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High Noon beim VfB

Der VfB im Oktober 2018 ist eine Katastrophe, dem VfB fliegt alles um die Ohren. Ein Kapitän, der in Interviews große Töne spuckt, aber auf dem Spielfeld ein Mitläufer ist und Assists nur für den Gegner liefert. Selbsternannte Führungsspieler, die den Anspruch haben, voran zu gehen und das Team zu führen, die aber nicht das Niveau haben, es auf dem Feld umzusetzen. Greenhorns, die entweder nicht funktionieren oder verletzt sind. Ein Präsident, der mit Parolen auf starker Mann macht, aber nichts bewirken kann. Ein Sport-Vorstand, der „nach wie vor voll und ganz vom Kader überzeugt ist“, obwohl das Team auf Platz 17 steht und sich jeder fragt, in welchen Duellen diese Truppe Punkte holen soll. Gegen Frankfurt? Nach der Klatsche ist vor der Klatsche, ein weiteres 0:4 wäre wirklich keine Überraschung.

Woche für Woche wird klarer: Dem Team fehlt Qualität und Mentalität, auch wenn Führungsspieler nicht müde werden, von starkem Zusammenhalt und guter Einstellung zu reden. Man sollte ihnen sagen, dass es recht unglaubwürdig ist, stets darüber zu sprechen, es aber nie auf dem Feld zu zeigen. Doch das Team des VfB ist eine Gang ohne Leader. Kein Dutch van der Linde und kein Arthur Morgan in sicht. Michael Reschke durfte so viel Geld für Transfers investieren wie noch kein VfB-Manager vor ihm. Die Daimler-Millionen sind bereits ausgegeben und wohl auch ein Teil der zu erwartenden Pavard-Ablöse von 35 Millionen. Platz 17 lässt nur einen Schluss zu: Die Millionen wurden falsch eingesetzt und verbrannt. Markus Weinzierl sagte auf die Frage nach personellen Konsequenzen: „Ich habe nur 16 Spieler!“ und macht damit deutlich, dass sich bei der dünnen Spielerdecke die Mannschaft quasi von selbst aufstellen würde. Dass es im Verlauf einer Saison zu Verletzungen und Sperren kommen kann, hat Reschke offensichtlich nicht berücksichtigt. Reschke lag bei seinen Personalentscheidungen zu neuen Saison mehr falsch als richtig. Zudem gibt es kein Regulativ in der AG, das Entscheidungen hinterfragen kann, da keinerlei Sportkompetenz in den Führungsgremien (Vorstand/Aufsichtsrat) existiert. Es ist offensichtlich so, dass sich Reschke von der sehr glücklichen Rückrunde blenden ließ und darauf sich und seine Entscheidungen schlicht für unfehlbar hielt.

Im wilden Süden spielt man das Lied vom Abstiegskampf. Mal wieder. „Wir stecken mitten im Abstiegskampf, obwohl wir Spieler in unseren Reihen haben, die einen anderen Anspruch haben“, sagte Reschke nach dem 0:4 gegen Hoffenheim. Genau das ist das Problem: Anspruch und Wirklichkeit klaffen beim VfB extrem auseinander und keiner ist gewillt und in der Lage, das zu ändern. Nicht besonders zuversichtlich macht auch die Aussage von Mario Gomez, der „nur Kleinigkeiten ändern“ will. Die Kleinigkeit, nach einem Gegentor nicht auseinander zu fallen? Die Kleinigkeit, nicht Woche für Woche geradezu amateurhafte Fehler zu machen? Die Kleinigkeit, in sieben von zehn Saisonspielen kein Tor geschossen zu haben?

Die Hoffnung stirbt zuletzt.  Aber was macht Hoffnung? Nichts. Außer, dass es nicht mehr schlechter werden kann.  Obwohl: Wenn Filip Kostic am Freitag gegen den VfB trifft …

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17 Kommentare

  1. Der Anfang vom Elend war ganz klar die intrigante Demission von Schindelmeiser. Danach wurden Fehler über Fehler gemacht. Man hatte nach dem Aufstieg die einmalige Chance den Verein neu aufzustellen und mit klaren, durchdachten Strukturen zu versehen. Diese Chance wurde vertan.
    Dann die ganzen Rückholaktionen stelle ich infrage. Das hat noch nie etwas gebracht, wenn man ehemalige VfB Spieler wieder zurückholt hat. Zudem scheint mir ein großes Problem der „Stuttgarter Klüngel“ zu sein. Gentner, Beck, Gomez und Didavi sind das Problem beim VfB Stuttgart. Sie sind dem Tempo nicht mehr gewachsen. Und man sollte da einen Schnitt machen. Und man hat den Eindruck, dass man den Kapitän ja nicht infrage stellen darf, obwohl er dieser Verantwortung nicht nachkommt. Auf die Tribüne allesamt und die Uhr in der Tat umstellen, dann wird es auch wieder besser in Stuttgart. Aber solange der Klüngel spielen „muss“, so lange wird das nichts mehr. Mit einem Schindelmeiser hätte es diese Rückholaktionen nie gegeben, dessen bin ich mir sicher.
    Der derzeitige Tabellenstand ist das Ergebnis aller Fehlentscheidungen seit der Demission von Schindelmeiser. Mich wundert das also nicht mehr. Und es wird sau schwer die Klasse zu halten. Man steht am Freitagabend schon mit dem Rücken zu Wand, denn da kommt die Balkanfraktion mit Rebic, Jovic, Kostic und einen hervorragenden Haller ins Gottlieb-Daimler Stadion. Das wird womöglich auch nichts drin sein, dann steht man nach 10 Spieltagen mit sage und schreibe 5 mageren Punkten da und davon waren auch noch 4 Punkte davon mehr als überglücklich. Denn zuhause gegen die Düsseldorfer und auch gegen 10 Bremer hatte man mehr Glück als Verstand. Das ist der derzeitige Istzustand des so stolzen VfB Stuttgart. Herr Reschke ziehen Sie die Konsequenz daraus und treten Sie zurück!

    • Thomas Flunk sagt

      Exakt. Das mit JS war die Sauerei schlechthin und zeigt exakt den Charakter von Dietrich.
      Kann alles unterschreiben.

  2. Oliver sagt

    Bei aller Liebe und Wertschätzung für Euren Blog: dieses ständige Beklagen des „Tiefpunkts des Tiefpunkts“ (um Rudi Völler zu zitieren) nervt mich zunehmend. Die Mannschaft ist Euch zu alt und es sollen Jüngere ran? Dann gebt denen auch die Zeit sich entwickeln! Ich freue mich auch darüber, dass so ein junger Mann wie Santi Ascacibar sofort und nachhaltig eingeschlagen hat, aber das ist nicht der Normalfall. Der Kader hat Qualität, aber bringt das derzeit nicht auf den Platz. Das Glück, das wir in der Rückrunde hatten („jeder Schuss ein Treffer“), fehlt uns derzeit völlig und vielleicht hat auch diese Rückrunde die Mannschaft zu sehr in Sicherheit gewogen und sie kriegen mental den Schalter nicht umgelegt. Auch die im Krisenfall von allen (inkl. der Foristen) gern verwendete Hochjubelei von Jan Schindelmeiser (so richtig viele Volltreffer in der Verpflichtung hatte der auch nicht (ja, der Name Pavard sagt mir was, aber auch der hatte Probleme in seiner ersten Saison)) und des einzigen Trainers der letzten Jahre, der Euch zusagte, Hannes Wolf, find ich überzogen (die Zweitligasaison war alles andere als ein Selbstläufer und in er ersten Liga hat er nicht so gewirkt, als ob er passende Antworten hätte). Ich bin seit 40 Jahren VfB-Fan und hab schon weitaus schlimmere Mannschaften und Situationen erlebt. Kriegt mal die Kurve mit Eurer ständigen Bruddelei, die Mannschaft wird sie auch kriegen.

    • 1893imWeckla sagt

      Ich bin voll bei dir. Mich nervt diese destruktive Draufhauerei auch. Jeder, der ein VfB-Herz hat, leidet gerade. Aber dass gerade hier, wo stets eine gewisse Differenziertheit und auch Humor wahrzunehmen waren, so plump drauf los verbalisiert wird, ist bedauerlich und seit Wochen genau so konstant wie der Misserfolg der Mannschaft. Ich glaube, auch Reschke selber hat schon kapiert, dass er nicht nur ein glückliches Händchen hatte im Sommer. Aber soll er das nun so sagen? Sind dann alle zufrieden?

    • @buzze sagt

      Ich bewundere Deinen Optimismus. Was spricht denn in Deinen Augen dafür, dass die Mannschaft wieder in die Spur findet? Kein Spieler hat die Form der Rückrunde, der Trainer hat nur 16 Spieler zu Verfügung und muss mit einem Team antreten, das er nicht zusammengestellt hat. Und mit Mario Gomez scheint es aktuell nur einen einzigen Spieler zu geben, der überhaupt Tore erzielen kann. Und parallel siehst Du Michael Reschke und Wolfgang Dietrich im TV, die Dir erzählen, dass alles eigentlich ganz geil ist und nur die Ergebnisse nicht passen. Die Vermutung: Die glauben das wirklich. Und das muss einem Angst machen.

      Dass sich viele Fans Wolf und Schindelmeiser zurück wünschen, liegt übrigens nicht daran, dass der eine Zauberfußball spielen ließ und der andere nur Granaten verpflichtet hat. Es geht darum, dass die beiden dem VfB ein Gesicht gegeben haben mit dem man sich gerne identifiziert hat. Der VfB stand zum ersten mal seit Zorniger wieder für etwas. Und jetzt? Jetzt ist es wieder das übliche Flickwerk ohne grundsätzliche Idee dahinter. Bei Wolf/Schindelmeiser hatte man die Hoffnung, dass etwas in Stuttgart entsteht. Ob es so gekommen wäre? Keine Ahnung. Aber aktuell entsteht hier gar nichts und das Bild, das der Verein in der Öffentlichkeit abgibt, ist kein gutes. Und das meine ich nicht nur sportlich.

      • Vincent der Falke sagt

        Jetzt Zorniger in den Himmel zu loben, wird der Sache aber auch nicht gerecht.
        Sich sehenden Auges ins Unglück zu stürzen ist auch ein Plan

        • @buzze sagt

          Ich lobe ihn nicht in den Himmel. Ich denke, wir sind uns einig, dass Zorniger entscheidende Fehler (Hlousek als Innenverteidiger!) gemacht hat und beratungsresistent war. Dass seine Idee, wie man Fußball spielt, funktionieren kann, sieht man ja in Kopenhagen. Und im Gegensatz zu den Spielen in dieser Saison waren damals Partien dabei, in denen der VfB klar überlegen war, aber die Tore nicht gemacht hat. Grüße an Martin Harnik.

    • @abiszet sagt

      Hi Oliver, danke für Deine Wertschätzung, aber der Tiefpunkt des Tiefpunkts, wie Du es nennst, ist erreicht. Wobei es mit weiteren Klatschen noch schlimmer werden kann ;-)
      Wir wollen auch nicht ältere gegen jüngere austauschen (wo steht das im Text?), sondern fordern, dem (selbsternannten) Anspruch gerecht zu werden: führen, voran gehen, Widerstände überwinden, wenn es eng wird, sich nicht verstecken. Und wir sind der Meinung, dass der Kader was Qualität und Mentalität betrifft bei weitem nicht so gut ist wie Herr Reschke uns erzählt (auf Platz 17 muss man mit ihm aber auch nicht stehen).

      Du hast in den 40 Jahren Deines Fantums schon schlimmere VfB-Teams gesehen, schlimmere Situationen? Mag sein, ich bin fast genau so lang dabei. Aber die aktuelle Situation erinnert stark an die Saison 2015/2016. Da hatte der VfB zum gleichen Saisonzeitpunkt allerdings mehr Punkte – und stieg ab!

      • Oliver sagt

        Stimmt, in diesem Artikel steht nix von „lasst die Jungen ran“, aber das zieht sich seit Anfang der „Ära Reschke“ wie ein roter Faden durch („Reschkes Reste Rampe“, remember?). Stimmt, Schindelmeiser und Wolf waren sympathischer und hatten vielleicht auch einen Plan, aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass die Herren Dietrich und Reschke die tollsten Pläne der Liga haben könnten, es wäre einem Großteil der Gemeinde nicht recht. Könnte das vielleicht an der noch nicht verziehenen Ausgliederung liegen? Ich bin übrigens auch seit langen Jahren Mitglied und fühle mich nicht enteiert, vorher konnten wir zwar die Nicht-Entlastung aussprechen, aber Folgen hatte das eh nie. Und wegen der öffentlichen Statements: komm, keiner ist so naiv und glaubt, was die da im Fernsehen sagen, sowohl Spieler als auch Leitung. Du würdest Dir mit einer tiefgehenden Analyse vor ganz Fußball-Deutschland auch nicht in die Karten schauen lassen wollen. Und was die (notwendige) Kritik, an dem, was da sportlich gerade geboten wird, angeht: arbeitest Du besser, wenn Dir Dein Chef oder Deine Kollegen vor versammelter Mannschaft erklären, was für ein Depp Du bist? Das sollten sie dann doch lieber unter vier Augen machen, oder? Keiner von uns ist in der Kabine oder der Präsidiumssitzung dabei, aber bei dem ganzen Analysekram, den es inzwischen gibt, bin ich mir sicher, dass ihnen aufgefallen ist, dass die meisten zu langsam sind und wir zuviele Zweikämpfe verlieren ;-)

        Wo ich euch Recht gebe, dass vor allem Herrn Reschke manchmal mehr öffentlicher Demut ganz gut zu Gesicht stehen würde.

        Legt Euch meinen Kommentar einfach auf Wiedervorlage und wir reden am Ende der Saison nochmal drüber :-)

        P.S.: stimmt, ein neuer Trainer muss immer mit denen auskommen, die ein anderer rausgesucht hat, aber den alten Trainer wolltet ihr deswegen auch nicht behalten, oder? Und außerdem hat er 21 Feldspieler, von denen unglücklicherweise gerade 4 nicht ganz unwichtige verletzt sind (wie er da auf 16 kommt, weiß ich auch nicht :-D), Bayern hat übrigens 17 inkl. Verletzte.

        • @abiszet sagt

          Hi Oliver, es geht weder um Pläne von Dietrich/Reschke noch um die Ausgliederung noch darum, ob es besser mit Shindy/Wolf wäre. Die Fakten sind: Platz 17, ein zu dünner Kader (das ist auch bei Bayern das Problem), ein unausgewogener Kader, Lücken im Kader, keine Geschwindigkeit, keine Mentalität. Und das bei einem Transfervolumen, das es beim VfB noch nie gegeben hat. Da gibt es nichts zu beschönigen und auch kein „abwarten, das wird schon“.

  3. Uwe Groß sagt

    Ole, ole VfB! Ich muss seit Wochen ständig meinen VfB gegen alle möglichen störenden Bayern Fans verteidigen und so langsam gehen auch mir die Argumente aus! Aber das was jetzt
    passiert und wo überall wieder Menschen, die meinen alte Rechnungen begleichen zu müssen, warum auch immer. die aktuelle Diskussion in SPORT1 ist das Sinnbild dafür. Markus Weinzierl kann einem wirklich leid tun, wirklich! Eine gute zweite Halbzeit gegen Dortmund, aber ohne Tore, und eine gute erste Halbzeit gegen Hoffenheim, auch ohne Tore, aber eben zu Zehnt! Mich würde es nicht wundern, wenn er gleich wieder die Segel selbst streicht, denn die Phasen jeweils nach dem ersten Tor in beiden Spielen und die haarsträubenden Fehlern jeweils danach haben die Schwachstellen, die Köpfe der Spieler, offenbart. Aber warum ist das so? Wenn ich da unten drin stehe darf ich nicht vom europäischen Fußball träumen sondern ich muss kämpfen und meine Mitspieler motivieren dasselbe zu tun! Das fehlt meiner Meinung nach wirklich, weil nur mit Kampf kann ich ein Spiel positiv für mich beeinflussen, wenn ich keine spielerischen Mittel dafür habe, aber wenn ich nicht bereit bin das zu tun, dann wird es sehr schwer! Ich hoffe, dass die Verantwortlichen Ruhe bewahren und diese Ruhe auch intern weitergeben damit die Spieler wissen, dass die Veränderungen ausschließlich von ihnen kommen müssen und es keine weitere Ausreden gibt! Ein Trainerwechsel ist immer schnell gemacht und greift oft auch, ich bin keine Freund von TK gewesen, aber man darf jetzt nicht den selben Joker ziehen, den MW kann am wenigsten für die beiden derben Niederlagen!
    Also Jungs, gebt mir wieder positive Argumente gegen die „komischen2 Bayern Fans, die sich ständig in unsere Belange einmischen! Danke! Und noch eins, ich bin am Freitag im Stadion und möchte Euch kämpfen sehen, wenigstens das!

  4. Sieht den Keiner was da los ist ? Weiss den Keiner wie das Weh tut ( den Fan’s natürlich ) ? Hat den Keiner den Mut zu dem zu stehen was Alle sehen ? Muss der President und der so schlaue Herr Rescke so dumme Kommentare abgeben ? Reicht es wenn M. GOmez Kleinigkeiten ändern will ? Wie waere es mit Einsatz ? Wie waere es mit Herzblut ? Wie wäre es mit Courage ? Wie wäre es mit “ Fussball “ spielen ? …Desolat !…Bin nun seit 33 Jahren eine Elsaesserin deren Herz am VFB hängt ! Mein Herz hängt zur Zeit in der Luft, in der stuttgarter verpesteten Luft ! Es blutet rot !

  5. TomTom sagt

    Die Fakten:
    Korkut und die Rückrunde: top
    Korkut jetzt: 7 spiele 7 Gegentore 5 Punkte
    Weinzierl : 2 spiele 8 Gegentore 0 Punkte
    Merkt ihr was? Den Korkut habt ihr angemotzt weil zu Defensiv. Wie lustig. Keinen Schimmer von Fußball habt ihr.
    Ihr braucht doch nicht so weit zurück zu gehen , Die Rückrunde gab doch alle Antworten. Diese Mannschaft Der letzten Saison, hätte nie verändert werden dürfen. Jeder Verkauf war ein Fehler. Ginczek schießt die Tore jetzt in Wolfsburg. Reschke Hätte doch super glücklich sein müssen endlich einen Kader zu haben der funktioniert. Die neuen Einkäufe sind fast durchweg nicht bundesligatauglich. Reschke hat im Sommer die Mannschaft ruiniert und kann es nicht zugeben. Er muss seinen Hut nehmen.

  6. Clemens sagt

    Die Kritik, die derzeit auf Michael Reschke einstürmt, geht weit über das sachlich Nachvollziehbare hinaus. Selbstverständlich hat Reschke Fehler gemacht, aber diese beziehen sich nur zu einem geringen Teil auf die Verpflichtungen des zurückliegenden Sommers. Die meisten Transfers waren perspektivisch sinnvoll und sollten den Kader der zurückliegenden Saison lediglich ergänzen. Für die Stammelf waren lediglich Gonzalo Castro und Daniel Didavi vorgesehen. Gegebenenfalls noch Gonzales nach dem Abgang von Ginczek. Alle anderen Spieler wollte man langsam aufbauen. Daher teile ich inhaltlich lediglich den Teil des Artikels, der sich mit der Leistung der arrivierten älteren Spieler beschäftigt. Gerade ein Gentner, Badstuber, Gomez und Castro müssen deutlich mehr Leistung zeigen, als dass dies bislang in der Saison von den Genannten der Fall war.

    Was man indes durchaus kritisieren darf, ist die geringe Kadergröße, das Leihgeschäft mit Mangala sowie den Verkauf von Ginczek. Dies wären beides Spieler mit der nötigen Einstellung gewesen, die dem Gros des aktuellen Kaders derzeit offensichtlich fehlt. Und was man selbstverständlich auch nicht unterschlagen sollte, ist die vollkommen unnötige Vertragsverlängerung von Tayfun Korkut. Wie gesagt, Kritik ist sicherlich angebracht, aber sie sollte sachlich bleiben und nicht in einem Rundumschlag ausarten.

  7. Pessimist sagt

    Unser Status Quo wird sich am Freitag auf dem Platz zeigen; wenn die behäbigen :-) Rebic Kostic Jovic und Haller auf unsere pfeilschnellen und fitten Aogos Badstubers Castros und Gentners treffen
    Wir haben keinen Abstiegskampf – wir stecken schon eine Ebene tiefer – im sportlichen Existenzkampf.
    Die letzten Spiele waren eine schonungslose Offenlegung der Tatsache dass momentan nichts aber auch gar nichts vorhanden ist was ein fußballspielendes, leidenschaftlich kämpfendes Team so ausmacht.

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