirdisches Torverhältnis, ist aber nur ein einziges Tor von einem Nichtabstiegsplatz entfernt. Selbst Mainz 05 hat nicht einmal doppelt so viele Punkte wie der VfB Stuttgart und ist damit noch in absoluter …

Doppel-D: die Hoffnungsträger?

„Anastasios Donis und Daniel Didavi sind zwei absolute Schlüsselspieler für uns in der Offensive. Mit ihnen werden wir eine ganz andere Stärke haben“, sagt VfB-Vorstand Michael Reschke nach der Niederlage in Leverkusen. Ist das eine ehrliche Einschätzung oder eine Ausrede? Immerhin hielt Reschke bei seinem Amtsantritt beim VfB Donis für noch nicht einmal bundesligareif. Eine Einschätzung, die eventuell auch damit zu tun hatte, dass es ein Transfer von Jan Schindelmeiser war. Es sagt alles über den jämmerlichen Zustand des VfB Stuttgart und den verblendeten Blick von Reschke, wenn er auf zwei Spieler hofft, die aufgrund von Verletzungen lange nicht auf dem Platz standen und die zuvor nicht wirklich bewiesen haben, dass sie konstant (und verletzungsfrei!) auf hohem Niveau spielen können. Der eine immer an der Schwelle zur Invalidität, der andere wirkte bisweilen launisch wie eine Diva. Dass alle Hoffnungen beim #VfB jetzt auf zwei Spielern liegen, die in der bisherigen Saison 151 Minuten (Donis) bzw. 239 Minuten (Didavi) gespielt haben, ist bezeichnend. Zusammen kommen die beiden übrigens auf eine Vorlage und ein Tor: Das 1:0 …

Das Millionen-Missverständnis?

Perlentaucher, Netzwerker, genialer Kaderplaner, Supernase: Michael Reschke eilte bei seinem Amtsantritt in Stuttgart ein Ruf wie ein Donnerhall voraus. Die Realität: Er hat die Ausgliederungsmillionen versenkt. In Tayfun Korkut und in Spieler wie Mario Gomez, Gonzalo Castro, Holger Badstuber, Daniel Didavi, Andi Beck und Dennis Aogo. Alles Spieler, derenGehälter üppig sind und deren Wiederverkaufswert bei Null liegen wird. Dazu kommen in Pablo Maffeo, Nicolas Gonzalez und Borna Sosa Talente, deren Marktwert beim VfB Stuttgart gesunken ist. Deutlich. Vielleicht wird der VfB-Vorstand ebenso überschätzt, wie Reschke es selbst mit der absurden Rückrunde tat. Alle Befürchtungen, die viele in der Winterpause 2017/2018 hatten, scheinen sich jetzt mit Verzögerung zu bewahrheiten. Jetzt sollen Spieler wie Patrick Herrmann, Sandro Wagner, Sebastian Rode und Shinji Kagawa den VfB retten. Und sie passen in Reschkes Beuteschema:  teuer, erfahren, mit Führungsanspruch und entweder verletzungsanfällig oder langsam. Wird der VfB Stuttgart endgültig zur Rentner-Gang? Eine mögliche Aufstellung könnte dann heißen: Zieler, Badstuber, Pavard, Baumgartl, Insua, Beck, Aogo, Castro (Rode), Kagawa, Herrmann, Gomez (Wagner). Eine Aufstellung, mit der ich mich nicht identifizieren könnte. Eine Aufstellung, …

High Noon beim VfB

Der VfB im Oktober 2018 ist eine Katastrophe, dem VfB fliegt alles um die Ohren. Ein Kapitän, der in Interviews große Töne spuckt, aber auf dem Spielfeld ein Mitläufer ist und Assists nur für den Gegner liefert. Selbsternannte Führungsspieler, die den Anspruch haben, voran zu gehen und das Team zu führen, die aber nicht das Niveau haben, es auf dem Feld umzusetzen. Greenhorns, die entweder nicht funktionieren oder verletzt sind. Ein Präsident, der mit Parolen auf starker Mann macht, aber nichts bewirken kann. Ein Sport-Vorstand, der „nach wie vor voll und ganz vom Kader überzeugt ist“, obwohl das Team auf Platz 17 steht und sich jeder fragt, in welchen Duellen diese Truppe Punkte holen soll. Gegen Frankfurt? Nach der Klatsche ist vor der Klatsche, ein weiteres 0:4 wäre wirklich keine Überraschung. Aber enorm wichtig, dass wir so viel Erfahrung in der Mannschaft haben. Nur mit jungen Talenten wäre man in den letzten beiden Partien bestimmt untergangen. #VfB — Malik Peter (@Map303) October 27, 2018 Woche für Woche wird klarer: Dem Team fehlt Qualität und Mentalität, …

Willkommen an Bord der Stuttyacht

Dank kessel.tv wissen wir: Es heißt “Stuttgart”, nicht “Stuggi”. Doch seit Michael Reschke beim VfB am Ruder ist und seine Vorliebe für Pressekonferenzen entdeckt hat, ist auch immer häufiger von „Stuttyacht“ die Rede. Sechs Wochen vor dem ersten Saisonspiel in Mainz ist es an der Zeit, sich an Bord dieser Stuttyacht mal gründlich umzugucken. Aber vorher ein Blick zurück: Vor 24 Monaten war der VfB Stuttgart in den stürmischen Gewässern des Abstiegskampfs aus dem Ruder gelaufen und krachend an den Klippen des Klassenerhalts zerschellt. Anschließend trieb das Geisterschiff ohne sportliche Führung und ohne klaren Kurs durch die Vorbereitung auf die zweite Liga. Erst nachdem Jan Schindelmeiser angeheuert hatte und man Jos Luhukay über die Planke geschickt hatte, hatte der VfB wieder einen klaren Kurs: Junge Matrosen mit viel Potenzial sollten gemeinsam mit erfahrenen Seemännern wie Gentner und Insua nicht nur den Aufstieg klarmachen, sondern auch für eine rosige Zukunft stehen. Zurück im Jetzt: Weder Jan Schindelmeiser noch Hannes Wolf sind noch an Bord, aber trotzdem ist der VfB Stuttgart klar auf Erfolgskurs. Dafür sorgte natürlich …

Risiko!

Was kostet ein Abstieg? Jan Schindelmeiser sprach mal von 50 Millionen, aber das war sicher auch ein Stück Ausgliederungs-Folklore. Wenn es nicht 50 sind, so doch sicher mindestens mal 30 Millionen. Was kosten Erik Thommy und Jacob Bruun Larsen? Zusammen wohl eine Million. Was tragen sie zum Klassenerhalt bei? Schwierig zu sagen. Beides Spieler, die frisch von einer Verletzung zurück kommen, beide mit Potential, beide jung und weitgehend ohne Profi-Erfahrung. Beides also Spieler, die den Kader auffüllen und die ein Faktor sein können. KÖNNEN. Ist das Risiko nicht zu groß, dass beide eben nicht funktionieren? Dass sich sich sportlich nicht durchsetzen und auch menschlich erst einmal schauen müssen, dass sie sich in der Gruppe behaupten? Dass beide womöglich Faktoren sind, die auch die Mentalität und Stressresistenz des Kaders auf eine andere Ebene bringen, würde ich einmal ausschließen. Warum also diese Verpflichtungen (bei Bruun Larsen sogar nur eine viermonatige Leihe): Weil der Markt im Winter schwierig ist? Dann sind Einfallsreichtum und Netzwerk gefragt. Weil keine anderen Spieler verfügbar sind? Hallo, dafür ist doch Spürnase und Perlentaucher …

Wann sagt der VfB „Ja“ zum Abstiegskampf?

Es gibt so Spiele, da weiß ich von vorne herein, dass es nicht gut ausgeht: Mainz ist seit sechs Spielen sieglos und da kommt der VfB als Aufbaugegner genau richtig. War es jemals anders? Es ist ein Spiel, in dem der VfB Mainz auf sechs Punkte distanzieren kann. Hat der VfB jemals so ein Spiel gewonnen? Dann macht sich der VfB erst völlig lächerlich, weil die Arbeits- bzw. Spielberechtigung von Chadrac Akolo fehlt, dann ist allen Mainzern anzumerken, dass sie das Ding heute packen wollen. Man hatte fast den Eindruck, Trainer Sandro Schwarz und Manager Rouwen Schröder wollten auch noch mitkicken. Die hatten Schaum vorm Mund. Mir fällt keiner ein, der vom VfB da dagegen hätte halten können. Santi Ascasibar vielleicht. Aber die anderen? Alle viel zu nett und unambitioniert. Wie sich der VfB – von der Akolo-Panne bis nahezu jedem Spieler – in so einem wichtigen Spiel wieder so grotesk schlecht präsentieren kann, macht mich fassungslos. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) January 20, 2018 Dass der VfB dann mit einem Slapsticktor in Führung geht: Kann nur …

Stürmische Tage in Stuttgart!

Wir erinnern uns: Mit Sturmtief Burglind kam Mario Gomez nach hause geweht. Mit Friederike hingegen kommen weitaus weniger erfreulicher News: Bereits am letzten Sonntag hat sich Carlos Mané einen Sehnenriss im Oberschenkel zugezogen. Die Folgen: OP und Saisonaus. Das nimmt auch den letzten hoffnungslosen Optimisten den Wind aus den Segeln, die glaubten, der Portugiese wäre quasi ein Winterneuzugang. Das Saisonaus von Carlos Mané ist tragisch. Er ist ein Spieler mit hoher Qualität, dazu sehr sympathisch, identifiziert sich voll mit den VfB und trägt die besten Badelatschen der Welt. Auch abseits des Sportlichen hat sich jeder auf sein Comeback gefreut, bei seinem ersten Auftritt im Neckarstadion wäre die Schüssel explodiert. Es ist Mané nur zu wünschen, dass er sich vollständig von seinen Verletzungen erholt und, wer weiß, vielleicht dürfen wir ihn ja noch mal im VfB-Trikot sehen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Für den VfB Stuttgart ist die Verletzung ein Glück, nein, das ist zu unsensibel formuliert. Es ist gerade noch rechtzeitig der Beleg dafür, dass die bisherigen Planungen suboptimal waren. Denn zu hoffen, dass Carlos …

Mario Gomez: The New Romantic

New Romantic, später auch als New Gomezism bezeichnet, ist eine Fußball- und Modewelle, die etwa seit 2018 populär war. Sie hat ihren Ursprung in Stuttgart und wurde zunächst als reines VfB-Phänomen betrachtet. Die mittlerweile sehr populäre Bewegung beschränkt sich im Wesentlichen auf das äußerliche Erscheinungsbild (Frisur) und die spezielle Rückkehr zu einer alten Liebe, in Fachkreisen auch „Comeback“ genannt. Zu den bekanntesten Vertretern des New Romantic gehörten anfangs Gerhard Poschner, Christian Gentner und Andreas Beck, die alle zu ihrem Heimatverein VfB Stuttgart zurückgekehrt sind. Richtig populär wurde die Bewegung allerdings erst durch die Rückkehr von Mario Gomez zum VfB Stuttgart. Er bediente damit eine Sehnsucht und Art von Romantik, die unter Fußballfans sehr verbreitet ist: Es ist dieser starke Hang zur Verbundenheit, diese innige Liebe zu Spielern aus der eigenen Jugend, die Überhöhung der Person und dessen fußballerischem Potenzial. Ein besonderes Phänomen der New Romantic ist das Entstehen einer Euphorie und großen Erwartungshaltung sowie eines starken Zusammenhalts zwischen Rückkehrer, Team und Fans. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content …

„Der Kader ist stark genug!“

Michael Reschke wird in Interviews nicht müde zu betonen, dass er den jetzigen Kader nach den Abgängen von Simon Terodde und Josip Brekalo und dem Zugang von Mario Gomez für stark genug hält, die Klasse zu halten. Ich will nicht zynisch sein, aber womöglich steht er mit der Meinung alleine da. Reschke zu Transfers: „Stand heute liegt die Wahrscheinlichkeit bei 75%, dass wir in der Winterpause auf dem Transfermarkt nichts mehr machen werden. Es kann aber sein, dass wir beispielsweise durch Verletzungen in den ersten Spielen noch gezwungen werden, zu reagieren.“ #VfB — Jojo (@Jojo_Maier) January 6, 2018 Oder sind seine Aussagen nur eine gewiefte Taktik? Was will er damit bezwecken? Vier Erklärungsversuche. Die Mannschaft: Zuckerbrot und Peitsche Natürlich drückt er damit der Mannschaft sein Vertrauen aus (Handbuch „Menschenführung“, Kapitel 1), stärkt sie und nimmt Druck raus, weil er signalisiert „Ihr packt das!“. Gleichzeitig nimmt er Druck bei sich selbst raus, indem er keine großen Erwartungen schürt, wenn es um Neuzugänge auf den vakanten Positionen in der Offensive (Außen und Mitte) und Defensive (hinten rechts) …