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VertikalGIF #BOCVfB: Erste allgemeine Verunsicherung

Spannung, Dramatik und spannende Wendungen: Das war der heutige Sonntag. Aber vor der Bundestagswahl gab es auch noch das 0:0 zwischen dem VfL Bochum und dem VfB Stuttgart und das war eher so:

Vor dem wichtigen Spiel beim Aufsteiger hatte Trainer Matarazzo ungewohnt scharf kommuniziert und sogar die Charakterfrage gestellt. Man darf gespannt sein, welche Antwort er aus der Leistung seiner Mannschaft herausgelesen hat. Denn sind wir ehrlich: Der VfL Bochum war vielleicht qualitativ limitiert, aber dafür deutlich mutiger – und das trotz der 0:7 Klatsche in München aus der vergangenen Woche. Und der VfB? Fing sich immerhin kein frühes Gegentor!

In einem Interview vor dem Spiel hatte Pellegrino Matarazzo gesagt, dass er seinen grünen Glücks-Pullover anziehen würde, wenn er die Punkte wirklich dringend bräuchte. Entwarnung für VfB-Fans: Der Trainer trug keinen grünen, sondern einen roten Pulli und zog sich auch in der Pause nicht um. Aber Matarazzo brachte zur zweiten Halbzeit gleich zwei neue Spieler. Und wie reagierten die VfB-Fans auf diese frühen Wechsel?

Ganz konkret waren es Erik Thommy und Chris Führich (mit seinen ersten Pflichtspiel-Minuten), die anstelle von Mateo Klimowicz und Al Ghaddioui in der zweiten Hälfte für Schwung sorgen sollten. Und zumindest in Person von Führich klappte das hervorragend. Der Neuzugang war links wie rechts präsent, agierte mutig und sorgte für Unruhe in der Bochumer Defensive. Kurz: Er zeigte all das, was man beim VfB vermisst hatte.

Doch nach vier Spielen ohne Sieg merkte man dem VfB Stuttgart deutlich an, dass das Selbstverständnis aus der vergangenen Saison fehlt. Das gleiche gilt für die Automatismen im Umschaltspiel. Die Leichtigkeit ist weg, die erste allgemeine Versunsicherung seit dem Aufstieg ist da – vom Keeper, der zu viele Bälle nach vorne klatschen lässt, bis zur Sturmspitze, die zu lange braucht, um Bälle abzulegen.

Im Laufe der Spielzeit reifte bei erfahrenen Bundesliga-Zuschauern die Erkenntnis: Entweder die Partie bleibt torlos oder sie wird durch einen Treffer entschieden. Und der fiel! Nach einer bornösen Freistoß-Flanke von Sosa und einer tollen Kopfball-Ablage von Führich erzielte der umtriebige Mavropanos das 1:0!

Und so reagierten die VfB-Fans als der Treffer vom VAR Guido Winkmann(!) überprüft wurde:

Und so, als der Treffer zurecht aberkannt wurde.

Am Ende waren es 0,93 zu 0,29 „expected goals“. Und auch, wenn diese Statistik die Spiele oft verzerrt: Diesmal spiegeln die Zahlen das Spielgeschehen treffend wider: Kein Team hätte ein Tor verdient gehabt. Aber, wenn, dann der Aufsteiger. Der Punktgewinn bringt den VfB auf Platz 13. Doch der Druck steigt. Die nächsten Gegner: Hoffenheim und M’gladbach.

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