Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dennis Aogo

Time to (Ao)go

Sorry, dass ich mich hier oute und es ist ein bisschen peinlich: Aber ich mag Ina Aogo. Sie ist die Queen aller Spielerfrauen, sie erfüllt einfach jedes Klischee. Mit ihrem Styling, mit ihrem Podcast und wenn sie völlig überzogen, gekünstelt und scheinbar hot für ihre Instagram-Bilder posiert. Sie entlarvt sich ständig selbst, ohne es zu merken. Sie ist das Sinnbild der ganzen Entrücktheit des Fußballs und der völligen Überschätzung der eigenen Person. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich ihre Bilder im Bikini mag. Und unser Autor für Boulevard-Themen hat erst kürzlich gesagt: „Aktuell geht nix über Ina, sie killed alles“ Nächstes Outing: Ich mag auch Dennis Aogo. Es ist seine ruhige, reflektierte Art, seine klugen Statements zum Thema „Druck im Fußball“, sein soziales Engagement. Unter anderem spendet er ein Prozent seines Gehalts bei „Common Goal“. So offensiv und mutig sich Aogo kleidet, so hätte ich ihn gerne auch einmal auf dem Platz gesehen. Denn er hat eigentlich alles, was man im Fußball braucht: Technik, Spielverständnis, Athletik, eine gewisse Geschwindigkeit und ein Gespür für Räume. …

Der Liftboy

Es wird Zeit, den Hut zu ziehen. Vor Dennis Aogo, über dessen Verpflichtung wir uns am Anfang lustig gemacht haben. Dabei ist der 31-jährige die coolste Sau im Kader des VfB. Er hat mit Ina quasi die Queen aller Spielerfrauen als Partnerin, bei großen Handtaschen, riesigen Sonnenbrillen, bauchfreien Tops, jede Menge Glitzer Glitzer und krampfhaften Posings in Instagram-Postings spielen höchstens noch Cathy Hummels und Ann-Kathrin Brömmel (Freundin von Mario Götze) in einer Liga mit Ina. Aogo ist ein Playboy, hat die fetteste Angeber-G-Klasse in town, kann unheimlich gute Komplimente machen („Die Spaghetti Bolo meiner Frau sind einzigartig, ansonsten kommt sie vom Land“) und ist Spielführer der Gucci Gang. Wer im Team Armani oder Team Dolce & Gabbana ist, hat einfach verloren. Warum Dennis Aogo das Beckhämle Stuttgarts ist und wie er Ina kennen gelernt hat, ist im Sky-Video „Goodlife #32″ im besten MTV Cribs-Style anzusehen. Aber es soll weniger um lächerliche Boulevard-Themen gehen, wie auch dem, dass Aogo der Founder des Genres „Fußballer Aufzug-Selfie“ ist. Immerhin ist er jetzt der weltweit erste Aufzug-Influencer und ist …

Böser Fußball, gute Ergebnisse?

Jetzt ist wieder die Zeit, in der über die Schönheit des Spiels diskutiert wird. Mourinhos 2:1 gegen Klopp. Juves 2:1 bei Tottenham. Schalke duselt sich im Minimalistenmodus auf Platz zwei. Pal Dardais Hertha ist seit Jahren extrem eklig zu bespielen. Die Erfolgsserie des VfB Stuttgart mit Anti-Fußball (wie es DIE ZEIT nennt). Weder in Turin, noch auf Schalke und in Berlin, noch in Augsburg, Freiburg, Hannover und Mainz, wo angeblich auch hässlicher Fußball gespielt wird, beklagt sich jemand darüber. Nur in Stuttgart, da wird vereinzelt gebruddelt. Nicht aus Gewohnheit, wie man es den Schwaben klischeehaft nachsagt, eher aus Nostalgie. Der VfB stand mal für Offensivfußball mit Klinsmann, Bobic, Elber, Balakov, Hleb und Kuranyi, mit dem frühen Gomez und Cacau, der VfB stand mal für jung und wild, und lief gegen Leipzig mit der ältesten Startelf seit 12 Jahren auf und ist dabei bieder, unansehnlich – aber erfolgreich. Tayfun Korkut ist mit seiner Herangehensweise an der Spitze einer Bewegung: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Er ist ein Vertreter des „einfachen Fußballs“ – doch ist dieser auch …

Sieht so Reschkes Spürnase aus?

Der VfB ist ein Traditionsclub und Last-Minute-Transfers haben in Stuttgart eine große Tradition. Slim Shindy war ein echter (Schindel)Meister darin: Pavard und Mané, Brekalo und Onguené und Ofori hießen seine Verpflichtungen kurz vor knapp. Vor ihm holte Robin Dutt am letzten Tag Toni Sunjic und Federico Barba. Und Fredi Bobic war quasi der Erfinder der Last-Second-Transfers, er ging vorher extra in den Urlaub, um gestärkt die heiße Spätphase des Transferfensters durchzustehen. Aber was sagt es über einen Club aus, wenn der Kader immer erst am 31. August bzw. 31. Januar komplett ist? Dass die Transferpolitik nicht wirklich strukturiert ist? Dass es keinen klaren Plan gibt? Dass die Verantwortlichen Gambler sind, die auf fallende Preise hoffen? Was sagt es aus über einen Club, der am Deadline Day einen Andi Beck verpflichtet: Sieht so das Netzwerk und die Spürnase von Michael Reschke aus? Nix gegen das Beck’le, oiner von uns, ein absolut sympathischer Kerle, aber was darf man von ihm erwarten? Wie bei Dennis Aogo: ein solides und biederes Spiel ohne Überraschungen, in etwa Florian-Klein-Niveau. Aber womöglich …

Der VfB ist wieder da!

Bekanntermaßen kann man eine Story auf mehrere Arten erzählen. Die Geschichte zum gestrigen Heimspiel könnte beispielsweise so beginnen: Gegen harmlose Mainzer verpassten die Stuttgarter es, das vorentscheidende 2:0 zu erzielen und machten es so unnötig spannend. Man könnte auch anführen, dass die Mainzer absolut kein Gradmesser waren und es ein Wunder wäre, wenn das Team eine sorgenfreie Saison erlebt. Man könnte auch kritisch fragen, warum Simon Terodde anscheinend noch nicht so ganz in der Bundesliga angekommen ist oder warum Chadrac Akolo so fahrlässig mit hochkarätigen Konterchancen umgeht. Oder von dem Glück, dass der Schiedsrichter in der siebten Minute keinen Elfmeter für Mainz pfiff. To protect your personal data, your connection to Facebook has been blocked.Click on Load post to unblock Facebook.By loading the post you accept the privacy policy of Facebook.More information about Facebooks’s privacy policy can be found here Facebook Data Policy. Do not block Facebook posts in the future anymore. Load post Aber wisst ihr was? Das machen wir nicht! Wir schreiben lieber von der Hammerstimmung vor der Partie und im Stadion. Von …

Lehrgeld, wa?

Ich kann Hertha BSC Berlin nicht leiden. Ich mag St. Pauli. Kaiserslautern. Bochum. Ich mag Union Berlin. Nürnberg. Bielefeld. Aue. Aber Hertha BSC Berlin mag ich nicht. Das ist keine lang gewachsene Aversion, es gibt kein besonderes Ereignis oder einen Spieler, weshalb ich die Hertha nicht mag. Eigentlich sind mir die Berliner egal, wenn sie nicht gegen den VfB spielen. Berlin spielt herzlos, es ist eine blutleere Truppe, selbst Vedad Ibisevic wurde domestiziert. Die Hertha kann es sich sogar erlauben, einen Salomon Kalou aufzustellen und 90 Minuten lang zu ignorieren. Für mich ist die Spielweise der „alten Dame“ so unverdaulich wie die ungarische Kohlroulade Töltött Káposzta, denn Trainer Pal Dardai gibt seiner Elf schon in der vierten Saison das einfache Motto mit auf den Weg: „Wir machen nur das, was wir können. Das ist nicht viel, aber das machen wir gut.“ In Berlin gibt es also traditionell ungarische Hausmannskost. Doch dem VfB fehlt der nötige Biss und der entscheidende Erfolgshunger. Es ist besonders ärgerlich und unnötig gegen Berlin zu verlieren, es gibt nur zwei Gründe …

Der VfB rockt die Liga!

Endlich ist es soweit. Endlich wieder Fußball! Keine Verschwörungstheorien mehr rund um Jan Schindelmeiser, endlich ein bisschen Abwechslung in der unerquicklichen Diskussion um alte und junge Spieler, endlich Ablenkung von den nervigen Nachrichten um vermeintliche Neuzugänge. Der VfB ist nach einem Jahr #nurzuGast in der zweiten Liga wieder dorthin zurückgekehrt, wo er herkam: in den Abstiegskampf der ersten Liga. So denken jedenfalls viele. Wir als unverbesserliche Optimisten sehen das natürlich ganz anders. Aber lest selbst. Viel Spaß bei unserer mittlerweile schon traditionellen Hinrunden-Prognose. 1. Spieltag Michael Reschke frühstückt mit VfB-Präsident Wolfgang Dietrich im Berliner Hotel Adlon. Gesprächsthema Nr. 1: Kapitän Christian Gentner, der gegen Berlin nicht in der Startformation steht. Das Spiel endet 3:3, nachdem Hertha bereits 3:0 führte. Simon Terodde verwandelt in der 93. Minute den Elfmeter zum Ausgleich. „Der Mannschaft fehlt eindeutig die Erfahrung“, analysiert Reschke. Hannes Wolf hingegen lobt Mut, Geschwindigkeit und Kondition des Teams, er selbst legt am Spielfeldrand fünf Kilometer zurück. Und Wolfgang Dietrich? Der postet auf seiner Facebookseite ein Selfie mit Vedad Ibisevic. 2. Spieltag Die weiße Karawane vom …

Rückfall in schlimmste Bobic-Zeiten?

Sebastian und ich, wir spinnen immer wieder mal rum. Meistens Mittags, bei einem Glas Sansibar-Champagner Espresso. Da fallen dann stets Namen, über die wir uns lustig machen. Und wir stellen uns vor, wer beim VfB diese Spieler verpflichten könnte. Horst Heldt, Robin Dutt und Fredi Bobic haben wir so ziemlich alles zugetraut. Bei Jan Schindelmeiser waren wir uns einig, dass man mit ihm so manches verrückte Resterampe-/Retro-Ding nicht drehen könnte. Sebastian und ich, wir sprachen über Roberto Hilbert, Eugen Polanski, Sascha Riether, Emir Spahic, Alexander Madlung – und über Dennis Aogo. Wir lachten uns schlapp, denn wer ihn verpflichtet, muss wirklich sehr verzweifelt sein. In der letzten Saison 14 Spiele in drei Wettbewerben, ingesamt 871 Einsatzminuten, überwiegend in unbedeutenden Euro-League-Spielen. Angeblich zu überheblich, so fit wie Holger Badstuber (wie bei ihm lief auch Aogos Vertrag im Sommer aus), keine Spielpraxis – wem soll Aogo (kurzfristig) weiterhelfen? Uns fiel einfach kein Verein in der ersten und zweiten Liga ein. Und jetzt holt ausgerechnet Michael Reschke, dieser Spürhund mit dem Superauge und seinen weltweiten Mega-Connections, den ehemaligen Nationalspieler …