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Die große Enttäuschung

Ist es wirklich ein Aufreger, dass offenbar Vorstand und Teile des Präsidiums die Aufklärung des Datenskandals behindern und an der Weitergabe der Daten beteiligt waren oder zumindest davon gewusst haben könnten? Also Stefan Heim, der als Finanzvorstand wohl keine 700.000,- EUR freigibt, ohne zu wissen, wofür. Also Jochen Röttgermann, in dessen Marketingressort die Ausgliederungskommunikation fiel. Also Rainer Mutschler, der damalige Projektverantwortliche der Ausgliederung. Und Dr. Bernd Gaiser, der womöglich als Intimus von Wolfgang Dietrich Einblick in alle Vorgänge gehabt haben könnte.

Nein, der Aufreger ist, dass Fehlverhalten vertuscht werden soll, wobei wir dies befürchten mussten nach den Erfahrungen der letzten Jahre, in denen wir belogen wurden. Aber eins wurde nun durch die Veröffentlichung von Marko Schumacher in der Stuttgarter Zeitung/Nachrichten und im kicker mehr als deutlich: Die eigene Position ist den Verantwortlichen wichtiger als die Mitglieder des VfB. Das Verhalten ist nicht nur Betrug an den Mitgliedern, das ist Betrug an der Wahrheit, das ist der Verrat an den Werten des VfB.

Die eigentliche Enttäuschung aber ist, dass ein Hoffnungsträger wie Thomas Hitzlsperger daran beteiligt ist, obwohl er mit der Weitergabe der Mitgliederdaten nichts zu tun hat, aber offenbar Kollegen und Mitstreiter schützen möchte aus falsch verstandener Loyalität. Er scheint dabei das Credo seines ehemaligen Mentors Oliver Schraft übernommen zu haben: Jede vermeintliche Kritik rücksichtslos und rigoros als vereinsschädigend zu empfinden und mit allen (allen!) Mitteln dagegen zu kämpfen, ohne dabei zu merken, dass genau dieses Verhalten vereinsschädigend ist. Durch dieses Vorgehen wird das Vertrauen in die Personen und die Glaubwürdigkeit ihrer Handlungen untergraben, der gesamte Verein und die AG als unehrlich, manipulatorisch und intrigant entlarvt.

Warum konzentriert sich die Enttäuschung auf „The Hammer“? Weil die emotionale und moralische Fallhöhe bei ihm am größten ist. Bei vielen allen anderen in Verein sind die Erwartungen mittlerweile so gering, dass man kaum noch enttäuscht werden kann. Hitzlspergers bisheriges hervorragendes Standing war natürlich geprägt durch das einmalige Tor gegen Cottbus. Und aktuell durch die mehr als erfreuliche sportliche Entwicklung. Aber auch durch die Glaubwürdigkeit, Authentizität, Ehrlichkeit und Integrität, die er ausstrahlte und mit seinen Handlungen bis dato mit Leben erfüllte. Bisher konnte ich mir keinen besseren Repräsentanten meines VfB vorstellen als Thomas Hitzlsperger: Aufgrund seines Werdegangs und seines Engagements für gesellschaftliche Themen – und einfach weil ich ihn mag.

Hitzlspergers Rolle ist unrühmlich. Nicht nur ich, auch viele andere sind enttäuscht von ihm. Auch wenn er im Moment im Mittelpunkt der Kritik steht, weil er mit seiner Präsidentschaftskandidatur der Mit-Initiator der Kampagne gegen Claus Vogt ist, um Fehlverhalten unter den Teppich zu kehren: Die wahren Verantwortlichen sind andere. Sie verstecken sich hinter ihm und er hat sich zum Schutzschild für sie machen lassen. Diese schützende Hand muss er seinen Kollegen nun entziehen. Im Interesse seines persönlichen Rufes, im Interesse seiner Funktion als CEO – und im Interesse des VfB. Diese Größe traue ich Thomas Hitzlsperger zu.

Der VfB braucht darüber hinaus Ehrenmänner, die zu ihrer Verantwortung rund um den Datenskandal stehen, die Konsequenzen ziehen, um damit vom VfB weiteren Schaden zu nehmen. Diese personellen Verluste zu kompensieren wird nicht einfach werden für den VfB. Aber es ist alternativlos.

Zum Weiterlesen:
„Der VfB steuert auf einen Totalschaden zu – jetzt müssen alle Fakten auf den Tisch“ von Danny Galm (ZVW).
„Der Druck auf Hitzlsperger steigt“ in der Süddeutschen Zeitung
„Als wäre er (= Dietrich) nicht weg gewesen“ bei Rund um den Brustring

Foto: Pressefoto Baumann Alexander Keppler Pool

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16 Kommentare

  1. Bernd sagt

    Ich glaube man darf nicht unterschätzen, dass Hitz beim VfB bei Veränderungen (auch im nicht-sportlichen Bereich) so erfolgreich war, weil es ihm gelungen ist, diese Veränderungen mit den Betroffenen umzusetzen und nicht gegen sie. Auch bei der Aufklärung des Datenskandals wird er die Situation in erster Linie aus der Warte der betroffenen Mitarbeiter und nicht der eV-Mitglieder betrachten. was als AG-Vorstand nunmal auch sein Job ist. Dass er deswegen nicht auch noch eV-Präsident werden sollte, ist natürlich auch klar.

    • @buzze sagt

      Grundsätzlich ist es natürlich völlig legitim, wenn sich der „Chef“ schützend vor die Angestellten stellt. Aber in diesem Sonderfall wird damit die Aufklärung einer Handlung zum Nachteil der Mitglieder erschwert. Und ob alle in der Mercedesstraße mit den Umstrukturierungen wirklich so glückliche sind? Wenn es stimmt, was man so hört, gewinnt die VfB AG bestimmt keinen Preis für das beste Betriebsklima.

      • Bernd sagt

        Angesichts der Veränderungen hätte ich eigentlich eher mit Mord und Totschlag gerechnet, von daher finde ich es zumindest von der öffentlichen Darstellung bisher erstaunlich ruhig. Gerade jetzt wäre eigentlich eine ideale Gelegenheit für Heckenschützen jeglicher Couleur. (Hoffe, dass der letzte Satz mich nicht sofort wieder einholt.)

  2. Sebastian sagt

    Vorab, der Artikel ist super und ich teile ihn zu 95%. Ich sehe vieles genauso und die Wortwahl ist sehr treffend.

    Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist wieso die Personalie Thomas Hitzlsperger hier noch als tragbar angesehen wird, wenn die Themenlage sich nicht zu 180 Grad dreht und Claus Vogt doch Leichen im Keller hat. Was dieser Mann hier scheinbar abzieht ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Hier wird mit allen Mitteln gearbeitet um ehrliche Menschen mit guten Absichten zu verleumden, zu diskreditieren und Personen die Mitglieder massivst getäuscht haben zu decken. Wie kann man diesem Mann denn ja wieder mit Offenheit in einer führenden Position im Verein entgegentreten und ihm Glauben schenken? Er hat damit doch alles kaputt gemacht und ich war genau wie du bis vor ein paar Wochen komplett pro Hitzlsperger in allen Bereichen. Aber das ändert ja nichts daran das man jetzt sieht, dass das Ganze ein totales Schauspiel war und sich der Wolf hier im Schafspelz tummelt.

    Für alle die jetzt auch sagen hier ist nichts abschließend geklärt. Hitzlsperger hat nachweislich gelogen. Die Aussage das Vogt mit der Esecon Ermittlung unkontrollierbar ausufernde Kosten schafft, die der e.V. alleine gar nicht stemmen kann ist komplett angedichtet gewesen. Da weiß man ja schon wie es dem Herrn um die Ehrlichkeit bestellt ist, wenn man so was in einem offenen Brief an die Mitglieder raushaut, um den Braten noch fetter zu machen. Lustiger Weise auch eine, wenn nicht sogar die greifbarste Kritik in den ganzen 4 Seiten. Komplett gelogen.

    Das alleine reicht mir schon, aber jetzt noch in Kombination mit dem Esecon Zwischenbericht sieht man doch genau was da vor sich geht. Und Hitzlsperger wird ja sogar namentlich genannt, dass er in die Ermittlungen negativ eingewirkt hat indem er den Zugriff der IT-Zugänge von Schraft und Fischer nicht deaktiviert hat. Und in seiner Position als AG Vorstandvorsitzender wird er bei den anderen Vorwürfen auch seine Finger im Spiel haben oder zumindest die Verantwortung dafür übernehmen müssen.

    Solche Leute brauchen wir in diesem Verein nicht. Punkt.

    • Bernd sagt

      Ich finde dein Beitrag veranschaulicht ganz gut, was aktuell in der Diskussion in meinen Augen ziemlich schief läuft. Du brichst den Stab über Hitz und willst ihn als Lügner aus dem Verein werfen, obwohl dein Vorwurf gar nicht zutrifft.

      Hitz hat in Punkto unkontrollierter Kosten kritisiert, dass der AG den eV vor der Insolvenz retten musste. Nicht mehr und nicht weniger, und Vogt hat diesem Vorwurf nicht widersprochen. Dass irgendwann einmal eine Versicherung für einen Großteil dafür aufkommt (wobei die Details meines Wissens da ziemlich unklar sind), ist schön, bringt nur in der aktuellen Corona-Krise relativ wenig, weil jetzt kurzfristige Liquidität viel viel wichtiger ist als langfristige Zahlungseingänge. Das mag dir vielleicht zu kompliziert sein (weil Geld gleich Geld ist oder so), aber wenn man über eine Organisation mit einem Jahresumsatz Richtung neunstelliger Bereich reden will, dann muss man bereit sein, solch eine Komplexität auszuhalten.

      Hitz hat also gar nicht gelogen. Er hätte vielleicht seinen Vorwurf besser erklären können, sodass man ihn auch ohne bertriebswirtschaftliches Vorwissen versteht.

      • Sebastian sagt

        So und das meinst du! Jetzt starten wir hier mal schön mit Textbelegen.

        Zitat aus Hitzlspergers offenen Brief:
        „Mit der Autorität der Ämter als Präsident und Chef des Aufsichtsrats hat Claus Vogt jedoch eine Beauftragung ohne Ausschreibung, ohne Kostenschätzung und ohne Projektplan durchgedrückt und bei der Projektleitung die nötige Sorgfalt, Kompetenz und Abstimmung vermissen lassen. Die unkontrolliert ausufernden Kosten führten dazu, dass die AG den Verein unterstützen muss, um ihn vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren.

        Der Profilierungswunsch eines Einzelnen bedroht so die Existenz des ganzen Vereins. Für den Verein steht der Präsident in der Verantwortung, nicht der Vorstand, nicht der Vereinsbeirat, nicht der Trainer.“

        So da sind erstmal viele spannende Anschuldigungen drin, aber starten wir mal mit deiner Behauptung das es hier „nur“ um die Liquidität geht. Nachdem die nämlich im Text fällt geht es im nächsten Absatz um die Gefährdung des ganzen Vereins. Und das ist in Verbindung mit der Versicherung und dem Fakt das der VfB jetzt noch und nöcher Geld hat um etliche Mandate zu erteilen, ist eine riesen Verarsche und tut mir Leid ganz klar eine Lüge. Wenn die Liquidität im Verein, und da zählt AG und e.V. dazu, weil die nur zusammen überleben, so an ihre Grenzen stößt das die Existenz gefährdet ist, dann geht nicht noch Ermittlungen behindern das es noch Monate weiter geht, Prüfung von Präsidentschaftskandidaten Hitzlsperger und Neuausschreiben von Kandidaten. Wenn er nur die Liquidität angegriffen hätte, dann hätte man hier ein paar Sätze weglassen und umschreiben müssen. So in der Form geht es viel tiefer und ist bisher nicht widerlegten Berichten nach gelogen.

        Wo man hier aber das Zitat so auf dem Präsentierteller hat, einen kleinen Exkurs noch. Thema Claus Vogts Alleingänge, die hier ja so amüsant aufgeführt werden. Erstmal den Vorwurf „ohne Kostenschätzung“ kann ich nicht bewerten, möglich dass das ein Versäumnis war, aber wie gesagt das Vertrauen ist zu dieser Person sowieso weg. Und man muss auch immer an die Versicherung denken, die greift. Also da ist Verantwortungsbewusstsein dabei, in einer Angelegenheit die ohnehin alternativlos ist. Dann noch ein Nebengeplänkel „ohne Ausschreibung“, ganz ehrlich interessiert mich null ob er das ausschreiben lassen hat oder nicht. Was mir gefällt das den Personen in Frage wohl richtig auf dem Zahn gefühlt wird und sich hier keiner vom Druck der AG kleinmachen lässt. Aber jetzt Vorwurf „ohne Projektplan durchgedrückt und bei der Projektleitung die nötige Sorgfalt, Kompetenz und Abstimmung vermissen lassen.“ Mit wem soll er denn, verdammte Scheiße, dieses Projekt durchgehen? In der AG wo ihn alle rausmobben wollen und durch die Presse schleifen, weil er den Datenskandal richtig aufrollen will? Im Vereinsbeirat mit Mutschler und Gaiser, die beide in der Angelegenheit ihre Finger im Spiel hatten und ihren Arsch aus der Affäre ziehen wollen? Und die es nicht mal fertig bringen den eigenen Präsidenten zu schützen vor nicht belegten öffentlichen Anschuldigungen. Das ist doch alles gequirlter Bullshit. Claus Vogt geht dem Wunsch der Mitglieder nach dieser Veruntreuung der Daten nachzugehen und da sitzen halt fast nur Mittäter in der ganzen Mercedesstraße, mit wem soll man das denn abstimmen und diskutieren? Ihm blieb doch gar nichts anderes übrig. Und damit erfüllt er genau seinen Auftrag von den Mitgliedern die ihn gewählt haben. Der ist der AG und Herrn Hitzlsperger keine Rechenschaft schuldig.

        Und Leute wie du sehen wieder nichts und das regt richtig auf, weil Hitzlsperger in seinem Brief richtig Farbe bekennt und neben Lügen, Rufmord, auch die Mitglieder von vorne bis hinten verarscht und mit Sahne oben drauf auch noch das vom Verein gegebenen Versprechen bricht und selber Präsident werden will. Wirklich da kriegt man einfach nur Brechreiz bei der ganzen Scheiße.

        • Bernd sagt

          Ich kann schon irgendwie verstehen, dass Hitz in einer Insolvenz des Muttervereins ein existenzielles Risiko sieht. Was, wenn in so einem Fall das zuständige Gericht einer Insolvenz in Eigenregie nicht zustimmt, weil Vogt die Insolvenz sehenden Auges herbeigeführt hat? Dass Du Hitz diesen legitimen Standpunkt nicht zubilligst und ihn deswegen der Lüge bezichtigt, kann ich einfach nicht nachvollziehen.

          Zu einem gewissen Grad bin ich ja dabei, Vogt im Thema Datenskandal einen kalkulierten Rechtsbruch zuzubilligen, das kannst du bei meinen früheren Beiträgen hier nachlesen. Aber wie mir scheint, hat er das ohne jeglichen Plan gemacht, wie er da langfristig zu einer mehrheitsfähigen Lösung im Sinne des gesamten VfB kommen will. Und das ist irgendwas zwischen extrem naiv und bösartig.

          • Sebastian sagt

            Alles sehr blind von dir. Wie man solche Leute noch schützen kann ist wirklich unfassbar. Die Aussage steht natürlich mit der Lüge. Du kannst nicht sagen die Ermittlungskosten gefährden die Existenz, dann geht die weiter und zwei andere Mandate werden zusätzlich vergeben und trotzdem läuft der Laden wie geschmiert. Nicht zu vergessen dass das sicherlich nicht die wichtigsten Mandate sind, Hitzlsperger als Präsidenten zu prüfen, wenn die Wahl sowieso ein Wortbruch an die Mitglieder wäre. Und die fragwürdige neue Ausschreibung mit Headhuntersuche, weil man sich vor der Vogt-Aufstellung retten will ist die andere. Alles ganz ganz arm und deine Kommentare fügen sich hier nahtlos an.

            * Anmerkung vp: Auf anderen Webseiten würde jetzt stehen – „Bitte auf gewaltfreie Kommunikation achten“.
            Ja ich weiss, das ist ein emotionales Thema, trotzdem die Bitte: Ersma durchatmen und dann kommentieren ;-) (az)

  3. Sport frei sagt

    Ich schreibe mal was streitbares…
    1. Was ist an der Weitergabe der Daten soooo schlimm? Ich gebe meine Daten freiwillig ab, und sie werden anderweitig verwendet…war vor nicht allzu langer Zeit übrigens Gang und Gebe. Bis dieser Datenschutz Rotz erfunden wurde. Na ja…, wie gesagt, lässt sich drüber streiten!
    2. Kann mal bitte jemand diesen Grinse-August (Vogt) durchleuchten?!
    Ich lese überall nur Anti Hitz! Ich möchte auch mal über dies Personalie berichtet wissen…oder gibt es über Luft nichts zu schreiben?
    Ich kann mir nicht helfen, aber Leute, die ständig in ein Handy oder eine Kamera grinsen, sind mir, mit meinem Bauchgefühl, unsympathisch.
    3. Bin ich ganz klar, PRO HITZ!
    Der Mann bewegt was! Und, dass dabei auch mal Staub aufgewirbelt wird, gehört dazu…
    Wenn er nichtmehr da ist, werdet Ihr merken, dass man mit Grinsen, keinen Sportverein leiten und vor allem nach oben führen kann!!!
    Ich sag nur: Uli Hoeneß, Rummenigge, Völler, Callmund, etc.
    4. Feuer frei. Ihr dürft gerne konstruktive Kritik, auf mein Gelaber, äußern :))

  4. Pitchblack sagt

    1) Datenschutz existierte schon sehr, sehr lange vor den jüngsten Verschärfungen. Personenbezogene Daten sind und waren schon immer sehr sensibel und gerade die freiwillige Abgabe setzt Vertrauen in diejenigen voraus, die mit ihnen umgehen. Wenn diese Daten dann auch möglicherweise noch missbraucht werden, um Einfluss auf hochrelevante Entscheidungen zu nehmen, ist das alles andere als banal.
    2) What-aboutism macht das Verhalten von Hitz um keinen Deut besser. Ob wir nun Herrn Vogt unsympathisch finden oder nicht hat nullkommanull Einfluss auf die Handlungen des AG-Vorstandvorsitzendeng. Und die waren in dieser Angelegenheit nun mal unterirdisch. Das zu erkennen und zu nennen passiert übrigens auch komplett unabhängig davon, ob wir mit Herrn Vogt nun klarkommen oder nicht.
    3) Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen „wo gehobelt wird, fallen Späne“ und einem bewussten Versuch, Missstände zu verschleiern bzw. Verantwortliche für diese Missstände zu schützen. Verdienste auf der einen Seite als Freifahrtscheine für eklatantes Fehlverhalten auf der anderen zu instrumentalisieren, macht einen professionellen, verlässlichen, respektvollen und vor allem regelgerechten Umgang miteinander unmöglich. Es gibt Dinge, die sollten wir nicht zu Kavaliersdelikten runterkuscheln, egal, sie sehr wir die ausführende Person mögen.

    • Danke, für die konstruktiven Antworten!
      Du hast natürlich auch in allem ein wenig oder mehr recht… Wie auch der Text von abiszet geschrieben war. In allen Punkten, richtig.
      Dennoch sehe ich in letzter Zeit zuviel auf den Hitz eingeprügelt. Seine Wortwahl war, und dafür hat er sich entschuldigt, unangemessen.
      Aber irgendetwas muss halt doch an den Vorwürfen dran sein. Kein halbwegs intelligenter Mensch geht mit solchen Vorwürfen derart an die Öffentlichkeit, wenn alles nur an den Haaren herbei gezogen wäre. Sollte es dennoch so sein, entziehen ich ebenfalls meine Unterstützung für Hitzelsberger.
      P. S. Mit what aboutismus kann ich nichts anfangen, Sorry. Musst erklären

  5. Pitchblack sagt

    Sorry wegen des what-aboutisms! Kommt von „What about…?“ („Und was ist mit…“?). Wenn also von einem Sachverhalt (Hitz hat Mist gebaut) durch den Verweis auf einen anderen Sachverhalt („Und was ist mit Vogt?“) abgelenkt ;o) ;o) werden soll, dann nennen das manche „What-aboutism“.

  6. Sport frei sagt

    Ah, Danke!
    Sollte man zwar nicht wirklich, hast recht. Aber bietet sich für mich hier an, da es um beide geht und ich bin der Meinung, man sollte beiden auf den Zahn fühlen…daher die ‚provokante‘ Schreiberei :)

  7. Pitchblack sagt

    Ein Präsident ist weder unantastbar noch unfehlbar. Und soll auf keinen Fall uneingeschränkt schalten und walten können. Darum es gibt auch für ihn Kontrollorgane – die mal mehr und mal weniger gut funktionieren. In unserem Fall sind die Mitgliederversammlung und der Vereinsbeirat (VB) die entscheidenden Organe. Der Vereinsbeirat z.B. genehmigt Finanzpläne, Investitionen usw. und kontrolliert Rechnungen, die er vom Präsidium vorgelegt bekommt. Sollte hier z.B. bei der Untersuchung der Datenaffäre Dinge aus dem finanziellen Ruder gelaufen sein, hätte der VB das mitbekommen und ggf. auch stoppen können.

    Neu wäre mir, dass der Vorstand der AG (deren Haupteigner ja nach wie vor der e.V. ist – korrigiere mich, wenn ich falsch liege) hier irgendwelche Kontrollkompetenzen hat. Nach wie vor kann ich es kaum fassen, dass der Vorstandsvorsitzende der AG den gewählten Präsident seines Haupteigners derart öffentlich angreift – und sich dann auch noch zu der Ankündigung versteigt, dessen Job haben zu wollen. Schwer vorstellbar, dass das in anderen gewerblichen Konstellationen passiert, ohne dass der Haupteigner alle Beteiligten mal ordentlich auf’s Pferd setzt,

    • Bernd sagt

      Laut eV-Satzung hat der VB keinerlei Möglichkeit das Präsidium bei irgendwas zu stoppen, dafür wäre einzig und alleine die Mitgliederversammlung zuständig.

      Was Hitz anstrebt, ist mit einem Management Buy-out vergleichbar. Nur dass hier die Kontrolle über die Anteile nicht mit Geld sondern mit den Stimmen der Mitglieder erreicht werden soll. Also durchaus eine vorstellbare Konstellation.

  8. Bernd sagt

    Ich habe den Eindruck, dass du krampfhaft versuchst, Hitz irgendwie etwas anzuhängen. Da von Vogt nicht dementiert, können wir die AG-Zahlung zur Verhinderung der eV-Insolvenz aufgrund der Esecon-Kosten wohl als Fakt ansehen. Laut Presseberichten handelt es sich da bisher um einen mittleren sechsstelligen Betrag, was locker eine Größenordnung mehr sein dürfte als die Beauftragung zur Klärung der Zulässigkeit von Hitz‘ Kandidatur oder der Präsidentensuche per Headhunter. Und selbst wenn das verantwortungslos wäre, inwiefern wäre das die Schuld von Hitz? Der Vereinsbeirat könnte ja wenn er wollte Hitz‘ Kandidatur aus dem von dir genannten Grund direkt beerdigen.

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