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Mein Probetraining beim VfB!

Talentsichtung

Für das Testspiel gegen Hull City hats noch nicht geklappt, aber beim Pokalspiel gegen den VFL Bochum werde ich ziemlich sicher dabei sein.    

Wundert Euch nicht, wenn in Kürze im 11Freunde-Transferticker diese Meldung auftaucht: „VfB verpflichtet überraschend nicht mehr ganz jungen Unbekannten!“ Nein, der vieldiskutierte Kracher bin ich nicht, aber im Probetraining habe ich mächtig Eindruck hinterlassen. Besonders bei Sven Ullreich, der war richtig sauer. Ulle bekam von mir einen zwischen die Hosenträger, Rüdi gab mir Fünf, dass meine Handflächen brannten, Armin Veh nickte wohlwollend und Bernd Wahler lachte so breit, dass ich befürchtete, ihm fiele der Mund aus dem Gesicht. Nur Bobic wirkte ein bisschen stinkig: „Don’t call us, we call you“. Für das Spiel gegen Hull City wäre es noch zu früh für mich, ich solle erst einmal das Team kennen lernen, raunte mir Veh zu. Aber im Pokalspiel gegen Bochum soll ich auf der Bank sitzen und dem Cheftrainer ein taktischer Sparringspartner sein.

Nein, nein, so war das natürlich nicht. Aber ich wäre vorbereitet gewesen, so viel ist klar. Taktisch habe ich ja sowieso alle Systeme drauf und schön warm gemacht habe ich mich mit einem 10 km-Lauf nach Cannstatt, um das Grand Opening, wie die Saisoneröffnung zeitgeistig heisst, auf P9 (einem Parkplatz) zu besuchen. Auf was ich traf, war ein Jahrmarkt der Geschmacklosigkeiten. Denn das Grand Opening hat kein anderes Ziel, als den VfB-Sponsoren ein Forum zu bieten. Dabei wurde weder auf Niveau noch ein einheitliches optisches Bild geachtet. Aus allen Sponsoren-Ständen riefen hibbelige Moderatoren durcheinander, die Beschallung war ein kritikwürdiger Mix aus David Guetta, Beyonce und Andreas Bouranis „Hoch auf uns“. Da gabs Hüpfburgen, Foto-Aktionen, Hindernis-Parcours, Torwandschießen und die Mercedes Benz Bank präsentierte die neuen Modelle der A- und C-Klasse. Ich dachte, die Bank verleiht Geld, aber sie stellt wohl auch Autos her. Was gelernt.

Optik, Organisation und Stimmung beim Grand Opening waren – positiv ausgedrückt – volkstümlich (nur noch Christoph Sonntag hat gefehlt), wenn man bruddeln will, muss man es provinziell nennen. Höhepunkt war die Präsentation der Mannschaft auf einer wackligen, schlecht einsehbaren Bühne, moderiert von zwei SWR-Leuten, von denen ich mir nicht sicher bin, ob sie gestern nur spät ins Bett gegangen sind oder ahnungslos waren. Ovationen gab es für Sven Ulreich, Toni Rüdiger und natürlich Timo Werner, der immer noch sehr schüchtern ist. Daniel Didavi kann nach eigener Aussage nichts anderes als Freistöße schießen, Alexandru Maxim kann nach eineinhalb Jahren in Deutschland noch kein Deutsch, dafür aber spricht Kiwi-Messi Marco Rojas nach ein paar Wochen ausgezeichnet deutsch und Neuzugang Oriol Romeu spricht so katalanisch gefärbtes Englisch, dass sich die ahnungslosen übernächtigten Moderatoren nicht in der Lage sahen, seine Aussagen zu übersetzen. Höhepunkt war der Auftritt von Armin Veh, der sich regelrechten Beifallsstürmen ausgesetzt sah. Spätestens jetzt weiss er, dass alle Erwartungen, und seien sie noch so überschaubar, auf seinen Schultern liegen. Gut wäre es natürlich, er hätte einen taktischen Sparringspartner an seiner Seite. Ich würde es machen, selbst für ein Hefe Hell und einen Wurstsalat ;-)

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