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Nichts haben und immer nur gut aussehen

Andere holen mal einen Punkt gegen sogenannte große Gegner oder siegen sogar. Bochum zerlegt regelrecht die Bayern, selbst Weinzierls Augsburger siegen gegen den Rekordmeister. Bielefeld gewinnt in Leipzig, Korkuts Berliner holen drei Punkte gegen Borussia Dortmund. Warum gelingt das dem VfB eigentlich nie?

Alle die grauen und die eher doofen Spieltage sind prinzipiell eher schwierig zu ertragen. Doch letzten Endes haben wir keine Wahl, denn sie sind in der Überzahl. Da nützt es auch nichts, dass „wir 70 Minuten lang taktisch ein gutes Spiel machen“ (Chris Führich) und „eine geschlossene und kompakte Leistung gezeigt haben“ (Pellgerino Matarazzo). In Dortmund, zu Hause gegen Leipzig, jetzt gegen Leverkusen: Nichts haben und immer nur gut aussehen, mehr schafft der VfB nicht. Aber was haben wir erwartet, wenn die schlechteste Mannschaft in 2022 gegen die beste spielt? Sind wir ehrlich: Wir haben alle mit einer Klatsche gerechnet, oder? Trotzdem darf niemand mit dem respektablen Spiel gegen Leverkusen zufrieden sein, denn es zeigte weiterhin einen VfB, der in dieser Form sicher absteigen wird.

Denn auch sechs VfB-Spieler reichen nicht, um das 1:0 von Moussa Diaby zu verteidigen, weil der den Treffer unbedingt erzwingen will und dran bleibt. Dinos Mavropanos hatte nach seiner Grätsche da schon abgeschaltet. Das muss das „fokussiert bleiben“ von Sven Mislintat sein, das ebenso fehlt wie das geradezu lächerliche Verhalten nach einem eigenen Tor. Wie schon gegen Frankfurt kassiert der VfB nach einem eigenen Treffer nahezu im Gegenzug den Gegentreffer. Da ist die Wiederholung das Prinzip, ohne jeden Lerneffekt.

Wie schon so oft in der Saison wird der Rückraum nicht verteidigt, wie bei Florian Wirtz’ 3:1. Wie so oft in der Saison ist der VfB bei der Verteidigung von Standards anfällig. Dieses Mal konnte das Kopfballungeheuer Amine Adli einen Freistoß von Kerem Demirbay ungedeckt einköpfen.

Auch wenn die Leverkusener mit viel Selbstvertrauen auftraten und eine enorme Qualität auf den Platz brachten – Andi Brehme würde sagen “Die Leverkusener sind alle technisch serviert“ – benahm sich die VfB-Verteidigung oft so, als ob sie für Autogramme bei den Leverkusenern anstanden. Sie schauten zu, wie Leverkusen sogar noch zehn Meter vor dem Tor kombinierte. Zugegeben, das sah auch wirklich gut aus. Alleine was Wirtz da regelmäßig aus seinem Fußgelenk zauberte, da konnte man in der Tat nichts anderes machen, als es zu bewundern. Mavropanos stemmte sich zwar mit allem was er hatte dagegen, aber insgesamt passieren zu viele Fehler in der letzten Linie – und damit wird es mit einem Sieg gegen jeden Gegner schwer.

Was macht trotzdem Hoffnung?
Einiges: Borna Sosa kann grätschen. Und er kann damit sogar ein Tor vorbereiten. Das 1:1 hatte als Ausgangspunkt sein Tackling. Natürlich Tiago Tomás mit seinen beiden Treffern, auch wenn er in den ersten 20 Minuten keinen Ball berührte. Orel Mangala hat sich gefangen. Immer noch nicht so gut wie wir ihn schon erlebt haben, aber doch stark verbessert. Das Spiel von Chris Führich – im Duett mit Sosa – wirkt immer wieder belebend in der Offensive. Die Stabilität, die Ata Karazor einbringen kann. Er ist natürlich nicht schnell, aber das war Zvoni Soldo auch nicht.

Wie geht’s weiter für den VfB?
Ist weiterhin Harmonie die Strategie? Gute Gruppe, alles gute Jungs, sind viel zu gut für den Abstieg? Wir haben gesehen wohin das geführt hat. Traditionell folgt einem ansprechenden Spiel gegen einen großen Gegner ein schlechtes Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Wobei sich der VFL Bochum nicht mit dem VfB auf Augenhöhe befindet. Der Aufsteiger ist in allen Bereichen eine andere, eine bessere Mannschaft. Eine, die immer arbeitet und eine, gegen die keiner gerne spielt. Also das genaue Gegenteil des VfB. Die Hälfte der Spieler kann zwar kaum einen Ball stoppen, aber jeder kann sich auf den anderen verlassen und jeder weiß, was der andere tut.

Die Drucksituation für den VfB wird dabei enorm sein, auch wenn Mislintat meinte, „wir haben immer gesagt, dass es nur um den Klassenerhalt geht“. Aber er sagt auch – womit er sich widerspricht – “Platz 17 macht etwas mit der Mannschaft“. So wird je nach Situation das passende Argument heraus geholt, das hört sich immer gut an. Den klugen Erklärungen sollten aber endlich Reaktionen auf dem Platz folgen. Und noch wichtiger: Ergebnisse und Punkte.

Zum Weiterlesen:
Unser vertikalGIF “Eine Aspirin, bitte!”

Die Süddeutsche Zeitung meint, “In Stuttgart fühlt sich die Bundesliga inzwischen so an, als trage sie Züge einer Weltverschwörung. Monatelang haben sie auf ihre besten Spieler verzichten müssen (…) und seit Weihnachten macht sich das Schicksal nun einen Spaß daraus, dem VfB erst Elfmeter vorzuenthalten und dann abgefälschte Gegentore zu spendieren.“

Tobias Escher sieht bei 11Freunde wenig Gutes beim VfB, ausser: „Tomás hatte gegen Bayer zwar die wenigsten Ball­kon­takte aller Spieler, die neunzig Minuten auf dem Platz standen. Die Partie lief meist an ihm vorbei. Dafür stand er im Straf­raum zweimal gold­richtig.“ Aber: “Der VfB wird mehr als zuletzt das Spiel machen müssen; eine Facette, bei der ihm noch keine Wei­ter­ent­wick­lung gelungen ist.“

Foto: Christof Koepsel/Getty Images

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49 Kommentare

  1. Martina sagt

    Mein absolutes “Un”Wort des Jahres 2022 ist die mislintatsche Wortschöpfung => “TOP”

    TOP-Truppe
    TOP-vorbereitet
    TOP-Teamspirit
    TOP-Jungs
    TOP-Qualität
    TOP-Trainer
    TOP-Kader
    TOP-Challenge
    TOP-Spiel gegen Bayer

    Dieses Top Schöngerede ist top nervig und hat den Beigeschmack einer dunkelrosaroten Brille.

    @abiszet ja alles gesagt hat.

    Was mich ebenfalls “Top” nervt sind die unmittelbaren Gegentore nach dem eigenen Tor.
    Das hat schon mehr Tradition als der Wasen. Wir haben schon zig Punkte verschenkt, weil wir die Konzentration nach einem eigenen Tor oder einer falschen Schiri Entscheidung nicht hochhalten können.

    Zu meinen “Top Ten” gehören immer wieder die Wechsel in der gefühlten Minute 98 mit Spielern, die dem Spiel Struktur nehmen statt geben.

    Stenzel und Ata haben mir sehr gut gefallen. Warum Tomás letzte Woche nicht so weit war, mir top unklar. Der hatte Biss, sich (top) reingehängt und zurecht total gefreut. Die mittlerweile kleinen Highlights eines VfB Fans, dass es auch beim Gegner mal klingelt.
    Leider kann das Glückshormon schon zwei Minuten später dem Stresshormon weichen.

    Ich hoffe @abiszet hat Recht und die Statistik, dass Gegner, die (top) gegen Bayern gewonnen haben im nächsten Spiel verlieren. Hoffentlich ist diese Statistik stärker als unsere Statistik, nach einem 70 Minuten Top Spiel gegen einen Top Gegner mit Top challenge im nächsten Spiel gegen eine gefühlte 2. Liga Mannschaft freundlich gesagt, weniger inspiriert, aufzutreten.

    Gestern Bochum gegen Bayern geschaut, leicht wird´s nicht… wie würde Max Kruse sagen, mit der Vision des Trainers war ich nicht immer einverstanden…

    • Stephan sagt

      Martina – top Text – ich geb’s zu, Deine Kommentare lese ich am liebsten – Du sprichst mir aus der Seele – 😀 – hab schon n alten Fanschaal rausgesucht, um ihn am Samstag in der CK zu verbrennen… 😭

      • Martina sagt

        Ich hab Dich auch 🔝lieb 🤭
        Einen alten Schal von 86 hätte ich auch noch rumliegen 🤣😂🤣

  2. Stefan sagt

    Chapeau – der Vergleich Karazor/Soldo muss einem ersma einfallen! Finde ihn allerdings schon einigermaßen…äh: gewagt. Ansonsten gilt die Devise “2. Liga, wir kommen.” Und das wird garantiert auch kein Zuckerschlecken.

    • @abiszet sagt

      Ich habe nicht Karazor und Soldo mit einander verglichen, sondern die mangelnde Schnelligkeit beider ins Verhältnis gesetzt.

      • Stefan sagt

        Sorry, hab mich unklar ausgedrückt. Stimmt natürlich, dass Du ihre Schnelligkeitsdefizite verglichen hast. War ne Kutzschlussreaktion meinerseits, da sich für mich bei Karazor schon ab und an “Genie & Wahnsinn” die Klinke in die Hand drücken, Soldo hingegen die Zuverlässigkeit in Person war. Daher wohl meine suboptimale Formulierung.

  3. Bacardihardy sagt

    Würde heute noch den Trainer wechseln. Wenn Mislintat dann auch gehen will, kein Problem.
    Es gibt genügend Fachleute im Fussball.
    Es muss ein Signal her.
    Ein Aufbruchsignal.
    Unabhängig wie das Bochumspiel endet, für die nächste Saison wünsche ich mir eine Änderung für das Traineramt. Ebenso wünsche ich mir eine weitere Person als Sportdirektor und die Beendigung von Mislintats Alleinherrschaft. Der Vfb II steht schliesslich auch vor dem Abstieg, da ist Herr Mislintat nicht unbeteiligt.

  4. Barry sagt

    🔝-Beitrag
    🔝-Analyse
    🔝-Kommentare
    🔝-Webseite

    Vielleicht könnte 🔝-Sportdirektor SM und 🔝-Trainer PM mit Hilfe dieses 🔝-Forums das 🔝-Potential der 🔝-Mannschaft auf ein noch höheres Level bringen?!

    @absizet Es gibts nichts ergänzen, was nicht in Deinem Artikel steht oder vorher nicht schon zig-fach diskutiert wurde.

    Mein persönlicher Lichtblick war Mangala, der eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt hat. Wie so oft erwähnt, der VfB hält meiner Meinung nach nur die Klasse, wenn das quadratische Viereck Mangala, Endo, Silas und Kalajdzic zu alter Form finden.

    • @abiszet sagt

      Danke!
      Mangala fand ich am Anfang sehr problematisch, fing sich aber dann. Wegen deines magischen Vierecks: Mit Silas sieht es im Moment nicht danach aus, dass er diese Saison noch der alte wird. Und Endo: ihm gehen die Kräfte aus.

  5. drhuey sagt

    Mislintat hat wieder “Themen” gesehen, die wichtig waren. Welche “Themen” sollen das sein?
    Dieser spezielle Mislintat-Sprech wirkt dann doch etwas hilflos. Viele, die den VfB NICHT für den Klassenverbleib unterstützen können, sind seine Jungs. Die machen auch bei der Zweiten, wie man hört, nicht den Unterschied (Faghir und Mola). Das ist schon ziemlich traurig und verstärkt meine Abneigung gegenüber jeder Schönrederei nach aussen, der offensichtlich nach innen keine klaren Ansagen folgen. Befürchtet man, dass die tollen Jungs dann gleich gar nichts mehr auf die Reihe kriegen? Aber vieles hat unerwartet besser ausgesehen. PM hat die Schwächen seiner Dreierkette auch eingesehen und so hat Karazor in seiner Rolle eine gute Figur gemacht und auch Tomas muss man herausheben. Kann er sich dem Automatismus entziehen, wonach er nach ein paar Spielen auf das Niveau seiner Mitspieler herunterkommt? Dennoch sind diese Lichtblicke zu wenig. Wir haben einen schwachen Torhüter. Er hat offenbar Schwierigkeiten seine Vorderleute zu organisieren und, wenn in der Bundesliga ein Torhüter dem Schlitzohr-Kullerball von Wirtz hinterherhüpft als wollte er sich im Park nicht seine Sonntagshose schmutzig machen, sagt das auch etwas über Haltung. Er wäre auch mit durchgestrecktem Rücken chancenlos gewesen, und dennoch erwarte ich in der Situation, dass er alles reinhaut. Eine ähnliche Szene ist die von Mavropanos, als er einfach aufhört und im Black-Lives-Matter-Kniefall verharrt, während Diaby die Sache noch lange nicht für beendet erklärt. Die Jungs sind zudem zu lieb. Andrich’s ständigem harten Einsteigen musst Du mal was entgegensetzen. Es ist Abstiegskampf, Mann!

  6. Clemens sagt

    Und man könnte noch ergänzen, dass wir bei einfachsten Basics den Eindruck einer C-Jugend Mannschaft machen. Ito will den Ball nach links ins Mittelfeld passen. Der Ball hatte die nötige Schärfe, wurde präzise gespielt und dennoch landete der Ball beim Gegner, weil der VfB Spieler als Empfänger dem Ball nicht entgegen gehen wollte. Das hat dann der gedanklich schnellere Wirtz erledigt und der VfB hatte einen weiteren unnötigen Ballverlust. Und Führich hatte offensiv sicherlich ein paar ordentliche Szenen, aber defensiv erinnerte sein Nebenherlaufen eher an Begleitschutz, als an defensive Zweikampfführung. Wie sehr vermisse ich in diesen Momenten einen Nico Gonzalez. Der hat den Gegner ständig genervt, permanent nachgesetzt und konnte eigentlich nur gestoppt werden, wenn ihn der Gegner vom Platz getreten hat (was ja dann auch einige Male geschehen ist).

    Was soll Mislintat in der Öffentlichkeit nun machen? Sagen, dass Faghir leider eine Fehlinvestition war? Dass Müller die Erwartungen nicht erfüllt hat? Dass Silas noch nicht einmal die Form seiner Anfangszeit beim VfB in der 2. Liga besitzt? In der Wirtschaft würde man bei einem börsennotierten Unternehmen von Kapitalvernichtung sprechen und hätte Aktionärsklagen am Hals, wenn man in dieser Offenheit Ross und Reiter nennen würde. Insofern ignoriere ich die Interviews nach Spielende und ich höre mir auch die Pressekonferenzen vor den Spielen nicht mehr an. Bleibt zu hoffen, dass die interne Kommunikation etwas direkter und schonungsloser erfolgt.

  7. Martina sagt

    Armin Veh hat mir gestern tatsächlich aus der Seele gesprochen. Frei zitiert sei es aus seiner Sicht falsch, aus dem VfB einen FC Mislintat zu machen, der alleine über den Weg entscheidet. Auch seien die Aussagen: “dann gehen wir halt runter” psychologisch völlig falsch.

    Er kann es nicht nachvollziehen, dass man an einem Weg (gegebenenfalls auch Trainer) festhält, der offensichtlich nicht funktioniert. Es fehle eine Instanz, ein gemeinsamer Weg mit der oberen Führungsetage. Es könnte nicht Anspruch eines VfB sein wieder runter zu gehen, sondern im Gegenteil: jetzt müsste alles darauf ausgerichtet werden die Klasse zu halten.

    Aus Fan Sicht fehlt mir tatsächlich vor allem das Signal nach außen, dass Nico Willig damals zumindest ausgesendet hat. Wir kämpfen, wir schaffen das, wir geben alles. Ab jetzt ist tatsächlich jedes Spiel ein Endspiel. Dann hast Du wenigstens das Gefühl, oke, alles gegeben, mehr ging nicht. Das Gefühl, nicht alles gegeben, ist ja nicht so schlimm, nehmen wir in Kauf – trotzdem alles geschmeidig – finde ich gruselig. Früher hat S.M. doch immer gebetsmühlenartig gepredigt, welch ein Finanzieller Verlust (Fernsehgelder, Sponsoren…) Liga 2 sei.

    Ich sehe es auch wie Veh (sorry) als ein zwanghaftes Festhalten an einem Weg, der weder jetzt noch in der 2. Liga aufgeht. In Liga 2 brauchst Du Andrichs und komplett andere Spieler…

    Mir fehlt sogar (nochmal sorry) die Phantasie wie wir eine Truppe wie Bochum sie gerade ist, schlagen wollen.

    • @abiszet sagt

      Hier der Link dazu:
      https://sport.sky.de/fussball/artikel/vfb-stuttgart-news-veh-kritisiert-mislintat-und-co-bei-sk90/12541166/34130

      Armin Veh kann man eigentlich nicht mehr ernst nehmen ;-) Aber in der Tat sollte der VfB nicht zum VfB Mislintat werden. Die Struktur eines starken Mannes ist aber in der Bundesliga nicht ungewöhnlich: Eberl (bis vor kurzem) in Gladbach, Samir Arabi (Bielefeld), Bobic (früher Frankfurt, jetzt Hertha), Ruhnert in Berlin usw. Trotzdem benötigt der VfB und auch Mislintat einen Sparringspartner, ein Regulativ.
      Siehe Text von letzter Woche https://vertikalpass.de/das-tragische-dreieck/
      Hitzlsperger war und ist das nicht, Adrion erst Recht nicht (seine letzten praktischen Erfahrungen sind von 2013, U21 Nationalmannschaft).

    • Bernd sagt

      “Alles auf Klassenerhalt ausrichten”, ist das wirklich so? Lieber die Saudis bei uns einsteigen lassen als in die zweite Liga gehen? Jetzt zukünftige Einnahmen verpfänden um einen namhaften [tm] Trainer und Sportdirektor zu verpflichten? Einen Feuerwehrmann installieren, um nach vielleicht geglücktem Klassenerhalt und Abgang weiterer Leistungsträger in der nächsten Saison mit einer noch weniger konkurrenzfähigen Truppe dazustehen? Im Gegensatz zu Rino wird der dir nämlich nicht die Spieler entwickeln können. Das ist doch genau das Problem was der VfB (mit Ausnahme von Hannes Wolf) jahrelang hatte: wir haben immer nur kurzfristige Löcher gestopft auf Kosten der langfristigen Substanz. Am Ende hat man genau wie der HSV nur das Unvermeidliche rauszögern können. Diesen Fehler sollten wir nicht nochmal machen.

      Es mag sicher Situationen geben, in denen ein Trainerwechsel sinnvoll ist, vor allem wenn man jemandem auf dem Stuhl hat, der der Mannschaft weder kurz- noch langfristig etwas geben kann. Wenn man sich aber vor Augen hält, dass selbst diese Saison Spieler wie Ito und Tibidi sich unter Rino äußerst positiv entwickelt haben, dann kann ich das nichtmal im Ansatz so erkennen.

      Veh schielt natürlich auch auf einen Posten bei uns, dass der am Stuhl von Mislintat sägen will, dürfte wenig überraschend sein. Solche Leute hatten wir in der Vergangenheit zuhauf, kein weiterer Bedarf.

      • Kljuce sagt

        Lieber Bernd,
        du hast nicht unrecht mit deiner Aussage, aber das Team entwickelt sich seit einem halben Jahr nicht weiter, das darf und muss man sich Hinterfragen, soviel zu Landesliga Trainer PM!! Für die falsche Desolate Kader Zusammenstellung ist SM verantwortlich, wie kannst du mit einem Dauerverletzten Dida verlängern, aber mit dem Kapitän nicht. Mislintat ist Hauptverantwortlich für den anstehenden Abstieg!!! Es ist der VfB und keine Welt Talentschmiede!!!
        Daher soll vor allem Mislintat gehen

    • @buzze sagt

      “Jetzt schon zu sagen ‘wenn wir runter gehen ja dann bleiben wir auch alle da’ – das ist mir viel zu früh. Wir sind im Leistungssport im professionellen Fußball und daran wird man auch immer gemessen.”

      Sagt derjenige, der sich mitten in der Saison verpisst hat, weil er “kein gutes Gefühl” hatte.

      • drhuey sagt

        Exakt! Sein Satz:”Es ist besser, wenn ich nicht hier bin.” von damals ist so ziemlich das Feigste was man die letzten 20 Jahre im “Leistungssport” gehört hat.

  8. Martina sagt

    Mein ganz persönliches Problem an der Sache ist, dass ich keinen klaren Plan und keinen klaren Weg erkennen kann.

    Bei allem Respekt, Wertschätzung und Achtung vor der Spielerentwicklung werde ich mit
    der Mannschaft, wie sie im Moment zusammen gesetzt ist, in Liga 2 keinen Blumentopf gewinnen können.

    Mislintat selbst hat gesagt, dass auf Defensive und Zweikampfhärte ausgerichtete Mannschaften uns gar nicht liegen und wir in der 1. Liga mehr Räume für unser Spiel haben. Ergo müsste dann doch gerade deswegen alles passieren, um die Klasse irgendwie zu halten. Damit wir unser Spiel erhalten. Wir haben gefühlt 30 offensiv Talente und hinten wird´s immer dünner… für Liga 2 brauchen wir aber hinten Kanten.

    Wenn ich jetzt auf reine Spielerentwicklung setze und es jetzt nur um irgendwelche Marktwertsteigerungen geht, um die finanzielle Lage zu entspannen, wäre es mir lieber, dass das dann so im Außen auch mitgeteilt wird. Allerdings würde ich mir dann das zuschauen und die Fernsehgebühren sparen.

    Auch verstehe ich nicht, was in der 2. Liga besser werden soll.. Endo, Mangala, Sosa, Sasa, Dinos werden sicher keine Lust darauf haben und gehen. Müller wahrscheinlich auch nicht.

    Wer soll dann kommen, wie soll es dann weitergehen? Der daraus resultierende Kader-umbruch hat dann mit Kontinuität ebenfalls gar nichts zu tun… Wie gesagt, mir fehlt jegliche Phantasie…

    Wenn mir das jemand erklären kann und ich einfach nur zu doof bin es zu verstehen,
    sehr gerne :-)

    • Bernd sagt

      Der seit Amtsantritt von Mislintat klar kommunizierte Plan ist, junge Talente auszubilden und möglichst teuer zu verkaufen. Also genau das, was den VfB in guten Zeiten zumindest seit meinem Fandasein immer ausgezeichnet hat. Dafür hat man Trainer aus dem Jugendbereich geholt und sich einer offensiven Ausrichtung verpflichtet. Das sollte nach 2,5 Jahren doch eigentlich bekannt sein, oder?

      Dinos wird nach Ziehen der Option hier einen langfristigen Vertrag haben, der wird bleiben, wenn nicht ein Top-16-Verein wie Dortmund Ernst bei ihm macht. Müller ebenso. Sasa wird so oder so gehen, bei den anderen wird man sehen. Zudem bleiben dürften Ito, Anton, Stenzel, Karazor, Führich, Tomas, also ingesamt mehr als 60% der letzten Startaufstellung. Ich verstehe deine Sorge vor einem radikalen Umbruch, aber vergleich das mal mit den letzten beiden Abstiegen.

      Wenn wir den Gang in die Zweite Liga antreten müssen, dann werden wir dort auch die Möglichkeit haben gestandene Zweitligaspieler der Marke HAG oder Förster zu verpflichten und dies auch wieder tun.

    • @abiszet sagt

      Der klare Plan und klare Weg ist schon oft skizziert worden: Mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern (idealerweise aus dem NLZ, bis es soweit ist von anderen Clubs) Werte schaffen, die dann wieder in weitere etwas besser entwickelte Spieler gesteckt werden, um sich so peu-a-peu ins Tabellenmittelfeld zu schieben und die Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs zu reduzieren.

      Auch bei diesem Weg können natürlich Fehler entstehen bei der Kaderzusammensetzung (wie in dieser Saison passiert), was aber nicht grundsätzlich gegen den Weg sprechen muss. Gegen den Weg spricht, dass da offensichtlich eine Schleife in der 2. Liga nicht ausgeschlossen werden kann bzw. billigend in Kauf genommen wird.

      Dass der Mannschaft die 1. Liga mehr liegen könnte, weil sie Räume bekommt, hat Mislintat übrigens 2020 beim Aufstieg gesagt – und er hatte in der Saison 2020/2021 Recht. Jetzt sind wir wieder eine Saison weiter und die Aussage obsolet und nicht mehr relevant.

      Und ja, es geht um “irgendwelche Marktwertsteigerungen, um die finanzielle Lage zu entspannen“, das hat Mislintat oft gesagt (Sommer 2021 20 Mio Transfer-Plus, die weiteren 2 Sommertransferfenster ist dise Größenordnung ebenfalls die Vorgabe). In sofern hast Du jetzt ein bisschen Budget frei ;-)

  9. Bacardihardy sagt

    Ein Dreierpack von Davino Knappe sowie zwei Tore von Thomas Kastanaras sichern der U19 einen souveränen Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth und zugleich den Sprung an die Tabellenspitze.

    Sorry, aber wenn man gegen Bochum verliert, muss man eigentlich den Trainer wechseln, um das rettende Ufer noch zu erreichen.

    Was man auf jedenfall benötigt, ist ein Regulativ neben Mislintat , seine Transferstrategie ist unausgewogen. Es fehlen defensive Alternativen im Kader. Typen wie Andrich von Leverkusen. Unsere Bubis sind dem nicht gewachsen. Solche Spieler findet man in der 2.Liga und 3.Liga.

    Für die nächste Saison benötigt der Vfb keinen einzigen Spieler mehr in der Offensive, auch bei Abgang von Sasa und Silas. Der Vfb hat zusätzlich so hoffnungsvolle Spieler in der U19, darauf muss man setzen.

    Was der Vfb benötigt ist ein defensives Bollwerk angefangen beim Torwart bis zum defensiven Mittelfeld. Hier gilt es bei den nächsten Transfers anzusetzen.

    Es geht auch ohne Materazzo und Mislintat.
    Hauptsache der Vfb wird stabiler und erfolgreicher.
    Kontinuität wäre schön, aber wenn man in 7 Spielen 1 Punkt holt, stimmt was grundsätzlich nicht.

    Aber vielleicht kommt ja noch die Wende gegen Bochum. Ansonsten gilt hier, stets bemüht , aber kein Erfolg.

    • Bernd sagt

      Müller ist schon okay, der spielt in etwa so wie Kobel bis zur letzten Hinrunde. Solide, ohne größere Ausreißer nach oben oder unten. Das mit den Kanten ist Unsinn. Es ist viel einfacher, gegen Fürth, Bielefeld und Augsburg zu gewinnen als sich gegen die Schwergewichte der Liga gelegentlich ein Unentschieden zu ermauern. Hat man letzte Saison gesehen, da haben wir fast alle Punkte gegen in der Endabrechnung schlechter platzierte Teams geholt. Auch diese Saison ist das ähnlich, da haben wir von den vorderen Teams nur gegen Hoffenheim gewonnen, und die waren da in einem Formtief. Gegen Teams aus den unteren Regionen brauchen wir aber vor allem schnelle Innenverteidiger um nicht ausgekontert zu werden.

  10. Martina sagt

    Vielen lieben Dank für Eure Erklärung :-)

    Ich hab mir das in meinem jugendlichen Leichtsinn irgendwie so vorgestellt, dass es ein solides “Mannschaftsgerüst” gibt, innerhalb diesem junge Menschen entwickelt werden.
    Dass es plötzlich “nur” Offensiv Talente gibt und die Defensive ausgedünnt wird eher nicht. Außerdem gäbe es für richtig gute Defensiv Spieler derzeit möglicherweise mehr Kohle, die werden doch gerade überall gesucht.

    Andrich Typen vermisse ich ebenfalls.
    Bochum wird nicht leichter als Bayer.

    Von mir aus soll Rino weiter Spieler entwickeln, ein Willig mit ein bisschen mehr Ausstrahlung und Motivationstalent würde ich mir trotzdem wünschen.

    Dass Endo, der erklärt auf die Insel möchte, da bleibt – glaube ich eher nicht.

    Frei nach dem Motto “was interessiert mich das Gschwätz von gestern” ist jetzt allerdings
    kein Zeichen für die viel gepriesene Kontinuität.

    • Bernd sagt

      Ehrliche Frage: wo soll denn dieses Mannschaftsgerüst herkommen? Wir können nicht wie WOB gestandene Bundesligaspieler von der Konkurrenz wegkaufen. Und mit gestandenen Zweitligaspielern baust du in Liga eins kein stabiles Grundgerüst auf, da haben und hatten wir im Kader genug Beispiele für. Zugegeben, Castro nicht zu halten, war wahrscheinlich ein Fehler, aber da hat er sich mehr verzockt als wir. Klassisches Lose-Lose, sowas kann halt passieren. Perspektivisch ist natürlich klar, dass aus den Talenten von heute, die es nicht zu Top-16-Clubs schaffen, die Stabilitätsspieler von morgen werden sollen. Aber um da hinzukommen brauchen wir einen langen Atem und nicht dass man wenn’s mal nicht läuft gleich alles wieder über den Haufen wirft.

      Den Tausch Kempf gegen Tomas würde ich jetzt erstmal noch nicht als Fehler abtun wollen. Das mit den teureren Defensivspielern ist falsch, ist schon immer umgekehrt gewesen. Außerdem haben wir doch mit Dinos, Ito, Nartey und Mola jede Menge Defensivtalente?

      Endo möchte nicht auf die Insel sondern in die Premier League, das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Da muss er erstmal einen Verein finden, der ihn nach dieser eher durchwachsenen Saison haben will, halte ich keineswegs für eine ausgemachte Sache.

  11. Clemens sagt

    In der letzten „Lackmustest“-Rede von SM nach dem 2:3 gegen Frankfurt fielen die Zahlen 25 Mio. Euro Netto-Überschuss als angestrebtes Finanzergebnis pro Jahr. Vor dem Hintergrund einer jüngst veröffentlichten Statistik der Bundesliga Transferbilanz Überschüsse über die zurückliegenden 10 Jahre hat der VfB Stuttgart im Durchschnitt +1,6 Mio. Euro pro Jahr erwirtschaftet und liegt damit im Liga-Vergleich (Platz 9) sogar noch recht gut. Selbst Hoffenheim als Klassen-Primus kam lediglich auf jährlich durchschnittlich 10,8 Mio. Euro Transferüberschüsse. Das hier ausgegebene Ziel liegt somit also dramatisch über dem Branchendurchschnitt.

    Aber um das richtig einzuordnen, muss man das Folgende berücksichtigen: Ende 2019 lag das Eigenkapital des VfB Stuttgart noch bei ca. 46 Mio. Euro und die Jahres Bilanz war fast ausgeglichen. Aber bereits 2020 hatte man durch die fehlenden Zuschauereinnahmen ein deutliches Bilanzdefizit in Höhe von 28 Mio. Euro. Im Sommer 2021 konnte man durch die Verkäufe von Kobel und Gonzalez sowie durch die Verschlankung der Gehaltsstruktur (einer der Gründe für die Abgänge von Castro und Kempf) diese fehlenden Zuschauereinnahmen aus 2020 einigermaßen kompensieren. Aber da man für das Jahr 2021 mit einem ähnlichen Betriebsergebnis rechnen muss, wird man im Sommer 2022 erneut Transfer-Überschüsse in oben genannter Höhe erwirtschaften müssen. Und dies führt nachvollziehbarer Weise zu einem neuerlichen, hohen sportlichen Substanzverlust.

    Als Mislintat im April 2019 in Stuttgart seine Arbeit aufnahm, gab es einen mittelfristig angelegten 4-Jahres-Plan, der neben der Verschlankung der Gehaltsstrukturen und der Kader-Verjüngung eine sukzessive Steigerung der sportlichen Qualität vorsah. Heute wissen wir, dass Corona dazwischenkam und der Verein bestenfalls auf der Stelle tritt. Jetzt werden sicher einige anmerken, „Corona traf andere Bundesligisten doch genauso“ – stimmt. Aber die konnten durch längere Bundesliga-Zugehörigkeit auch mehr TV-Gelder einplanen und griffen zumeist auf ein stabiles Gerüst aus bundesligatauglichen Kaderspielern zurück, welches sich der VfB erst aufbauen wollte.

    Das alles spricht SM natürlich nicht davon frei, ggf. an der einen oder anderen Stellschraube ein wenig zu sehr gezockt zu haben (Faghir, Millot, Didavi anstelle von Castro). Aber eines möchte ich noch einmal betonen: Der Mann hat in den zurückliegenden knapp 3 Jahren durch seine Transfers Kader-Werte geschaffen, ohne die der VfB Stuttgart ansonsten heute mit einem Bein in der Insolvenz stehen würde. Auch das sollte für eine faire Bewertung des Mannes Berücksichtigung finden.

    • Bernd sagt

      Wahre Worte. Man darf auch nicht vergessen, dass der VfB als eine in der Vergangenheit zuschauerstärksten Mannschaften weltweit (!) natürlich viel viel stärker unter Corona leidet als Retortenklubs und Dorfvereine mit kleinem Stadion.

  12. Martina sagt

    Es hört sich soweit plausibel an.

    Ist es im Moment nicht so, dass die richtig guten Innenverteidiger richtig viel kosten und gefragt sind?

    Kempf wollte selbst schon länger weg, so gesehen war das schon nachvollziehbar.

    Jetzt schauen wir einfach mal.

    Ein Fan von Veh bin ich ebenfalls nicht zwingend, trotzdem hat er (habe das Interview gehört) in vielen Dingen nicht ganz unrecht.

    Irgendwie sollte King Sven niemand kritisieren, auch vereinsintern mag er das gar nicht.
    Einen Halvar (Vergleich Wickie und die starken Männer) bräuchte es aber schon trotzdem mal, der wenigstens ein bisschen dagegen hält.

    Wir sollen ja nicht mehr über Castro sprechen, soweit man liest, war Rino damit nicht unbedingt einverstanden. Was schon irgendwie auf eine Alleinherschafft und nicht immer Abstimmung mit Rino hinweisen könnte.

    • Bernd sagt

      Klar kosten die richtig guten Innenverteidiger richtig viel, aber schau mal, was ein richtig guter Offensivspieler kostet: https://www.transfermarkt.de/transfers/wertvollstetransfers/statistik/top/land_id//ausrichtung//spielerposition_id//w_s//art/nf/plus/0/galerie/0/sort/abloese.desc

      Erster Innenverteidiger auf Rang 16.

      Ich glaube nicht, dass Mislintat ein Problem mit Kritik hat, zumindest habe ich diesbezüglich nichts dergleichen vernommen. Dass es natürlich trotzdem nicht schaden würde, jemanden mit echter Sportkompetenz im Aufsichtsrat zu haben, schrieb ich bereits. Ist aber auch nicht ganz einfach, weil das ja eher eine Position im Hintergrund ist, du aber als echten Sparringspartner jemanden bräuchtest, der mit Mislintat auf Augenhöhe agieren könnte. Ehemalige Sportvorstände oder Trainer, die sich nach erfolgreicher Arbeit aufs Altenteil gesetzt haben, sind ja bei uns eher nicht so im Angebot.

  13. Barry sagt

    Veh hat lediglich die Situation rund um den VfB gut zusammengefasst. Wie er sich in der Vergangenheit verhalten oder was er getan hat, ist für eine fundierte Bestandsanalyse viele Jahre später irrelevant (hat aber natürlich ein Gschmäckle).

    Die Kommentare hier sind inzwischen auch sehr klar in 2 Lager gespalten:

    – Team “Kontinuität – ums verrecken bis zum Abstieg”
    – Team “Anpassung und Korrektur – für den Verbleib in Liga 1”

    Auch wenn das etwas überspitzt formuliert ist, so lassen sich die meisten Kommentare in eine der beiden Schubladen legen. Bei Team “Kontinuität” fehlt mir allerdings neben der verständlichen und sehr deutlichen Betonung auf “kein Rückfall in alte Zeiten” der klare Blick für einen Sportdirektor, der seinen Weg ohne jedes Anzeichen von Lernkurve, Korrektur, Einsicht oder Anpassungsfähigkeit weitergeht. Keiner will ein Fähnchen im Wind als Führungskraft und das der eingeschlagene Weg von “Talente entwickeln, in der Bundesliga etablieren” auch Rückschritte, Stolperfallen, kritische Situationen und Gegenwind bereithält, ist auch vollkommen klar. Was mich zu Team “Anpassung und Korrektur” bringt (dem ich mich zuzähle). Aber angesichts von Stagnation, diversen Fehleinkäufen, Schönfärberei, VfB-Allzeit-Miese-Statistiken weiter das sture und den Umständen nicht würdigende, uneinsichtige Verhalten von SM zu ignorieren ist vollkommen unangemessen. Man kann nicht akzeptieren, dass von ihm teils unterirdische Leistungen als “Kontinuität” verkauft werden, während Bielefeld, Fürth, Augsburg und Bochum, die allesamt deutlich weniger Möglichkeiten haben, teils deutlich vor dem VfB liegen oder Punkte gegen Mannschaften zu holen, wovon man als Cannstatter höchstens träumen kann. Da bringt es auch nichts, das überspitzt als “das ist eben der Weg, es gibt keinen anderen” alternativlos zu verkaufen. Das ist Blödsinn, DIESER Weg ist nicht alternativlos! Und es hilft genauso wenig, diese Tatsachen wohlwollend zu ignorieren nach dem Motto “wird schon”.

    Scheinbar gehört es heute zum guten Ton, dass man etwas nur oft genug wiederholen muss, bis es von der breiten Masse geglaubt oder angenommen wird. Gilt nicht nur für den von SM ständig propagierten, angeblich alternativlosen Weg beim VfB, der demnach in 6 Jahren auch 3x absteigen darf (alles kein Problem, weil Stuttgart ist mit Freiburg ja in jeder Hinsicht vergleichbar…), sondern auch für diverse andere gesellschaftliche Themen.

    Es ist auch keinesfalls so, dass man die positiven, wertsteigernde Leistungen von SM oder allgemein seine Konzepte und Identifikation in Abrede stellen möchte. Aber das muss ins Verhältnis gesetzt werden. Und es gibt beim VfB offensichtlich niemanden, der irgendwas bei SM ins Verhältnis setzt oder kritisch hinterfragt. Insofern hat Veh recht wenn er sagt, daß der VfB nicht “FC Mislintat” sein kann und darf.

    • @abiszet sagt

      Ich glaube nicht, dass Mislintat hinsichtlich Lernkurve, Korrektur, Einsicht oder Anpassungsfähigkeit ignorant ist. Ich denke, er würde auch gerne einen Prömmel, Andrich oder Geiger verpflichten. Dass er auf dem IV Auge nicht blind ist, zeigt sein Bestreben vor der Saison, Schlotterbeck zu holen, was finanziell leider illusorisch war, wie auch die anderen Namen.

      Wir sollten vor allem nicht so tun, als ob man auf der Position des Sport-Direktors ohne Fehler davon kommen würde. Wer Entscheidungen treffen muss (Mislintat-Sprech „Wer Verantwortung nimmt“), liegt auch mal daneben. Wie zB bei Faghir und Millot. Und ich denke, das weiss SM jetzt auch. Nur haut er die Spieler eben nicht in die Tonne.

      Eberl, Zorc, Schmadtke, Salihamidzic, Mintzlaff, Bobic, Krösche, Schmidt, Reuter, sie alle haben Unwuchten im Kader mit zahlreichen Fehlentscheidungen, aber – mit Ausnahme von Dortmund – mit deutlich weniger Verletzungsausfällen zu kämpfen. Da wirken sich falsche Personalentscheidungen gleich doppelt negativ aus.

      Wie mit der augenblicklichen Krise umgegangen wird, das kann und sollte man kritisch sehen: Dampfplauderer Veh hat insofern Recht, dass der VfB Mislintat ausgeliefert ist. Sollte irgendjemand (Hitz, AV) darauf kommen, dass ein neuer Trainer verpflichtet werden sollte, sagt Mislintat „Nicht mit mir, dann ohne mich“. Das ist der unhaltbare Zustand, weil Hitz als Sport-Vorstand nicht existent ist. Leider ändert sich das mit Wehrle auch nicht, der hat andere Kompetenzen.

      • Barry sagt

        …es zählen, wie im Geschäftsleben üblich und allseits bekannt Taten und Ergebnisse, nicht schöne Worte. Ergebnisse (im positiven Sinne) sind in dieser Saison – von der man erwarten MUSSTE (!!) das sie sehr schwierig wird – im Bereich des Planckschen Wirkungsquantum zu verorten. Für eine positive Entwicklung des Kaders gilt das ebenso. Aber auch kein Wunder, wenn man anstatt auf Stabilität weiter auf gnadenlose Verjüngung setzt!

        Es geht nicht darum, jemanden der Verantwortung übernimmt, an die Mauer zu stellen. Aber wer eine solche Rolle einnimmt, muss sich auch damit abfinden, dass er kritisch hinterfragt wird. Wenn schon nicht vom Verein, dann von der Öffentlichkeit.

        Was bitte soll das für eine Außendarstellung und Message an Verein, Fans und letztlich Mannschaft sein, wenn man z.B. von „gefühlten Neuzugängen“ spricht von denen absolut klar sein würde, dass diese viele Wochen wenn nicht gar Monate brauchen, bis sie hoffentlich wieder an alte Leistungen anknüpfen. Oder nach ganz schwachen Leistungen die Schuld beim Schiri gesucht wird….. und so weiter und so fort. Hier sind auch mal klare Worte gefragt, Bundesliga ist kein Streichelzoo. Auch das ist Job eines Sportdirektors, der nahezu omnipräsent im Fernsehen ist, was den VfB angeht. Auch hier, kritische Worte nahezu Fehlanzeige.

        Zu Lernkurven gehört für mich auch, dass man sein Tun hinterfragt und notfalls korrigiert. Das ist Stärke, keine Schwäche! Was man jedoch sieht und hört sind sture Durchhalteparolen. Da ist jemand entweder gnadenlos von sich und seinem Konzept überzeugt oder ziemlich ignorant. Ich tippe auf eine Mischung aus beidem, nüchtern betrachtet bleibt SM nunmehr auch gar nichts weiter übrig, Handlungsoptionen sind bis auf die Trainerfrage nicht mehr gegeben und selbst der Coach kann sich ja seiner Sache unabhängig von den Ergebnissen sehr sicher sein. Sehr angenehmes Betriebsklima für die Angestellten in Cannstatt, gratuliere!

        Wollen wir hoffen, dass sich Bochum am kommenden Samstag weiter im Bayern-Siegesrausch befindet und der VfB einen guten Tag erwischt. Wollen wir hoffen, dass der VfB die Kurve kriegt, irgendwie die Klasse hält. Und ich hoffe sehr, dass SM am Ende der Saison in der Retrospektive vielleicht ausbalancierter und künftig mit einem Sparringspartner ausgestattet agiert. We will see…

  14. Martina sagt

    Glaube schon auch, dass man bei aller (berechtigter) Kritik den Ball flach halten und zumindest alle Seiten beleuchten sollte.

    Kann es mir auch vorstellen, dass die (nicht) Stadion Einnahmen zu Buche schlagen,
    vielleicht mehr als in Bielefeld / Bochum oder Augsburg.

    Nichtsdestrotrotz hat Bochum und Bielefeld sicher nicht den wesentlich teureren Kader, machen es im Moment besser. Wenn man an Köln im letzten Jahr und jetzt denkt, liegen ebenfalls Welten dazwischen.

    Was für mich schon subtil ein Hinweis ist, dass der richtige Trainer am richtigen Platz sehr viel bewirken kann. Weinzierl hat bei uns null komma null funktioniert, mit Augsburg macht er es zumindest nicht schlecht und hat den Big Point gegen Bayern im Kasten.

    Ich glaube zu 1000 Prozent, dass Rino ein toller Mensch und auch toller Trainer ist, der Spieler besser machen kann. Trotzdem hat er Schwächen, die in jedem Spiel zu sehen und erkennen sind. Es wäre jetzt nach nicht verboten einen weiteren Fachmann dazu zu holen, der auch schon Erfahrung im Abstiegskampf hat und aus meiner Wahrnehmung der klar bessere Motivator ist.

    Dass Mislintat Rino für sein Konzept braucht, habe ich nun (danke dafür) auch begriffen.

    Meiner subjektiv Wahrnehmung wird ein Weiter So uns nicht weiter bringen.

    • Bernd sagt

      Augsburg hat gerade 16 Millionen für ein 18-jähriges Talent ausgegeben, die sind finanziell in völlig anderen Sphären unterwegs. Die stehen gemessen an ihren Möglichkeiten noch viel schlechter da als wir, insofern kann ich deine Wertschätzung des dortigen Übungsleiters beim besten Willen nicht teilen.

      Bielefeld hat sich dieses Jahr für insgesamt 10 Millionen verstärkt, das ist auch einiges mehr als was wir jenseits von Ersatz für unsere Großabgänge bezahlt haben. Das ist bestenfalls einigermaßen ausgeglichen, nur wage ich stark zu bezweifeln, dass Bielefeld über dem Strich stehen würde, wenn sie mit unseren Ausfällen zu kämpfen hätten. Bochum spielt als Aufsteiger eine starke Runde, keine Frage. Haben wir letztes Jahr aber auch gemacht, von daher kann ich da auch nicht ableiten, dass die einen besseren Trainer haben.

      Wenn bei uns ein Gisdol an der Seitenlinie stehen würde, dann wäre ich auch einem Trainerwechsel aufgeschlossener. Haben wir aber nicht.

  15. Ich muss leider sagen, lieber vertikalpass: ihr passt euch mit eurem Niveau stets dem VfB an. Spielt er gut, übertrefft ihr euch selber an Ideenreichtum und Verbalakrobatik. Ist der VfB aber in der Krise, lese ich auch bei euch nur das übliche Krisengeschwätz, garniert mit einem Schuss Klugscheißerei und einer Brise Abstiegssorge. Gerade in der Krise zeigt sich Klasse!

  16. Clemens sagt

    Ich bin mir nicht sicher, ob sich unsere beiden Kommentare überschnitten haben. Aber wenn du auf Parallelen in der Geschäftswelt verweist, dann möchte ich auf ein Spezifikum aus dem Vertragsrecht hinweisen. Und zwar auf sogenannte Force Majeure-Klauseln, die gemeinhin als ein von außen kommendes, ohne betrieblichen Zusammenhang aufweisendes und auch durch die äußerste vernünftigerweise zu erwartende Sorgfalt nicht abwendbares Ereignis verstanden werden.

    Auf den VfB übertragen bedeutet dies, dass Corona als nicht planbares Ereignis seit 2020 nicht nur zu einem hohen finanziellen Ausfall von Zuschauereinnahmen geführt, sondern auch den Transfermarkt insbesondere in Deutschland zum Erliegen gebracht hat. Die meisten Vereine haben daher kaum zugekauft, sondern lieber Verträge verlängert, was sich somit auch negativ auf die Transfererlöse des VfB ausgewirkt hat. Dass der VfB durch Corona-Erkrankungen sicherlich mehr als andere Vereine gebeutelt worden ist, lag ebenfalls an der geringen Impfbereitschaft unserer Profis, was man SM nicht anlasten kann. Und dass man dann bei den langfristigen Verletzungen von Silas und Kalajdzic sowie dem notwendigen Verkauf von Gonzalez und dem Abgang von Castro auf insgesamt 54 von zuvor insgesamt 108 Scorerpunkten verzichteten musste, sollte auch klar machen, dass ein Verein wie der VfB Stuttgart so etwas nicht so einfach durch Zukäufe kompensieren kann.

    Abschließend wiederhole ich gerne die nicht nur von dir hier vielfach geforderten klaren Worte: Kritik an Trainer oder Spielern bedeutet nicht nur indirekte Kapitalvernichtung durch Schlechtreden der Kaderwerte und Diskreditieren einer Autoritätsperson der Spieler, sondern auch psychologisch ein Schlag mit der Keule auf das eh schon geringe Selbstbewusstsein der jungen Spieler. Nur damit Ihr nach einem solch verbalen Rundumschlag zufrieden seid, würde ich mich als Sportdirektor nach einer Niederlage auch nicht vor die Medien stellen und einmal auf alles draufhauen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Ich hoffe zumindest für dich, dass dich dein Vorgesetzter bei einem Fehler im Job nicht vor den Kollegen rund macht, sondern das 1-zu-1 Feedback Gespräch sucht.

    • drhuey sagt

      Ja, es gibt höhere Gewalt, aber ein Sportdirektor ist doch immer auch ein Risikomanager. Was, wenn uns Spieler X verlässt? Was, wenn sich der Schlüsselspieler Y längerfristig verletzt? Was, wenn sich Spieler Z nicht so entwickelt wie wir uns das vorstellen? Kaderpolitik ist ein komplexes Spiel mit vielen Unbekannten und im Fall des VfB auch widrigen Umgebungsbedingungen. Mislintat hat sich dafür entschieden, bei einigen der oben genannten Ereignisse keine adäquate Option zu haben. Junge, für die Bundesliga (noch) nicht bereite Spieler haben einen hohen Reiz, wenn es darum geht stille Reserven aufzubauen. Im Idealfall entwickelt das eine Finanzierpower, um sukzessive die Qualität erhöhen zu können. Wenn aber die Überschrift lautet: Es geht nur um den Klassenerhalt, dann ist es äusserst riskant auf junge, talentierte Nachrücker zu setzen, wenn eine oder mehrere der eingangs genannten Optionen eintreffen, zumal man einigen bereits eine limitierte Bundesligatauglichkeit bescheinigen musste und wiederum andere hier offenbar in einem drittklassigen Fitnesszustand ankommen. Corona war demgegenüber keine Unbekannte für das Transferfenster im Sommer 2021. Um das Risiko zu erhöhen, hat man mit dem Schlüsselpersonal auf Dialog gesetzt und auf Einsicht gehofft bezüglich einer Impfung und somit Stabilisierung des Trainings- und Spielbetriebes. Hat nicht funktioniert. Eine weitere Stellschraube ist im Austausch mit dem Trainer die Formation, wenn eingangs genannte Optionen eintreffen. Es ist halt dann schon fragwürdig, ob ich an der Dreierkette festhalten muss, wenn Spieler wingback spielen sollen, die völlig überfordert damit sind und ich das Mittelfeld einfach nicht dicht kriege. Da hätte ein früheres Einlenken des Trainers und die Umstellung auf 4-1-4-1 der Mannschaft gut getan. Wurde ja hier vom ein oder anderen schon lange gewünscht. Leistung einzufordern in diesem Zirkus ist glaube ich schon angebracht. Die verschobene Machtstatik tut ihr übriges und dann darf man in der Analyse schon feststellen, dass die Funktionsträger grosse Fehler begangen haben und mit einem Bein in Liga 2 stehen. Das bekommt dann auch Mislintat nicht mehr als Erfolg verkauft. Eine saubere Analyse und Kritik an den Missständen steht immer vor einer Anpassung und Verbesserung. Und nochmal: wenn ich als Funktionsträger kolportierte EUR 800’000 p.a. nehme und keinen Erfolg habe, ist es noch lange nicht diskreditierend auf die Fehler hinzuweisen, zumal es Mislintat nicht an Selbstvertrauen fehlt. ABER noch ist aller Tage Abend! Bin schon mal froh, dass PM umgestellt hat und ziemlich positiv was das Bochum-Spiel angeht.

      • Bernd sagt

        Ich bin fürs Bochum-Spiel auch seltsam optimistisch. Könnte ja das erste Mal sein, dass sich zumindest in der Offensive die Mannschaft nicht von alleine aufstellt und Rino tatsächlich mal die Qual der Wahl hat. Persönlich würde ich Anton für Stenzel und Sasa für Silas bringen, aber mal sehen.

        Aber wahrscheinlich heißt das eh, dass es ein Grottenkick wird. Nach einem guten aber ertragslosen Spiel gegen eine deutlich stärkere Mannschaft folgt meistens ein uninspirierter Auftritt gegen einen Gegner auf Augenhöhe.

    • Clemens sagt

      Dieser Kommentar richtete sich übrigens an Barry, bin leider beim Antwort Button verrutscht.

  17. Martina sagt

    😵‍💫🤔
    Klasse hieße in diesem Fall zu allen Dingen Ja und Amen zu sagen, der Kontinuität, Krise und Klasse (bald Zweite ?) wegen. Wobei sich in Sachen schwierigen Umfeld eh schon jeder hier 🔝 maximal zurück hält, die challenge mit der 🔝 Truppe maximal mit Humor und 🔝 Team Spirit 🔝 annimmt und jeder auf seine Art 🔝 Niveau für die nächste Aufgabe gegen Bochum einbringt 😳

  18. Barry sagt

    Hallo Clemens,

    zunächst mal Danke für Dein profundes Feedback! Ich würde ja gerne inhaltlich darauf antworten, „leider“ ist mir jedoch drhuey zuvor gekommen, denn es gibt seinem Kommentar fast nichts hinzuzufügen, was ich nicht auch so oder so ähnlich geschrieben hätte.

    Um aber doch ein zentrales Thema aufzugreifen, nämlich das „Risikomanagement und -minimierung“: Wenn ich in den Flieger steige und vorher als Kapitän annehmen muss, dass mich unter Umständen heftige Turbulenzen erwarten, dann nehme ich NICHT nur eine Cabin Crew mit, die sich aus halbwegs erfahrenen und halbwegs gestandenen Mitgliedern zusammen setzt und reichere diese dann auch noch mit jede Menge blutjungen Absolventen an. NEIN, dann suche ich vorher eine gesunde Mischung aus Erfahrung und jungen Absolventen, damit ich im erwarteten Krisenfall wenigstens etwas Stabilität habe.

    Beim VfB sitzen wir nun als Passagiere an Bord, während uns die Drinks nur so um die Ohren fliegen und die Cabin Crew ängstlich durch die Gänge rennt. Dieser Kapitän teilt uns soeben via Lautsprecher mit: „Tut uns leid, Turbulenzen haben wir nicht so richtig erwartet, der letzte Flug verlief nämlich ruhig. Bitte haben sie Verständnis für die junge Crew, auch wenn diese Ihnen ab und zu mal auf ihr Hemd kotzt, die können es halt gerade nicht besser. Wir hoffen, dass das raue Wetter bald nachlässt, allerdings sehen wir eine schwarze Wolkenfront vor uns. Wir hoffen, dass wir nicht abstürzen, falls aber doch, wir werden es schon irgendwie überleben. Herzlichst, Ihr Kapitän! Ps. Fliegen sie doch gerne auch beim nächsten mal wieder mit uns!“

    • @abiszet sagt

      Herrlich plastisch das Bild! :-) Super!
      Auch wenn es nicht ganz zur Situation des VfB passt.

      • fritzo62 sagt

        Ja, super Bild. Aber: Die Mannschaft hat nicht der Kapitän, sondern der Personalleiter eingeteilt. Und der wird demnächst gefeuert, weil er mit dem Absturz das Kapital der Firma um mehrere Millionen vernichtet hat. Der Betriebsrat ist‘s aber zufrieden, weil man demnächst von B-Flughäfen wie Münster und Bremen fliegt, die um 18:30 schließen und so den Mitarbeitern einen frühen Feierabend bescheren.
        P.S. Die Umfrage, dass 2/3 mit dem Kapitän wieder fliegen würden, lassen mich still werden. Eventuell wechsele ich das Fortbewegungsmittel, Zug fahren ist ja auch schön und entspannender.

    • drhuey sagt

      Sorry, manchmal kennt mein Mitteilungsbedürfnis keine Grenzen.:) Du hast Dir wahrscheinlich gerade notdürftig den verschütteten Tomatensaft vom Hemd gewaschen als der Kapitän noch sagte: “Verstehen Sie den Absturz als Teil unseres gemeinsamen Weges”.

    • Bernd sagt

      Der Punkt ist doch, dass man schauen muss, wer die Alternative zu den Jungspunden gewesen wären. Ein Pilot mit 20.000 Flugstunden, leider aber die meisten auf einer Cessna 172 (Michel)? Ein Purser, der nach zwei Kreuzbandrissen und einem Bandscheibenvorfall kaum noch die Gangway runterkommt (Ginczek)? Hilft natürlich auch nicht, dass der Besatzung aus dem Hinflug zum Teil die eigenen überzogenen Gehaltsvorstellungen wichtiger war als die Sicherheit der Passagiere (Castro).

  19. Martina sagt

    Ich muss traditionell auch meinen Senf dazu geben und würde die Royal SM Airline nicht mehr buchen, Zuviele Krönchen im Landeanflug äh Absturz verrutscht 👸🙋‍♀️

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