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VertikalGIF #VfBBMG: Sie können noch gewinnen!

Seit neun Spielen ohne Sieg, durch Augsburgs Sieg in Bielefeld schon sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz: Die Bedingungen vor dem Topspiel gegen Mönchengladbach waren nicht gerade ermutigend. Einziger Lichtblick: Tayfun Korkut und die Hertha, denen es ähnlich schlecht geht- nur dass sie dafür viel mehr Geld versenkt haben.

Aber egal, wie schlecht in Berlin gespielt wird: So lange das Team von Pellegrino Matarazzo keine Punkte holt, sind die Ergebnisse der anderen Mannschaften irrelevant. Es wurde Zeit für den ersten Heimsieg seit dem 26. November! Dachte sich auch der Trainer und überraschte mit einer mutigen Aufstellung: Neben dem wiedergenesenen Sasa Kalajdzic brachte er mit Omar Marmoush, Chris Führich und Tiago Tomás gleich drei weitere Offensivkräfte. Die Zeichen standen also auf Attacke!

Und tatsächlich startete der VfB mutig in die Partie. Das muss man der Mannschaft lassen: Egal, wie oft ihr – teils durch sie selbst – ein Bein gestellt wurde, sie steht immer wieder auf.

Bereits nach zehn Minuten hätte sich der VfB belohnen müssen: Erst durch Borna Sosa, der aber wohl ohnehin im Abseits stand, dann durch Tiago Tomás, der an Sommer scheiterte. Und wie reagierten die VfB-Fans auf den erneuten Chancenwucher?

Und sind wir ehrlich: So wirklich wunderte es keinen, dass die Gladbacher quasi im Gegenzug mit ihrer ersten Chance das 1:0 erzielten, weil die Stuttgarter Defensive nicht gut aussah. VfB-Masterclass.

Zur Abwechslung immerhin mal ein Rückstand und keine Führung, die man verdaddeln konnte. Und der VfB machte sich auch gleich daran, den Ausgleich zu erzielen, von Resignation keine Spur. In der 24. Minute hätte es dann eigentlich soweit sein müssen: Doch Kalajdzic setzte die börnöse Sosa-Flanke knapp neben das Tor. In den folgenden Minuten verflachte das Spiel ein wenig, bis … ja bis Gladbach mit der zweiten Chance das zweite Tor machte, weil Sosa seinen Gegenspieler aus den Augen verlor und weil es Flo Müller in dieser Saison einfach nicht vergönnt ist, auch mal ein bisschen Glück zu haben.

Mal wieder gut gespielt, mal wieder viele Chancen herausgespielt und vergeben, mal wieder mit dem Rücken zur Wand stehend: Die Stimmung im Stadion nach dem zweiten Treffer war überschaubar. Doch dann kam Captain Endo und küsste das Neckarstadion wach, weil er einen Gladbacher Fehlpass im eigenen Strafraum nutzte und den Ball kompromisslos reinschweißte.

Mit dem 1:2 und neuer Hoffnung ging es in die Pause. Die Optimisten sahen sich nach nur sechs Minuten im zweiten Durchgang bestätigt. Über den unfassbar starken Endo kam der Ball zu Tomás, dann über Umwege zu Kalajdzic, dessen Schuss irgendwie bei Führich landete. Der machte es besser als noch in Sinsheim und köpfte den Ball zum 2:2 ein. Was ein Comeback!

2:2 nach 0:2 und noch 40 Minuten zu spielen. Ein komisches Gefühl, wenn man berücksichtigt, dass der VfB in den letzten Spielen gut darin war, alles wegzuwerfen, was man sich vorher mühsam aufgebaut hatte. Schließlich war von null bis drei Punkte noch alles drin. Die Stuttgarter zeigten klar, dass sie die Partie gewinnen wollten. Das Problem: die Chancenverwertung.

Sowohl Tiago Tomás wie auch Omar Marmoush schafften es nicht, den Ball im Gladbacher Tor unterzubringen und bei den VfB-Fans machte sich ganz allmählich ein ungutes Gefühl in der Magengrube breit. Doch dann kam die 83. Minute. Dann kamen Borna Sosa und Sasa Kalajdzic. Der Kroate zog gefühlt 50. Mal an diesem Abend in den Strafraum, legte flach in die Mitte und der Österreicher schloss überlegt ab. Und das Stadion explodierte.

Nur noch sieben Minuten plus Nachspielzeit. Würde es der VfB tatsächlich schaffen, das Spiel unfallfrei über die Bühne zu bekommen? Ohne Gegentreffer? Ohne Verletzten? Das Team warf wirklich alles rein und M’gladbach fiel zum Glück erschreckend wenig ein. Sogar Pellegrino Matarazzo griff in die Trickkiste und wechselte in der 89., 90. und 94. Minute, um Zeit von der Uhr zu nehmen.

Um 20:22 war es dann soweit: Schiedrichter Dingert pfiff ab, der VfB sicherte sich erstmals seit dem 11. Dezember wieder drei Punkte und durchbricht endlich die sich immer schneller drehende Negativspirale.

Ein Erlebnis, das Mannschaft wie Fans gleichermaßen gebraucht. Ab jetzt gilt:

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5 Kommentare

  1. Jörn sagt

    Wir sollten immer im Sondertrikot spielen: Sieg gegen BVB, Sieg gegen HSV, Sieg gegen Mainz und nun gegen Gladbach…und alles geile Spiele.

  2. Uli sagt

    Ein sonderbar distanzierter Spielbericht nach solch einem Herzblutspiel. Man könnte glatt meinen, euch wäre eine erneut unglückliche Niederlage lieber gewesen, damit ihr mit eurem Negativgeunke der letzten Wochen recht habt. Geht mal in euch, VfB-Freunde! Der Trainer ist gut, die Jungs hab Herz, der Sportdirektor einen Plan. Es ist jetzt nicht alles gut, aber es war auch nie alles schlecht.

    • @buzze sagt

      Uns zu unterstellen, wir würden uns über eine Niederlage mehr freuen als über einen Sieg, finde ich ziemlich unverschämt.
      Abgesehen davon gibt es das “VertikalGIF” als festes Format zu jedem Spiel. Man könnte glatt meinen, Du bist kein regelmäßiger Leser.

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