Alle Artikel mit dem Schlagwort: Arminia

Moderner Dreikampf

Der Klassenerhalt wird ausgespielt vom VfB Stuttgart, von Arminia Bielefeld und Hertha BSC. Der FC Augsburg wie auch der VfL Wolfburg werden mit dem Abstieg und dem Relegationsplatz nicht zu tun haben, auch wenn wir das gerne hätten und Fürth ist eben Fürth. Aber mal ehrlich: Das Ganze ist natürlich spannender als die Meisterschaft, der Kampf um die internationalen Plätze ist ein Dreck dagegen. Denn beim VfB, der Hertha und Bielefeld geht es um alles und um nicht weniger als die Zukunft der drei Clubs. Für den VfB sprechen die bessere Form, die besseren Spieler und der Brustring. Bielefeld ist im Vorteil, weil Stadt und Verein sich im Abstiegs- und Existenzkampf auskennen. Für die Hertha könnte das Restprogramm sprechen. Die Berliner spielen nacheinander gegen Augsburg, Stuttgart und Bielefeld, am Ende noch gegen Mainz und Dortmund. Die drei fechten einen modernen Dreikampf aus, eine Vielseitigkeits-Prüfung, bei der diese Einzelaspekte entscheiden werden: Form & Qualität der Spieler Nimmt man die letzten Spiele, so scheint der VfB hier die Nase vorn zu haben. Acht Punkte aus fünf Spielen, …

Das 20-Punkte-Spiel

In seiner Antrittsrede sagte der neue CEO und Sportvorstand Alexander Wehrle allerlei Cleveres und hinterließ einen ausgezeichneten und sehr zupackenden Eindruck, was die Projekte in der Zukunft angeht. Bei der Gegenwart wurde er emotional und ballte die Fäuste, denn es sollen “alle Kräfte gebündelt werden für den Klassenerhalt“. In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Partie gegen Arminia Bielefeld als “20 Punkte-Spiel!“. Präsident Claus Vogt reagierte darauf leicht irritiert: „Das mit den 20 Punkten musst du mir bei Gelegenheit mal erklären!“ Es ist nicht überliefert, ob und wie Wehrle das erklären konnte, denn auch gegen Bielefeld gibt es nur drei Punkte und zählt man die drei Punkte dazu, die dem Verlierer entgehen, kann man ganz eventuell von einem 6 Punkte-Spiel sprechen. Und selbst das ist mathematisch durchaus diskutabel. Aber Wehrle hat schon Recht: Das Spiel ist ganz entscheidend für den Kampf um den Klassenerhalt. Entschieden ist am 28. Spieltag noch nichts, doch leichter (oder besser: schlagbarer) werden die Gegner für Bielefeld und den VfB nicht mehr. Die Vorzeichen vor dem Abstiegskracher könnten nicht unterschiedlicher sein: Mit …

VertikalGIF #VfBDSC: Return of the Aufbaugegner

Nach der Niederlage in Augsburg brauchte der VfB dringend ein Heimsieg. Das Problem: Wer sollte die Tore schießen, nachdem sich auch noch Hamadi Al(m) Gahaddioui krank abgemeldet hatte? Matarazzos Plan: Einfach ohne Stürmer spielen. Und so reagierten die Fans als sie die Aufstellung sahen: Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Kein echter Stürmer, aber dafür mit Endo, Mangala, Nartey und Karazor gleich vier Sechser auf dem Platz. Oder wie man auch sagt: “Mitte zu!” Und tatsächlich begann der VfB mit Didavi und Massimo in vordester Front ganz ansehnlich. Was auch daran lag, dass Borna Sosa auf dem Flügel stark in die Partie fand. Auf dem rechten Flügel wohlgemerkt. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Die Arminia stand wie erwartet kompakt in der Defensive und machte nach vorne erstmal wenig. Kein Wunder, schließlich waren die Bielefelder in dieser Saison noch sieglos. Das letzte Spiel, dass die Arminia gewinnen konnte, war am 34. Spieltag der vergangenen Saison gewesen. In Stuttgart. Click …

Wenn Du mich fragst, …

… wer mit einem 6:0 von Bielefeld aufsteigt, dann sage ich zu Dir: Das können nur die bequemen Schwaben sein, die Jungs vom VfB. 33. Spieltag. Jeder Punkt, jedes Tor kann entscheidend sein. Jürgen Kramny würde sagen, das Team muss “alles raushauen.” Und die Mannschaft liefert! Es wird um jeden Meter Rasen gefightet und kein Ball verloren gegeben. Jeder Spieler gibt 100% oder mehr und am Ende steht der höchste Sieg der gar nicht mal so kurzen Vereinshistorie zu Buche – herausgeholt gegen den haushohen Favoriten. Oh, sorry, das war ja gar nicht der VfB in Hannover, sondern die Arminia auf der Bielefelder Alm! Denn nur dort wird der Stuttgarter Aufstieg nahezu klar gemacht. Durch eine epochale Leistung der Bielefelder, die in dieser Saison viele späte Gegentreffer (Terodde!) und viele Trainer (Kramny!) erlebt haben. Am Ende haben sie nicht nur drei Punkte gegen Aufstiegskandidat Braunschweig geholt, sondern der Eintracht auch noch das gute Torverhältnis zerstört. beste Spieler für den VfB heute Mitchell Langerak & Reinhold Yabo #H96VFB — RUN STR (@RUNSTR) 14. Mai 2017 Und …

Menschen, Tore, Sensationen!

Kinder, freut euch: Der weiß-rote Zirkus ist in der Stadt! Magische Momente in der Offensive mit Solonummern zum Zungeschnalzen und Toren wie aus einem Youtube-Highlight-Clip. Aber leider auch immer wieder mit spaßbefreiten Horroclown-Momenten in der Defensive. Das will doch keiner sehen! Ja, so ein VfB-Spiel macht eine Menge Spaß – wenn man nicht gerade mit dem Team bangt und zittert. Es gibt viel zu viele Spiele der Kategorie “Wer so eine Partie gewinnt, steigt auf” und zu wenige mit dem Prädikat “Wie langweilig, aber so spielt ein Spitzenreiter”. Na klar, so eine Partie wie gegen Bielefeld ist leider geil, aber ein Spiel wie z.B. gegen Düsseldorf oder K’lautern würde vor allem meinen Nerven gut tun. Denn, wenn die restlichen Partien alle so spannend sind, werde ich den Aufstieg vermutlich nicht erleben. Verein für Bluthochdruck. #DSCVFB — Felix Christmann (@ChristZudemMann) 17. April 2017 Aber warum ist es immer so spannend? Ist es vielleicht eine Self Fulfilling Prophecy, weil Hannes Wolf in bester Pep-Manier jeden Gegner stark redet? Laut Guardiola war ja auch Darmstadt überragend – und …

Gazi Stadion auf der Waldau

Sehnsucht: Liga zwei

Es gibt bekanntlich nicht viel, was die Fans der “Roten” und der “Blauen” eint. Doch aktuell könnte man meinen, dass beide Fanlager hoffen, ihre Farben in der kommenden Saison in Liga Zwo spielen zu sehen. Höchste Zeit also, dahin zu gehen, wo es weh tut und wo Fußball noch Wadenkrampf und Bluterguss ist und kein Selfie-Scheiß im Mannschaftsbus. Die Rede ist von der Drittliga-Partie der Stuttgarter Kickers gegen Arminia Bielefeld. Als Kind der A2, aufgewachsen zwischen den Abfahrten Ostwestfalen/Lippe, Bad Salzuflen und Herford Ost, bin ich natürlich Arminia-Fan. Das Schöne daran: Es wird nie langweilig. Vier Ligen und Gegner vom DSC Wanne-Eickel bis Bayern München bieten ein breites Spektrum der Unterhaltung. Als ich zu Zweitligazeiten studierte, konnte ich mir gleich nach der Vorlesung noch schnell das Montagsspiel auf der Alm angucken und musste nicht mal das Auto umparken. Ich erinnere mich gut an das damalige Zweitliga-Spitzenspiel gegen TB Berlin mit Hermann Gerland als Trainer. Ging damals übrigens 3:1 aus. Berlin traf bereits früh, aber Tore von Rydlewicz und Labbadia (Doppelpack!) drehten die Partie. Das Team von Thomas von Heesen war …