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Was der Vereinsbeirat wirklich meint …

Die Entscheidung im Spiel des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach fiel am Samstag Abend in letzter Sekunde. Eine andere Entscheidung, die man spätestens am Montag erwartet hatte, fiel hingegen nicht: Das Votum des Vereinsbeirats, wer am 18. März für das Amt des Präsidenten des VfB Stuttgart e.V. kandidieren darf. Stattdessen: ein Brief. Mal wieder. Aber die VfB-Fans sind es mittlerweile gewohnt. Dass die Botschaft des Vereinsbeirats an die Mitglieder in der lokalen Boulevardzeitung erschien, bevor er in den digitalen Postfächern der Mitglieder lag, ist dann allerdings doch einigermaßen befremdlich.

Da der Brief recht kompliziert und unverbindlich formuliert ist, möchten wir unseren Lesern eine einfach zu verstehende Übersetzung anbieten. Denn uns liegt vielleicht ein früher Entwurf des Schreibens vor:

Es ist dem Vereinsbeirat ein Anliegen, den Findungs- und Auswahlprozess so undurchsichtig wie möglich zu halten. Wir nennen das aber „so transparent wie möglich“, denn das hört sich einfach besser an.

Insgesamt ist festzuhalten, dass uns die beiden internen Kandidaten in große Schwierigkeiten gebracht haben. Wir suchen deshalb nach bequemen Lösungen und wollen etwas Zeit gewinnen. Deshalb nennen wir die Aufklärung des Datenskandals als Begründung, jetzt noch keine Entscheidung bekannt zu geben. Das ist auch echt ein guter Grund, denn viele Mitglieder erhoffen sich wirklich etwas von den Ergebnissen (Anmerkung, bitte später streichen: „Als ob!“).

Aber wir wissen natürlich, was wir machen wollen: Einen eigenen vierten Kandidaten finden, der entweder Claus Vogt schlagen kann (das wäre uns das liebste) oder mit dem Lederhosen-Typen aus Kitzbühel in den Wettbewerb treten kann. Damit würden wir es uns ersparen, Vogt und Hitzlsperger aufstellen zu müssen. Denn wir bekennen uns klar zur Wahrung der Mitgliederrechte und können deshalb Hitzlsperger nicht aufstellen. Können wir aber so deutlich nicht sagen, nachher schreibt der wieder einen bösen, offenen Brief, auch wenn es ihm gar nicht um das Präsidentenamt geht.

Gut, dass wir noch ein bisschen Geld übrig haben im Verein, damit wir einen Personaldienstleister beauftragen können, um der Suche nach einem eigenen Kandidaten einen offiziellen und professionellen Anstrich zu geben. Wir suchen ja selbst schon seit Wochen nach einem ernsthaften Gegner beziehungsweise Ersatz von Claus Vogt. Ist aber echt schwierig: Außer dem Lederhosentypen aus Kitzbühel und Honorarkonsul von Montenegro ist bisher keiner bereit gewesen, gegen oder anstatt von Claus Vogt anzutreten. Der scheint verdammt beliebt zu sein. Echt ärgerlich, dass alle auf seine Grinse-Selfies reinfallen.

P.S. Kennt eigentlich jemand den älteren Herrn im Übergangs-Jäckle, der im Sommer 2019 bei der Mitgliederversammlung vollmundig bekannte: „I dädds macha!“? Der scheint uns ein idealer Kandidat zu sein und er kommt ganz sicher auch mit Thomas Hitzlsperger aus. Aussagekräftige Zuschriften bitte an Stepstone oder unsere Personalerin Ingrid.

Herzlichen Dank!

Anmerkung der „Redaktion“:
Ja, wir wissen, dass der Vereinsbeirat aus aktuell acht Personen besteht, die sicherlich verschiedene Ansichten haben.

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23 Kommentare

  1. Bernd sagt

    Naja, was hätte der Vereinsbeirat denn sonst machen sollen? Weder Hitz noch Vogt sind tragbare Kandidaten, und Zeh scheint letztlich auch nur eine bessere Version von Opa Lausmann zu sein. Die müssen jetzt irgendwie einen eigenen Kandidaten aus dem Hut ziehen, der für alle Beteiligten akzeptabel ist.

    • @buzze sagt

      Aber warum sollte der Amtsinhaber nicht tragbar sein? Außerdem kennt der Vereinsbeirat seit dem 18.12.2020 alle Bewerber, sie haben also einen satten Monat verschenkt. Aber es sind ja noch acht Wochen bis zu Wahl: nur keine Eile. :-)

      • Bernd sagt

        Wer es schafft, sich in so kurzer Zeit mit dem erfolgreichen Vorstandsvorsitzenden der AG zu verkrachen und dabei keinerlei eigene Leistungen vorzuweisen hat, dessen Eignung darf man schon mehr als nur in Frage stellen.

        Dass man das schon früher hätte angehen können, ist richtig, aber Zeit scheint mir hier auch nicht die größte Herausforderung zu sein.

        • @buzze sagt

          Hm, ich weiß nicht. Bis Ende des Jahres hätte (fast) jeder darauf gewettet, dass eine Wiederwahl von Vogt reine Formsache ist. Dann schreibt der CEO einen vierseitigen Brief mit vielen Vorwürfen, die sich nicht belegen lassen, und auf einmal ist Vogt unfähig? Das ist mir zu billig.

          Davon abgesehen muss der Präsident auch nicht mit dem Vorstandsvorsitzenden klarkommen, sondern die Mitglieder vertreten. Und das scheint Vogt offenbar ganz gut gemacht zu haben. Dass viele Punkte auf seiner Agenda noch offen sind, stimmt. Aber warum sollte man ihm nicht die Chance geben, dass zu ändern.

          • Bernd sagt

            Ich kenne Vogt nicht persönlich, aber ich habe das Fehlen von inhaltlicher Substanz hier schon kritisiert, als er noch gar nicht Präsident war. Dass Hitz dann in die gleiche Kerbe haut, macht die Vorwürfe für mich schon plausibel, zumal Vogts Dementi im Wesentlichen aus Nebelkerzen wie der Geschichte mit der Versicherung bestand.

            Bis Ende des Jahres hätte ich da auch drüber wegsehen können, weil es zumindest von Außen betrachtet so schien, dass er Hitzlintat einfach machen lässt. Trifft nun nichtmal das zu, dann wird es schon mehr als dünn.

            Eine Anmerkung noch: Der Präsident hat den Verein als juristische Person zu vertreten und nicht die Gesamtheit der Mitglieder. Das ist aktuell im Kontext des Datenskandals relevant, da ja im Raum steht, dass der Verein die Rechte der Mitglieder verletzt hat. Wenn die Mitglieder auf diese Vorgänge Einfluss nehmen wollen, dann geht das nur über entsprechende Beschlüsse der Mitgliederversammlung und nicht über Alleingänge des Präsidenten.

  2. Bacardihardy sagt

    Ganz schwierige Situation für den Vereinsbeirat. Ich an seiner Stelle würde ebenfalls nach einem neuen Kandidaten suchen. Allerdings würde ich als Vereinsbeirat , wenn man Vogt und Hitz nicht kandidieren lässt , versuchen einen ehemaligen Spieler für diesen Präsidentenjob zu gewinnen. Wirtschaftsfachleute haben sie genug in der Verwaltung. Ausserdem lässts sich das bisschen Betriebswirtschaft lernen.
    Ein bisschen clever sollte er sein
    Wie wäre es mit
    Alexander Beck
    Zur Not
    Christian Gentner

  3. @abiszet sagt

    @Bernd
    „Bis Ende des Jahres hätte ich da auch drüber wegsehen können, weil es zumindest von Außen betrachtet so schien, dass er Hitzlintat einfach machen lässt. Trifft nun nichtmal das zu, dann wird es schon mehr als dünn.“
    Dass Vogt sich in sportliche Dinge einmischt, behauptet Hitz nicht. Vogt stellt Fragen und das ist sein gutes Recht. Klar wäre es bequemer, wenn er alles durchwinkt, aber das ist nun einmal nicht seine Aufgabe.

    „Eine Anmerkung noch: Der Präsident hat den Verein als juristische Person zu vertreten und nicht die Gesamtheit der Mitglieder. Das ist aktuell im Kontext des Datenskandals relevant, da ja im Raum steht, dass der Verein die Rechte der Mitglieder verletzt hat. Wenn die Mitglieder auf diese Vorgänge Einfluss nehmen wollen, dann geht das nur über entsprechende Beschlüsse der Mitgliederversammlung und nicht über Alleingänge des Präsidenten.“
    Die juristische Person wird gespeist durch seine Mitglieder, der Präsident ist der gewählte Vertreter der Mitglieder. Mitglieder müssen überhaupt nicht auf Vorgänge Einfluss nehmen, es gehört schlicht klar und deutlich gesagt, was mit den Daten passiert ist, wer dafür verantwortlich ist und davon gewusst hat. Dafür braucht es keine Beschlüsse und keine MV.

    • Bernd sagt

      Naja, Entscheidungen zu verschleppen wie von Hitz kritisiert, würde ich nichtmehr unter „einfach machen lassen“ verbuchen. Klar kannst du da jetzt wieder sagen, dass es dafür im Gegensatz zu den anderen Punkten keine Belege gibt.

  4. Silvia sagt

    Was sind denn hier für Leute unterwegs, sind das die gleichen Lämmer wie bei der Ausgliederung, immer schön abnicken ? Das nervt mich mächtig. Da haben wir endlich einen von den Mitgliedern gewählten Präsidenten, der seinen Job macht und nachfragt und aufklärt und wieder gibt es Leute denen nur der sportliche Erfolg wichtig ist. Das macht mich richtig wütend, gerade weil wir sehen, dass Vogt ins Wespennest gestochen hat. Dieser Präsident hat mehr verdient als die Rückendeckung und volles Bekenntnis der Kurve. Es wird Zeit, dass dieser schwäbische Klüngel endlich geht. Im übrigen hoffe ich, dass der Satzungsänderungsantrag von Ron Merz durchgeht, damit endlich die Interessenskonflikte ausgeräumt werden.

  5. Stephan sagt

    Einen gewählten Präsidenten nicht mehr aufzustellen geht garnicht. Er wurde doch vom Vereinsbeirat vorgeschlagen. Mir scheint der Vereinsbeirat ist auch nicht neutral.

  6. drhuey sagt

    Sollte an dem Zwischenbericht der Kanzlei etwas dran sein, dass die Ermittlungen aktiv behindert worden sind, gibt es nur eine Option: die vollständige Aufkärung mit Nennung von Ross und Reiter und Einleitung von Konsequenzen. Und nein: der sportliche Erfolg sollte nicht alles zudecken. Hitzlsperger hat sich dummerweise ganz weit aus dem Fenster gelehnt mit dem Ergebnis, dass man eine Pattsituation geschafffen hat. Was hat ihn glauben lassen, dass Vogt einfach zurückzieht? Es sieht so aus, dass der Haupttumor Dietrich entfernt wurde, aber es geht jetzt um die Entfernung seiner Metastasen, dass der Verein gesunden kann. Vogt hat meine Stimme, ohne Wenn und Aber.

    • Bernd sagt

      Das ganze ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll zu bewerten, weil in der StZ keinerlei zeitliche Zusammenhänge erwähnt werden, was schon ziemlich stutzig macht. Dass die AG am Anfang die Aufklärung blockiert hat, ist schon deswegen ziemlich offensichtlich, weil es zunächst keinen Vorstandsbeschluss der AG hierzu gab. Das dürfte also unter das fallen, was Hitz als „am Anfang war’s holprig“ bezeichnet hat. Ob die Blockade der AG nach der zweiten Beauftragung noch weiter bestand, darüber schweigt sich der Artikel aus.

      Der einzige konkrete Vorwurf in Hitz scheint ja nur zu sein, dass er die IT-Zugänge von Schraft und Fischer nicht deaktiviert hat. Bei einer vernünftigen IT-Organisation kann man auch mit Zugang keine Beweise vernichten, vielleicht war dieser Schritt einfach nur unnötig.

      Momentan wäre ich mit Schuldzuweisungen noch sehr vorsichtig. Das Vogt-Umfeld hat ja auch bei der letzten Wahl seinen Konkurrenten auf ähnliche Weise abgeschossen. Auch der zeitliche Zusammenhang kurz vor der Fertigstellung des Endberichts klingt ein wenig so, als wolle (no pun intended) da jemand noch schnell Kasse machen.

      Ich kann ja irgendwie den Wunsch verstehen, da noch alte Rechnungen begleichen zu wollen, aber das dies dann zulasten des Fußballs geht den wir zu sehen bekommen werden, sollte auch jedem klar sein. Organisationen wie der VfB lassen sich im Allgemeinen nicht im Hau-Ruck-Verfahren umkrempeln.

      • Poveretto sagt

        „aber das dies dann zulasten des Fußballs geht den wir zu sehen bekommen werden, sollte auch jedem klar sein.“

        Wirklich? Warum sollte die Mannschaft schlechter spielen, Matarazzo schlechter coachen oder Mislintat schlechter scouten? Nur weil Hitzlsperger nicht mehr da ist? Dann kommt ein neuer Sportvorstand.

        Aber das ist genau das Schreckgespenst mit dem man schon die Ausgliederung durchgedrückt hat.

        • Bernd sagt

          Ja, dann kommt ein neuer Sportvorstand. Und wenn es nach dem Säulenheiligen Claus Vogt geht, heißt dieser Edin Rahic. Was das für den VfB bedeuten würde, kann man in Bradford erfragen.

          • @buzze sagt

            Aber zum Glück werden die Vorstände immer noch vom Aufsichtsrat bestimmt und nicht vom Präsidenten – selbst, wenn er heilig ist. ;-)

          • @abiszet sagt

            Reine Spekulation, Bernd. Da der Vorstand vom AR berufen wird, in dem Vogt auch nur eine Stimme hat, ist es das Szenario zudem äußerst unrealistisch.

          • Bernd sagt

            Es ist davon auszugehen, das wieder der Präsidialrat die Vorauswahl für eine etwaige Nachfolge von Hitz treffen würde. Unter Dietrich wurde dieses Konstrukt massiv kritisiert, weil es dem Präsidenten zuviel Macht einräumen würde. Und jetzt soll das auf einmal alles kein Problem sein, obwohl eine nunmal nicht zu leugnende Gefahr besteht, dass Vogt einen völlig ungeeigneten Kandidaten durchdrücken möchte?

  7. Interessant an der ganzen Sache ist doch wie es dazu kam. Denn Probleme in der Beziehung zwischen Vogt und anderen Organen im Verein gab es allem Anschein nach auch schon vor dem Datenskandal.
    Dabei liegt ein grundlegendes Problem der aktuellen Situation darin, dass manche Mitglieder und der Präsident selbst die Aufgaben/Rechte/Pflichten des Präsidentenamtes falsch einschätzen. Die AG ist ein eigenständiges Unternehmen mit dreistelligem Millionenumsatz. Für alle Prozesse in diesem Unternehmen ist der Vorstand, und allen voran dessen Vorsitzender verantwortlich. Unabhängig von Personen wurde dieser Vorsitzende aufgrund seiner Qualifikationen und bisherigen Leistungen vom Aufsichtsrat der AG berufen und mit Handlungsvollmachten ausgestattet. Das heisst das der Vorstand die alleinige Verantwortung für die Leitung der AG hat. Der Aufsichtsrat dient lediglich dazu den Vorstand zu kontrollieren, diese Kontrollfunktion beinhaltet allerdings keine Weisungs- noch Handlungsberechtigungen.
    Nach einigen Berichten und wie von Bernd auch schon angemerkt wirkt es jedoch so, dass Vogt meint er hat ein Anrecht darauf jede anstehende Entscheidung abzunicken, was eine indirekt operative Einmischung ist. So ein Vorgehen seitens der Aufsichtsrats ist allerdings, wie schon erwähnt, in einer AG nicht vorgesehen und alles andere als üblich. Ein Musk, Zetsche, oder sonst ein CEO, sind/waren erfolgreich weil sie „weitgehend weisungsfrei und selbständig über die Art und Weise des Fortgangs der Geschäfte“ bestimmen. Und Hitz ist in seiner Aufgabe als Vorstand bisher äußerst erfolgreich. Oder welcher Vorstand hat in den letzten 15 Jahren soviel vorangebracht wie er – Heldt, Bobic, Dutt, Schindi, Reschke? Dabei ist er nicht nur nach Schema F vorgegangen, sondern man merkt dass er den VfB wirklich prägen möchte und von Grund auf neu ausrichten möchte (siehe die letzte Organisationsumstrukturierung). Dabei versucht er stets innovative Methoden und Ideen aufzunehmen und zu integrieren. Zudem verkörpert TH das was sich Fans und Mitglieder jahrelang gewünscht haben sportliche Kompetenz, Stallgeruch und eine (bis jetzt) gute Außendarstellung.
    Falls Vogt also diese außerordentlich gute Entwicklungen dadurch torpediert, dass er entweder durch abnicken mitbestimmen möchte oder etwa Hitz Ideen von Rahic oder sonstigen „Beratern“ aufzwingen möchte, kann man die Verärgerung von Hitz und auch anderen Personen durchaus verstehen.
    Und da kommt man zum Datenskandal. Mir ist bewusst, dass viele Fans, Mitglieder, aber vor allem die VfB-Twitterbubble hier eine Verschwörung wittern. Aber man sollte als Fan auch einmal versuchen das aus VfB-Sicht zu sehen. Nach Jahren der Misswirtschaft läuft es endlich gut, handelnde Personen und Mitarbeiter spüren einen deutlichen Kurswechsel in allen Bereichen, der besonders nach Dietrich sehr wohltuend ist. Erste Erfolge sind zu sehen. Dann wird jemand gewählt, der meint jede Sache hinterfragen zu müssen, das führt natürlich zu Querelen, besonders da der Präsident weder Handlungsbefugnisse hat noch sportliche Kompetenz besitzt. Mit dem Datenskandal fällt ihm dann plötzlich was in den Schoß, dass er einerseits nutzen kann um seine Postion bei den Fans zu stärken, und andererseits seine Macht im Verein zu demonstrieren. Dabei preschte Vogt erstmal vor indem er eine lückenlose Aufklärung ankündigte. Jeder kann sich vermutlich vorstellen, dass das auf der Geschäftsstelle zumindest mit geteilter Meinung aufgefasst wurde. Klar haben sich hier sicher einige Sorgen gemacht aufgrund von Vergehen. Gleichzeitig hat Vogt mit seiner Ankündigung aber eine Art Generalverdacht in den Raum gestellt, wodurch sich auch unschuldige Mitarbeiter bedroht gefühlt haben. Da ist es dann eben durchaus vorstellbar, dass da eine Art Korpgeist entstanden ist. Sprich, dass erstmal keiner was sagt, besonders da von von Anfang an klar war, dass keine schwerwiegenden Konsequenzen zu erwarten sind, besonders keine rechtlichen (stand schon so in einem der ersten Kickerartikel).
    Vogt war dann in einer Zwickmühle, er stand/steht hinter der lückenlosen Aufklärung, weshalb er für den Verein Esecon weiter beauftrag hat. Hitz und der Rest der AG wollte aber sicher auch nicht nachgeben, weswegen sich die Ermittlungen zogen und zogen. Das Verhältnis zwischen Präsident und AG verhärtete sich. Mit dem Resultat das Hitz irgendwann die Reisleine gezogen hat indem er den Brief rausgehauen hat. Das war unglücklich und teilweise vereinsschädigend, das ist jedem klar.
    Letztendlich muss zwar eine Aufklärung stattfinden, allerdings in einem angemessenen Rahmen, hier geht es nicht um Veruntreuung oder Steuerhinterziehung oder sonst irgendwelche Kapitaldelikte. Hier geht uns um eine rechtlich nicht relevante Datenweitergabe. Die war auf jeden Fall scheiße und damit wurde Vertrauen verspielt (wohlgemerkt unter anderer Führung).
    Gleichzeitig muss Vogt sich vergegenwärtigen was seine Aufgaben als Präsident sind (Repräsentation) und als Aufsichtsratschef (Kontrolle aber keine Überwachung). Falls er oder einer seiner Berater mehr will ist er als Präsident nicht geeignet.
    Und noch eine Anmerkung zu den Medien, das ist eine Nummer die sich natürlich spitze verkauft. Allein heute haben schon einige in der #VfBTL gepostet wie sie sich das MeinVfB-Abo gezogen haben (unter anderem Ich). Das heißt besonders STN/STZ und Kicker wollen das Ding hochjazzen, um Auflage zu machen.
    Aber ob das ganze es wirklich wert ist, Hitz und damit später wahrscheinlich auch Mislintat vom Hof zu jagen ist mehr als fraglich. Besonders da am Ende der VfB vermutlich eine Führung hätte ohne sportliche Kompetenz, Stallgeruch und gute Außendarstellung.

    • @abiszet sagt

      Danke für Deinen ausführlichen Kommentar.
      Ich denke, es geht um zustimmungspflichtige Maßnahmen und da nimmt Claus Vogt sein Amt im AR ernst, in dem er nachfragt (von blockieren hat mE. noch keiner geschrieben), absolut legitim.

      „Aber ob das ganze es wirklich wert ist, Hitz und damit später wahrscheinlich auch Mislintat vom Hof zu jagen ist mehr als fraglich.“
      Mislintat hat klar gesagt, dass er sich dem VfB und nicht Hitz verpflichtet fühlt (logisch: daran erinnert er sich in ein paar Monaten evtl. nicht, aber dieses Statement steht erstmal)

    • @buzze sagt

      „Letztendlich muss zwar eine Aufklärung stattfinden, allerdings in einem angemessenen Rahmen, hier geht es nicht um Veruntreuung oder Steuerhinterziehung oder sonst irgendwelche Kapitaldelikte. Hier geht uns um eine rechtlich nicht relevante Datenweitergabe. Die war auf jeden Fall scheiße und damit wurde Vertrauen verspielt (wohlgemerkt unter anderer Führung).“

      Da gehe ich nicht mit. Diejenigen, die für den Datenskandal verantwortlich sind, arbeiten nach wie vor in der Mercedesstraße. Einzig Dietrich ist weg. Wer war Projektleiter? Mutschler. Wer war für das Marketing zuständig? Röttgermann. Wer musste das Budget freigeben? Heim. Alle noch da. Genauso wie das Kontrollorgan von damals.

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