Alle Artikel mit dem Schlagwort: klatsche

Update oder Neustart?

„Der Impuls im Fußballgeschäft, nach Rückschlägen ins Bekannte zu flüchten, ist groß“. Das schreibt der geschätzte Tobias Escher als Abschluss seiner taktischen Analyse des Walterballs in der aktuellen 11 Freunde Ausgabe. Auch bei vielen Fans scheint dieser Wunsch inzwischen recht groß zu sein. Kein Wunder, nach der dritten Niederlage in Folge mit einem Torverhältnis von 3:9(!). Dabei geht es gar nicht darum, dass man dem Trainer nicht Zeit und Rückschläge eingesteht, sondern eher darum, dass es immer schlimmer statt besser wird. Vor ziemlich genau drei Monaten bestritt der VfB sein erstes Heimspiel der Saison gegen Hannover 96. Okay, mittlerweile wissen wir, wie es um die wahre Leistungsfähigkeit der Slomka-Truppe bestellt ist, aber dennoch: Die Stimmung war elektrisierend, 52.000 Zuschauer waren gespannt auf den „Walterball“ unter Ergebnisdruck, ein Raunen ging durch die Schüssel, als Gregor Kobel immer wieder – mehr oder weniger riskant – ins Aufbauspiel eingebunden wurde. Nach der schweren Verletzung von Marcin Kaminksi kam ein junger Abwehrspieler in die Mannschaft – und erzielte prompt ein spektakuläres Eigentor. Die Reaktion: Aufmunterung durch das Team, Applaus …

High Noon beim VfB

Der VfB im Oktober 2018 ist eine Katastrophe, dem VfB fliegt alles um die Ohren. Ein Kapitän, der in Interviews große Töne spuckt, aber auf dem Spielfeld ein Mitläufer ist und Assists nur für den Gegner liefert. Selbsternannte Führungsspieler, die den Anspruch haben, voran zu gehen und das Team zu führen, die aber nicht das Niveau haben, es auf dem Feld umzusetzen. Greenhorns, die entweder nicht funktionieren oder verletzt sind. Ein Präsident, der mit Parolen auf starker Mann macht, aber nichts bewirken kann. Ein Sport-Vorstand, der „nach wie vor voll und ganz vom Kader überzeugt ist“, obwohl das Team auf Platz 17 steht und sich jeder fragt, in welchen Duellen diese Truppe Punkte holen soll. Gegen Frankfurt? Nach der Klatsche ist vor der Klatsche, ein weiteres 0:4 wäre wirklich keine Überraschung. Aber enorm wichtig, dass wir so viel Erfahrung in der Mannschaft haben. Nur mit jungen Talenten wäre man in den letzten beiden Partien bestimmt untergangen. #VfB — Malik Peter (@Map303) October 27, 2018 Woche für Woche wird klarer: Dem Team fehlt Qualität und Mentalität, …

Geht es schon wieder los?

Klar, hinterher kann man immer schlau daherschwätzen. Wir waren uns am Freitag einig, dass es vermutlich nix wird mit einem Dreier gegen Dresden. Zu geschickt hatten sich die Sachsen in der bisherigen Saison gegen stärkere Gegner (u.a. im Pokal gegen Leipzig) angestellt und zu schwer tut sich der VfB traditionell gegen eben genau solche Gegner. Man denke nur an die Spiele gegen Ingolstadt und Darmstadt in der vergangenen Saison. Das wusste vermutlich auch Hannes Wolf und hatte sein Team auf eine ordentliche Portion „Heavy Metal“ vorbereitet. Der Trainer ist ja auch in einem Alter, in dem man ihn einen Besuch auf dem Wacken durchaus noch zutrauen würde. Sein Team dachte aber offenbar, man würde zuhause gegen Dynamo Dresden spielen. In der Schleyerhalle gastierte nämlich am Samstag Abend die SWR Schlagernacht mit folgender Startelf: Howard Carpendale, Roland Kaiser, Vicky Leandros, Matthias Reim, Semino Rossi, Michelle, Olaf, Nicole, Laura Wilde, Anita & Alexandra Hofmann. Olaf, so habe ich mir sagen lassen, ist übrigens einer von den Flippers, der jetzt solo sein Glück versucht. Schlimmer geht’s nicht. Oder …