Mini-Feature, Spielbericht, VfB
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Verein für Bequemlichkeit

Auf meinen Freund Sammy konnte ich mich immer verlassen: Wenn ich am VfB zweifelte, wenn ich vor Spielen Angst hatte und wenn es um alles ging, gab er mir mit seinem Optimismus Hoffnung. Ich sah mit ihm das Bochum-Spiel 2007, er sagte das 2:1 gegen Cottbus voraus und war sich letzte Saison absolut sicher, dass gegen Mainz und den HSV gewonnen wird.

Vor dem Bremen-Spiel schüttelte er allerdings den Kopf: „Des wird heut‘ nix!“ Damit war der Abend eigentlich gelaufen. Warum habe ich mir das Spiel noch angetan?

„Zwei Tore auswärts, das ist eine gute Leistung, vor allem ohne unsere Fans. Und das auswärts in diesem Hexenkessel in Bremen. Ja gut, wir müssen die individuellen Fehler abstellen, insbesondere in der Abwehr, aber die anderen haben jetzt den Druck: Die können etwas verlieren, während wir aus einer komfortablen Situation kommen. In der fühlen wir uns am wohlsten. Von uns erwartet niemand etwas, es gibt noch sechs Punkte und die können wir uns holen“. Ein absolut lächerliches Statement? Ja – und ein frei erfundenes. Aber es wäre Robin Dutt zuzutrauen, schließlich ist er beim VfB Head of Schönreden und Vorstand für Fehleinschätzungen.

Dutt hat ein Team zusammen gestellt, in dem keiner außer U23-Spieler Zimbo Zimmermann es verdient hat, das Trikot mit dem Brustring zu tragen. Keiner. Jegliches Gefühl für Spiel-Situationen und Zweikämpfe ist verloren gegangen. Was ist aus dem griffigen Lukas Rupp geworden? Und was aus dem immerhin soliden Emiliano Insua? Martin Harnik holt sich einen Scorerpunkt, der unglückselige Federico Barba beweist eindrucksvoll, dass er wohl vom gleichen Scout wie Toni Sunjic und Artem Kravets empfohlen wurde. Alexandru Maxim ist der Thiago des VfB: Lieber einen Hackentrick als mal mit Zug in einen Zweikampf gehen. Selbst Schorsch Niedermeier wirkt seltsam teilnahmslos. Es ist keinem, wirklich keinem anzumerken, dass er unter keinen Umständen verlieren will.

Dutt hat einen völlig überforderten Trainer installiert. Es ist unfair, Jürgen Kramny mit Diego Simeone zu vergleichen. Aber die Leidenschaft, die Simeone im linken kleinen Zeh hat, ist hundertmal größer als die von Kramny. Was bleibt in Erinnerung von Kramny? Wie er hilflos auf der Bank sitzt, sehr traurig schaut und nicht weiß, was er machen soll.

Wie Abstiegskampf geht, hat Werder Bremen gezeigt. An der Weser gelingt genau der Schulterschluss wie beim VfB vor einem Jahr: Ein Stadion und eine Stadt stehen hinter ihrem Verein, sie glauben alle an einen Klassenerhalt. Ganz anders in Stuttgart: Ob Spieler, Trainer oder Funktionäre, alle scheinen nur ihren persönlichen Vorteil zu suchen, es rettet sich, wer kann. Das Bild, das der Verein mit Präsident, Management, Trainerstab und Mannschaft abgibt, ist erbärmlich. Der Abstieg scheint unvermeidlich.

Wenn du denkst, schlimmer geht’s nicht mehr, kommt von irgendwo ein neuer Tiefpunkt her.

Eigentlich waren wir uns sicher, gegen Augsburg den Tiefpunkt der Saison gesehen zu haben. Hätten wir damals auf Rudi Völler gehört, wüssten wir es besser: es gibt immer noch einen niedrigeren Tiefpunkt. Ich kann den Scheiß nicht mehr hör … sehen. Jetzt ist der VfB Stuttgart dort angekommen, wo er zuletzt an Spieltag 14 stand: Auf einem direkten Abstiegsplatz.

Dennoch hat es die Mannschaft immer noch in der eigenen Hand, zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Noch ist alles möglich, da sich am letzten Spieltag Frankfurt und Bremen im direkten Duell die Punkte wegnehmen. Nur wer glaubt noch daran? Die Fans, die hoch frustriert sind? Die Mannschaft, der man jegliches Ehrgefühl absprechen muss? Die sportliche Leitung, der man überhaupt nichts mehr zutraut? Der VfB hat es sich nach seiner Rückrundenserie bequem gemacht. Aus diesem Chill-out-Modus kommt jetzt keiner mehr raus. 2007 war der VfB der Verein für Begeisterung. 2016 ist er der Verein für Bequemlichkeit, was wohl direkt in die zweite Liga führen wird.

Mit sechs Punkten würde der VfB entweder Bremen oder Frankfurt noch einholen. Kramny sagte nach dem Spiel, dass man die verbleibenden sechs Punkte holen will. Nein, Herr Kramny: Ihr müsst! Legen Sie denn dieses Hasenfüßige nie ab?

Aber ziehen wir das Positive aus dem Montagabend: Leicester ist englischer Meister geworden.

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13 Kommentare

  1. drausvomLande sagt

    Als ich heute morgen aufgestanden bin, hatte ich so ein komisches Gefühl, wie wenn der VfB in Bremen die Hosen voll…
    Aber als ich dann mit dem ersten Kaffee die Zeitung gelesen habe, war ich gleich erleichtert, wir haben doch noch ausgebuffte Profis in Baden-Württemberg, die bis zum letzten Blutstropfen um ihre Pründe streiten, sich aufopferungsvoll einer Sache widmen, die Begehrlichkeiten und Gefühle ihrer Anhänger stets im Blick haben, auch mal Opfer für die Sache bringen und verlangen können und bei all dem sogar ein beachtlich vernünftiges Ergebnis liefern können, mit dem man hoffnungsvoll in die nächste Saison gehen kann. Leider hat dann der Kaffee angefangen zu wirken und ich habe begriffen, dass ich einen Bericht über die grünschwarzen Koalitionsverhandlungen gelesen habe. Schade, da wäre etwas weniger Politprofi mir doch eigentlich lieber.
    Dann fiel mir wieder ein, was vor vielen Wochen mal ein Arbeitskollege erzählt hat: Bei einem Vorbereitungsspiel der C-Jugend, in der sein Sohn spielt, hat ein Elternteil aufgrund der desolaten Spielweise der Jungs gemeint, die könnten heute gegen Pappkameraden spielen, die würden den Ball nicht vorbeibringen, woraufhin ein anderes Elternteil meinte: Bloß nicht, die Pappfiguren würden 2:0 gewinnen..
    Daraufhin habe ich den Spielbericht über den VfB gar nicht erst gelesen.
    Stattdessen habe ich meinen zweiten Kaffee genommen und bin in den Garten gegangen. Beim Genuss der Morgen-Zigarette ist mir dann aufgefallen, dass die Vögel immer noch zwitschern und die Sonne immer noch scheint. Jetzt bin ich beim Arbeiten und da ist auch noch alles wie vorher, incl. schadenfroher Kommentare und mitleidiger Blicke. Aber die Erde dreht sich scheinbar weiter und irgendwie komme ich damit sogar ganz gut klar
    UND DAS IST DAS EIGENTLICH TRAURIGE

    • @buzze sagt

      Das Schlimmste an der Lage ist tatsächlich, dass die meisten Fans bei einem Abstieg nur resigniert nicken würden. Irgendwas ist zerbrochen. Spätestens gestern, aber wahrscheinlich schon früher.

  2. Max sagt

    „Irgendwas ist zerbrochen.“

    Es wird eben einfach seit Jahren nie mal mittelfristig besser. Mit Zorniger geht es ein paar Wochen gut – und schon hat man wieder den gleichen Blödsinn wie in den Jahren zuvor.
    Irgendwann hat man keine Kraft und keine Geduld mehr, auf die nächste Wende zu hoffen.
    Ich hatte vor dem Spiel keine Hoffnung und hab auch jetzt keine. Was soll denn Hoffnung geben? Die Verletzten kommen nicht zurück, es werden sogar mehr. Und wer soll es aus der Truppe richten?

    Wobei ich bei dem Punkt widersprechen muss: Maxim fand ich gestern gar nicht schlecht, Rupp war auch noch ok. Aber sonst? Durchgehen grausam. Da kommen Pässe über zwei Meter (!) nicht beim Mitspieler an. Spieler gehen dem Ball nicht entgegen und wundern sich, wenn sie von hinten attackiert werden. Gestern fehlte es an sämtlichen „Basics“, und damit meine ich nicht den „Abstiegskampf“, sondern fußballerische Fähigkeiten.
    Harnik bekommt am 16er einen Ball, sein Gegenspieler rutscht aus und was passiert? Nein, kein Torschuss, er legt sich den Ball nicht richtig vor und die Chance ist vorbei. Wie kann sowas sein?

  3. Basti sagt

    Unfassbar…kein Zusammenspiel…alles viel zu langsam…Abwehr – wenn man sie noch so nennen kann – absolut desolat…seh momentan kein Licht am Ende des Tunnels…weiß auch nicht woher es kommen könnte…wird wohl leider nix mehr diese Saison…hoffe dass man nach dem Abstieg aufwacht und nicht vollständig zerfällt bzw. sich selbst zerlegt und noch weiter abrutscht…

    • @abiszet sagt

      @Max
      Daß es die Mannschaft kann, haben wir alle am Anfang der Rückrunde gesehen. Ok, da waren Großkreutz und Dié noch dabei – aber ehrlicherweise waren die beiden auch nicht gerade überragend. Aber da sind die Bälle weder drei Meter vom Fuß gesprungen noch misslangen Kurzpässe. Zweikämpfe wurden bestritten und nicht kopflos dem Gegner hinterher gerannt. Maxim hat ein unglaubliches Potential, aber er bringt es nicht auf den Platz. Er kommt mir vor wie ein Handballer, der nach einem Tempogegenstoß völlig frei auf den Torwart zuläuft. Anstatt voll durchzuziehen, will er es mit einem Heber versuchen, der hinter dem Tor landet. Rupp? Meines Erachtens nicht wieder zu erkennen im Vergleich zum Anfang der Rückrunde. Diese Ballverluste, einfach unglaublich.

      Hoffnung? Träume? Klassenerhalt? Das Spiel gegen Mainz ist wieder ein anderes, schönes Wetter, volles Stadion und wenn dann gleich am Anfang eine Aktion gelingt … Kostic läuft links alles nieder und in der Mitte steht irgendeiner und wenn es ein Eigentor ist, egal, Hauptsache drin … ja, ich fange an zu träumen. Aber solange ich noch Träume habe, lebe ich ;-)

      @Basti
      Das ist meine Befürchtung – der Abstieg wird zu einem Verein in Trümmern führen. Bleibt Dutt („Will mich für einen Wiederaufstieg zur Verfügung stellen/Stelle mich der Verantwortung blabla“), dann wir es weiter steil abwärts gehen. Geht Dutt (und mit ihm Kramny), muss auch Wahler den Hut nehmen. Dann ist der Verein komplett führungslos, wobei doch sofort die 2. Liga geplant werden muss. Beide Szenarien sind dramatisch.

      Auf der anderen Seite – wird der Abstieg verhindert, geht das Leiden weiter. Auch dann stehen Kramny und Dutt (und Wahler) zur Disposition. Langweilig wirds nicht …

  4. Christoph sagt

    Auch bei mir ist gestern etwas kaputt gegangen. Je länger das Spiel dauerte, desto stärker konnte ich die Hilflosigkeit der Spieler und des Trainers sehen und quasi fühlen. Das wird sich auch in den letzten beiden Spielen nicht mehr ändern. Sang- und klanglos wird sich die Mannschaft in Liga zwei verabschieden. Ich kann nur hoffen, dass es dadurch wirklich ein Neustart geben wird – bezweifel es jedoch ganz stark. Die halbwegs guten Spieler werden gehen, die schlechten bleiben hier. So wird es auch in der Führungsriege der Fall sein. Traurig.

  5. ExilSchwabe sagt

    Fünf Jahre habe ich in der Hansestadt Bremen studiert, und Saison für Saison bin ich im Gästeblock des Weserstadion gestanden und habe beobachten können, wie die Leistung und Einsatzbereitschaft des VfB schwindet. Bis sie, gestern Abend teilweise völlig abhanden kam. Ich habe das Spiel relativ apathisch verfolgt, in dem Wissen, dass ich noch einen Abend mit meinen Bremer Kollegen vor mir habe, das lag eben schwer im Magen.

    Ich bin einer von den Träumern, der sich mit seinen Kommentaren vor einigen Wochen in diversen Chatgruppen, heute bis in das bodenlose der Lächerlichkeit preisgegeben hat. Ich dachte wirklich es geht bergauf, dass „ein Schalter umgelegt wurde“. Aber um der Ehrlichkeit halber dachte ich das die letzten Jahre häufiger. Nach der Meisterschaft spielte ich gedanklich mit internationalen Plätzen und kleineren Erfolgen in den Wettbewerben. Als das Neckarstadion bei seiner Neueröffnung und einen tollen sportlichen Erfolg erstrahlte, war ich geblendet, und sprach dem VfB eine ebenso glänzende sportliche Zukunft zu. Unablässlich habe ich den Verein über die letzten Jahre verteidigt, obschon ich mit vielen Entscheidungen gerungen habe und der Vereinsführung einen Großteil an Geschick abspreche. Identifizieren konnte ich mich immer. Dann eben mit einem traditionsreichen und problembesetzten Verein ohne Langeweile, mit dem Verein meiner Heimatregion, einer der Bezugspunkte die mir ins schwäbische geblieben sind.

    Gestern „ist etwas zerbrochen“- obwohl mir der SVW während meiner Zeit in Bremen ein kleines bisschen näher geworden ist, habe ich Spieler und Fans bei meinen Stadionbesuchen verwünscht. Ihr kennt das, wenn die Fanseele brennt. Gestern kam nicht einmal dieses Feuer auf, eventuell lag das auch ein bisschen an der Abwesenheit der Ultras und den Bremer Fans, die ich so zusammengerückt auch nur selten erlebt habe. Aber als Ausrede zählt das nicht. Identifizieren konnte ich mich gestern Abend nur mit einem Spieler- Claudio Pizarro, von dem ich schon so viele Bundesligatore gesehen habe. Ich wurde unruhig, als mir bewusst geworden war, wie wenig ich ihm einen Abstieg während seiner aktiven Zeit gönne.

    Einen Abstieg gönne ich auch dem VfB nicht, aber hätte ich ihn letzte Saison noch als unfair empfunden, müsste ich ihn diese klaglos hinnehmen. Ein Sieg aus elf Spielen sprechen eine deutliche Sprache und zeugen in Kombination mit den letzten Jahren, deutlich von einer sportlichen und strukturellen Misere, die der Verein nahezu klaglos auf das offene Messer zulaufend, fast wie selbstverständlich über Jahre mit sich trägt. Die letzten Wochen haben auch mich zum Realisten werden lassen, es hat sich ausgeträumt. Ein Abstieg wäre sportlich verdient und ich ehrlich nicht traurig darum.

    Ich hoffe der VfB springt noch einmal von der Klippe, denn der hohe Imageschaden eines Abstieges in Verbindung mit einer hitzig diskutierten Ausgliederung in der zweiten Liga, brächte neben dem sportlichen Misserfolg, einen nur schwer zu beziffernden finanziellen Schaden mit sich und wäre Gift für den Verein und seine Sponsoren. Aus diesem Grund gönne ich dem VfB den Abstieg nicht, nur aus diesem Grund. Das ist traurig.

    • @abiszet sagt

      Lieber Exilschwabe,
      Du hast mich wirklich mitgenommen mit der ausführlichen Beschreibung (ähnlich wie @drausvomlande) Deiner Gefühle. Danke dafür! Auch ich habe eine besondere Beziehung zu Werder Bremen. Falls Du schon letztes Jahr mitgelesen hast – mein Opa wurde 102, war Werder-Fan und mit vielen Verwandten diskutierte ich immer, wenn ich im Norden (besser gesagt: Delmenhorst) war. Bremen habe ich deshalb in mein Herz geschlossen und Pizarro muss man einfach lieben.

      Ich weiss nicht, in wieweit dem VfB oder auch verantwortlichen Herren wie Dutt, Wahler, Heim und auch Gentner bewusst ist, was diese Saison mit den Supportern macht. Dieses „etwas zerbrochen“, wie es Sebastian oben nannte und auch @Christoph aufgriff, das begegnet mir immer wieder. Und ich kann Dich gut verstehen. Die meisten wollen einfach nur, dass es vorbei ist. Dieses Elend, dieses Leiden, dieses Leuten-zuschauen-müssen, die ganz offensichtlich auf- und außerhalb des Platzes mit ihrem Job überfordert sind.

      Aber wie differenziert Du alles darstellst, so lese ich doch ein kleines bisschen Hoffnung bei Dir raus. Denn ein Abstieg wäre nicht nur finanziell ein Desaster. Es würde aus dem VfB ein Skandalverein machen. Ein Verein, der dann leider was seine Außendarstellung betrifft, in die Nähe von 1860 München rückt.

      • Jonny Switlinski sagt

        Die Frage ist doch aber: Wie ist das Image momentan? Der VfB ist doch schon die Lachnummer der gesamten Liga.
        Ich muss leider sagen, dass es mir mittlerweile fast lieber wäre abzusteigen und von Grund auf neu zu beginnen. Wäre das vor 3-4 Jahren schon passiert (als sich der VfB mal wieder gerade so retten konnte) stünde man heute eventuell besser da. Natürlich ist das Spekulation keine Frage, aber bevor man den Klassenerhalt schafft und dann wieder so eine Saison abliefert…

        ABER: Es sind noch zwei Spiele! Veränderungen können auch jetzt schon umgesetzt werden! Man muss nicht bis zu einem Abstieg warten um nächste Saison zu überlegen was falsch läuft. Mainz und auch ein „Vogelfreier Wohlstandsverein“ sind schlagbar, wenn man den Willen und die Motivation dazu hat! Notfalls mit einem dreckigen 1:0 mit 10 gelben und 3 roten Karten (Niedermeier beißt seinem Gegenspieler in die Wade oder sowas) am letzten Spieltag!
        PS: Auf die Relegation würde ich nicht zielen, Nürnberg frisst den VfB bei ihrer momentanen Verfassung mit Haut und Haaren auf.

  6. Frank Teufel sagt

    Ich wehre mich entschieden dagegen, einen Abstieg mit Neuanfang gleichzusetzen. Wo stehen denn Paderborn, Bielefeld, Kaiserslauter, Fürth oder Düsseldorf heute? Zumindest einer davon wird wahrscheinlich nächstes Jahr ein Gastspiel in Aalen haben. Bielefeld kam erst wieder aus der Drittklassigkeit.
    Natürlich verweisen immer alle auf den SC Freiburg. Meiner Meinung nach hinkt aber dieses Beispiel. Freiburg hat nie auf einen Neuanfang in der 2. Liga gesetzt. Freiburg zeichnet ein hohes Maß an finanzieller Beständigkeit, verlässliche Personalpolitik und eine unverwüstliche Treue zu einem fußballerischen Konzept aus. Alles das gibt es beim VfB nicht (mehr). Unfähige Verantwortungsträger (und Dutt ist da nur einer in einer langen Reihe) haben dem Verein den schlechtesten Kader aller Zeiten beschert. Die Amateurabteilung ist en Trümmerhaufen, ebenfalls faktisch aus der Dritten Liga abgestiegen, Zukünftigen Trainern möchte man raten, sich gar nicht erst häuslich niederzulassen, ein Hotelzimmer tut es für die Dauer ihrer Amtszeit auch.

    Bleibt nur die Hoffnung, dem Abstieg nochmal von Schippe zu fallen… und auf ein Wunder hoffen. Dortmund hat auch mal einen Watzke und einen Klopp gefunden.

    • @buzze sagt

      Wenn es eine Garantie gäbe, dass VfB innerhalb von zwei Jahren wieder aufsteigt, würde ich sagen: Runter mit ihnen und runderneuert wieder hoch. Quasi das Gladbach-Modell. Aber wie Du sagst: Diese Garantie gibt es nicht. Es ist genauso wahrscheinlich, dass der VfB ein Dauergast der zweiten Liga wird – das Bochum-Modell. Deswegen gilt es, den Abstieg mit allen Mitteln zu verhindern. Nur – und hier muss allen Recht geben, die einen Abstieg als Neuanfang herbeisehnen – was wird sich dann ändern? Vermutlich nichts. Und dann führen wir in zwölf Monaten eine ähnliche Diskussion. Du hast Recht: Wir brauchen ein Wunder!

      • Frank Teufel sagt

        Kurz zusammengefasst: Ratlosigkeit bei vollkommener Perspektivlosigkeit.

  7. Fan seit '91 sagt

    Für mich das Schlimmste ist, dass die Zeiten der jungen Wilden oder der Meisterschaft ’07 nie mehr kommen werden. Nennt mich einen Erfolgsfan, aber da gehört der VfB für mich hin. Eine Fahrstuhlmannschaft zwischen erster und zweiter Liga, das wird dem Verein und meinen Ansprüchen an ihn nicht gerecht. Der VfB kann auf meine Unterstützung in der 2.Liga nun nicht mehr zählen.

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