Mini-Feature, VertikalGIF
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VertikalGIF #HSVVfB: Game. Set. Match.

6:2. Der erste Satz der hanseatisch-schwäbischen Open ging klar an den HSV. Der VfB gewann mal wieder nix. Von der Ballbesitz-Statistik abgesehen natürlich. Aber ansonsten war es wirklich kein großes Tennis der Stuttgarter.

 

Vor dem Spitzenspiel hatte Tim Walter umgestellt. Awoudja, Klement, Karazor und Mangala kamen für Badstuber, Ascacibar, Massimo und Castro ins Team. Gerade die Entscheidung für Awoudja schien gewagt, schließlich hatte der seit seinem unglücklichen Debüt gegen Hannover nicht mehr gespielt.

 

Und tatsächlich dauerte es nach einem vielversprechenden Start des Walter-Teams nicht lange bis eben jener Awoudja im Mittelpunkt stand – oder besser lag. Denn nach einem Ausrutscher mähte er seinen Gegenspieler um: Elfmeter! Nicht wirklich clever.

 

Auch am zweiten Tor hatte der arme Bobo Awoudja seine Aktien. Er und Emiliano Insua waren sich nicht einig und Bakery Jatta marschierte durch und erzielte das 2:0 für den HSV. Überhaupt: Was war denn das Duell Jatta gegen Insua für ein unfassbares Mismatch? In den meisten Szenen sah es ungefähr so aus:

 

Nach dem 2:1 durch Gonzalez nach einer Ecke keimte kurz mal so etwas wie Hoffnung bei den VfB-Fans auf. Für ganze drei Minuten. Denn dann erzielte Kittel das 3:1, mit dem es auch in die Halbzeit ging. Die Stimmungslage der VfB-Fans:

 

Aber, hey, was sind schon zwei Tore Rückstand. Wir müssen uns halt nur mal offensiv belohnen (Tim Walter Voice). Und tatsächlich traf der eingewechselte Gonzalo Castro in der 56. Minute. Leider ins eigene Tor. Vielleicht hätte Schiedsrichter Aytekin zuvor auf Stürmerfoul entscheiden können, aber so oder so: Die Partie war gelaufen. Oder doch nicht?

 

Tatsächlich erzielte Silas in der 63. Minute mit seinem ersten Tor für den VfB in der 63. Minute das 4:2. Nur 5 Minuten später legte Förster zum 4:3 nach, doch der Treffer zählte nicht, weil Gonzalez den Ball angeblich mit der Hand gespielt hatte. Entscheidung: regelgerecht. Regel: kompletter Müll.

 

Der traurige Rest ist schnell erzählt: Natürlich traf AUSGERECHNET noch Martin Harnik.

 

Und in der Nachspielzeit machte Adrian Fein das halbe Dutzend gegen eine nicht mehr existente VfB-Defensive voll. Damit stehen aus den letzen drei Spielen null Punkte und 3:9 Tore zu Buche. Da die Arminia parallel in Dresden gewann, ist der VfB vorerst auf Platz drei abgerutscht. Aber jetzt mal unter uns: So eine VfB-Krise gehört doch einfach zu einem traditionellen Herbst einfach dazu, oder?

 

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4 Kommentare

  1. Bacardihardy sagt

    Tja vielleicht hätten Sie heute besser Tennis gespielt.
    Open waren Sie mal wieder hinten. Wie so oft mit diesem offensiven System.
    Für diesen Trainer spielen 6 Gegentore wirklich keine Rolle.
    War ja auch ein „offener “ Schlagabtausch. Zumindest auf Stuttgarter Seite.
    Hauptsache offensiv ausgerichtet und dem Gegner das Waltersystem aufgezwungen.
    Ist Tim Walter etwa ein Tennistrainer und kein Fussballtrainer ?
    6:2 klingt wie ein Satz im Tennis.
    Ich glaube die Mannschaft hat jetzt schon genug von diesem Tennistrainer.
    Wie wärs mal mit einem nicht überheblichen Trainer.
    Bald ist Winterpause , Weihnachten naht , da dürfen ja Wünsche geäussert werden.

  2. Dann mache ich hier mal den Anfang…

    Thema Präsidentschaftswahl: Da hat der Vereinsbeirat aber ein super Timing gestern hingelegt in seiner Kommunikation nach außen. So Themen drängen sich einfach auf vor einem Spitzenspiel. Auch die Art und Weise, wie man einfach mal eine Hand voll Kandidaten aussortiert hat – groß!

    Zu Mario Gomez Aussage „Wir werden/können beide Spiele gewinnen“: Einfach mal die Fresse halten! Würde ich zumindest bei 4,2 Mille pro Jahr Gehalt. Eventuell besser für das Karma der gesamten Mannschaft.

    Zum Kader an sich: Aufgebläht, überschätzt, zu teuer, zu langsam, zu schlecht. Jetzt kommt es halt raus. Hätte niemand gedacht, was?!

    Zum Trainer: Überschätzt (sich vor allem selbst). Wobei ich einfach noch nicht weiß, ob einfach die Mannschaft zu schlecht für seinen Stil ist, oder sein Stil?

    Zu den Fans: Die haben so was nicht verdient! Bester Zuschauerschnitt auf der ganzen Welt in einer 2. Liga. Wow! Der Verein weiß das anscheinend nicht zu schätzen…

    Zur Klimabilanz: 4x Fliegen für 2 Spiele innerhalb von 4 Tagen in einer Stadt! Euer Ernst?

    Zum DFP-Pokal Spiel: Geht mir am Arsch vorbei! Schnauze voll! Und nein, ich laufe nicht zu den Bauern über, aber ein bisschen Abstand hilft manchmal.

  3. drhuey sagt

    Es ist Herbst im Schwabenland: die Blätter färben sich, die Tage werden kürzer und die Hoffnung aller, die es gut mit dem VfB meinen, schwindet. Die Hoffnung, dass es dieses Mal besser wird, dass wirklich etwas Neues erschaffen wird, dass man endlich wieder stolz sein kann auf seinen VfB. Viele hatten von Anfang an ihre berechtigten Zweifel. Wieso sollte auf einmal ein bis dato unbekannter Trainer auch ausgerechnet der Heilsbringer sein. Ein Trainer, der bis heute „sein System“ nicht schlüssig erklären konnte. Aber man wollte positiv sein und dem Trainer-Greenhorn eine Chance geben. Und da waren ja auch die Einkäufe des geschätzten Sven Mislintat. Auch die haben die meisten nicht gekannt. Jetzt im Herbst liegen Fakten auf dem Tisch: das sogenannte System ist entschlüsselt (auch von Mannschaften aus dem Tabellenkeller mit Trainern, die noch auf Lehrgang sind) und alle Neuzugänge haben sich verschlechtert. Der Trainer ist kein Fuchs (siehe System, siehe Einwechslungen ( Gomez ????), siehe Coaching (in der Kreisliga hört sich das sophistizierter an). Wir sind Zeuge eines Pilotprojekts des Tim W., der ja in der Bayern-Kantine mal in der selben Schlange wie Pep gestanden ist. Am Anfang hieß es „Walter hat eine Idee was er mit dem Ball machen möchte“… hat er nicht. Der Kapitän wähnt die Mannschaft auf einem guten Weg … ist sie nicht. Aber eine Frage bleibt offen und es ist ein Mysterium. Was läuft in diesem Verein falsch, dass Spieler ihren Mut und ihren Spielwitz und damit auch Qualität verlieren, sobald sie das Trikot mit dem Brustring tragen ?

  4. Rolf Döring sagt

    Hab das Spiel gestern als HSVer gesehen, klar hat es mich begeistert, habe ja auch schon ganz anderes ertragen müssen. Aber so schlecht fand ich Stuttgart nicht, weder spielerisch, noch von der Einstellung der Spieler her, es war bloß kein rechtes Konzept erkennbar. Und gegen den in dieser Saison besten Angriff der Liga spielt man nicht mit einer solchen Harakiri-Abwehr. Wenn man das von oben im Stadion sieht, kann man fast voraussehen, was immer als nächstes passiert – trat ja auch so ein. Wir haben in Hamburg nach dem Abstieg auch letzte Saison eine solche Phase gehabt, offensiv spielen und keinen Respekt vor den anderen. Aber das hat dann auch nicht geklappt, und gegen Mannschaften, die sich nicht in Erwartung des Ungemachs brav hinten reingestellt haben, da sieht man dann grottenschlecht aus. Die Frage ist nur, lernt man daraus, oder denkt man, das passiert nur aus Versehen? Das Fatale daran haben wir in der Rückrunde im letzten Jahr gesehen, Niemand hatte mehr den Anfangsrespekt und da war dann die Abwehr oft überfordert, als sie auf einmal „Abwehr“ spielen sollte. Aber abgesehen davon, Stuttgart ist ein ordentlicher Verein – mit dem üblichen Chaos von grossen Vereine mit Tradition – und hat immer tolle und treue Fans gehabt. Das wird also klappen. Es will doch keine mir Nürnberg oder Hannover tauschen?

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