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VertikalGIF #VfBRBL: Adrenalin in hohen Dosen

Eins vorweg: Sollte der erste Spieltag das Spannungsniveau der kommenenden Saison vorgegeben haben, wird sie der Autor vermutlich nicht überleben. Hatten wir uns nicht auf eine komplett langweilige Spielzeit geeinigt? Die 96 Minuten gegen Leipzig fühlten sich jedoch schon wieder wie 10 Spieltage an.

Aber eins nach dem anderen. Vor dem Spiel marschierte endlich mal wieder die Karawane Cannstatt vom Bahnhof zum Neckarstadion. Was für ein schönes Bild! Und wie gut fühlte es sich an, Teil dieser wunderschönen Gruppe aus Ultras, Fans und Familien zu sein?

Aber Fan-Romantik beiseite: Gleich am ersten Spieltag ging es gegen den aus Fuschl am See finanzierten Pokalsieger und Rückrundenmeister. Der VfB hingegen hatte gegen Leipzig bislang weder gewonnen noch ein einziges Tor aus dem Spiel erzielt. Überhaupt stand erst ein Tor auf der Habenseite. Damals war es ein Elfmeter, der Torschütze eine Leihgabe aus Hoffenheim: Steven Zuber.

Lange Zeit war der Stadionumbau ein Thema, jetzt ist er bittere Realität. Der Anblick der halb gerissenen Haupttribüne war extrem traurig und wird uns noch lange begleiten. Wird Zeit für eine schicke Abdeckung an den Spieltagen.

Also: bestes Wetter, ein bis auf den Gästeblock ausverkauftes Stadion und große Vorfreude auf den Saisonauftakt. Eigentlich hätte man wissen müssen, was folgen würde. Genau: Ein frühes Gegentor.

Der Nachmittag hätte damit schon gelaufen sein können, denn die Leipziger präsentierten sich in den ersten 15 Minuten überlegen und der VfB rannte nur hinterher. Doch nach 19 Minuten sah Tedesco die gelbe Karte und das Stadion erwachte. Die Energie schien sich auf das Team zu übertragen, das jetzt besser ins Spiel kam. Und in der 31. Minute war es dann so weit: Ahamada erzielte mit seinem ersten Bundesligatreffer das erste VfB-Tor gegen Leipzig aus dem Spiel! Und wie gut war sein Abschluss?

Danach war der VfB am Drücker und hätte kurz vor Halbzeitpause fast noch die Führung erzielt. Gleich zwei mal preschte Dinos Mavropanos als Ein-Mann-Büffelherde durch das zentrale Mittelfeld. Beim zweiten Mal schloss er auch noch selbst ab – an den Pfosten!

Die Halbzeitpause dauerte dann gefühlte 25 Minuten. Kein Wunder: Schließlich müssen die Spieler während der Baumaßnahmen eine stattliche Wanderung unternehmen, um vom Rasen in die Kabine zu gelangen. Vielleicht war das auch der Grund, warum erstaunlich viele Akteure auf beiden Seiten am Ende von Krämpfen geplagt wurden?

Doch zurück auf den Rasen: Nachdem der VfB noch ca. zehn Minuten überzeugen agierte, übernahm RB Leipzig das Kommando. Und kam auch immer häufiger zu hochkarätigen Torchancen. Dass daraus kein Treffer resultierte, lag zum einen daran, dass sich immer wieder ein VfB-Spieler in die Schussbahn warf, aber vor allem an Florian Müller, der vermutlich sein bestes Spiel für den VfB machte.

Ab der 80. Minute gab es viele Wechsel und Unterbrechungen, aber nur noch wenig Fußball. Leipzig schien mit dem Punkt zufrieden zu sein, der VfB musste es. Für Aufsehen sorgte nur noch die Einwechslung von Atakan Karazor in der 90. Minute.

Und so startet der VfB mit einem Punkt mehr als erwartet in die neue Saison. Dabei fiel sofort auf, dass sich das Team auch nicht mehr zu schade ist, die Bälle zur Not auf die Baustelle zu prügeln, wenn es brenzlig wird. Am kommenden Samstag wird das Team von Matarazzo in Bremen sicherlich mehr Ballbesitz haben. Dann ist die Offensive gefragt, die gegen Leipzig überwiegend blass blieb. Es bleibt spannend!

Unseren Text zum Spiel findet ihr hier.

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