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Überraschung: Hitzlsperger wird nicht Nachfolger von Dietrich!

Manche hätten sich nicht gewundert, wenn die beiden Präsidentschafts-Kandidaten für die Wahl am 15. Dezember Thomas Hitzlsperger und Thomas Hitzlsperger gewesen wären. „The Hammer“ hat sich beim VfB in den letzten Jahren zur Allzweckwaffe entwickelt. Er wäre zudem der ideale Präsident gewesen und ich hatte ihn mir vor zwei Jahren für dieses Amt gewünscht. Denn er kann Fans, Supporter und Mitglieder einen, er ist der perfekte Repräsentant des VfB, ein sympathisches Aushängeschild, einer, der sich auch gesellschaftlich positioniert und engagiert. Genau so einen sucht der VfB. Keine Überraschung wäre auch, wenn ihn Tim Walter angesichts der jüngsten Torflaute in Osnabrück in den Kader aufnmmt. Hitzlsperger wäre also für so viele VfB-Posten der beste Mann, aber er hat ja schon zwei als Sport-Vorstand und Vorsitzender des Vorstands, irgendwann ist es auch mal gut. Letztlich heißen die vom Vereinsbeirat nominierten beiden Kandidaten Claus Vogt und Christian Riethmüller.

Vor gar nicht so langer Zeit war die größte Errungenschaft in der Amtszeit des VfB-Vereinsbeirats die Überarbeitung der Ehrenordnung. Aber schon bei der Mitgliederversammlung rückten Claudia Maintok und der Vorsitzende Wolf-Dietrich Erhard in den Focus, als sie engagiert Argumente vortrugen, warum der Präsident Wolfgang Dietrich das Beste ist, was dem VfB passieren kann. Nach dessen Rücktritt stieg der Bekanntheitsgrad einzelner Vereinsbeiratsmitglieder gar auf den Rang von Ersatzspielern wie Mateo Klimowicz oder Tanguy Coulibaly, da dem Vereinsbeirat die Aufgabe zukam, die Kandidaten zur Wahl des neuen VfB-Präsidenten zu nominieren.

Der Prozess bis zu den beiden Finalisten Claus Vogt und Christian Riethmüller war ein bisschen holprig und trug Züge von Intransparenz. Aber natürlich kann es der Vereinsbeirat niemandem Recht machen: Vereins-Ikone Guido Buchwald nicht nominieren? Skandal! Der ist doch Weltmeister und Deutscher Meister! Oiner von uns! Dass der Vereinsbeirat nicht klar kommunizieren kann, warum Kandidaten nicht bis in die Shortlist bzw. ins Finale gekommen sind, erscheint nur logisch. Zum einen soll der Fokus auf den echten Kandidaten liegen und nicht auf den ausgeschiedenen. Und zum zweiten möchte der Vereinsbeirat wahrscheinlich den ausgesiebten Kandidaten keine schmutzige Wäsche, vermutete Inkompetenzen oder die fehlende persönliche und/oder fachliche Eignung hinterher werfen. Das können allerdings die ausgeschiedenen Kandidaten wie Matthias Klopfer und Guido Buchwald tun, die sich ungerecht behandelt fühlten und auch den Prozess der Auswahl kritisierten.

Mit dem Unternehmer, Kommerzskeptiker und FC PlayFair-Mitgründer Claus Vogt und dem Osiander-Chef Christian Riethmüller haben die Mitglieder am 15. Dezember eine schwere Wahl und das ist auch gut so. Alleine, wer sich an Riethmüllers emotionale Rede auf der Juli-Mitgliederversammlung erinnert, kann vermuten, dass der Mann brennt für den VfB, aber auch einer mit Ecken und Kanten sein könnte. Vogt hat mit Rainer Adrion als Unterstützer seiner Kandidatur ein Pfund in der Hand. Noch ist es zu früh, dem Vereinsbeirat zu gratulieren, aber die beiden Ausgewählten waren auch Favoriten vieler Fans, gleichwohl deren Konzepte und Vorstellungen bislang noch nicht bekannt sind.

Das wird sich nun ändern, der Wahlkampf der Kandidaten beginnt. Und ich bin mir sicher, es wird einer werden auf gutem Niveau, Vogt und Riethmüller stehen für Integrität, Haltung, Unabhängigkeit, für Teilhabe und für Kommunikation auf Augenhöhe. Eine gute Möglichkeit, die beiden live zu erleben, bietet sich Euch am 28.11.2019. Die VfB-Podcasts Brustringtalk, Nachspielzeit, Rund um den Brustring und VfBSTR werden im Rahmen der Viererkette Claus Vogt und Christian Riethmüller befragen und sicher wird auch die eine oder andere Frage aus dem Publikum zugelassen. Als fünfter Mann und Libero an Bord ist der Autor Bernd Sautter. Kommt alle, die Veranstaltung findet beim SSC statt, los gehts ab 19 Uhr.

Einen ersten Kommentar zur Kandidatenauswahl hat Bernd Sautter abgegeben. Hier entlang.

Kurzsteckbriefe der beiden Kandidaten findet Ihr hier:
Claus Vogt
Christian Riethmüller

Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images for DFB)

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3 Kommentare

  1. FRiDi Miller sagt

    Ohne Worte! Aber es war von Anfang an klar, dass der liebe Herr Vogt als Präsident gewünscht ist und mit Unterstützung von Herrn Adrion in die Endauswahl kommen wird. Von wegen keine Mauscheleien. Er wird auch funktionieren, wie es manche Funktionäre wünschen…. Ich für meinen Teil lasse mich dadurch nicht beeindrucken und werde natürlich nächste Woche Klage wegen Diskriminierung am Arbeitsgericht einreichen. Schauen wir mal, ob der neue Präsident auch handlungsunfähig sein wird, wie so viele Bürgermeister in Baden-Württemberg es waren, lach, da nannte sich das ganze dann AMTSVERWESER, ohne Stimmrecht….. Herzlichst Eure Friedhild (FRiDi) Miller

  2. Bernd sagt

    Im ersten Moment habe ich gedacht, dass Vogt der bessere Kandidat wäre, aber inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Die Aktivitäten um seinen FC PlayFair sind seltsam inhaltsleer, dabei gäbe es in dem Themenfeld von der Rolle von Spielerberatern bis hin zu dem problematischen Schiedsrichterwesen in Deutschland genug zu tun. Auf der anderen Seite, wer sich mit der echten Mafia anlegt, wird sicher auch ganz gut mit der „Fußballmafia DFB“ fertig.

  3. draus vom Lande sagt

    Das schönste an dem ganzen Prozess ist die geringe Mindest-Verweildauer des gewählten. Wären wir nicht der VfB, hätten wir nun die so schnell nicht wiederkehrende Möglichkeit, das neue Vereinsinstrument Beirat 2x hintereinander beurteilen zu können und ggfls. einen ersten Fehler ein paar Monate gleich wieder zu korrigieren
    Aber wir sind der VfB, deshalb werden wir a) nicht lange warten müssen, bis der nächste Präsident zurücktritt und b) wenn das nicht, dann werden wir bei der nächsten Wahl uns zwischen Amtsinhaber und Zuhausebleiben entscheiden müssen.
    Aber ihr kommt wenigstens so langsam wieder in Spur: „Züge von Intransparenz“ ist wieder ein Leckerli ..

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