Alle Artikel mit dem Schlagwort: Aufstieg

Kennt Ihr ihn auch, den VfB-Blues?

Die Euphorie zum Saisonstart (oder war es eher das Schönreden?) hat kaum 90 Minuten überlebt. Man wünscht sich, der VfB wäre mehr Punk, mehr Metal oder mehr Hip-Hop. Aber in Cannstatt regiert schon seit Jahren der Blues. Und das in zahlreichen Ausprägungen. Während es auf Stuggi.TV die Sex-Wochen gibt (zum Video hier entlang), rufen wir die Blues-Wochen aus. Denn der VfB-Blues ist eine in Süddeutschland weit verbreitete Gefühlslage, die sich vor allem nach der Meisterschaft 2007 entwickelt hat. Der Blues bildet die Wurzel eines Großteils der populären schwäbischen Verhaltensformen. Bruddeln, Bashen, Haten sind nah mit dem Blues verwandt. Selbst in der Kehrwoche ist ein Nachhall des VfB-Blues zu spüren. Man muss nur Samstags auf die Straßen schauen: Da wird frustriert gefegt, in der einen Hand ein Wulle, in der anderen der Besen, begleitet von einem Kopfschütteln, ein lustloses „1893, hey” murmelnd. Eigentlich ist beim #VfB ja jedes Jahr alles dasselbe. Nur der Zeitpunkt, an dem die Euphorie verloren geht, variiert. — SvenSation (@sven_sation) August 22, 2016 Es gibt verschiedene VfB-Blues-Formen: Der Management-Blues. Er drückt sich …

Bild von vfbegeisterung.de

„Wir spielen 2. Liga. Unsere Fans gehören in die Champions League.”

Ein herrlicher August-Abend, 60.000 Zuschauer, gute Stimmung und ein Gegner aus Hamburg – es sieht nach einem schönen Saisonauftakt für den VfB aus. Im Vorfeld wurde viel über die Trikots des HSV diskutiert und vor allem das schreiende Rosa gedisst, aber jetzt laufen die Hamburger mit einem Jersey auf, das dem der Kollegen aus St. Pauli sehr ähnlich ist. War es fehlende Fitness oder wollten die Hamburger ihm Häme ersparen? Filip Kostic feiert jedenfalls nicht sein Pflichtspieldebüt für seinen neuen Arbeitgeber, nicht einmal im Kader ist er. Und auf der Bank versucht es der HSV mit einem ganz perfiden Trick: Bruno Labbadia trägt nicht wie sonst einen schnellen Anzug, sondern Ballonseide und hat sich auch noch eine Ewald Lienen-Maske aufgesetzt. Insgesamt tritt der HSV mit einer weitgehend unbekannten Mannschaft auf, taktisch überrascht er mit der Nominierung von Khalid Boulahrouz im Sturm. Als der allerdings in der 28. Minute das 0:1 erzielt, wird dem VfB-Team klar: Das ist nicht Boulahrouz, sondern Aziz Bouhaddouz. Das ist nicht der HSV, das ist St. Pauli. die kicken daher als …

J-Lu & T-Rodd: Warum der VfB Herbstmeister wird …

Endlich ist es soweit. Endlich wieder echter Fußball! Unsere Sehnsucht nach weniger Kommerz und mehr freien Samstagen wird endlich gestillt: Die erstklassigste zweite Liga aller Zeiten (und derer, die noch kommen) startet am Freitag. Höchste Zeit, eine Hinrunden-Prognose zu wagen. 1. Spieltag Die Karawane vom Cannstatter Bahnhof bis zum Stadion ist das Highlight des Spieltags. „Das macht die Montagsspiele aus“ sagt DFL-Chef Christian Seifert. Auch sonst herrscht absolute Erstliga-Atmosphäre beim Zweitliga-Auftakt des VfB: Ein Gast aus Hamburg, volles Haus mit 60.000 Zuschauern, Flutlichtspiel. Leider erinnert auch das Ergebnis an die Bundesliga. St. Pauli gewinnt mit 1:2. Neuzugang Marcin Kaminski führt sich standesgemäß mit einem Eigentor ein. 

1860 München holt derweil nach Stefan Aigner den nächsten verlorenen Sohn: Moritz Leitner. Schneller wird das Spiel der Münchener dadurch nicht. Martin Harnik schießt im Eröffnungsspiel aus drei Metern übers Tor, Hannover verliert gegen Lautern 0:2. 2. Spieltag Der VfB spielt 0:0 in Düsseldorf. Der erste Punkt in der zweiten Liga wird nicht gefeiert. Nur Jos Luhukay freut sich innerlich. Immerhin schießt Arianit Ferati kein Tor. Auffällig beim VfB: Der …

Pannenclub oder mit Vollgas zum Aufstieg?

Nur noch eine Woche Saisonstart der zweiten Liga! Wie läuft’s beim VfB? Nach dem Abstieg war der Akku leer, gleichzeitig mussten und müssen viele Teile des Teams ausgetauscht werden. Doch nur mit einer großen Inspektion ist es beim VfB nicht getan, es ist vielmehr eine Generalüberholung notwendig – auf allen Ebenen. Keiner passt besser als der neue Sportvorstand Jan Schindelmeiser, der in den letzten sechs Jahren in erster Linie an alten 911ern rumgeschraubt hat. Er weiß also, wie man alte Kisten wieder flott bekommt. Nicht mit „Geiz ist geil“, sondern eher mit „das Beste oder nichts“. Das muss auch das Motto für Schindelmeiser sein. Der Kader muss dringend getunt werden, sonst wird es nichts mit dem Aufstieg in die erste Liga. Denn noch knirscht es ziemlich im schwäbischen Getriebe. Wie sieht es unter der Haube beim VfB aus? Tor & Abwehr Im Tor hat der VfB am wenigsten Probleme: Mitch Langerak kann sich wie ein Airbag vor dem Kasten aufblasen, er ist die das Sicherheitssystem des VfB. Ob Jens Grahl oder Benjamin Uphoff – die …

Pirates of the Neckaribbean

Stürmische Zeiten in Cannstatt. Der Stuttgarter Schoner mit dem prägnanten roten Ring um den Rumpf hat Schiffbruch erlitten und muss schnellstens wieder flott gemacht werden, damit man durch die kabbeligen Zweitligagewässer sicher in den reichen Hafen namens Bundesliga einfahren kann.  Aber von wem? Nachdem das Robin Dutt kielgeholt wurde, Bernd Wahler über die Planke geschickt wurde und man Jürgen Kramny fürs erste auf einer einsamen Regionalliga-Insel ausgesetzt hat, herrscht große Unklarheit darüber, wer nun das Sagen hat. Immerhin ist bereits ein neuer Steuermann gefunden: Der niederländische Freibeuter Schnauzer-Jos soll das angeschlagene Schiff wieder auf Kurs bringen. Dass er die Gewässer mit all seinen Gefahren wie den Kaiserslauterner Klippen, den Fürther Felsen und dem Sandhäuser Strudel kennt wie seine Westentasche, steht außer Zweifel. Die große Frage: Wer rekrutiert die neue Crew? Wer hat das Kommando? Doch noch fehlt ihm eine verlässliche Crew für das große Abenteuer. Viele, die in der Vergangenheit als erfahrene Seemänner angeheuert wurden, stellten sich schnell als Leichtmatrosen heraus. Und schon jetzt vermisst man den ersten Maat mit den benineschen Wurzeln, der sich …

Quatsch Comedy Club

Jede Woche neu, jede Woche live: die Stand-up Comedians von der Mercedes Straße. Wurde nach dem Abstieg kurz ein wenig Trübsal geblasen, präsentiert der VfB bereits sein neues Show-Programm: der Präsident sagt nach seinem letzten Auftritt leise Tschüssle, der Sport-Vorstand sorgt bei “Sport im Dritten” für den einen oder anderen Brüller, Guido Buchwald hatte die Lacher auf seiner Seite, als er sich in Gespräch brachte als Präsident, Vorstand, Sport-Direktor, Maskottchen oder zumindest als Kulissenschieber. Nur dem Aufsichtsrat sind Pointen zunächst egal. Er engagiert als neuesten Show-Act den Holländer Jos Luhukay, einer, der zum Lachen eher in den Keller geht. Aber spaßbefreite Trainer wie Magath, Groß oder auch Stevens haben in Stuttgart durchaus (Publikums-)Erfolge gefeiert. Es wirkt wie Aktionismus, einen Trainer zu verpflichten, ohne einen Sportdirektor zu haben. Diese Personalien müssen passen! #VfB — arctic light (@arcticlight) May 17, 2016 Ich würde es begrüßen, wenn es erstklassiges Entertainment auf dem Rasen gäbe, wenn wir alle dort etwas zu lachen hätten. Darauf müssen wir bis zum Rückrundenstart warten. Nachdem Stefan Mappus abgesagt hatte, ist nun Günther Oettinger …