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VertikalGIF #FCUVfB: LeGente & der Förster

Es war der erste Auftritt des VfB Stuttgart in Köpenick seit dem 0:0 am 27. Mai 2019, das den Abstieg besiegelte. Aus der Stuttgarter Startelf von damals stand am 29. Spieltag nur ein einziger Spieler auf dem Platz. Und das auch noch auf Berliner Seite.

Wir wissen mittlerweile, dass Pellegrino Matarazzo immer einen Plan hat. Was wir nicht wissen: Was sein Plan gegen Union Berlin war. Was wir wissen: Der Plan funktionierte nicht.

Den gesperrten Marc-Oliver Kempf ersetzte Marcin Kaminski, zusätzlich rotierten Pascal Stenzel, Erik Thommy und Daniel Didavi in die Startelf. „Marcin wer“ fragen sich jetzt bestimmt einige, denn der polnische Innenverteidiger hatte zuletzt am 5. Spieltag auf dem Platz gestanden.

Dass es kein Spaziergang für den VfB Stuttgart werden würde, war bereits nach wenigen Minuten klar. Das Team von Matarazzo hatte seine Probleme mit dem körperlich robusten Spiel und der Entschlossenheit von Union. Während die Berliner immer wieder über die Flügel kamen, fehlte dem VfB die Schnelligkeit in den Aktionen und die nötige Kreativität.

Folgerichtig dauerte es auch nur bis zur 20. Minute bis ein Tor fiel – leider auf der falschen Seite. Christian Gentner (ausgerechnet!!!) spielte einen absoluten Laser-Pass, wie er ihn für den VfB vermutlich nie spielte, auf Trimmel und dessen Flanke verwertete Prömmel zum 1:0. Und wie reagierten die VfB-Fans als sie realisierten, wer den Traumpass gespielt hatte?

Auch nach dem Treffer das gleiche Bild: Union war präsenter und gewann viele zweite Bälle. Der VfB hingegen tat sich weiterhin schwer, in die Zweikämpfe zu kommen. Dachte sich wohl auch Tanguy Coulibaly und grätschte seinen Gegenspieler gleichermaßen beherzt wie unnötig direkt vor dem Außenmikro um. Klares Foul, klare gelbe Karte. So wie Schlotterbeck schrie, hätte man allerdings auch meinen können, dass ihm gerade das Knie amputiert wird – ohne Narkose.

Erstaunlicherweise blieb die Aktion für ihn ohne Folgen und so konnte er auf dem Platz verfolgen, wie Berlin vor der Pause sogar noch das 2:0 erzielte. Offenbar war Pellegrino Matarazzo mit dem Auftritt genauso unzufrieden wie die Fans, denn der notorische Spätwechsler brachte zum zweiten Durchgang neue Spieler. Nicht einen, nicht zwei, sondern gleich …

Und tatsächlich dauerte es nur knapp 5 Minuten bis sich das auszahlte: Kalajdzic legte für den eingewechselten Förster ab und der verwandelte so eiskalt wie wir es von ihm gewohnt sind!

Überhaupt machten sich die Wechsel bezahlt: Förster, Massimo und später Churlinov kamen mit der Berliner Spielweise besser zurecht und Klimowicz sorgte endlich mal wieder für ein paar Chaos-Momente. Doch leider schaffte es der VfB nicht, aus der neuen Überlegenheit klare Chancen zu generieren. Im Gegenteil: Gregor Kobel musste einige Mal in höchster Not eingreifen, was er mal wieder hervorragend machte.

Und so blieb es am Ende beim 2:1 für Berlin. Der VfB rutscht auf Platz 10 ab und muss weiter auf den 40. Punkt warten. Das wird gegen Wolfsburg und in Leipzig sicherlich nicht einfacher. Aber sehen wir es positiv: Durch die Kölner Niederlage kann der VfB nicht mehr direkt absteigen. Ist doch auch was!

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