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Time to (Ao)go

Sorry, dass ich mich hier oute und es ist ein bisschen peinlich: Aber ich mag Ina Aogo. Sie ist die Queen aller Spielerfrauen, sie erfüllt einfach jedes Klischee. Mit ihrem Styling, mit ihrem Podcast und wenn sie völlig überzogen, gekünstelt und scheinbar hot für ihre Instagram-Bilder posiert. Sie entlarvt sich ständig selbst, ohne es zu merken. Sie ist das Sinnbild der ganzen Entrücktheit des Fußballs und der völligen Überschätzung der eigenen Person. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich ihre Bilder im Bikini mag. Und unser Autor für Boulevard-Themen hat erst kürzlich gesagt: „Aktuell geht nix über Ina, sie killed alles“

Nächstes Outing:
Ich mag auch Dennis Aogo. Es ist seine ruhige, reflektierte Art, seine klugen Statements zum Thema „Druck im Fußball“, sein soziales Engagement. Unter anderem spendet er ein Prozent seines Gehalts bei „Common Goal“. So offensiv und mutig sich Aogo kleidet, so hätte ich ihn gerne auch einmal auf dem Platz gesehen. Denn er hat eigentlich alles, was man im Fußball braucht: Technik, Spielverständnis, Athletik, eine gewisse Geschwindigkeit und ein Gespür für Räume. Aber er bringt so gut wie nichts davon auf den Platz. Ausser dem Sicherheitspass, quer und nach hinten, den beherrscht er leider nahezu perfekt. Ansonsten bot er solides, durchschnittliches Bundesliga-Niveau. Immerhin.

In der ersten Saison hatte er durchaus seinen Anteil am 7. Platz, schließlich gab er unter anderem sieben Torvorlagen. Und er hätte in dieser Saison zum Helden werden können, wenn sein Freistoßtor gegen Union Berlin nicht wegen Abseits abgepfiffen worden wäre. Von Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat gab es nun den Schlusspfiff für Dennis Aogo. Absolut nachvollziehbar, denn es soll beim VfB in Zukunft jünger zugehen, schneller, vertikaler und pro-aktiver. Die Frage ist: Kann es dann noch Platz für die Herren Castro, Badstuber, Beck und Gomez geben?

Wohin es für die Aogos geht, da hat wohl Ina einiges mitzusprechen. So ganz glücklich war sie in Stuttgart nie, denn ausser Maredo, Sansibar und Breuninger bot die Stadt für Frau Aogo viel zu wenig. Stuttgart war ihr einfach nicht fancy genug und jeden Tag mit der G-Klasse im Stau stehen: Wer will das schon? Es müsste nun mindestens Köln oder Düsseldorf werden, wenn nicht Berlin, New York oder London. Aber wer weiss, vielleicht verschlägt es das Paar nach Paderborn, Augsburg, Mainz oder gar dorthin, wo alles begann: Freiburg. Ina Aogo meets Christian Streich. Hold my Gucci-Täschle.

Wo auch immer es hingeht: Viel Erfolg und Danke für alles, Dennis Aogo!

Das Porträt „Der Liftboy“ findet Ihr hier und beim „Duell der Spielerfrauen“ geht es um Ina Aogo.

Sein Abstiegs-Statement – stil- und würdevoll:

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Hey! Ein paar Worte, die mir jetzt nicht so leicht fallen. Nach den finalen Gesprächen in den vergangenen Tagen ist nun leider klar, dass mein Weg beim VfB nicht weiterführen wird. Ich sag ganz ehrlich, dass ich gern mit aller Kraft dabei geholfen hätte, die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. Ich glaube auch, dass hier nicht so vieles kaputt ist, wie zuletzt immer mal von außen behauptet wurde. Die neuen Verantwortlichen machen sich viele Gedanken, ich drücke beide Daumen und habe Hoffnung, dass mit etwas mehr Ruhe bald wieder regelmäßige Siege stehen. Mag abgedroschen klingen, aber es war mir eine Ehre, bis zum letzten Spiel meinen Platz beim VfB gehabt zu haben, der Verein hat so eine starke Energie, davon träumen viele andere. Ich hätte mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass wir es nach dieser sehr schwierigen Saison in Berlin noch gepackt hätten. Das Spiel werde ich nicht vergessen, wie aber auch einige tolle Augenblicke im VfB-Trikot. DANKE dafür und viel Erfolg allen Stuttgartern für die nächste Saison. Zu guter Letzt noch: Ich weiß ja, wie gern sich einige ihre Münder zerreißen, über das, was die Aogos bei Instagram so machen. Aber ganz ehrlich, das ist eben auch ein Teil meines Lebens, neben meinem Beruf als Fußballer, für den ich von Herzen alles gebe und hart arbeite, habe ich auch noch ein privateres Leben, wie alle anderen Menschen auch. Sollen wir uns verstellen, um es da irgendwem recht zu machen? Sorry, das bin ich nicht, das wäre in meinen Augen falsch. Danke für euer Verständnis (also denen, die es haben) und bis bald!! Euer Dennis

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Titelbild: imago images / Sportfoto Rudel

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3 Kommentare

  1. drhuey sagt

    Herr Aogo möchte, dass wir zwischen dem Fussballer und dem Privatmann unterscheiden. Gut:
    Der Fussballer Aogo ist ein Mitläufer, der den Anschein erweckt ein bisschen oben als Fettauge mitschwimmen zu wollen, aber er ist weder ein Leader noch ist er einer, der sich auf dem Platz voll engagiert und eben auch mal über einen Schmerzpunkt hinausgeht. Daher war es – trotz guter Anlagen – ja auch nichts mit einer überdurchschnitlichen Karriere.
    Der Privatmann Aogo stellt sein Privatleben gerne ins Schaufenster, was es alles andere als provat macht. Davon verspricht er sich ja etwas: viele Clicks und Follower generieren Aufmerksamkeit und Marktwert abseits des Spielfelds. Wenn nun manche der Clicker der Meinung sind, dass eine Frisurenumfrage nach einem Abstieg, an dem der offensichtlich orientierungslose Fussballer Aogo seinen Anteil hat, völliger banaler Nonsense ist, sollte Privatmann Aogo nicht von „Münder zerreissen“ sprechen. Anstatt für Verständnis zu werben sollte er seinerseits Verständnis zeigen. Wie wäre es denn einfach mal ruhig und durchschnittlich am Strand zu liegen ? Passt doch !

  2. Stefan sagt

    Ganz genau: Was passiert eigentlich mit der Rentner-Gang Castro, Badstuber, Beck und Gomez? Die haben ja allesamt keine Bäume ausgerissen (und diverse andere auch nicht – Herrn Insua z. B. wäre auch reif für einen Tapetenwechsel). Ich bin/war bestimmt kein großer Freund von Aogo und Gentner – aber die ganze Misere an den beiden festzumachen, greift doch etwas sehr kurz.

  3. Mozy sagt

    Werde ihm nicht nachheulen, aber Danke für den sauberen Freistoss! Das war großes Kicken! Bleibe aber dabei und nehm mich weiter wichtig: Dietrich raus, sonst Stadionboykott!

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