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VertikalGIF #FCHVfB: Aufbauhilfe Ostalb

But can they do it on a cold rainy night on the Ostalb?” Das war die Frage, die sich viele VfB-Fans vor dem ersten Bundesligaduell zwischen Heidenheim und Stuttgart stellten. Die Antwort: No, they couldn’t.

 

Neben dem Torinstinkt von Serhou Guirassy und der Umtriebigkeit von Enzo Millot fehlte dem VfB dabei vor allem die nötige Leidenschaft und natürlich auch ein wenig Glück. Die Konsequenz: Das erste Spiel unter Sebastian Hoeneß überhaupt und die zweite Bundesliga-Niederlage in Folge. Ist das schon die erste Mini-Krise?

 

Aber der Reihe nach: Sebastian Hoeneß wechselte auf zwei Positionen. Rouault spielte für Stenzel, der Oberschenkelprobleme hatte, und Silas ersetzte Leweling. Enzo Millot stand aus familiären Gründen nicht im Kader. Silas war es dann auch, der in der 7. Minute die Führung auf dem Fuß hatte. Er umkurvte den Heidenheimer Keeper, ließ sich dann aber viel zu einfach von Bundesligadebütant Gimber abdrängen.

 

Danach begannen die großen Aluminiumfestspiele: In der 17. Minute traf Schöppner die Latte, in der 38. tropfte ein toller Freistoß von Stiller an den Querbalken. Am Ende stand es nach 2:1 nach Lattentreffern für Heidenheim, weil auch Gimber in der 43. den Ball nicht im Tor unterbrachte.

 

Dass auf der Anzeigetafel noch kein Treffer stand, hatte der VfB vor allem Waldemar Anton zu verdanken, der hinten ein ums andere Mal in höchster Not klärte. Absolutes Highlight war seine Aktion in der 32. Minute als er alleine einen Angriff von drei(!) Heideheimern klärte.

 

Nach 45 Minuten hatte der VfB zwar 65 % Ballbesitz, aber Heidenheim die besseren Chancen. Auch in die zweite Hälfte startete der Aufsteiger mit mehr Schwung. Doch in der 56. Minute gab es die große Chance für die VfB-Führung: Nach einem Zupfer von Mainka an Anton gab es Elfmeter. Doch wer würde den schießen, nachdem Undav gegen Hoffenheim vergeben hatte? Es war Silas, der sich den Ball nahm – und in den Heidenheimer Nachthimmel bolzte. Ganz knapp drüber!

 

Der Fehlschuss sorgte nicht unbedingt dafür, dass das VfB-Spiel besser wurde. Im Gegenteil: Erst stürmte es in Heidenheim, dann stürmte Heidenheim – und traf. Nach einer erneuten Ecke traf Schöppner zum 1:0. Und wie aggressiv verteidigten die Stuttgarter die Standards der Heidenheimer im kompletten Spiel?

 

In der 71. Minute gab es dann auch für den VfB Stuttgart etwas zu feiern: Luca Raimund kam zu seinen ersten Bundesligaminuten. Als der VfB zum letzten mal deutscher Meister wurde, war der U19-Spieler übrigens zwei Jahre alt.

 

Dass der Sonntag ein gebrauchter Tag für den VfB war, zeigte sich exemplarisch in der 92. Minute. Denn da hatte jener Luca Raimund die riesige Chance zum 1:1. Aber sein Schuss aus kürzester Distanz ging an die Unterkante der Latte und auch der Nachschuss von Leweling wurde auf der Linie geklärt.

 

Dass am Ende ausgerechnet ein Ballverlust des ansonsten so starken Waldemar Anton den 48-Meter-Treffer von Tim Kleindienst einleitete, passte perfekt zum Spiel. Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh.

 

Auch nach der Niederlage bleibt der VfB Tabellendritter, doch am Samstag wartet mit Dortmund der nächste Härtetest. Immerhin dürfte das Team jetzt wissen, dass 90 % Leistung auch gegen einen Aufsteiger nicht reichen.

 

Heidenheim hingegen klettert durch den durchaus verdienten Sieg im “El Swabico” auf Platz 13 und hat mit zehn Punkten bereits doppelt so viele wie Köln.

 

Zum Weiterlesen:
Unser Spieltagstext sieht im Heidenheimer Team eine hochmotivierte Elf, die aus ihren wenigen Möglichkeiten alles herausholt. Kurz: Die das Beste aus sich macht. Und das ist der große Unterschied zum VfB, der am Sonntag Abend nicht die beste Version von sich auf den Platz bringt.

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